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Stipendium

Junge Kunst im alten Künstlerort

Ausschreibung: Schwalenberg-Stipendium des Landesverbandes Lippe

1 Stipendium für Bildende Künstler*innen

Das Stipendium 2021 gilt für den Zeitraum vom

01. Mai 2021 31. Oktober 2021.

Bewerbungsfrist bis zum 13.02.2021

Das Aufenthaltsstipendium richtet sich an Künstler*innen aller Sparten der Bildenden Kunst mit entsprechender Qualifikation, Details finden Sie unten.

Das Stipendium bietet neben einer monatlichen Vergütung ein einfaches Appartement sowie einen Arbeitsplatz im großzügigen Gemeinschaftsatelier im Künstlerhaus Schwalenberg. Zum Ende des Stipendiums wird ein Katalog erstellt sowie eine Ausstellung ausgerichtet.

Das Schwalenberg-Stipendium des Landesverbandes Lippe für Bildende Kunst gibt es seit den frühen 1980er Jahren. Ziel des Stipendiums ist die Förderung junger Bildender Künstler. Damit einher geht das Ziel der Etablierung Schwalenbergs als Ort einer lebendigen zeitgenössischen Kunstszene in Anknüpfung an die Tradition der Künstlerkolonie Schwalenbergs. Die Stipendiaten leben und arbeiten im Künstlerhaus, das neben den Appartements für Künstler auch ein Gemeinschaftsatelier mit einem idyllischen Blick über das Tal bietet.

Wer kann sich bewerben?

Das Stipendium richtet sich an bildende Künstler*innen aller Sparten, die in der Malerstadt Schwalenberg leben und arbeiten möchten. Voraussetzungen sind

  • ein abgeschlossenes Studium der Bildenden Kunst an einer Hochschule oder Fachhochschule; der Studienabschluss / das Meisterschülerjahr sollten nicht länger als 5 Jahre zurückliegen,
  • kontinuierliches künstlerisches Arbeiten sowie
  • eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland.

Der/Die Stipendiat*in wird von einer Jury sowie der Kulturagentur des Landeverbandes Lippe ausgewählt. Der/die Stipendiat*in muss für den Zeitraum des Stipendiums seinen/ihren Wohnsitz in Schwalenberg nehmen und auf eine Abschlussausstellung hinarbeiten, die im Oktober zum Ende des Stipendiums stattfindet.

Wir bieten:

  • Ein einfach möbliertes, voll eingerichtetes Appartement (ca. 40 m²) im Künstlerhaus, das dem Stipendiaten unentgeltlich zur Verfügung steht.
  • Einen Arbeitsplatz im großzügigen Gemeinschaftsatelier im Dachgeschoss des Künstlerhauses.
  • Eine monatliche Vergütung von € 800.
  • Einen einmaligen Materialkostenzuschuss von € 800.
  • Regelmäßige Präsentation in der Öffentlichkeit, z.B. durch „Tage des Offenen Ateliers“ oder Künstlergespräche. Die Organisation übernimmt die Lippische Kulturagentur.
  • Die Erstellung und Drucklegung eines Kataloges.
  • Eine kuratierte Abschlussausstellung des Stipendiaten/ der Stipendiatin und 1-3 Gastkünstlern im Robert Koepke Haus in Schwalenberg mit über 240 m² Ausstellungsfläche.

Im Robert Koepke Haus wird zeitgenössische Kunst von überregional renommierten Künstlern gezeigt. Unter dem Titel “Stipendiat & friends” werden 1-3 junge, zeitgenössische künstlerische Positionen aus dem Umfeld des Stipendiaten (eine Stadt, eine Kunsthochschule) gezeigt. Dabei steht der Stipendiat im Mittelpunkt. Zur Bewerbung oder im Laufe des Stipendiums kann der Stipendiat Gastkünstler vorschlagen.

Ein im Zeitraum des Stipendiums entstandenes Werk muss der/die Künstler*in dem Landesverband Lippe zu Dokumentationszwecken als Schenkung zur Verfügung stellen, die Arbeit wird von der Lippischen Kulturagentur ausgewählt.

Bewerbungen richten Sie bitte bis zum 13. Februar 2021 (Poststempel) mit Anschreiben, Lebenslauf, Projektvorhaben für die Zeit des Stipendiums und Fotos von Ihren bisherigen Arbeiten an:

Landesverband Lippe, Lippische Kulturagentur

Dr. Mayarí Granados, Stv. Leiterin und Kunstreferentin

Schlossstr. 11, 32657 Lemgo

Bitte nur Bewerbungsmappen im üblichen A4 Format, keine Übergrößen, keine Originale. Zur Rücksendung einen frankierten Umschlag beilegen.

Weitere Informationen unter Tel.: 05261/ 250258 oder m.granados@landesverband-lippe.de

(Änderungen aufgrund der Corona-Schutzverordnung können sich kurzfristig ergeben – Weitere Änderungen vorbehalten)

Das Künstlerhaus in Schwalenberg

Blick ins Atelier

Unsere Stipendiaten:

2020: Maria Trezinski *** 2019: Paloma Riewe *** 2018: Klaus Schiffermüller *** 2017: Ankabuta *** 2016: Johanna K Becker *** 2015: Anastasiya Nesterova *** 2014: Undine Bandelin *** 2013: Karin Brosa *** 2011/2012: Ayse Öykü, Yunyi Liu *** 2010/2011: Ericson Krüger, Robert Matthes ***2009/ 2010: Kathrin Hoffmann, Ji Eun Yoon *** 2008/2009:Christin Lutze, Ina Weißflog *** 2007/2008: Daniela Löbbert, Jonas Karnagel***

 

Allgemeine Informationen:

Jedes Jahr schreibt der Landesverband Lippe ein sechsmonatiges Stipendium in der Sparte bildende Kunst aus. Die Wohn- und Arbeitsstätte der Stipendiatin/des Stipendiaten befindet sich im Künstlerhaus in Schwalenberg. Dieses bietet einen eindrucksvollen Blick über die einzigartige Landschaft, die schon die Künstlerinnen und Künstler der Künstlerkolonie inspiriert hat.  

Die Malerstadt Schwalenberg im Südosten Lippes ist seit dem 19. Jahrhundert ein Anziehungspunkt für Künstler, die in der idyllischen Umgebung Inspirationen für ihr künstlerisches Arbeiten fanden. Im frühen 20. Jahrhundert etablierte sich dort eine Künstlerkolonie.

Seit den 1970er Jahren führt der Landesverband Lippe die Tradition der Malerstadt als Kunstort in Kooperation mit der Stadt Schieder-Schwalenberg fort durch regelmäßige Kunstausstellungen, die Schwalenberger Sommerakademie und Kunstevents. Das Schwalenberg-Stipendium des Landesverbandes Lippe für Bildende Kunst gibt es seit den frühen 1980er Jahren. Ziel des Stipendiums ist die Förderung junger Bildender Künstler. Damit einher geht eine Etablierung Schwalenbergs als Ort einer lebendigen zeitgenössischen Kunstszene in Anknüpfung an die Tradition der Künstlerkolonie Schwalenbergs. Die Stipendiaten leben und arbeiten im Künstlerhaus, das neben Appartements für Künstler ein Gemeinschaftsatelier mit einem idyllischen Blick über das Tal bietet.

Der/Die StipendiatIn wird von einer Jury sowie der Kulturagentur des Landeverbandes Lippe ausgewählt und betreut. Der/die StipendiatIn muss seinen Wohnsitz in Schwalenberg aufnehmen und auf eine Abschlussausstellung hinarbeiten, die im Oktober zum Ende des Stipendiums stattfindet.

Im Robert Koepke Haus wird zeitgenössische Kunst von überregional renommierten Künstlern gezeigt. Unter dem Titel “Stipendiat & friends”  werden 2-3 junge, zeitgenössische künstlerische Positionen aus dem Umfeld des Stipendiaten (eine Stadt, eine Kunsthochschule) gezeigt. Dabei steht der Stipendiat im Mittelpunkt. Zur Bewerbung oder im Laufe des Stipendiums kann der Stipendiat Gastkünstler vorschlagen.

Ein im Zeitraum des Stipendiums entstandenes Werk muss der/die KünstlerIn dem Landesverband zu Dokumentationszwecken als Schenkung zur Verfügung stellen, die Arbeit wird von der Kulturagentur ausgewählt.

(Änderungen vorbehalten)

Abbildung: Blick auf die Malerstadt Schwalenberg. Foto: D. Sondermann

Malerin Maria Trezinski ist  Stipendiatin 2020

Vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2020 wird wieder eine Künstlerin im Künstlerhaus in Schwalenberg leben und arbeiten.

Maria Trezinski wurde 1994 in Braunschweig geboren. Nach einer Hochbegabtenförderung Kunst Niedersachsen im Jahr 2010-11 studierte sie von 2011 bis 2016 Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Kunst in Braunschweig, wo sie 2016 ihr Diplom erlangte. Es folgte 2016-2017 ein Studienaufenthalt mit einem Erasmus-Stipendium an der École de recherche graphique in Brüssel in der Klasse von M. Berlanger. Im Jahr 2017 war sie Meisterschülerin bei Prof. Wolfgang Ellenrieder an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. 2018 hatte sie ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus in Meinersen. Maria Trezinski lebt und arbeitet in Braunschweig und Speyer.

Die Künstlerin Maria Trezinski aus Speyer überzeugte die Jury  mit ihren teils großformatigen, gestischen Malereien mit expressiven Farben und ihrem Konzept. Sie wird vom 1. Mai bis 31. Oktober 2020 im Künstlerhaus Schwalenberg leben und arbeiten, zum Ende des Stipendiums werden ihre Arbeiten im Robert Koepke Haus in Schwalenberg präsentiert.

Maria Trezinski findet die Bildmotive für ihre Malereien ausschließlich in der Natur. Dabei sucht sie Objekte, die sie durch ihre Textur und ihren strukturalen Aufbau faszinieren, die jedoch auch fremdartig, gefährlich oder sogar ekelhaft auf den Betrachter wirken können. So malt sie nicht nur Pflanzen, sondern auch stark vergrößerte Insekten wie Käfer, Wespen und Fliegen, aber auch Pilze sowie Knochen und Innereien von Tieren. Der Betrachter wird mit einer Welt konfrontiert, die normalerweise unsichtbar bleibt und gemieden wird. Trezinski bricht mit den Mitteln der Malerei unsere gewohnte Perspektive auf und legt die faszinierende Ästhetik frei, die vielen vermeintlich abstoßenden Phänomenen innewohnt. Das Spannungsfeld zwischen Kunst und Forschung, der Gegensatz zwischen gestischer, emotionaler Malerei und genauer Betrachtung, zieht sich wie ein roter Faden durch Trezinskis Werk.

Während ihres Aufenthaltes in Schwalenberg möchte Maria Trezinski eine Rauminstallation für das Robert Koepke Haus erarbeiten, die sich mit Reisetagebüchern und –skizzen von Forschungsreisenden auseinandersetzt – vor allem mit Charles Darwin und Alexander von Humboldt. Forschungsreisende ergänzten ihre Aufzeichnungen und Skizzen oft durch Arbeitsproben und Naturalienfunde wie Vogelbälge oder Samenkapseln. Die Installation soll aus einer Kombination von Malereien verschiedenster Formate, Keramiken sowie aus Fundstücken aus der Umgebung bestehen. Damit möchte Trezinski die Üppigkeit der Wunderkammern imitieren und visuelle Wechselspiele zwischen den einzelnen Arbeiten erzeugen.

Link zum Video über die Künstlerin (aufgenommen im Quarantänestübchen):

HIER KLICKEN.

Quelle/Copyright: Kelter/Kulturverein Schwalenberg e. V.

 

Maria Trezinski, Amanita. (Subtle Recall, Öl und Sprühfarbe auf Leinwand, 160 x 460 cm, 2018) Installationsansicht, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, 2019. Foto: Trezinski.

Maria Trezinski, Amanita, Öl-und Sprühfarbe auf Leinwand, 130 x 170 cm, 2019.Installationsansicht, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, 2019. Foto: Trezinski.

Maria Trezinski, © Foto: HBK Braunschweig Fotostudio

Schnellinfos

Adresse Dr. Mayarí Granados
Kunstreferentin Lippische Kulturagentur
Schlossstr. 11
32657 Lemgo
E-Mail E-Mail senden

Aktuelles

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