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06. Juli 2020

Vercingétorix und Hermann – zwei Nationalhelden im Vergleich

Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe bietet am Hermannsdenkmal neue Führung an

Einst kämpften sie mutig gegen die römische Übermacht: Der Gallier Vercingétorix um 52 vor Christus und der Germane Arminius im Jahr 9 nach Christus. Zu Symbolen für Einheit und Widerstand geworden, feiert man sie seit dem 19. Jahrhundert als nationale Helden. Daran erinnern bis heute die Statuen der beiden Freiheitskämpfer – im Burgund, in Alise-Sainte-Reine, und im Teutoburgerwald, auf der Grotenburg bei Detmold. Die Gästeführerin und gebürtige Französin Viviane Kotsch bietet ab diesem Jahr eine neue Gästeführung an, in der sie Arminius und Vercingétorix, ihre legendären Schlachten sowie ihre Denkmäler vorstellt und miteinander vergleicht. Motto der Führung: „Hermann & die Gallier“.

Der Impuls zu dieser neuen Führung wurde durch die Kulturpartnerschaft gesetzt, die zwischen dem MuséoParc Alesia im Burgund, der Stadt Detmold und der Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe 2019 begründet wurde. Nach einem Besuch von Vertretern der Stadt Detmold und der Denkmal-Stiftung im Burgund im Herbst 2018, waren die französischen Partner 2019 zum Gegenbesuch gekommen. Viviane Kotsch, die als Gästeführerin u. a. am Hermannsdenkmal, an den Externsteinen und im Weserrenaissance-Museum engagiert ist, war als Übersetzerin dabei – und ließ sich sofort von dem Thema inspirieren: „Beide Helden im Rahmen einer Führung gegenüber zu stellen und zu vergleichen, ihre Rezeption und Bedeutung bis heute zu beleuchten, finde ich spannend“, sagt Kotsch. Bei der Führung wird sie typisch Deutsches und typisch Französisches in Bezug auf die beiden Monumente vergleichen und auf das deutsch-französische Verhältnis im 19. und im 20. Jahrhundert eingehen. Auflockern möchte sie ihren kurzweiligen Rundgang mit historischen Bezügen aus den Abenteuern des berühmten Galliers Asterix, der Generationen von Franzosen und Deutschen gleichermaßen zum Lachen bringt. „Natürlich lebt die Führung davon, dass ich in Frankreich geboren bin und beide Kulturen sehr gut kenne“, erläutert sie. Ihr Wunsch ist deshalb auch, dass die Führung die deutsch-französische Freundschaft stärkt. Sie spricht all jene besonders an, die sich für europäische Kultur und Geschichte interessieren, die Frankreich lieben, oder die einfach Spaß an den Geschichten des Galliers Asterix haben.

„Unser Wunsch ist, die Kulturpartnerschaft mit dem MuséoParc Alesia und der Stadt Detmold auf vielfältige Art und Weise mit Leben zu füllen. Die Führung ‚Hermann & die Gallier‘ ist ein Baustein, und wir danken Viviane
Kotsch sehr, dass sie diese Gästeführung anbietet und so zum Gelingen der Kulturpartnerschaft beiträgt“, betont Ralf Noske, Geschäftsführer der Denkmal-Stiftung. Geplant war der Start der neuen Führung am 1. Mai 2020, die Corona-Pandemie verhinderte dies. „Nun wird die Premiere für Viviane Kotsch am kommenden Sonntag, dem
12. Juli 2020 sein. Wir würden uns freuen, wenn viele Besucherinnen und Besucher ihr Angebot nutzen.“ Maximal zehn Personen können teilnehmen. Noske weist zudem darauf hin, dass bei der Führung die aktuell gültigen Hygieneregeln zu beachten sind und ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist.

Die regulären Gästeführungen am Hermannsdenkmal starten bereits einen Tag zuvor, am Samstag, dem 11. Juli 2020: „Auch hierfür haben wir ein Hygienekonzept erstellt und mit den Behörden abgestimmt“, so Noske. Maximal zehn Personen dürfen an einer Gästeführung teilnehmen, zum Gästeführer und zu den anderen Teilnehmern ist der Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten, zudem müssen alle Teilnehmer ihre Kontaktdaten hinterlassen, um später etwaige Infektionsketten verfolgen zu können. Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes ist Pflicht. Die Führungen starten samstags, sonntags und feiertags jeweils um 14.00 Uhr an der Tourist-Info/WALK, bei großer Nachfrage werden auch montags und mittwochs Gästeführungen angeboten. Gruppen können darüber hinaus Gästeführungen auch zu Wunschzeiten buchen.

Abbildung: Collage Hermannsdenkmal – Viviane Kotsch – Vercingétorix (Fotos: Landesverband, privat)

 

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