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20. März 2019

Landesverband Lippe fördert die Jugendkultur mit besonderem Fokus auf kultureller Bildung

Die Förderung von Kulturprojekten in Lippe, die sich an Kinder und Jugendliche richten, ist eine Kernaufgabe des Landesverbandes Lippe. Arne Brand, Allgemeiner Vertreter der Verbandsvorsteherin und verantwortlich für die Fördergelder in Höhe von jährlich 52.000 Euro, gab in der heutigen Sitzung der Verbandsversammlung einen Überblick über die in der zweiten Jahreshälfte 2018 geförderten Projekte – und einen Ausblick auf 2019.

„Jugendkultur ist ständig im Wandel. Kinder und Jugendliche haben eigene Kulturformen, die sich oft deutlich von traditioneller Kultur unterscheiden. Unsere Aufgabe ist es, frische, unkonventionelle Ideen zu unterstützen, Jugendlichen aber auch den Zugang zu klassischer Kultur zu ermöglichen. Dieser Mix macht die Förderung des Landesverbandes spannend“, sagte Brand. Die Palette der Projekte und Initiativen, die aus dem Jugendkulturfördertopf im zweiten Halbjahr 2018 mitfinanziert wurden, spiegelt dies wieder: Sie ist bunt und vielfältig.

Ein Förderschwerpunkt lag auf Musik. So wurde u. a. im Sommer das Duck-Down-Festival, das frühere „Rock am Schloss“, von Jugendlichen fortgesetzt. Dieses Mal luden Nachwuchs-DJs zum Festival am Schloss Brake ein. „Hier unterstützen wir junge Menschen im Lernprozess: Sie erlernen, wie ein Veranstaltung professionell organisiert und durchgeführt wird“, so Brand. Besonderen Spaß machte auch das vom Landesverband geförderte BeatBoxing-Konzert im Rahmen des Lemgoer Sommertreffs: „Unter dem Motto ‚Fette Beats und derbe Reime haben bei uns Tradition‘ konnten wir zeigen, dass der Landesverband Lippe, frei und mutig an Freiligrath und Weerth anknüpfend, auch neue Formen von Musik und Literatur schätzt und fördert.“

Einen weiteren Schwerpunkt bildete das Thema „Europa“. Schülerinnen und Schüler der Europaschule Städtisches Gymnasium Barntrup konnten im Rahmen des Projekts „Europa in Westfalen – Spurensuche im Denkmalbestand“ zum Europäischen Kulturerbejahr einen Museumsraum im Weserrenaissance-Museum nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten. Unterstützt wurde auch das Fest „Jugend unter Dampf“ der Lippischen Landeseisenbahn: Sie lackierte ihren mobilen Jugendwaggon in den neuen Europawaggon um: „Initiatoren und Jugendliche wollen damit künftig auf Strecke gehen und für Demokratie und die europäische Idee werben“, so Brand.

Auch zwei landesverbandseigene Kultureinrichtungen profitierten: Das Weserrenaissance-Museum für die Museumspädagogik zur Sonderausstellung „#participate – Mach Dich zum Kunstwerk“ und das Lippische Landesmuseum für die Museumspädagogik zur Sonderausstellung „Revolution! Lippe 1918 – Aufbruch in die Demokratie“, die noch bis zum 28. April 2019 zu sehen ist. „Mit der Förderung ist es gelungen, junge Besucherinnen und Besucher auf beide Ausstellungen aufmerksam zu machen. Dabei standen insbesondere Schulklassen im Fokus.“

Ins Jahr 2019 hinein reicht die Förderung des Projekts „Jugend in Vielfalt“ am Berufskolleg in Lemgo-Lüttfeld, das mit dem Schuljahr 2018/2019 begann. Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Kulturen lernen gemeinsam den Tanz als Menschen verbindende, kulturelle Ausdrucksform kennen. Geplant ist, zum Abschluss gemeinsam einen Opernball zu organisieren.

2019 gelte es vor allem kulturelle Bildung zu fördern, so Brand. Schulpartnerschaften des Lippischen Landesmuseums, des Weserrenaissance-Museums und der Lippischen Landesbibliothek / Theologischen Bibliothek und Mediothek werden ebenso unterstützt wie der Kulturbus des Landesverbandes: „Wir verzeichnen eine hohe Nachfrage nach dem Angebot, die Buskosten bei einer Schulklassenfahrt in eine kulturelle Einrichtung zu übernehmen, und haben die Mittel 2018 bei Bedarf aufgestockt. Ziel ist es 2019, das Kulturbus-Konzept zu überarbeiten, um den Bedarf zu decken. Dazu wurde bereits eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit anderen Beteiligten gegründet.“

Zudem ist kulturelle Bildung ein Fokusthema, dem sich Brand gemeinsam mit Partnern wie dem Kreis Lippe widmet. Dazu zählt u.a. die Organisation der Lipper Schul-KulTour, bei der die Kulturbeauftragten aus lippischen Schulen Kultureinrichtungen genauer kennenlernen. 2018 waren die Burg Sternberg und die Landeseisenbahn Austragungsorte der Schulkultour, 2019 stehen weitere spannende Kultureinrichtungen auf der Agenda. „Dies organisieren wir gemeinsam mit dem Kreis Lippe, mit dem wir einen neuen Beirat für kulturelle Bildung gegründet haben“, erläuterte Brand.

Nicht zuletzt werden 2019 Mittel bereitgestellt für die Entwicklung einer OWL-übergreifenden, digitalen Kultur-Plattform. Sie soll von den Kreisen in Ostwestfalen-Lippe unter Beteiligung des Landesverbandes Lippe realisiert werden, aktuell wird eine Machbarkeitsstudie erstellt.

 

Abbildung: Duck-Down-Festival 2018 am Schloss Brake. (Foto: Privat)

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