Lippisches Landesmuseum
Das Lippische Landesmuseum ist das größte und älteste Museum Ostwestfalen-Lippes und liegt im Zentrum von Detmold gegenüber dem Weserrenaissanceschloss der Fürsten zu Lippe. Gegründet 1835 als Naturhistorisches Museum entwickelte es sich bis heute zu einer Sammlung großer lippischer und außerlippischer Kulturgüter aus den Bereichen Naturkunde, Ur- und Frühgeschichte, Landesgeschichte, Volkskunde, Kunst, Möbel und Innenarchitektur sowie Völkerkunde.
Lippisches Landesmuseum, Eingangsbereich
Naturkunde
Mit Gründung eines Naturhistorischen Museums für das Land Lippe im März 1835 durch lippische Bürger mit Weitblick und Weltoffenheit entstand in Detmold der Grundstock des ältesten Naturkundemuseums Nordrhein-Westfalens. Die Sammlung verfügt über einen umfangreichen Fundus: zahlreiche Präparate längst ausgestorbener oder stark gefährdeter Tierarten geben Einblick in die Vielfältigkeit der Natur.
Ur- und Frühgeschichte
Mammutskelett
Im Haus Ameide befindet sich die Abteilung Ur- und Frühgeschichte mit Funden von der Steinzeit bis ins Mittelalter. Ihren Grundstock bildeten die Bestände aus der „Sammlung vaterländischer Altertümer“, eine schon 1893 auf Initiative Oskar Münsterbergs und Dr. Otto Weerths gegründete Einrichtung, die sich um Erhalt, Sicherung und Sammlung kulturhistorischer wichtiger Funde kümmerte.
Völkerkunde
Die völkerkundlichen Sammlungen gehen in ihren Ursprüngen auf die Zeit kurz nach Gründung des Museums im Jahre 1835 zurück. Bereits aus den Jahren 1840 – 1853 sind Kult- und Jagdobjekte sowie Bekleidungsaccessoires nord- und südamerikanischer Indianer dokumentiert. Erste Materialien des Anden-Kulturraumes gelangten 1883 in die Sammlung. Ein international bedeutender Fundus der andinen Hochkulturen und der Kulturen der südamerikanischen Pazifikküste trug der aus Lippstadt stammende Arzt Dr. Eduard Gaffron in den Jahren 1882 bis 1913 zusammen, in denen er in Lima praktizierte. Aus dieser damals größten Privatsammlung der Welt erhielt das Lippische Landesmuseum 1909 etwa 1300 archäologische Objekte und Textilien geschenkt. Die Baukunst der Maya in Mexiko und Guatemala wird durch eine Sammlung von 300 Originalfotografien des Pioniers der Maya-Forschung, Teobert Maler, repräsentiert.
Lippisches Landesmuseum, Foyer
Kunst
Ein breitgefächertes Spektrum historischer und zeitgenössischer Kunst aus den Bereichen Skulptur, Malerei und angewandte Kunst erwartet den kunst- und kulturgeschichtlich interessierten Besucher des Landesmuseums.
Landeskunde
Der Bereich der Landeskunde wird im Lippischen Landesmuseum eng verbunden mit der Kunst und der Volkskunde präsentiert. Im Kornhaus erzählen neben Schriftzeugnissen und historischen Karten auch Bilder von der Geschichte des Landes Lippe. Daneben gibt das Lippische Landesmuseum auch Einblicke ins Private. Möbel des 16. bis 19. Jahrhunderts vermitteln einen Eindruck der Wohnkultur des Adels, des Bürgertums und der ländlichen Bevölkerung. Auch historische Spielzeuge, Puppen und Puppenstuben, Blechspielzeug und vieles mehr erzählen von der Welt der Kinder. Das „öffentliche“ Leben wird an Beispielen verschiedener Handwerke dargestellt.
Möbel- und Innenarchitektur
Die im Kornhaus gezeigten historischen Möbel und Einrichtungsgegenstände werfen ein Licht auf die Wohnverhältnisse vom 16. bis 19. Jahrhundert.









