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13. Dezember 2018

Landesverband Lippe unterstützt Erstellung der OWL·Kultur-Plattform

Eine digitale Plattform, auf der sämtliche relevante Kulturveranstaltungen in Ostwestfalen-Lippe von Einheimischen wie Gästen abgerufen werden können, und die gleichzeitig Kulturakteure zum Austausch vernetzt und bei ihrer Arbeit unterstützt – das ist Gegenstand eines Projektes der OWL GmbH, das für die „Regionale 2022“ angemeldet wurde. Neben der Universität Paderborn, den Kreisen Herford, Höxter, Minden-Lübbecke und Paderborn, sowie den Städten Bielefeld, Gütersloh und Herford, ist der Landesverband Lippe Kooperationspartner. Die Verbandsversammlung hat in ihrer gestrigen Sitzung die Teilnahme des Landesverbandes begrüßt und beschlossen, den Aufbau der OWL•Kultur-Plattform als „grundlegende Maßnahme und Infrastruktur zur Kulturvermittlung im 21. Jahrhundert“ zu unterstützen. Sie hat nun die ersten Mittel für das Jahr 2019 in Höhe von 5.500 Euro bewilligt, weitere 29.000 Euro für den Zeitraum 2019 bis 2022 könnten folgen.

„Derzeit gibt es in Ostwestfalen-Lippe eine Vielzahl an unterschiedlichen, kommunalen wie auch kreisweiten Kulturplattformen im Internet. Das Problem dabei ist: Kulturinteressierte finden Kulturangebote im näheren oder weiteren Umfeld nur bei gezielter, aufwändiger Suche. Darüber hinaus erreicht man mit herkömmlichen Kommunikationsmitteln meistens keine Jugendlichen. Hier müssen wir neue Wege beschreiten und lokale Kultur digital kommunizieren über die Wege, die Kinder und Jugendliche natürlich nutzen“, schilderte Arne Brand, Allg. Vertreter der Verbandsvorsteherin und Projektverantwortlicher beim Landesverband Lippe, die Ausgangssituation. Die OWL•Kultur-Plattform soll die kulturellen Angebote der Region interaktiv und multimodal bündeln und künftig besser sicht- und nutzbar machen. Dazu sollen möglichst viele Schnittstellen zu bereits bestehenden Systemen, Plattformen und Diensten eingerichtet werden. Nutzer in Ostwestfalen-Lippe erhielten dann Informationen zu sämtlichen Kulturaktivitäten in der Region auf einer einzigen Plattform – der OWL•Kultur-Plattform. Auch Kulturschaffende, Kulturakteure und Kulturfunktionäre sollen profitieren und die Plattform für den Austausch und die gegenseitige Unterstützung nutzen können. Zudem soll sie administrative Tätigkeiten der Kulturakteure z.B. in Verbindung mit den digitalen Rathäusern unterstützen.

„Die OWL•Kultur-Plattform wäre ein großer Gewinn für die Kulturregion Ostwestfalen-Lippe, weil sie Kulturakteure auch bereichsübergreifend besser miteinander vernetzen, die Sichtbarkeit des Ehrenamts und der Vereine stärken, regionale Grenzen überwinden und langfristig auch die Stadt- und Kreisverwaltungen entlasten würde“, warb Brand. Auch Mobilität wird ein Thema sein: die Plattform soll diese im ländlich geprägten Raum Ostwestfalen-Lippe sicherstellen. Nicht zuletzt würde sie als intelligentes, zielgruppenspezifisches und nutzerorientiertes Assistenzsystem einen Beitrag dazu leisten, die Region als Kulturmarke zu etablieren: „Das Kulturpublikum würde die Kulturregion Ostwestfalen-Lippe stärker als Ganzes wahrnehmen“, so Brand.

Vom 01. März bis 31. August 2019 ist ein Vorprojekt geplant, um die Strukturen der Zusammenarbeit in der Region aufzubauen, das Sponsoringkonzept zu differenzieren und einen ersten Prototyp zu entwickeln, der exemplarisch die Datenbeschaffung über ein Crawling-System gewährleistet und durch eine KI-Methode diese Daten anreichert. Dafür hat die Verbandsversammlung einen Betrag von max. 5.500 Euro im Haushalt 2019 zur Verfügung gestellt. Für die Umsetzung des Projekts im Rahmen der „Regionale 2022“ vom 01. September 2019 bis 31. August 2022 werden vom Landesverband Lippe max. 29.000 Euro, verteilt auf die Haushaltsjahre 2019 bis 2022, erwartet. Den Beschluss dazu möchte die Verbandsversammlung im Frühjahr 2019 fällen. Die OWL GmbH, die das Projekt gemeinsam mit den Kooperationspartnern koordiniert, hat einen Förderantrag beim Land Nordrhein-Westfalen eingereicht. Sie hofft für das Vorprojekt auf eine Bewilligung im Frühjahr 2019, damit die Kultur-Plattform in die „Regionale 2022“ eingebracht werden kann.

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