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24. Februar 2016

Windenergieprojekt mit vielen Gewinnern

Die Verbandsversammlung hat in ihrer heutigen Sitzung die Grundlage für die erste direkte Investition des Landesverbandes Lippe in Windenergie geschaffen: Die Verbandsabgeordneten stimmten einmütig für die Gründung einer GmbH & Ko. KG, deren Aufgabe es sein wird, zwei Windenergieanlagen auf dem Rafelder Berg in der Gemeinde Kalletal zu errichten und zu betreiben. Partner des Landesverbandes Lippe sind die Stadtwerke Lemgo, Bürger werden sich ebenfalls an der Gesellschaft beteiligen können.

„Der heutige Beschluss macht mich auch persönlich sehr glücklich. Denn die Gründung der neuen Gesellschaft bringt nur Gewinner hervor“, urteilte Verbandsvorsteherin Anke Peithmann. „Der Landesverband Lippe gewinnt ein weiteres Finanzierungsstandbein, die Windkraft ermöglicht es uns, nachhaltige und stetige Einnahmen über einen langen Zeithorizont hinweg zu erzielen. Die Stadtwerke Lemgo gewinnen eine zusätzliche Möglichkeit zur Erzeugung erneuerbarer Energien, die Gemeinde Kalletal gewinnt einen neuen Steuerzahler, die Umwelt gewinnt dank der Nutzung von Windkraft, und auch die Bürgerinnen und Bürger in Lippe gewinnen: zum einen, weil sie sich finanziell beteiligen können; zum anderen, weil der Landesverband Lippe die Einnahmen zu 100% für seine vielfältigen Kulturangebote, für schöne Wälder zur Erholung oder z. B. für den Erhalt der beiden touristischen Highlights Hermannsdenkmal und Externsteine einsetzt.“

„Nur wenige Wochen nach dem Grundsatzbeschluss zur Windenergie, der im Dezember 2015 getroffen wurde, setzen wir das erste Projekt um“, freut sich Verbandskämmerer Peter Gröne. Die Gemeinde Kalletal hatte Konzentrationszonen für Windkraft ausgewiesen, darunter auch zwei Grundstücke des Landesverbandes Lippe am Rafelder Berg: „Dort wollen wir zwei Windkraftanlagen bauen.“ Dazu wird eine Betreibergesellschaft gegründet – der Arbeitstitel ist „Landesverband Lippe Windkraft Kalletal GmbH & Ko. KG“ –, an der der Landesverband Lippe, die Stadtwerke Lemgo und zu einem späteren Zeitpunkt die Kalletaler Öffentlichkeit beteiligt sein wird. „Mit den Stadtwerken Lemgo konnten wir einen kompetenten Partner gewinnen, der über seine Stadtwerke Lemgo Regenerative Energien Verwaltungs-GmbH auch die Geschäftsführung einschließlich der kaufmännischen und technischen Betriebsführung übernehmen wird“, erläuterte Gröne. Der Landesverband Lippe investiert bis zu 1,5 Mio. Euro und geht davon aus, dass erste Erträge 2017 fließen. „Wir kalkulieren in den ersten zehn Jahren mit einer jährlichen Rendite zwischen 3-5%.“

Der Beschluss zur Gründung der Betreibergesellschaft gilt vorbehaltlich der Genehmigung der kommunalen Aufsichtsbehörde für die Stadtwerke Lemgo bzw. des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen als Aufsichtsbehörde des Landesverbandes Lippe.

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