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30. Juni 2016

Kreis und Landesverband Lippe tauschen Aufgaben bei der Jugendkulturarbeit und der Biologischen Station

Ein weiterer Schritt in der Abstimmung zwischen Kreis Lippe und Landesverband Lippe hinsichtlich ihrer Aufgaben ist vollzogen: Die Verbandsversammlung hat in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, die Finanzierung der Biologischen Station Lippe an den Kreis abzugeben. Im Gegenzug übernimmt der Landesverband Lippe die Finanzierung und Aufgabe der Jugendkulturarbeit auf Kreisebene.

„Im April hat die Verbandsversammlung auf der Basis eines gemeinsamen Antrags der SPD- und CDU-Fraktionen beschlossen, den Landesverband Lippe als Kulturträger zu stärken. Ein Aspekt dieses Beschlusses war, die finanzielle Verantwortung für die Biologische Station Lippe e.V. rückwirkend zum 1. Januar 2016 an den Kreis Lippe zu übertragen und dafür künftig die Jugendkulturarbeit auf Kreisebene zu verantworten“, erläuterte Verbandsvorsteherin Anke Peithmann den Hintergrund. „Ich freue mich, dass die Verbandsversammlung nun die Neufassung der entsprechenden Rahmenvereinbarung zur Biologischen Station verabschiedet hat. Der Kreis Lippe kann sich damit stärker auf die Aufgaben Umwelt und Umweltbildung konzentrieren – und wir auf unsere Aufgabe Kultur.“

Durch die Übernahme des Kostenanteils des Landesverbandes Lippe in Höhe von 36.000 Euro finanziert nun der Kreis Lippe die Biologische Station mit jährlich 72.000 Euro. Das sind 20 Prozent des Gesamthaushaltes, 80 Prozent finanziert das Land Nordrhein-Westfalen. „Das ist gut investiertes Geld, da die Biologische Station eine hervorragende Arbeit bei der Betreuung der Naturschutzgebiete im Kreis Lippe leistet“, urteilt Dr. Ute Röder, Leiterin des Fachbereiches Umwelt und Energie beim Kreis Lippe. „Neben einer schnellen Lieferung von Daten setzt sie auch sehr erfolgreich praktisch Maßnahmen zur Sicherung der Naturschutzflächen um.“

Der Landesverband Lippe engagiert sich auch zukünftig für die Biologische Station: „Die Biologische Station wird weiterhin ihr Zuhause in der Domäne Schieder haben – und zwar mietfrei. Das ist für den Landesverband Lippe eine Herzensangelegenheit. Außerdem kümmern sich unsere Immobilienfachleute auch weiterhin um den Bauunterhalt für das Gebäude“, betonte Peithmann. Der jährliche Kostenanteil des Vereins bei Bauunterhaltungsmaßnahmen liegt nun bei 3.000 Euro.

Röder begrüßt die Zusage zur Domänenscheune: „Ich freue mich, dass der Landesverband Lippe das Gebäude der Biologischen Station zu den gleichen Bedingungen wie bisher zur Verfügung stellt. Das ist für die Biologischen Station – neben der Finanzierung – die wichtigste Existenzgrundlage und außerdem eine Bereicherung für die Stadt“, so Röder.

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