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28. Juni 2019

Bildungspartnerschaft zwischen dem Stadtgymnasium Detmold und der Lippischen Landesbibliothek geschlossen

Ab sofort ist vertraglich festgehalten, was eine lange Tradition für beide Einrichtungen hat: Das Stadtgymnasium Detmold und die Lippische Landesbibliothek sind nun auch offiziell eine Bildungspartnerschaft eingegangen. Dr. Joachim Eberhardt, Leiter der Lippischen Landesbibliothek, und Carsten Paul, Schulleiter des Stadtgymnasiums, unterzeichneten den entsprechenden Vertrag im Stadtgymnasium und betonten dabei beide ihre Freude darüber, dass die langjährige Zusammenarbeit in Zukunft noch verstärkt wird.

Seit vielen Jahren besucht die Einführungsphase des Stadtgymnasiums im Rahmen der jährlich stattfindenden Thementage die Bibliothek. Das Thema dieser Jahrgangsstufe bei den Thementagen ist nämlich die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, unter anderem zur Vorbereitung auf das Schreiben der Facharbeit in der Jahrgangsstufe Q1. Literaturrecherche, Arbeit mit Quellen und richtiges Zitieren gehören zu den Herausforderungen, die auf die Schülerinnen und Schüler warten. In einer Zeit, in der „Recherche“ für viele synonym mit „googlen“ zu sein scheint, ist es umso wichtiger, der jungen Generation zu zeigen, wie man an zuverlässige, nach wissenschaftlichen Standards ermittelte Informationen gelangt. So sammeln die Schülerinnen und Schüler bereits erste Erfahrungen, die für ein späteres Studium von großem Wert sind. In der Landesbibliothek erhalten sie dazu in kleinen Gruppen eine Einführung in Methoden der Literaturrecherche, die sie anschließend sofort vor Ort erproben können. Auch ein kostenloser Leseausweis kann bei dieser Gelegenheit beantragt werden.

In der Phase des Schreibens der Facharbeit ca. fünf Monate später unterstützt die Lippische Landesbibliothek die Schülerinnen und Schüler des Stadtgymnasiums mit dem Angebot einer Sprechstunde bei Fragen und Problemen weiter. Die jetzt eingegangene Bildungspartnerschaft, die auch im Schulprogramm des Stadtgymnasiums verankert wird, leistet einen wertvollen Beitrag zur Lese- und Schreibförderung im Bereich des wissenschaftspropädeutischen* Schreibens, bietet aber noch weitere Vorteile vor allem für die Lernenden am Stadtgymnasium. Cornelia Rosa, die ab sofort als schulische Kontaktperson für die Partnerschaft fungiert, betont den Nutzen von solchen Kooperationen im Allgemeinen. Als Englisch- und Geschichtslehrerin sowie Moderatorin im Kompetenzteam Lippe für Lehrerfortbildungen zum Thema „Kooperation mit Bildungspartnern“ weiß sie, „dass außerschulische Lernorte ein großes Potenzial haben, den Schülerinnen und Schülern Erfahrungen zu vermitteln, die in der Institution Schule allein nicht realisiert werden können. Darüber hinaus führen direkte Kontakte mit Mitmenschen und Objekten zu intensiven persönlichen Erlebnissen, die die Schülerinnen und Schüler aktiv mitgestalten können.“ Auch sind zahlreiche Möglichkeiten denkbar, die Arbeit mit Quellen in den Unterricht auch schon bei jüngeren SchülerInnen zu integrieren.

Durch die neue Bildungspartnerschaft können Schülerinnen und Schüler, bei Bedarf aber auch Lehrkräfte und Eltern, die Bibliothek als Bildungseinrichtung besser kennen lernen, erkennen, wofür und wie sie diese (verstärkt) nutzen können und bauen evtl. vorhandene Hürden ab, sich mit Fachliteratur und wissenschaftlichen Texten zu beschäftigen. Die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler kann mit den Möglichkeiten einer großen Bibliothek nachhaltig gestärkt werden, zumal sich für die Zusammenarbeit noch zahlreiche weitere Projekte anbieten.

*Wissenschaftspropädeutik: Das Hinführen zu wissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen, zu Methoden des Erkenntnisgewinns und allgemein zu Erkenntnistheorie und Wissenschaftstheorien.

 

Abbildung (v.l.): Dr. Joachim Eberhardt, Leiter der Lippischen Landesbibliothek, Carsten Paul, Schulleiter des Stadtgymnasiums, und Cornelia Rosa, schulische Kontaktperson für die Partnerschaft . (Foto: privat).

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