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19. Mai 2020

Denkmal-Stiftung rechnet mit Verlusten aufgrund der Corona-Pandemie

Besteigung von Externsteinen und Hermannsdenkmal sind noch nicht möglich

Die Denkmal-Stiftung rechnet in diesem Jahr mit Mindereinnahmen von deutlich mehr als einer halben Million Euro. Ursache dafür ist die Corona-Pandemie. In der heutigen Sitzung des Kuratoriums der Denkmal-Stiftung stellten Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast und die beiden Geschäftsführer Peter Gröne und Ralf Noske die ersten Schätzungen vor: „Wir gehen zum aktuellen Zeitpunkt von Einnahmeverlusten an beiden Denkmälern sowie der Waldbühne am Hermannsdenkmal in Gesamthöhe von 726.000 Euro aus“, so Düning-Gast. Das Positive: „Wir werden den Sommer für Sanierungsarbeiten nutzen. Und alle für 2020 vorgesehenen Veranstaltungen auf der Waldbühne werden 2021 nachgeholt, auch die große Jubiläums-Comedy mit Atze Schröder: Er kommt am 28. August 2021, darauf freuen wir uns schon heute“, ergänzte er.

Aufgrund der CoronaSchutzVerordnung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Verfügungen der Standortgemeinden Detmold und Horn-Bad Meinberg sind die beiden Denkmäler Externsteine und Hermannsdenkmal seit dem 16. März 2020 gesperrt, zusätzlich war der Parkplatz an den Externsteinen für mehrere Wochen nicht zugänglich. Die komplette Veranstaltungssaison auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal musste die Denkmal-Stiftung absagen: „Alle Großveranstaltungen sind bis einschließlich 31. August 2020 untersagt, damit hatten wir keinen Spielraum“, betonte Gröne.

Der Denkmal-Stiftung entgehen Entgelte für die Besteigung beider Denkmäler und die Nutzung der Parkplätze, Umsatzpachten sowie Eintrittsgelder für Führungen und für Veranstaltungen auf der Waldbühne. Diese summieren sich auf derzeit 726.000 Euro. „Wir arbeiten mit Hochdruck an Hygienekonzepten, die eine Besteigung der beiden Denkmäler wieder ermöglichen. Das ist aufgrund der schmalen Treppenaufgänge zu den Plattformen auf den Externsteinen und auf dem Hermannsdenkmal nicht einfach“, teilte Noske mit. Auch für die Führungen werde aktuell ein Hygienekonzept erstellt, zudem werden Ideen für die Durchführung von Kultur- und Kleinkunstveranstaltungen in kleinem Rahmen entwickelt. „Wir hoffen, dass wir bald wieder beide Denkmäler öffnen und Führungen anbieten können, damit die Lipperinnen und Lipper endlich wieder ihre Externsteine und ihren Hermann aus nächster Nähe genießen können.“

Fans der Waldbühne vertröstet die Denkmal-Stiftung auf nächstes Jahr: „Wir haben bereits neue Termine für 2021 festgelegt. Die Comedy-Show NightWash wird am 21. August 2021 über die Bühne gehen, Atze Schröder kommt eine Woche später, am 28. August 2021, und auch das Festival ‚Hermann tanzt‘ wollen wir einplanen“, versprach Noske. Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit, wer Karten zurückgeben möchte, bekommt sein Geld erstattet. „Wir nutzen nun die Zeit, um Sanierungsarbeiten an der Waldbühne umzusetzen. Wir haben bereits eine frische Hackschnitzelschicht auf den Boden ausgebracht und werden die Sitzbänke überprüfen und erneuern“, so Gröne.

Beide Geschäftsführer gehen davon aus, dass das Corona-bedingte Minus bis zum Ende des Jahres noch schrumpft: „Wir hoffen, dass wir nach der Wiedereröffnung der Externsteine und des Hermannsdenkmals wieder Einnahmen erzielen und nicht die gesamte Saison abschreiben müssen.“

 

Abbildung:

Einsam und allein: Der Hermann wird sich dieses Jahr nicht über zahlreiche Gäste zu seinen Füßen auf der Waldbühne – wie hier abgebildet im Sommer 2019 – freuen dürfen. (Foto: Landesverband Lippe/Fotogruppe objektiv, Lage)

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