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27. April 2016

Landesverband Lippe als Kulturträger in Lippe gestärkt

Die Verbandsversammlung hat in ihrer heutigen Sitzung einen Beschluss zur Stärkung des Landesverbandes Lippe als Kulturträger in Lippe gefasst. Er beinhaltet eine klarere Aufgabenverteilung zwischen dem Landesverband Lippe und dem Kreis Lippe: Der Landesverband verantwortet künftig die Jugendkulturarbeit in Lippe, der Kreis engagiert sich bei der Biologischen Station und bei der Neuaufstellung des Wald- und Forstmuseums Heidelbeck zu einem Walderlebniszentrum. Beim Festival  Wege durch das Land sowie beim Literaturbüro OWL teilen sich Landesverband und Kreis künftig den finanziellen Beitrag. Die Mitgegestaltung der kulturellen Inhalte liegt weiterhin beim Landesverband Lippe.

Der dem Beschluss zugrunde liegende Antrag war von den CDU- und SPD-Fraktionen des Landesverbandes gemeinsam eingebracht worden. Darin heißt es u.a., dass sie die „Exklusivität“ des Landesverbandes Lippe als „historisch gewachsenen Kulturträger“ nach „außen dokumentieren und stärken“ wollen.

„Ich begrüße diesen Beschluss, weil die Kompetenz des Landesverbandes Lippe als bedeutender Kulturträger und -förderer in der Region unterstrichen wird: Er übernimmt mit der Jugendkulturarbeit eine Aufgabe, für die er die fachliche Expertise hat und die zum Portfolio seiner Kultureinrichtungen passt. Für die Jugendkulturarbeit stehen damit erstmalig jährlich 52.000 Euro zur Verfügung“, sagte Verbandsvorsteherin Anke Peithmann. „Zugleich geben wir Aufgaben ab, für die der Kreis Lippe bessere Voraussetzungen und eine hohe Expertise mitbringt. Der Landesverband Lippe konzentriert sich damit in noch höherem Maße auf seine Kernkompetenz Kultur, der Kreis Lippe auf seine Kernkompetenzen im Bereich Umweltbildung – davon werden alle Lipperinnen und Lipper profitieren“, ist Peithmann überzeugt.

Die künftige Verantwortung des Landesverbandes Lippe für den Bereich Jugendkulturarbeit wertet Kulturabteilungsleiterin Dr. Doreen Götzky als richtigen Schritt: „Diese Aufgabe sehe ich originär bei uns, konkret bei der Lippischen Kulturagentur. Wir werden die Jugendkulturarbeit in Lippe konzeptionell neu aufstellen und führen bereits erste Gespräche, z. B. mit Jugendämtern. Wir wollen vor allem aber ins Gespräch mit Jugendlichen kommen, sie sollen das neue Konzept mitbestimmen und mitgestalten.“ Götzky sieht diesen beteiligungsorientierten Ansatz auch als Fortschreibung des Kulturentwicklungsprozesses.

Für die Biologische Station Lippe und das Wald- und Forstmuseum Heidelbeck engagiert sich der Landesverband Lippe auch in Zukunft: „Das Gebäude der Domäne Schieder gehört uns, wir stellen es weiterhin sehr gern der Biologischen Station Lippe zur Verfügung. Und das Wald- und Forstmuseum Heidelbeck kann auch künftig auf die fachliche Expertise des Lippischen Landesmuseums bauen: Museumsdirektor Dr. Michael Zelle berät das Museum unentgeltlich“, betonte Peithmann.

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