Navigation überspringen

Geschichte

Das Landesvermögen verbleibt dem
lippischen Gebiet

Eng verknüpft mit der Geschichte der Region Lippe ist die des Landesverbandes Lippe. Er bewahrt die Tradition der Region und hält sie mit seiner Förderung für Kultur und Tourismus in der Gegenwart lebendig.

Am 21. Januar 1947 verlor Lippe nach mehr als 800jähriger Selbstständigkeit als Grafschaft und Fürstentum sowie als Freistaat innerhalb der Weimarer Republik seine staatliche Souveränität: Lippe schloss sich Nordrhein-Westfalen als dritter Landesteil an. Noch heute sichtbares Zeichen dafür ist die lippische Rose, das Symbol der Region: Sie ist im Wappen Nordrhein-Westfalens enthalten.

Heinrich Drake – Begründer des Landesverbandes

Die Souveränität Lippes wurde bereits in den 1920er Jahren in Frage gestellt: Aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Freistaates erwog der Landespräsident, Heinrich Drake (1881 – 1970), den Anschluss an Preußen. Da Preußen jedoch zu keinen Zusagen bereit war, die das Vermögen und die kulturelle Eigenständigkeit des Landes Lippe betrafen, scheiterten die Verhandlungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Heinrich Drake da an, wo die Verhandlungen mit Preußen gescheitert waren. Er führte zunächst Gespräche mit Niedersachsen, ohne Ergebnis. In den Verhandlungen mit Nordrhein-Westfalen konnte er hingegen seine Vorstellungen weitestgehend durchsetzen.  Am 21. Januar 1947 vereinbarten der damalige Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Rudolf Amelunxen, und Heinrich Drake die Richtlinien für die Aufnahme des Landes Lippe in das Land Nordrhein-Westfalen. Diese Vereinbarung ist unter dem Begriff der „Lippischen Punktationen“ bekannt.

In den Punktationen wurde festgeschrieben, dass  „das  Landesvermögen dem lippischen Gebiet“ verbleibt. Das bedeutet, dass das lippische Vermögen einschließlich der kulturellen und sozialen Einrichtungen des Landes den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis Lippe erhalten bleiben sollte. Die Verwaltung wurde einer eigenen Einrichtung übertragen – dem Landesverband Lippe. Sein Symbol ist die lippische Rose. Am 5. November 1948 beschloss der Landtag in Düsseldorf das Gesetz über die Vereinigung des Landes Lippe mit dem Land Nordrhein-Westfalen und gleichzeitig das Gesetz über die Gründung des Landesverbandes Lippe.

Das Gesetz über den Landesverband Lippe trat am 12. Oktober 1949 in Kraft. Die erste konstituierende Sitzung der Verbandsversammlung fand am 21. Dezember 1949 im ehemaligen Landtag des Freistaates Lippe statt – dem heutigen Landgericht Detmold. Erster Verbandsvorsteher wurde Heinrich Drake.

Entwicklungen des Landesverbandes Lippe

tmp_heinrich_drake_01
Heinricht Drake

Nach der Gründung oblag dem Landesverband Lippe die Verwaltung des Vermögens des ehemaligen Freistaates Lippe. Dieses umfasste landwirtschaftliche Flächen, Forstgrundstücke, zahlreiche Gebäude, Burgen und Schlösser ebenso wie das Hermannsdenkmal, die Externsteine, das Landestheater in Detmold, die Lippische Landesbibliothek, das Lippische Landesmuseum sowie die beiden Staatsbäder Bad Salzuflen und Bad Meinberg.

1971 wurden die kulturellen Einrichtungen um das Institut für Lippische Landeskunde (heute: Lippische Kulturagentur) und das 1989 gegründete Weserrenaissance-Museum ergänzt. Der Betrieb des Staatsbades Salzuflen wurde 1999 der Kommune übertragen, der des Staatsbades Meinberg  2015 in die Hände der Kommune gelegt.

Heute bewirtschaftet die Forstabteilung des Landesverbandes rund 16.000 Hektar Waldflächen, zu den Immobilen des Landesverbandes Lippe gehören etwa 150 Gebäude und rund 3.300 Hektar landwirtschaftliche Flächen. Darüber hinaus sorgt der Landesverband für den Fortbestand und Weiterentwicklung seiner Kultureinrichtungen und fördert die Kultur in Lippe.

Aktuelles

Leitbild

Tradition modern leben. Der Landesverband Lippe blickt auf eine lange Geschichte in Lippe zurück. Im  ... mehr

Aufgaben

Engagiert für Lippe: Kulturförderung, Denkmal- und Naturschutz, Immobilien- und Forstwirtschaft – die Aufgaben des Landesverbandes Lippe sind vielfältig. mehr

Politik & Gremien

Demokratische Mitbestimmung. An der Spitze des Landesverbandes Lippe steht die Verbandsvorsteherin. Die ... mehr