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Stipendium

Junge Kunst im alten Künstlerort

Aktuelles:

Abschlussausstellung der Stipendiatin des Landesverbandes Lippe 2019

im Robert Koepke Haus Schwalenberg, 27.9.2019 bis 3.11. 2019

Dekade – Paloma Riewe – Installationen und Zeichnungen.

Gastkünstler: Maria Visser und Johannes von Dassel

 

Performance & Katalogpräsentation am Freitag, den 11.10.2019 um 18 Uhr.

Paloma Riewe,  Maria Visser und Johannes von Dassel.

 

Finissage mit Künstlergespräch und Konzert am Sonntag, den 3. 11.2019 um 16 Uhr.

Die Künstlerin Paloma Riewe im Gespräch mit Dr. Mayarí Granados.

Musik von Cuerdas Mágicas : Graciela Medina (südamerikanische Harfe, Charango, Gitarre) und Hannelore Wieland (Gitarre, Oktavgitarre, Mandoline)

Zur Eröffnung, Katalogpräsentation und Finissage ist der Eintritt frei.

 

       

 

Raumansichten im Robert Koepke Haus mit Arbeiten von Paloma Riewe, 2019. Fotos: Susann Dietrich

 

 

Bildhauerin Paloma Riewe ist  Stipendiatin 2019

Vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2019 wird wieder eine Künstlerin im Künstlerhaus in Schwalenberg leben und arbeiten.

Paloma Riewe wurde 1988 in Berlin geboren. Sie studierte von 2009 bis 2015 freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig bei Michael Sailstorfer und Raimund Kummer und schloss ihr Diplom mit Auszeichnung ab. Im Jahr 2016 war sie Meisterschülerin bei Prof. Thomas Rentmeister an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Hannover.

In ihrer bildhauerischen Arbeit setzt sich Paloma Riewe mit Fragmenten der Natur auseinander, sie erforscht die Beziehung zwischen dem Menschen und der Natur. Dabei spielt sowohl der architektonische Lebensraum des Menschen eine Rolle, als auch die Natur, als Umgebung des Menschen, als Ausgangspunkt, als Sehnsuchtsort. Gerne verbirgt sie dabei narrative Elemente und kritische Positionen in ihren Arbeiten, die sich erst auf den zweiten oder dritten Blick erschließen.

Ein Beispiel ist die Arbeit „Floß“ aus dem Jahr 2017/2018, das hunderte aus Papier gedrehte Stäbe– hier verarbeitete die Künstlerin die Buchseiten des gesamten Zeit-Lexikons – auf einer über dem Boden schwebenden Holzplatte aufreiht.  Auf einer Fläche von 110 x 440 x 200 cm entsteht so ein dichter Wald aus Papierstäben, der nur schwer den Blick ins Innere zulässt. Dort befindet sich eine Keramikschale, deren schwarze Glasur die Textur einer spiegelglatten Wasseroberfläche imitiert.

Neben der plastischen Arbeit bildet das Zeichnen einen Hauptbestandteil des künstlerischen Schaffens von Paloma Riewe – als Ideensammlung und Vorzeichnung für ihre Modelle und Objekte, aber auch als eigenständige Kunstwerke.  Über die Zeichnung sammelt die Künstlerin Fragmente aus der Natur und Architektur, die sie zusammenfügt zu Erzählungen auf Papier.

Für ihren sechsmonatigen Aufenthalt in Schwalenberg strebt Riewe neben bildhauerischen Arbeiten und kleinformatigen Skizzen auch eine Serie aus großformatigen Zeichnungen an. Riewes bildhauerische Arbeiten entstehen immer ortsbezogen und werden zuvor von ihr im Modell entworfen und dem zur Verfügung stehenden Raum angepasst.

Paloma Riewe wird sich im Laufe des Stipendiums im Atelier mit Künstlergesprächen oder einem offenen Atelier interessierten Besuchern präsentieren, außerdem findet die Abschlussausstellung wieder im Robert Koepke Haus auf über 240 m² Ausstellungsfläche statt. Vom 27.09. bis 03.11. 2019 werden dort unter dem programmatischen Titel “Stipendiat & friends”  Arbeiten der Stipendiatin sowie 1-3 junge, zeitgenössische Positionen aus ihrem künstlerischen Umfeld gezeigt.

Paloma Riewe, Floß,  Papier, Keramik, Mdf, Beize, Holz, Styropor / 110 x 440 x 200 cm, 2017/ 2018

Die Künstlerin Paloma Riewe

 

Allgemeine Informationen:

Jedes Jahr schreibt der Landesverband Lippe ein sechsmonatiges Stipendium in der Sparte bildende Kunst aus. Die Wohn- und Arbeitsstätte der Stipendiatin/des Stipendiaten befindet sich im Künstlerhaus in Schwalenberg. Dieses bietet einen eindrucksvollen Blick über die einzigartige Landschaft, die schon die Künstlerinnen und Künstler der Künstlerkolonie inspiriert hat.  

Die Malerstadt Schwalenberg im Südosten Lippes ist seit dem 19. Jahrhundert ein Anziehungspunkt für Künstler, die in der idyllischen Umgebung Inspirationen für ihr künstlerisches Arbeiten fanden. Im frühen 20. Jahrhundert etablierte sich dort eine Künstlerkolonie.

Seit den 1970er Jahren führt der Landesverband Lippe die Tradition der Malerstadt als Kunstort in Kooperation mit der Stadt Schieder-Schwalenberg fort durch regelmäßige Kunstausstellungen, die Schwalenberger Sommerakademie und Kunstevents. Das Schwalenberg-Stipendium des Landesverbandes Lippe für Bildende Kunst gibt es seit den frühen 1980er Jahren. Ziel des Stipendiums ist die Förderung junger Bildender Künstler. Damit einher geht eine Etablierung Schwalenbergs als Ort einer lebendigen zeitgenössischen Kunstszene in Anknüpfung an die Tradition der Künstlerkolonie Schwalenbergs. Die Stipendiaten leben und arbeiten im Künstlerhaus, das neben Appartements für Künstler ein Gemeinschaftsatelier mit einem idyllischen Blick über das Tal bietet.

Der/Die StipendiatIn wird von einer Jury sowie der Kulturagentur des Landeverbandes Lippe ausgewählt und betreut. Der/die StipendiatIn muss seinen Wohnsitz in Schwalenberg aufnehmen und auf eine Abschlussausstellung hinarbeiten, die im Oktober zum Ende des Stipendiums stattfindet.

Im Robert Koepke Haus wird zeitgenössische Kunst von überregional renommierten Künstlern gezeigt. Unter dem Titel “Stipendiat & friends”  werden 2-3 junge, zeitgenössische künstlerische Positionen aus dem Umfeld des Stipendiaten (eine Stadt, eine Kunsthochschule) gezeigt. Dabei steht der Stipendiat im Mittelpunkt. Zur Bewerbung oder im Laufe des Stipendiums kann der Stipendiat Gastkünstler vorschlagen.

Ein im Zeitraum des Stipendiums entstandenes Werk muss der/die KünstlerIn dem Landesverband zu Dokumentationszwecken als Schenkung zur Verfügung stellen, die Arbeit wird von der Kulturagentur ausgewählt.

(Änderungen vorbehalten)

Abbildung: Blick auf die Malerstadt Schwalenberg. Foto: D. Sondermann

Stipendium 2018:  Klaus Schiffermüller aus Duggendorf/Bayern.

Schiffermüllers künstlerischer Schwerpunkt liegt auf der Landschaftsmalerei, jedoch bildet er diese nicht in realistischer Art und Weise ab, sondern sucht in realen Landschaftsausschnitten die jeweilige Atmosphäre, die ihn dann zu abstrakten farbharmonischen Überlegungen führt. So sind seine Arbeiten geprägt von einer intensiven, überspitzten Farbigkeit, die an der Grenze zur Abstraktion steht, dennoch sind die Motive als Landschaften erkennbar. Dabei lässt Schiffermüller architektonische und infrastrukturelle Eingriffe, wie Straßen oder Brücken, des Menschen in die Landschaft außen vor, Zeichen menschlicher Einflussnahme auf die Natur sind land- und forstwirtschaftlicher Art. Schiffermüllers Arbeiten besitzen alle ihre eigenen Farbharmonien, seine Intention liegt darin, den sinnlichen Charakter seiner Umgebung zu erfassen und aus einer persönlichen und überzeichneten Perspektive zu formulieren.

 Klaus Schiffermüller wurde 1982 in Kelheim geboren. Er studierte von 2004 bis 2008 an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg freie Grafik und Malerei/Objektkunst bei Prof. Rolf-Gunter Dienst, 2007 war er Meisterschüler. Von 2008 bis 2011 studierte er freie Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Prof. Antje Majewski und erhielt 2011 sein Diplom. Er lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Duggendorf/Bayern. Klaus Schiffermüller wird von mehreren renommierten Galerien in Deutschland vertreten und hatte zahlreiche Ausstellungen, außerdem war er wiederholt auf Kunstmessen vertreten, z.B. der Art Karlsruhe und der Art Fair 21 in Köln. 

 

Abb: Klaus Schiffermüller, Weiter fahren, 60 x 80 cm, Öl auf Karton, 2017

 

 

Stipendium 2017

Verwoben

Ankabuta mit Mehtap Baydu, Moritz Frei, Dorothee von Windheim

Abschlussausstellung 2017Robert Koepke Haus, 29.09.2017-05.11.2017

 

Einladung zur Finissage

mit Künstlergespräch und Katalogpräsentation

5.11.2017 ab 16 Uhr

Robert Koepke Haus

Schwalenberg – Eintritt frei 

 

Die Stipendiatin Ankabuta und drei Gastkünstler verwandeln das Robert Koepke Haus in eine große Installation.

„Verwoben“ lautet daher auch der Titel der Ausstellung, was sich sowohl künstlerisch verstehen lässt, da es sich bei den Gastkünstlern, die Ankabuta ausgewählt hat, um künstlerische Freundschaften handelt, die eine gegenseitige Themenverwobenheit erkennen lassen, aber auch im bildlichen Sinne, da Ankabuta in ihre Installation im Robert Koepke Haus die Werke ihrer Gäste mit einbaut, sie wie eine Spinne in ihr Netz einwebt.

Ankabutas Werk ist vielseitig, sie ist in mehreren Medien zu Hause: der Malerei, Zeichnung, Objektkunst, Installation und Performance. Ankabuta ist eine Meisterin des Perspektivwechsels. Sie beherrscht das Metier der bizarren Miniatur ebenso wie raumgreifende Installationen, die sie für den jeweiligen Ausstellungsort erarbeitet.

 

Mit freundlicher Unterstützung von:    

 

Impressionen der EatArt Performance am 1.7.2017 – Offenes Atelier

Stipendiatin Ankabuta, Performance “Ankabuta´s Pie”

Blick ins Atelier im Künstlerhaus, mit Arbeiten von Ankabuta

01.05.2017-31.10.2017 Ankabuta aus Wiesbaden

Ankabuta wurde 1980  in Korea geboren. Sie studierte von 1999-2003 Fine Art an der Chung-Ang Universität in Südkorea. Von 2004 -2009 studierte sie an der Kunsthochschule in Kassel bei Prof. Dorothee von Windheim und Prof. Urs Lüthi, machte ihr Examen bei Prof. Lüthi und Prof. Jakob Gebert. Von 2010-2012 war sie Trägerin des Charlotte-Prinz Stipendiums in Darmstadt und 2012 des Vordemberge-Gildewart Stipendiums in Wiesbaden. Ihre Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und Südkorea gezeigt. Sie lebt und arbeitet in Wiesbaden.

Der Künstlername Ankabuta, hergeleitet aus dem arabischen, bedeutet „weibliche Spinne“.  Der Name ist durchaus programmatisch zu verstehen: Ankabuta arbeitet mit künstlerischer Ausdauer und handwerklicher Genauigkeit, mit unbeirrbarer Beharrlichkeit und konzeptuellem Stehvermögen.

Ankabutas Werk ist vielseitig, sie ist in mehreren Medien zu Hause: der Malerei, Zeichnung, Objektkunst, Installation und Performance. Ankabuta ist eine Meisterin des Perspektivwechsels. Sie beherrscht das Metier der bizarren Miniatur ebenso wie raumgreifende Installationen, die sie für den jeweiligen Ausstellungsort erarbeitet.

Für Schwalenberg plant sie, Gebäude des Ortes für ihre Kunstwerke zu untersuchen und in Draht und andere Materialien umzusetzen.

Die Künstlerin Ankabuta. Foto: Schuster

 

Eine Neuerung des Stipendiums ist die Präsentation der Abschlussausstellung im Robert Koepke Haus auf über 240 m² Ausstellungsfläche. Vom 28.09. bis 05.11. 2017 werden dort unter dem Titel “Stipendiat & friends”  Arbeiten der Stipendiatin sowie 2-3 junge, zeitgenössische künstlerische Positionen aus dem Umfeld der Stipendiatin gezeigt. Mit dieser Ausstellungskonzeption werden nun künftig im Robert Koepke Haus regelmäßig junge, zeitgenössische künstlerische Positionen präsentiert.

Die Stipendiatin wird sich außerdem im Laufe des Stipendiums im Atelier mit Künstlergesprächen oder Präsentationen interessierten Besuchern präsentieren.

 

 

 

 


Stipendiatin 2016

01.05.2016-31.10.2016, Johanna K. Becker aus Münster

Johanna K. Becker widmet sich in ihrer künstlerischen Arbeit Landschaftsvorstellungen und -modellen sowie kulturhistorisch tradierten und archaischen Spuren. Dabei bewegt sie sich in den Bereichen Zeichnungen, Objekte/Installationen sowie Malerei. Für ihre Zeit in Schwalenberg plant die Künstlerin, auf den Spuren der impressionistischen Landschaftsmaler zu wandeln und aus den überlieferten Sehvorstellungen neue, eigene Landschaftsmodelle zu entwickeln. Diese Modelle sollen als Zeichnungen und Malerei sowie auch als Objekte realisiert werden.

Hortus conclusus, Ausstellungsansicht Botanischer Garten Duisburg 2016
Hortus conclusus, Ausstellungsansicht Botanischer Garten Duisburg 2016

Johanna K. Becker wurde 1980 in Worms geboren. Sie studierte von 1999 bis 2007 Buchwissenschaft, Kunstgeschichte und Kulturanthropologie in Mainz. Von 2007bis 2015 studierte sie Freie Kunst an der Kunstakademie Münster bei Prof. Cornelius Völker, der sie 2015 zu seiner Meisterschülerin ernannte.  2013 erhielt sie das Stipendium des Cité Internationale des Arts in Paris.

Schnellinfos

Adresse Dr. Mayarí Granados
Kunstreferentin Lippische Kulturagentur
Bismarckstr. 8
32756 Detmold
Telefon 05231 9925422
E-Mail E-Mail senden

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