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Wirtschaft

Statistisch gesehen ist Lippe einer von 7 Verwaltungsbezirken in Ostwestfalen-Lippe. Aber mit seinen 360.000 Einwohnern ist Lippe der größte Kreis im Regierungsbezirk und ist, wie auch die Gesamtregion Ostwestfalen-Lippe, „auf leisen Sohlen" zu einem wirtschaftlichen Spitzenreiter in Nordrhein-Westfalen avanciert.

Diese Entwicklung hat vielfältige Ursachen. Dabei ist der Landesverband Lippe seit seiner Gründung im Jahre 1949 wesentlicher Motor und Initiator. Durch die 800-jährige eigene Geschichte hat sich in Lippe neben der Vielfalt in kultureller Hinsicht auch die Individualität und das Selbstbewusstsein der Bevölkerung erhalten. Heute ist Lippe integraler Bestandteil des Landes Nordrhein-Westfalen und hat seine „Mitgift" in Form von Natur, Kultur und der Menschen voll in Ostwestfalen-Lippe eingebracht. Zu- und Miteinander hat man endgültig mit der Einbindung Lippes nach Nordrhein-Westfalen gefunden.

  • Das Beispiel der Bevölkerungsentwicklung (seit 1939 hat sich die Bevölkerung stärker als im übrigen Gebiet Ostwestfalens mehr als verdoppelt) lässt die dadurch zu bewältigenden Strukturprobleme der Region erkennen.
  • In den 50iger Jahren stammte jedes 4. Baugrundstück aus dem Besitz des Landesverbandes Lippe. Die Funktion des Landesverbandes Lippe als Vermögensverwalter war sowohl preislich als auch mengenmäßig regulierend im Sinne der Bewohner zu wirken.

    Da Lippe niemals in seiner Geschichte preußisch war, war das fürstliche Vermögen Privatvermögen des jeweiligen Fürstenhauses. Im Jahre 1919 wurde das Landesvermögen den Bewohnern zur Nutzung und zur kulturellen Wohlfahrt als Sondervermögen überlassen.

    Die Hauptfunktion des Landesverbandes Lippe ist es, neben der Vermögensverwaltung und Vermehrung die Erträge aus diesem Vermögen zum Wohle der kulturellen Institution zu verwenden. 
  • Im Rahmen dieser Aufgaben gehen heute die wesentlichen kulturpolitischen Impulse sowie auch in Verbindung mit den Städten und Gemeinden strukturfördernde Akzente aus. Grundstücke wurden und werden zum Wohle der Kommunen bereitgestellt.
  • Als Bindeglied der Städte und Gemeinden innerhalb der Region nach innen und der Politik und Verwaltung in Richtung Landesregierung, ist es dem Landesverband Lippe gelungen, in seiner 50-jährigen Geschichte bis zum Zeitpunkt der aktuellen Probleme in den Bädern, das Vermögen zu vermehren und zusätzlich Gewinne zu verwenden.
  • Auch als Unternehmen stellt der Landesverband Lippe selbst mit seinem Verwaltungssitz in Lemgo, Schloss Brake, sowie mit seinen eigenen Betrieben und Beteiligungen einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar.
  • Im Zuge der genannten Unternehmungen sind neben der Zentrale einige tausend Mitarbeiter und Arbeitsplätze in den 16 Städten und Kommunen direkt oder indirekt von allen Entscheidungen betroffen. Ein kleines und schlagkräftiges Parlament sorgt für diese.
  • Mit 90.000 jährlich eingeschlagenen und verkauften Festmetern Holz wird bei schwierigsten Wettbewerbsverhältnissen innerhalb der Forstwirtschaft ein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet.
  • Neben der eigentlichen Bewirtschaftung im forstwirtschaftlichen Sinne werden auch noch Funktionen für forsttechnische Betriebsleitung für Stadt- und Gemeindeforsten in einem Umfang von rd. 3.000 ha zusätzlich übernommen. Die Betreuung von 7 Naturschutzgebieten und rd. 80 Naturdenkmalen, die Verwaltung sämtlicher Jagdflächen, die Verpachtung der Teichfischereiwirtschaft auf rd. 22 ha, die Betreuung von 3 Stein-, Kies- und Sandbrüchen sowie einem modernen Groß-Schotterwerk werden unter diesem Dach verwaltet und betrieben.
  • Es gibt innerhalb dieser Region kaum eine Grundstücksentscheidung oder verkehrliche Maßnahme, bei der nicht Belange des Landesverbandes und auch seine Hilfe gefragt sind.

    Wer in Lippe bauen möchte, der sollte sich bei der Suche nach einem passenden Grundstück durchaus auch einmal beim Landesverband Lippe erkundigen. Innerhalb der rd. 3.500 ha Domänengebiete und Kleinpachtflächen gibt es derzeit etwa 100 Bauplätze, die auf Grund und Boden des Landesverbandes Lippe liegen.
  • Die Grundstückspolitik des Landesverbandes Lippe ist heute Bestandteil des freien Marktes. Heute bestehen 2.600 Erbbaurechtsverträge. Rund 3,5 Mio EUR Einnahmen aus Zinsen, Verpachtung und Vermietung stehen jährlich Ausgaben für Personal- oder Bauunterhaltung in Höhe von 1,7 Mio EUR gegenüber. Der erzielte Überschuss fließt, wie auch der des Forstbereichs, in den Haushalt des Landesverbandes und steht so den die von ihm getragenen Kultureinrichtungen zur Verfügung.
  • Von langer Hand und über viele Jahre geplante Baumaßnahmen, sowohl an den rd. 250 vorhandenen einzelnen Objekten, wie auch im Zusammenhang mit Neuinvestitionen, werden durch die Architekten des Landesverbandes Lippe durchgeführt und verantwortet.

    Neben Großinvestitionen, wie z.B. die konzeptionelle Umsetzung des Bewegungszentrums in Bad Salzuflen in einer Gesamthöhe von 22 Mio EUR liegen durchschnittlich permanente Reparaturmaßnahmen von jährlich ca. 2,15 Mio EUR auf den Schreibtischen der eigenen Ingenieure.

Als Vermögensverwalter, Partner im Umweltschutz, Träger regionaler Kulturpolitik, Partner der Denkmalpflege und Träger öffentlicher und sozialer Aufgaben sowie wichtiger Wirtschaftsfaktor mit seinen Unternehmungen ist Lippe und sein Landesverband auch für die Zukunft gerüstet, diese Region zu einem kulturellen, sozialen und wirtschaftlich wichtigen Faktor in der Mitte Deutschlands zu erhalten