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14. Mai 2020

„Kooperation kann uns helfen, Probleme zu lösen“

Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast und Stephan Prinz zur Lippe treffen sich zum Austausch

 Sie sind Institutionen, die lippische Identität verkörpern, lippische Traditionen pflegen und historisch miteinander verflochten sind: das Haus zur Lippe und der Landesverband Lippe. Für Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast war es deshalb wichtig, sich möglichst früh nach seiner Amtsübernahme mit Prinz Stephan zur Lippe zu treffen und auszutauschen. Prinz Stephan zur Lippe begrüßte ihn sehr gern im Residenzschloss Detmold.

„Das Haus zur Lippe ist bis heute ein wesentlicher Identifikationsstifter für die Lipperinnen und Lipper: Es hat rund 800 Jahre lippische Souveränität gewährleistet und geprägt, und es schlägt heute die Brücke des modernen Kreises Lippe zu seinen Wurzeln“, sagt Düning-Gast. Insbesondere Funktion und Aufgaben des Landesverbandes Lippe seien ohne den Bezug zum Haus zur Lippe nicht nachvollziehbar: „Wir sind für Kultureinrichtungen verantwortlich, die einst von den Fürsten zur Lippe begründet wurden – dazu zählen z. B. die Lippische Landesbibliothek oder das Landestheater – und wir verfügen über Vermögen, das 1948/49 vom ehemaligen Freistaat Lippe auf uns überging und zuvor, 1919, von Fürst Leopold IV. zur Lippe an den Freistaat übereignet worden war. Dazu zählen u.a. die Landesverbandswälder oder die Externsteine. Die Verbindungen zwischen dem Landesverband Lippe und dem Haus zur Lippe sind also eng.“

Prinz Stephan zur Lippe wertet dies ähnlich: „Der Landesverband ist der Hüter des historischen lippischen Vermögens und Träger unserer wichtigsten Kultureinrichtungen. Er ist damit der Anker der gewachsenen historischen Identität und verbindet Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft. Als in dieser Geschichte wurzelnde Familie fühlen wir uns mit dem Landesverband eng verbunden.“ Prinz zur Lippe und Düning-Gast waren sich bei ihrem Treffen einig, dass Landesverband und Haus zur Lippe ähnliche Herausforderungen meistern müssen: „Unsere Wälder leiden unter der aktuellen Dürre-Phase und dem daraus resultierenden Borkenkäferbefall. Wir verfügen über Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen und im Bauunterhalt besondere Anforderungen bereithalten. Und wie alle musealen Einrichtungen, musste auch das Schloss Detmold wegen der Corona-Krise über einen längeren Zeitraum für Besucher schließen“, sagt Prinz Stephan zur Lippe. „Wir haben deshalb ein großes Interesse, künftig enger zusammenzuarbeiten, wo dies Sinn macht. Maßstab ist in jedem Fall der wirtschaftliche Nutzen für beide Partner. Hierfür wollen wir in Perspektive konkrete Möglichkeiten der Kooperation ausloten“, ergänzt Düning-Gast. Der Austausch kann die Bereiche Forsten und Immobilien umfassen. „Vor allem aber wünschen wir uns auch Kooperationen im Kulturbereich“, so Prinz Stephan zur Lippe.

Abbildung: Prinz Stephan zur Lippe (r.) tauschte sich mit Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast aus. (Foto: Schloss Detmold)

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