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Stipendium

Junge Kunst im alten Künstlerort

Ein Künstler auf Materialsuche

Max Hampel aus Kassel ist der neue Stipendiat 2022 im Künstlerhaus Schwalenberg

Schieder-Schwalenberg, 25. Mai 2022. Noch sind nur einige Arbeiten und Materialproben, sowie eine ganze Reihe an Werkzeugen im Atelier im Künstlerhaus Schwalenberg zu sehen, wo der Künstler Max Hampel aus Kassel seit dem 1. Mai 2022 sein Stipendium angetreten hat. Landesverbandsvorsteher Jörg Düning-Gast und Dr. Mayarí Granados, Kunsthistorikerin bei der Lippischen Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, die das Stipendium betreut, besuchten ihn im Atelier.

„Die erste Zeit habe ich hauptsächlich damit verbracht, die Gegend mit Spaziergängen zu erkunden, und dabei gleich die Augen offen gehalten auf der Suche nach neuen Materialien für meine Experimente.“  Denn das ist es, was die Arbeiten von Max Hampel auszeichnet: Experimente mit Materialien, die für die Kunst zum Teil ungewöhnlich sind, wie flüssiges Acryl, gemischt mit verschiedensten Zutaten, die in eine Form gegossen werden. Im Fokus seines Interesses stehen dabei die Prozesse, die sich anschließend im Trocknungsprozess entwickeln.

Die Arbeiten von Max Hampel befinden sich an der Schnittstelle zwischen Malerei, Bildhauerei und Installation. Max Hampel faszinieren die in Bildern arbeitenden Prozesse: Altern, Ausgasen, Trocknen, Wittern, Quellen, Schwitzen, Schrumpfen, Dehnen – letztlich physikalische Phänomene. Den Arbeiten gehen jahrelange Materialstudien voraus. Durch Mischungen und zweckentfremdete Verwendungen entstehen kontinuierlich neue Kombinationen. Dadurch möchte Max Hampel die physikalische Beschaffenheit des Bildes in den Blick rücken, wodurch das Material selbst in diesen Arbeiten zur ästhetischen Kategorie wird.

Für Max Hampel wichtig ist dabei neben der Inspiration, neue Materialien in seiner Umgebung zu finden, auch der Kontakt mit den Menschen vor Ort, die ihn auf seiner Materialsuche vielleicht voranbringen können.

Dabei ist der Forschungsprozess vollkommen offen und das Ergebnis auch für Max Hampel manchmal Teilen überraschend. Wichtiger Teil seiner Arbeit ist jedoch auch die Anordnung seiner Arbeiten, die meist in einem klassischen, kleinen 30 x 40 Format entstehen und dann vom Künstler vor Ort installativ kombiniert werden.

„Die Haptik in den Arbeiten von Max Hampel ist höchst spannend“ findet Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast „sein Materialumgang und auch die damit einhergehenden Experimente lassen auf einen spannenden neuen Zugang in der zeitgenössischen Kunst hoffen.“

Während des Schwalenberg-Stipendiums möchte Max Hampel die künstlerische Materialrecherche vertiefen und strebt die Produktion neuer “Bildobjekte” an. Ziel ist es, im Zuge dieser Suche, neue Anwendungen zu entdecken, die eigene bildnerische Sprache feiner auszuformulieren und den gesamten Werk-Körper zu erweitern. Die Ergebnisse dieser Forschung sollen ihre Vollendung finden durch eine installative Inszenierung in der abschließenden Ausstellung im Oktober.

Max Hampel lebt und arbeitet als Stipendiat des Landesverbandes Lippe vom 1. Mai bis 31. Oktober 2022 im Künstlerhaus Schwalenberg, und vom 30. September bis zum 30. Oktober 2022 werden seine Werke im Robert Koepke Haus in Schwalenberg präsentiert.

 

Max Hampel zeigt Landesverbandvorsteher Jörg Düning-Gast eines seiner Werke – in einem „Zwischenstand“. Foto: LVL

 

Werke gegen das Verschwinden von Materialität und Körperlichkeit

Max Hampel aus Kassel ist der neue Stipendiat 2022 im Künstlerhaus Schwalenberg

Weiterhin ist in den anhaltenden Zeiten von Corona kontinuierliches freischaffendes Arbeiten für Künstlerinnen und Künstler besonders schwer –umso wichtiger sind Fördermöglichkeiten wie das Schwalenberg-Stipendium für Bildende Künstler des Landesverbandes Lippe.

Die Jury entschied sinch in diesem Jahr einstimmig für den Künstler Max Hampel aus Kassel, der mit dem ungewöhnlichen Materialumgang und der dadurch entstehenden Haptik seiner abstrakten Arbeiten überzeugte.

Mitglieder der Jury waren die beiden Künstler Axel Plöger und Prof. Ernst Thevis (FH OWL, Fachbereich Architektur/ Bildhauerei) aus Detmold, Prof. Andreas Beaugrand von der FH Bielefeld (Fachbereich Gestaltung), André Köller von der Firma Phoenix Contact & Co. KG in Blomberg, die das Stipendium auch im Jahr 2022 wieder fördern,  Jörg Düning-Gast, Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe, sowie die beiden Kunsthistorikerinnen Vera Scheef M.A. und Dr. Mayarí Granados von der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe.

 

Max Hampel wird vom 1. Mai bis 31. Oktober 2022 im Künstlerhaus Schwalenberg leben und arbeiten, und vom 30. September bis zum 30. Oktober 2022 werden seine Werke im Robert Koepke Haus in Schwalenberg präsentiert.

Die Arbeiten von Max Hampel befinden sich an der Schnittstelle zwischen Malerei, Bildhauerei und Installation. Dabei entstehen “Bildkörper”, die keine Darstellungen oder Abbilder zeigen. Weniger als das Erschaffen einer Illusion, faszinieren Max Hampel die in Bildern arbeitenden Prozesse: Altern, Ausgasen, Trocknen, Wittern, Quellen, Schwitzen, Schrumpfen, Dehnen – letztlich physikalische Phänomene mit denen sich auch ein menschlicher Körper in seinen Grundeigenschaften beschreiben ließe. Seine Arbeiten erscheinen als lebendige, körperhafte Landschaften, in denen fortlaufende Veränderung eingeschrieben ist. Die forschenden Fragen seiner Auseinandersetzung betreffen in diesem Sinne das Material der Malerei an sich. Den Arbeiten gehen jahrelange Materialstudien voraus. Durch Mischungen und zweckentfremdete Verwendungen entstehen kontinuierlich neue Kombinationen. Dadurch möchte Max Hampel die physikalische Beschaffenheit des Bildes in den Blick rücken, wodurch das Material selbst in diesen Arbeiten zur ästhetischen Kategorie wird.

Während des Schwalenberg-Stipendiums möchte Max Hampel die künstlerische Materialrecherche vertiefen und strebt die Produktion neuer “Bildobjekte” an. Ziel ist es, im Zuge dieser Suche, neue Anwendungen zu entdecken, die eigene bildnerische Sprache feiner auszuformulieren und den gesamten Werk-Körper zu erweitern. Die Ergebnisse dieser Forschung sollen ihre Vollendung finden durch eine installative Inszenierung in der abschließenden Ausstellung im Oktober.

Max Hampel (*1989 in Köln) arbeitete nach dem Abitur von 2009 bis 2012 als Assistent im Studio des Bildhauers Gereon Krebber in Köln. 2012 bis 2021 studierte er Bildende Kunst an der Kunsthochschule in Kassel, unter anderem in den Fachklassen bei Mathilde ter Heijne (Performance), Johannes Spehr (Malerei), Florian Slotawa (Konzept/ Bildhauerei) sowie Mario de Vega (Sound). 2021 präsentierte er seine Abschlussarbeit in den Wilhelmhallen in Berlin.

2014-2015 war er kuratorisch im Stellwerk in Kassel tätig, außerdem studierte er im Jahr 2015 über das Erasmus-Programm an der ASP Krakau Malerei bei Zbigniew Bajek.

Max Hampel lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Kassel.


Max Hampel, Werk aus schwarz-weißer Reihe © M. Hampel

 

Der Stipendiat Max Hampel

 

Das Künstlerhaus in Schwalenberg

Blick ins Atelier

Unsere Stipendiaten:

2021: Alessia Schuth *** 2020: Maria Trezinski *** 2019: Paloma Riewe *** 2018: Klaus Schiffermüller *** 2017: Ankabuta *** 2016: Johanna K Becker *** 2015: Anastasiya Nesterova *** 2014: Undine Bandelin *** 2013: Karin Brosa *** 2011/2012: Ayse Öykü, Yunyi Liu *** 2010/2011: Ericson Krüger, Robert Matthes ***2009/ 2010: Kathrin Hoffmann, Ji Eun Yoon *** 2008/2009:Christin Lutze, Ina Weißflog *** 2007/2008: Daniela Löbbert, Jonas Karnagel***

Stipendiaten seit 1986 (kleine Auswahl): Dagmar Diekmann *** Frank Suplie *** Anni Halgmann *** Ren Rong *** Sabine Schellhorn *** Zuzanna Skiba *** uvm

 

Allgemeine Informationen:

Jedes Jahr schreibt der Landesverband Lippe ein sechsmonatiges Stipendium in der Sparte bildende Kunst aus. Die Wohn- und Arbeitsstätte der Stipendiatin/des Stipendiaten befindet sich im Künstlerhaus in Schwalenberg. Dieses bietet einen eindrucksvollen Blick über die einzigartige Landschaft, die schon die Künstlerinnen und Künstler der Künstlerkolonie inspiriert hat.  

Die Malerstadt Schwalenberg im Südosten Lippes ist seit dem 19. Jahrhundert ein Anziehungspunkt für Künstler, die in der idyllischen Umgebung Inspirationen für ihr künstlerisches Arbeiten fanden. Im frühen 20. Jahrhundert etablierte sich dort eine Künstlerkolonie.

Seit den 1970er Jahren führt der Landesverband Lippe die Tradition der Malerstadt als Kunstort in Kooperation mit der Stadt Schieder-Schwalenberg fort durch regelmäßige Kunstausstellungen, die Schwalenberger Sommerakademie und Kunstevents. Das Schwalenberg-Stipendium des Landesverbandes Lippe für Bildende Kunst gibt es seit den frühen 1980er Jahren. Ziel des Stipendiums ist die Förderung junger Bildender Künstler. Damit einher geht eine Etablierung Schwalenbergs als Ort einer lebendigen zeitgenössischen Kunstszene in Anknüpfung an die Tradition der Künstlerkolonie Schwalenbergs. Die Stipendiaten leben und arbeiten im Künstlerhaus, das neben Appartements für Künstler ein Gemeinschaftsatelier mit einem idyllischen Blick über das Tal bietet.

Der/Die StipendiatIn wird von einer Jury sowie der Kulturagentur des Landeverbandes Lippe ausgewählt und betreut. Der/die StipendiatIn muss seinen Wohnsitz in Schwalenberg aufnehmen und auf eine Abschlussausstellung hinarbeiten, die im Oktober zum Ende des Stipendiums stattfindet.

Im Robert Koepke Haus wird zeitgenössische Kunst von überregional renommierten Künstlern gezeigt. Unter dem Titel “Stipendiat & friends”  werden 2-3 junge, zeitgenössische künstlerische Positionen aus dem Umfeld des Stipendiaten (eine Stadt, eine Kunsthochschule) gezeigt. Dabei steht der Stipendiat im Mittelpunkt. Zur Bewerbung oder im Laufe des Stipendiums kann der Stipendiat Gastkünstler vorschlagen.

Ein im Zeitraum des Stipendiums entstandenes Werk muss der/die KünstlerIn dem Landesverband zu Dokumentationszwecken als Schenkung zur Verfügung stellen, die Arbeit wird von der Kulturagentur ausgewählt.

(Änderungen vorbehalten)

Abbildung: Blick auf die Malerstadt Schwalenberg. Foto: D. Sondermann

Stipendium 2021: Alessia Schuth

Videos und Podcasts über den Aufbau der Abschlussausstellung von Alessia Schuth :

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Stipendium 2020:  Maria Trezinski

Link zum Video über die Künstlerin (aufgenommen im Quarantänestübchen):

HIER KLICKEN.

Quelle/Copyright: Kelter/Kulturverein Schwalenberg e. V.

Schnellinfos

Adresse Dr. Mayarí Granados
Kunstreferentin Lippische Kulturagentur
Schlossstr. 11
32657 Lemgo
E-Mail E-Mail senden

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