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Pressemitteilungen des Landesverbandes Lippe

Die aktuellsten Pressemitteilungen sind zuerst genannt:

 

Landesverband Lippe optimiert Fluchtwege des Schlosshofes Brake

Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe präsentiert Plastik von Jakob Wedel am Hermannsdenkmal

1. Lippischer Naschmarkt auf dem Gelände von Schloss Brake

Landesverbandsversammlung trifft weit reichende Entscheidungen zu LTM AG, zur Vereinbarung mit dem Kreis Lippe und zur Zukunft seiner Kultureinrichtungen

Landesverband Lippe baut für Pächter ehemalige Touristinformation in Bad Meinberg zu Bistro um

Landesverband Lippe setzt bei Baumart Eiche verstärkt auf Pflanzungen

Landesverband Lippe bereitet Sanierung des Staubauwerks am Donoper Teich vor

Landesverband Lippe informiert über Vorgehensweise an den Externsteinen zur Sommersonnenwende 2010

Verbandsvorsteher Andreas Kasper verzichtet auf Rechtsmittel gegen seine Abwahl

Bauarbeiten für Informationszentrum an den Externsteinen haben begonnen

Landesverband Lippe weist Äußerungen von Landrat Friedel Heuwinkel zur Zukunft des Landesverbandes Lippe zurück

Landesverbandsversammlung beschließt Abwahl des Verbandsvorstehers Andreas Kasper

Landesverband Lippe zieht positive Bilanz der Walpurgisnacht 2010 an den Externsteinen

Landesverband Lippe informiert über neue Vorgehensweise an den Externsteinen

Landesverbandsversammlung stellt Antrag auf Abwahl von Verbandsvorsteher Andreas Kasper

Kulturagentur des Landesverbandes Lippe stellt Programm 2010 auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal vor

Forstabteilung des Landesverbandes Lippe erzielt bei diesjähriger Wert- und Laubholzsubmission gute Preise bei maßvollem Angebot

Forstabteilung des Landesverbandes Lippe muss historisches Absperrwerk am Donoper Teich sperren

Forstabteilung des Landesverbandes Lippe setzt Verkehrssicherungsmaßnahmen im Beller Wald um

Forstdirektor Hans-Ulrich Braun ehrt 5000. Teilnehmer der Motorsägenlehrgänge der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe

Landtagsabgeordneter Manfred Luckey befürwortet Investitionsmaßnahmen des Landesverbandes Lippe in den Kurstandort Bad Meinberg

Hermann zählt zu den 20 besten Nordrhein-Westfalen

Persönliche Erklärung von Verbandsvorsteher Andreas Kasper, Landesverband Lippe

Landesverband Lippe beschließt Maßnahmen zur Stärkung des Lippischen Landesmuseums

Konstituierende Sitzung der Denkmalstiftung des Landesverbandes Lippe

Landesverband Lippe bat zum zweiten „Runden Tisch Kultur“

Landesverbandes Lippe neues Mitglied im Kultursekretariat Gütersloh

Persönliche Erklärung des Verbandsvorstehers Andreas Kasper

Haushalt 2010 Thema der letzten Landesverbandsversammlung 2009

Mitarbeiter des Landesverbandes Lippe feiern gemeinsame Weihnachtsfeier

Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper berät angehende Abiturienten

Landesverbandes Lippe verpflichtet Landesverbandsabgeordnete für die 15. Wahlperiode

Forstmanagement des Landesverbandes Lippe verzeichnet 2009 eine überdurchschnittliche Mast

Landesverband Lippe bei Studenten hoch im Kurs

Landesverband Lippe sperrt Parkplätze im Bereich Detmold-Hiddesen

Landesverband Lippe will Initiative der Bürgerstiftung Schwalenberg im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten unterstützen

Landesverband Lippe plant umfangreiche Maßnahmen an den Externsteinen

Landesverband Lippe gründet Denkmal-Stiftung

Partnerschaftsbesuch des Landesverbandes Lippe bei der Ostfriesischen Landschaft (Aurich)

Offene Ateliers in Lippe 

Forstmanagement des Landesverbandes Lippe baut Angebot an Motorsägenlehrgängen aus

Bäckerei Nowosad übergibt die erste 500-Euro-Spende an das Anneliese-Müther-Haus in Schlangen-Oesterholz

Hotelgruppe RIMC International übernimmt Vital Hotel zum Stern und das Burghotel Blomberg

Interessengemeinschaft Waldbesitzerinnen Nordrhein-Westfalen besucht Forst des Landesverbandes Lippe

Landesverband Lippe beschließt Investitionen in Höhe von rund fünf Millionen Euro für Bad Meinberg

Landesverband Lippe plant Einrichtung eines Baumkronenpfades

Landesverband Lippe plant Restaurierungsmaßnahmen am Aussichtsturm am Kahlenberg in Schieder

Landesverband Lippe plant Restaurierung des Archäologischen Erlebnispfads Oesterholz (Schlangen)

Betriebsausflug Landesverband Lippe

Neue Stipendiaten für das Künstlerhaus Schwalenberg ausgewählt

Die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe präsentiert auf der WALDBÜHNE AM HERMANNSDENKMAL:MONSCHEINKINO vom 31. Juli bis 9. August 2009

Die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe präsentiert auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal: EXTRABREIT und das Bremer Kaffeehaus-Orchester

Die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe präsentiert auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal: "Verlorene Liebesmüh‘" und "Der Räuber Hotzenplotz"

Kulturagentur des Landesverbandes Lippe veröffentlicht „Christian Wilhelm von Dohm – ein Mann der Aufklärung im preußischen Staatsdienst“ in der Reihe Lemgo.Persönlichkeiten

Wiederaufbau des Waldes nach 60 Jahren abgeschlossen: Forstabteilung des Landesverbands Lippe stellt Ergebnisse der Forsteinrichtung vor

Die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe präsentiert auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal: „Gemeinsame Sache – OWL-Kulturbühne“ und „Weltnacht Festival. Wir verbinden die Welt“ mit Seun Kuti & Fela's Egypt 80 aus Nigeria

„Elisabeth Engels – Die Frau Direktorin. Eine mutige Pädagogin in schwieriger Zeit, 1892 bis 1970“ von Karl-Heinz Bebermeier, herausgegeben von der Schloss Varenholz GmbH und dem Landesverband Lippe

Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat den Haushalt des Landesverbandes Lippe für 2009 genehmigt

Zustimmung zur Veräußerung der Lippischen Landes-Brandversicherungsanstalt erteilt: Landesverband Lippe fließen Erlöse in Höhe von 76 Millionen Euro zu

Pressemitteilung des Landesverbandsvorstehers Andreas Kasper

Landesverband Lippe eröffnet neues Informationszentrum und historischen Pavillon am Hermannsdenkmal

Stadtwerke Lemgo, Landesverband Lippe und Elisabeth-Engels-Stiftung unterzeichnen Rahmenvertrag für Blockheizkraftwerk im Schloss und Internat Varenholz

Ein schwergewichtiger Fuß fürs Varus-Jahr 2009: Landesverband Lippe stellt Abdruck des linken Fußes vom Hermannsdenkmal in Detmold auf

Ein neues Gesamtkonzept für das älteste Regionalmuseum in OWL: Landesverband Lippe und Lippisches Landesmuseum berufen wissenschaftlichen Beirat

Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe beschließt Investition in Photovoltaikanlagen auf Dächern von verbandseigenen Gebäuden

Lippe neu entdecken – mit der Kultur-Card des Landesverbandes Lippe

Ein prima Ausgangspunkt für die Jagd: Schüler der Weerth-Schule Detmold nehmen neue Rotbuche vor dem Lippischen Landesmuseum in Besitz

Alter Geleiseweg in der Nähe der Externsteine freigelegt: Landesverband Lippe und Stadt Horn-Bad Meinberg unterstützen die Untersuchung

Schönheitskur für ein altes Juwel: Landesverband Lippe beginnt noch in diesem Jahr mit der Sanierung des Alten Amtshauses in Blomberg

Ein neues Kapitel beginnt – 1000 Jungeichen für die Fürstenallee

Ausstellung zu Pfeil und Bogen im Archäologischen Freilichtmuseum eröffnet

270 Friedensbotschaften starten am Hermann in die weite Welt

»Ein köstlicher Hermann für einen guten Zweck«: Bäckerei Nowosad aus Schlangen stellt zum Varus-Jahr „Hermanns Lippischen Butterkeks“ vor

»Bilder müssen gezeigt und gesehen werden«: Freie Evangelische Hauptschule aus Detmold präsentiert Ausstellung in der Projektreihe „Klasse(n)kunst“ der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe

Angebot trifft auf verhaltene Nachfrage: Landesverband Lippe zieht Bilanz der diesjährigen Wertholzsubmission

Frühjahrsputz im Stadtwald Lage: Landesverband Lippe hat mit Pflege- und Verkehrssicherungsmaßnahmen begonnen

Von der Sonne verwöhnt: Landesverband Lippe investiert umfangreich in Sanierung der Tapas-Bar Spieker (Detmold)

Landesverband Lippe muss Baumfällarbeiten am Friedenstal in Detmold-Hiddesen ausweiten

Künstlertage der lippischen Jugend – Eine Ausstellung im Rahmen der Projektreihe „Klasse(n)Kunst“ 

Landesverbandsversammlung verabschiedet Haushalt 2009

Pressemitteilung des Landesverbandsvorstehers Andreas Kasper

Das vorhandene Potenzial nutzen: Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper macht sich ein Bild vom Wald- und Forstmuseum Heidelbeck

Henri Matisse trifft Niki de Saint-Phalle: Anne Frank Schule aus Lemgo präsentiert Ausstellung in der Projektreihe „Klasse(n)kunst“ der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe

Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper tauscht sich bei einem Besuch des LWL-Ziegeleimuseums (Lage) mit Museumsleiter Willi Kulke über aktuelle Trends in der Museumspädagogik aus

Gedämpfte Nachfrage auf dem Holzmarkt – Landesverband Lippe reagiert mit nachfrageorientiertem Einschlag

Ein Nationalpark eröffnet große Chancen – wenn die Bedingungen stimmen

Arbeiten zur Rettung der Fürstenallee haben begonnen

Feuerwerk zur Begrüßung des Varusjahres 2009 am Hermannsdenkmal

Band 23 der "Lippischen Studien" erschienen: Lippische Ortsgeschichte - Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold

Nationalpark in Lippe – nur mit erheblichem finanziellen Einsatz des Landes möglich

Erste Arbeiten am Mausoleum in Detmold haben begonnen

Landesverband Lippe führt neue Dechantin am Damenstift St. Marien Lemgo ein

Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper gratuliert im Rahmen einer Domänenbereisung den Pächtern der Domäne Varenholz, Wolfgang und Sabine Block, zum 80-jährigen Jubiläum

Landesverband Lippe schließt Umbau der Mittelmühle des Lippischen Landesmuseums ab – Naturkundesammlung erstrahlt in neuem Glanz

Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper absolvierte einen Motorsägenlehrgang bei der verbandseigenen Forstabteilung

Landesverband Lippe investiert in Baumaßnahmen rund um die Externsteine

Landesverband Lippe und Westfälisches Kinderdorf e. V. unterzeichnen Pachtvertrag für Gastronomie-Objekt in der Burg Sternberg

Lippischer Heimatbund, Landesverband Lippe und Kreis stellen neuen Bildband vor

Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper ehrt 4000. Teilnehmer der Motorsägenlehrgänge der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe

Internationales Kulturprogramm für das Varus-Jahr 2009 nimmt Fahrt auf

Bildungsinitiative "Transferkosten" der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe bei Schulen des Kreises ein voller Erfolg

Verbandsvorsteher Dr. Kasper neuer Chef beim Landesverband Lippe

Landesverband Lippe bezahlt Transferkosten für Schulen

Asbest gefunden

Verbandsvorsteher Niehage nimmt eine besondere Ehrung vor

Ausstellungseröffnungen in Schwalenberg

Verbandsversammlung wählt "Allgemeinen Vertreter des Verbandsvorstehers"

Waldbühne am Hermannsdenkmal kommt

Dr. Andreas Kasper ist am 11.06.2008 zum neuen 
Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe gewählt worden

Ausstellung "Abgenutzt, Repariert, Umfunktioniert" des Lippischen Landesmuseums im kommenden Herbst im Haus des Gastes in Holzhausen-Externsteine

EFRE-Projekt des Landesverbandes Lippe genehmigt

Betriebsausflug Landesverband Lippe

Lippisches Landesmuseum am Montag, 28.04.2008, nur bedingt erreichbar

Römerschiff zu Wasser gelassen: Forscher schließen Wissenslücken in der römischen Schiffsarchäologie

Landesverband Lippe finanziert Umbau des Orchestergrabens im Landestheater Detmold

Landesverband Lippe schreibt Stelle Verbandsvorsteher/in aus

Internationaler Museumstag am 18.05.2008 im Lipp. Landesmuseum

Landesverband Lippe übergibt historisches Waschhaus an neue Nutzer

Workshops mit Wolfgang Heinrich: Jetzt anmelden

Mitten im Leben – mit dem Landesverband Lippe

Drei Köpfe, drei Standorte und ein Thema: 2000 Jahre Varusschlacht

Neues Heft zum Lemgoer Hexenbürgermeister Cothmann erschienen

Hauptausschuss beschließt Kulturförderungen

Verbandsversammlung besucht Kalkriese und Haltern

Leiterin der Bauabteilung, Frau Heidrun Görder, wird verabschiedet

Riesiger Zuspruch der Schulen auf das Angebot des Landesverbandes Lippe

WDR4 live im "Stern"

Kulturpreis 2007 verliehen

Landesverband übernimmt Transferkosten für Schulen

Das "Hermannbüro" nimmt seinen Betrieb auf

Umbau der Zehntscheune im Lippischen Landesmuseum

Talk in Schwalenberg

Studentenwohnungen fertiggestellt

Neue Publikationsreihe erschienen

Drake-Medaille verliehen

Wegen Betriebsausflugs geschlossen

Weitere Förderungen von regionalen Kulturvorhaben

Klasse(n)Kunst / Schulprojekte beim Landesverband Lippe

Wirtschaftsausschuss des Landesverbandes Lippe trifft sich auf Domäne Oelentrup

Neues Flair an den Externsteinen

Café und mittelslterlicher Stadtrundgang - Pensionärstreffen des Landesverbandes Lippe

Landesverband beschließt Kulturförderung

Saunaland  in Bad Meinberg

Felsenwirt verabschiedet

Sommerakademie 2007: Neuer Katalog erschienen

Bekenntnis zum Landesverband Lippe

Hauptausschuss des Landesverbandes Lippe bewilligt Kulturfördermittel

Forstverwaltung des Landesverbands Lippe zieht erste Bilanz nach dem verheerenden Orkan „Kyrill“

Landesverband Lippe verleiht Kulturpreis 2007

Auf klarem Kurs ins Jahr 2009: Touristik-Experten mit im Boot

2000 Jahre Varusschlacht – Holzeinschlag für ein römisches Kriegsschiff

Innovationspreis der Stadtwerke Detmold : Neues Licht für den Hermann

125 Jahre Heinrich Drake

Dorf- und Stadtansichten von Wolfgang Heinrich im Sozialgericht Detmold

Europäisches Zentrum für Universitäre Studien der Senioren OWL (EZUS) Preisträger der Boschstiftung

Burghotel Blomberg eines der besten deutschen Tagungshotels

Band 22 der "Lippischen Studien" erschienen

Externsteine ausgezeichnet

Neue Parkplätze am Donoperteich

Landesverband Lippe ist der Kulturdienstleister für Lippe

Motorsägenlehrgänge der Renner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverband Lippe optimiert Fluchtwege des Schlosshofes Brake

Lemgo darf sich auf den 1. Lippischen Naschmarkt am Schloss Brake freuen: Am Wochenende des 21. und 22. Augusts laden der Landesverband Lippe und Veranstalter Thomas Arndt-Duprée ein, die kulinarischen Seiten des Lebens zu erkunden, Musikkultur zu genießen und am Sonntag, dem 22. August, mit den Mitarbeitern des Landesverbandes Lippe das Jubiläum „25 Jahre Landesverband Lippe in Schloss Brake“ zu feiern.

Die zuständigen Behörden der Stadt Lemgo haben die Veranstaltung im Schlosshof und auf dem umgebenden Areal genehmigt. Der Landesverband Lippe konnte den erforderlichen, zweiten Fluchtweg sicherstellen, der im Falle der Nichtbegehbarkeit der Brücke den Besuchern im Innenhof des Schlosses zur Verfügung steht. „Wir haben weit vor den tragischen Ereignissen in Duisburg das Problem mit den Fluchtwegen erkannt und den Kontakt zur Feuerwehr Lemgo aufgenommen, um zeitnah zu reagieren“, betont Klaus Stein, Allg. Vertreter des Verbandsvorstehers des Landesverbandes Lippe.

Bei Gesprächen mit der Feuerwehr und der Bauaufsicht habe sich gezeigt, dass der Notausgang des Weserrenaissance-Museum genutzt werden könne, um Besucher ins Freie zu lenken. Somit steht neben der Brücke ein zweiter Fluchtweg zur Verfügung. Zusätzlich werden Ordner eingesetzt, um eine rasche Evakuierung zum Wohle der Besucher des Marktes zu ermöglichen. Veranstalter Arndt-Duprée und der Landesverband Lippe gingen aber noch einen Schritt weiter: „Wir haben den Naschmarkt umstrukturiert und entflochten und zudem die Besucherlenkung auf dem Schlosshof optimiert, um ein noch höheres Maß an Sicherheit zu schaffen.“ Das Umfeld von Schloss Brake wird für das umfangreiche Angebot und Programm wie geplant mitgenutzt.

Die Auflagen der Stadt Lemgo seien damit mehr als erfüllt. „Wir haben das Problem sehr ernst genommen und freuen uns, dass wir so schnell eine adäquate Lösung finden konnten.“ Einem erfolgreichen, 1. Lippischen Naschmarkt stehe damit nichts mehr im Weg: „Nun hoffen wir nur noch auf schönes Wetter und zahlreiche Besucher.“

Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe präsentiert Plastik von Jakob Wedel am Hermannsdenkmal

Die Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe hat eine Plastik des russlanddeutschen Künstlers Jakob Wedel überreicht bekommen. Sie zeigt Ernst von Bandel figürlich bei seiner Arbeit am Hermanndsdenkmal und wird künftig in der „Bandelhütte“ zu Fuße des Hermannsdenkmals zu sehen sein.

Die Plastik wurde am heutigen Dienstag in der Lippischen Landesbibliothek, Heimstatt einer umfangreichen Bandel-Sammlung, an die Denkmal-Stiftung überreicht. Nach einem Einführungsvortrag zu Bandel von Dr. Joachim Eberhardt, stellvertretender Leiter der Bibliothek, würdigte Friedrich Vorndamme, Landesverbandsabgeordneter von 1970 bis 1989 und viele Jahre CDU-Fraktionsvorsitzender, den anwesenden Künstler in einer Laudatio.

„Wir danken herzlich für die großzügige Schenkung und freuen uns, dass wir mit der Plastik des Künstlers Jakob Wedel den Besuchern einen lebendigen Eindruck vom Erbauer des Hermannsdenkmals geben können“, sagte Klaus Stein, Allg. Vertreter des Verbandsvorstehers des Landesverbandes Lippe und Geschäftsführer der Denkmal-Stiftung,

Diese Plastik versinnbildliche in hohem Maße den Wunsch des Landesverbandes Lippe, das Hermannsdenkmal als mahnendes Friedensdenkmal und Symbol eines neuen Europa zu bewahren: „Ein Europa, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft aufeinander zugehen, ein Europa, in dem aus ehemaligen Feinden Freunde geworden sind und die gemeinsame Werte haben: Toleranz, Völkerverständigung, Respekt vor der Kultur des anderen“, so Stein.

Feierliche Übergabe: Jakob Wedel, Friedrich Vorndamme und Klaus Stein bei der Übergabe der Plastik Wedels, die Ernst von Bandel bei der Arbeit zeigt.

 

 

1. Lippischer Naschmarkt auf dem Gelände von Schloss Brake

Freuen sich auf den 1. Lippischen Naschmarkt (v.r.): Klaus Stein, Thomas Arndt-Duprée und Dietmar Kracht von der Warsteiner Brauerei, Sponsor des Marktes.

„Augen - Gaumen - Ohren - Schmaus“ – unter diesem Motto laden der Landesverband Lippe und Thomas Arndt-Duprée am 21. und 22. August 2010 zum 1. Lippischen Naschmarkt auf Schloss Brake ein. „Wir möchten das Schlossareal noch mehr beleben und es für die Lipper attraktiver gestalten“, erläutert Klaus Stein, Allg. Vertreter des Landesverbandsvorstehers des Landesverbandes Lippe. Den Besuchern wird außer dem herrlichen Ambiente des Braker Schlosses an den zwei Tagen eine kleine Welt der Genüsse in fester, flüssiger und visueller Form geboten, und auch der kulturelle Genuss kommt nicht zu kurz: „Wir haben ein vielfältiges Rahmenprogramm zusammen gestellt“, berichtet Thomas Arndt-Duprée, Veranstalter des 1. Lippischen Naschmarktes. „Für beide Tage konnten wir hochkarätige Musikerinnen und Musiker verpflichten.“

So wird am Samstag, dem 21. August, ab 19.00 Uhr die Sängerin und Pianistin Svenja Schmidt auf dem Schlosshof mit groovigen Songs aus den Bereichen Rhythm’n Blues und Jazz das Publikum begeistern. „Auf der Bühne vor der Schlossscheune präsentieren Silvia Amankwa & Band mit ehrlichen Texten und authentischer Performance eine Mischung aus Jazz, Blues und Soul“, so Arndt-Duprée weiter. Sonntag, der 22. August, wird durch einen Jazz-Frühschoppen mit dem Duo „Adriana und Jörg Riemann“ eröffnet, das in die Welt des Bar-Jazz entführt. Und ab 16.00 Uhr spielen auf der Bühne vor der Schlossscheune „Die Zwei Beiden“ eine Mischung aus alten Rock und Pop-Klassikern, Balladen, Folk und Country-Songs. „Ebenfalls am Sonntagnachmittag führt das Ensemble ‚Nota Bene‘ die Geschichte des Schlosses in fünf kurzweiligen Akten auf“, ergänzt Stein. An beiden Tagen werde außerdem ein Kinderprogramm mit Hüpfburg, Ballonkünstler und Kinderschminken geboten.

Verbunden mit dem Naschmarkt ist das 25-jährige Jubiläum des Landesverbandes Lippe im Schloss Brake. „Wir wollen den Markt nutzen, um den Landesverband Lippe, der 1985 ins Schloss eingezogen ist, zu präsentieren und die Sanierung des Schlosses Brake für die Besucher erlebbar zu machen“, konstatiert Stein. Der Landesverband Lippe wird sich am Sonntag, dem 22. August 2010, von 11 bis 18 Uhr mit diversen Ständen, u. a. der Forstabteilung, des Lippischen Landesmuseums und der Lippischen Landesbibliothek, und einer Fotoausstellung den Besuchern präsentieren.

Der 1. Lippische Nachmarkt kann am Samstag, dem 21. August, in der Zeit von 14.00 bis 24.00 Uhr und am Sonntag, dem 22. August, von 11.00 bis 20.00 Uhr besucht werden. Erwachsene zahlen einen Eintritt von 2 €, für Kinder ist der Eintritt frei.

 

 

Landesverbandsversammlung trifft weit reichende Entscheidungen zu LTM AG, zur Vereinbarung mit dem Kreis Lippe und zur Zukunft seiner Kultureinrichtungen

Auf ihrer Sitzung am 30. Juni 2010 hat die Landesverbandsversammlung Entscheidungen gefasst, die für die zukünftige Arbeit des Landesverbandes Lippe von grundsätzlicher Bedeutung sind. Die Verbandsabgeordneten sprachen sich mehrheitlich für eine Vereinbarung des Landesverbandes Lippe mit dem Kreis Lippe aus und bekannten sich mehrheitlich zur Fortführung der engen Zusammenarbeit mit der Lippe Tourismus & Marketing AG (LTM AG). Außerdem beschlossen die Mitglieder der Verbandsversammlung einstimmig eine Strategie einer zukunftsweisenden finanzierbaren Kulturarbeit und die Haushaltssatzung 2010.

Nach dem Willen der Verbandsversammlung wird eine Vereinbarung zwischen Landesverband Lippe und Kreis Lippe zur Neuordnung der Aufgabenwahrnehmungen in den Bereichen Kultur, Erholungszentrum Schieder GmbH, Tourismus und Marketing geschlossen. Künftig sollen alle wesentliche Aufgaben im kulturellen Bereich (ausgenommen ist hierbei das Landestheater Detmold) künftig vom Landesverband Lippe wahr­genommen werden. Der Kreis Lippe soll dagegen als Betreiber der EHZ und des Schiedersees fungieren. Durch die Übernahme der Kulturaufgaben des Kreises wird der Landesverband Lippe entsprechend seinem gesetzlichen Auftrag in seiner Einzigartigkeit als Kulturdienstleister in Lippe gestärkt und seine Kulturarbeit als Alleinstellungsmerk­mal noch deutlicher herausgearbeitet, so die vorherrschende Meinung der Verbandsabgeordneten. Bei klarer und eindeutiger Zuständigkeit und Verantwortung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger Lippes könnten die jeweiligen Aufgaben effektiver und effizienter bewältigt werden.

Des Weiteren legte die Verbandsversammlung ein Bekenntnis zur Lippe Tourismus & Marketing AG (LTM AG) ab. Sie stimmte mehrheitlich der Verlängerung des Konsortialvertrags der Aktionäre der LTM AG bis zum 31. Dezember 2015 zu. Der Zuschuss des Landesverbandes Lippe zur Finanzierung des Geschäftsbetriebes soll auch künftig 150.000 Euro betragen. Es werden weitere Dienstleistungen erwartet, die sich aus den jeweiligen Haushaltsplänen des Landesverbandes Lippe und seiner Tochtergesellschaften ergeben. Die Verbandsabgeordneten votierten außerdem mehrheitlich für eine Änderung der Aktienanteile und einer damit verbundenen Änderung des Konsortialvertrages und der Satzung der LTM AG. Der Landesverband Lippe würde demnach seinen Aktienanteil von derzeit 5.444 Euro um 10.584 Euro auf 16.028 Euro erhöhen. Grund dafür ist die erklärte Absicht der Stadt Detmold, verstärkt mit der LTM AG zusammen zu arbeiten und ihren Aktienanteil an der LTM AG zu erhöhen.

Um die Kultureinrichtungen des Landesverbandes Lippe ging es in einer Beschlussvorlage zur Strategie einer finanzierbaren, zukunftsweisenden Kulturarbeit. Die Verbandsabgeordneten beauftragten die Verwaltung des Landesverbandes Lippe, das vom Arbeitskreis Kultur erarbeitete Strukturpapier und den erarbeiteten Personalbedarfplan umzusetzen und die notwendigen, weiteren Schritte einzuleiten. „Gegenstand des Papiers ist eine Neustrukturierung der Kultureinrichtungen Lippische Landesbibliothek, Lippisches Landesmuseum, Lippische Kulturagentur und Weserrenaissance-Museum, die eine Optimierung und Verbesserung der Kulturarbeit zum Ziel hat“, so Stein. So soll das Weserrenaissance-Museum künftig als Abteilung des Lippischen Landesmuseums geführt, aber in der Außendarstellung als Marke erhalten bleiben. Dieses Konzept ist mit den übrigen Trägern (Landschaftsverband Westfalen Lippe und Stadt Lemgo) noch abzustimmen. Mithilfe von Dienstleistungpools – etwa für Museums-/Kultur­pädagogik, Eventmanagement oder Restaurierung – sollen Kompetenzen gebündelt, Synergien geschaffen und Personal eingespart werden. In seiner weiteren Arbeit soll der Arbeitskreis nun u. a. ein Konzept für die Dauerausstellungen des Lippischen Landesmuseums (einschließlich Raumplanung, Sammlungsmanagement, Magazinierung) und einen Kosten-, Finanzierungs- und Marketingplan erarbeiten. Zudem wolle der Landesverband Lippe mit seinem „Know How“ im Bereich Kultur ein lippisches Netzwerk für die Kulturanbieter aufbauen und mit ihnen gemeinsam stärkere inhaltliche Abstimmungen vornehmen: „Als der Kulturdienstleister in Lippe zählt dies auch zu unseren Aufgaben.“

Auf der Tagesordnung der Sitzung stand außerdem die Verabschiedung der Haushaltssatzung 2010 des Landesverbandes Lippe. Verbandskämmerer Bernd Tiemann erläuterte, welche einschneidenden Maßnahmen seit der Einbringung am 16. Dezember 2010 notwendig waren: „Der Entwurf vom Dezember sah – ohne den Zusatzaufwand ‚Vereinbarung mit dem Kreis Lippe‘ – eine Rücklageentnahme von 2,8 Millionen Euro vor.“ Dieser Haushalt war von der Verbandsversammlung nicht verabschiedet worden, sie forderte Maßnahmen zur Verringerung des Defizits und Spielraum für die Übernahme zusätzlicher Kulturaufgaben.

„Vor dem Hintergrund, dass der Landesverband Lippe eine Vermögensverwaltung mit der Pflicht zur Vermögenserhaltung ist, wurde deutlich, dass das Schultern zusätzlicher, dauerhafter Aufgaben, deren Kosten höher sind als die Entlastung, konsequente Konsolidierungsmaßnahmen verlangt.“ Die genannten drei Arbeitsgruppen konnten mit ihren Vorschlägen das Haushaltsergebnis um 1,4 Millionen Euro verbessern, also halbieren. „Trotz der Übernahme von weiteren Kulturausgaben, saldiert mit der Ergebnisverbesserung aus dem Ausstieg der EHZ, verbleibt eine Haushaltsverbesserung von 1,1 Millionen Euro, so dass die Rücklageentnahme jetzt 1,7 Millionen Euro beträgt“, rechnet Tiemann vor. Die Belastung aus der heute beschlossen Vereinbarung mit dem Kreis Lippe steige nach 2013 auf einen dauerhaften Wert von ca. 420.000 €.

Die Investitionen wurden von 8,1 auf 3,4 Millionen Euro verringert, die Entschuldung von ca. zehn auf ca. zwölf Millionen Euro durch die Tilgung der EHZ-Schulden erhöht. Die Herausforderung, so Tiemann, sei jedoch nicht der Haushalt 2010, sondern das Erreichen der schwarzen Null bis 2013. Um dies zu ermöglichen, hat die Verbandsversammlung am 5. Mai 2010 wegweisende Beschlüsse gefasst, die die Grundlage dafür bilden: Weitere Ergebnisverbesserungen im Forstbereich (Weiterführung der Arbeitsgruppe), Ergebnisverbesserung im Immobilienbereich, nachhaltige Einsparungen im Kulturbereich, Überprüfung des Tätigkeitsbereiches und der Investitionen im Staatsbad Meinberg, weiter führendes Engagement im Bereich erneuerbarer Energien. „Die konsequente Umsetzung dieser Beschlüsse“, so Tiemann, „ist die nachhaltige Grundlage für den schrittweisen und dann dauerhaften Ausgleich des Haushaltes.“

 

 

 

Landesverband Lippe baut für Pächter ehemalige Touristinformation in Bad Meinberg zu Bistro um

Lädt mit einer modernen und geschmackvollen Inneneinrichtung zum Verweilen ein: Das neue Bistro und Eiscafé von Frank Roland am Eingang zum Bad Meinberger Kurpark.

Der Eingang zum historischen Kurpark Bad Meinbergs hat an Attraktivität gewonnen: Nach rund viereinhalb Monaten Bauzeit eröffnete Pächter Frank Roland sein neues Eiscafé und Bistro. „Wir freuen uns, dass die Besucher und Kurgäste Bad Meinbergs hier nun ein erweitertes Angebot und – ergänzend zur bisherigen Außengastronomie – rund 30 Sitzplätze im modern und geschmackvoll gestalteten Innenbereich der ehemaligen Touristinformation vorfinden“, kommentierte Kurdirektor Wolfgang Diekmann. Knapp 100.000 Euro hat der Landesverband Lippe über seine Tochter Staatsbad Meinberg GmbH in den Umbau des Gebäudes investiert.

Auf dem Bauprogramm standen der Abbruch von Wänden, die Dämmung und Neuerstellung der Zwischendecken sowie der Einbau neuer Fenster, Türen und Toilettenanlagen. „Kopfzerbrechen hat uns insbesondere der Estrich bereitet“, berichtet Ann-Kathrin Mengersen, zuständige Bauleiterin beim Landesverband Lippe. Um den Fußbodenaufbau nicht stärker als unbedingt notwendig werden zu lassen und gleichzeitig eine Fußbodenheizung mit der erforderlichen Dämmung einbringen zu können, wurden hier schließlich Trockenestrichplatten verlegt.

Raumkonzept, Materialien und technische Ausstattung wurden eng mit dem Pächter abgestimmt, Mobiliar und Einrichtung erwarb dieser selbst neu. „Die Zusammenarbeit mit dem Landesverband Lippe hat hervorragend funktioniert“, freut sich Frank Roland – nicht ohne sich ein kleines Schmunzeln zu verkneifen. Denn hätte sich in dem Baudenkmal von 1926 nicht die eine oder andere Überraschung gezeigt – wie der unebene und viel zu geringe Fußbodenaufbau – hätte man die Umbauarbeiten gerne noch früher in der Saison abgeschlossen. Sein leckeres Eis produziert Frank Roland weiterhin im so genannten „Eislabor“ des gegenüber liegenden Gebäudes, im neuen Bistro können daneben auch kleine Snacks angeboten werden.

Landesverband Lippe setzt bei Baumart Eiche verstärkt auf Pflanzungen

Nehmen eine dreijährige Traubeneiche genauer in Augenschein: Hans-Ulrich Braun, Leiter des Forstmanage-ments des Landesverbandes Lippe (re.), und Günter Harmel, Leiter des Forstreviers Belle. Im Hintergrund ein Areal mit ca. 13-jährigen Traubeneichen, die ebenfalls aus dem benachbarten Saatgutbestand gewonnen und gepflanzt wurden.

Sie sind in dem reich bewachsenen, von Draht umzäunten Areal kaum zu erkennen: Schlanke, karge Äste, an deren Spitze leuchtend grüne Eichenblätter im Sonnenlicht blinken. Drei Jahre sind die Traubeneichen alt, und rund einen halben Meter hoch. Hans-Ulrich Braun, Leiter des Forstmanagements des Landesverbandes Lippe, und Günter Harmel, Leiter des Forstreviers Belle, sind beim Kontrollgang durch das Gatter im Beller Holz sichtlich zufrieden: „Der überwiegende Teil der Traubeneichen, die wir hier in der vergangenen Saison gepflanzt haben, ist gut angewachsen, trotz der Trockenheit im letzten Frühjahr.“

Das Pflanzen von jungen Bäumen ist eine Möglichkeit der Verjüngung von Waldgebieten. Im Rahmen der naturnahen Forstwirtschaft setzt der Landesverband Lippe maßgeblich auf Naturverjüngung: „Sie eignet sich besonders gut für Buche, Ahorn und Esche, auf passenden Standorten auch für Fichte und Lärche. Bei Eichen allerdings muss der Forstwirt gezielt nachhelfen: Als Lichtbaumart benötigt sie viel Sonne, vor allem in der Jugend, und dementsprechende Pflege, um konkurrenzfähig zu bleiben“, erläutert Braun. Das Forstmanagement greife deshalb bei dieser Baumart auf Pflanzungen zurück und schaffe dazu die zwingend benötigten, lichten Flächen. „In der Nähe dieses Standorts befindet sich der einzige, anerkannte Saatgutbestand für Traubeneiche in den Wäldern des Landesverbandes Lippe. Wir haben Eicheln aus dem Areal entnommen, in die Lohnanzucht gegeben und die so gewonnenen, an den Standort angepassten Traubeneichen auf dieser freien Flächen gepflanzt“, ergänzt Harmel.

Allein im Revier Belle habe der Landesverband Lippe in der Saison 2009/2010 18.600 Eichen auf einer Fläche von 3,7 Hektar in den Boden gebracht. „Legt man den Zeitraum seit 1998 zugrunde, kommen wir hier auf rund 54.000 gepflanzte Eichen“, hat Harmel nachgerechnet. Sie sind Teil eines vom Forstmanagement entwickelten, langfristig angelegten Konzepts zur Nachzucht von Eichen auf geeigneten Standorten. „Wir wollen den Anteil an Eiche in den landesverbandseigenen Wäldern langfristig von zehn auf 13 Prozent erhöhen“, erläutert Braun dazu. Eiche sei eine sehr stabile Baumart, die den Klimawandel vermutlich gut ertragen werde. Zudem sei Eichenholz nach wie vor begehrt, sehr dauerhaft und vielseitig einsetzbar. Nicht zuletzt könnten für Eichenholz hohe Preise erzielt werden.

„Den Anteil an Fichte werden wir dagegen reduzieren, von 26 auf 20 Prozent“, führt Braun weiter aus. Die Fichte habe sich nach den Erfahrungen aus dem letzten Jahrzehnt als recht anfällig für Folgen des Klimawandels gezeigt, sei aber für die betriebliche Flexibilität in den Forsten des Landesverbandes Lippe nach wie vor wichtig: „Letztlich sollte ein Forstbetrieb wie ein gut sortiertes Warenlager sein, so dass möglichst jede Nachfrage von Kunden bedient werden kann“, betont Harmel. So werde die Naturverjüngung von Fichte auf den ihr zuträglichen Standorten gefördert, und wo die Naturverjüngung nicht gelingt, Lücken mit Douglasie oder Küstentanne bepflanzt: „Sie gedeihen auch bei Klimaextremen mit größeren Trockenperioden und sind unempfindlicher gegen Borkenkäfer.“

Ziel des Forstmanagements sei, das Verhältnis von Laub- und Nadelholz in den landesverbandseigenen Wäldern zu erhalten und sichere, naturnahe, aber auch wirtschaftlich leistungsfähige Waldbestände heranzupflegen. „Den Wald naturnah bewirtschaften und den umweltfreundlich und nachhaltig erzeugten Rohstoff Holz nutzen – das begünstigt den für Lippe typischen Buchenlaubwald und resultiert in ästhetisch anspruchsvollen Waldlandschaften, die wiederum Wanderer und Spaziergänger ansprechen. So wird der Tourismus in Lippe gefördert.“ Darüber hinaus sichere diese Form der Bewirtschaftung wichtige Arbeitsplätze. Schutzgebietskategorien zu schaffen, die den Menschen aus dem Wald verdammen oder aber vollständig auf die Holznutzung zu verzichten, seien nicht im Sinne von Mensch, Natur und wirtschaftlicher Entwicklung, so die einhellige Meinung der Verantwortlichen beim Forstmanagement.

Mit Blick auf die Baumart Eiche erfülle der Landesverband Lippe schließlich eine ganz besondere Aufgabe: „Nur als großer, leistungsfähiger Forstbetrieb sind wir in der Lage, Eichen in solch großen Beständen nachzuziehen.“ Privatwaldbesitzer, die wirtschaftlich auf die regelmäßige Ernte von Holz angewiesen seien, könnten das nur selten leisten, weil Eichen erst ab einem Alter von 160 Jahren erntereif sind. „Was wir heute hier an jungen Traubeneichen pflanzen, soll dagegen ganz bewusst unseren nachfolgenden Generationen zur Verfügung stehen – so wie das unsere Vorgänger für uns getan haben“, so der Wunsch von Braun und Harmel.

Landesverband Lippe bereitet Sanierung des Staubauwerks am Donoper Teich vor

Wie im Februar 2010 berichtet, haben Undichtigkeiten im Staubauwerk des Donoperteichs in Detmold zu Unterspülungen des historischen Tonnengewölbes und einer dahinter liegenden Brücke geführt. „Im Bereich des Weges ist es wiederholt zu erheblichen Absenkungen gekommen. Um Gefahren für Passanten auszuschließen, haben wir den Fahrzeugverkehr auf dem Weg gesperrt“, bringt Hans-Ulrich Braun, Leiter des für den Donoper Teich zuständigen Forstmanagements beim Landesverband Lippe, die Situation in Erinnerung.

Derzeit würden nun umfangreiche Untersuchungen des Bauwerks durchgeführt. Unter der Leitung des vom Landesverband Lippe beauftragten Ingenieurbüros Redeker, Detmold, hat ein Team aus Wasserbauingenieuren, Geologen, Statikern und Vermessern begonnen, Kleinrammbohrungen und Rammsondierungen im Uferbereich des Teichs und an der Oberfläche der Staumauer durchzuführen. „Dadurch ist es möglich, die Gründung des Bauwerks und den Baugrund in den betroffenen Bereichen detailliert zu erkunden“, erläutert Axel Bley, Leiter Technisches Immobilienmanagement beim Landesverband Lippe. Aufgespürte Hohlräume würden im Zuge der Arbeiten sofort mit speziellen Zementsuspensionen verfüllt. Parallel dazu werden der Teich sowie das in Teilen über 400 Jahre alte Bauwerk vermessen.

„Mit den gewonnen Erkenntnissen kann dann ein maßgeschneidertes Sanierungskonzept erstellt werden“, ergänzt Braun. Abhängig vom Umfang der erforderlichen Maßnahmen und der zugehörigen behördlichen Abstimmungen und Genehmigungsverfahren solle die endgültige Sanierung noch in diesem Herbst oder im kommenden Frühjahr umgesetzt werden.

Landesverband Lippe informiert über Vorgehensweise an den Externsteinen zur Sommersonnenwende 2010

Die Trend zu immer stärker ausufernden Feiern an den Externsteinen in rituell bedeutsamen Nächten –  er konnte zur Walpurgisnacht 2010 erstmals gestoppt werden: Aufgrund des Verbots von Feuer, Zelten und Alkohol kamen statt zuletzt über 2000 nur rund 500 Besucher. Die Partner Landesverband Lippe, Kreispolizeibehörde, Stadt Horn-Bad Meinberg und Schutzgemeinschaft Externsteine e. V. haben sich deshalb darauf verständigt, an ihrem zur Walpurgisnacht 2010 umgesetzten Konzept für die Sommersonnenwende 2010 festzuhalten.

„Unsere Strategie, einige wenige Verbote auszusprechen und so die Externsteine und das umgebende Naturschutzgebiet vor den unkontrollierten Feiern besser zu schützen, ist aufgegangen“, begründet Stephan Radeck, Fachbereichsleiter bei der Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe. Zwischen 300 und 500 Be­sucher seien in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai 2010 zu den Externsteinen gekommen, um ungestört und friedlich zu feiern, zu trommeln und zu tanzen. „Das Partyvolk, das zu Hunderten anzureisen pflegte, um sich dem Alkoholkonsum hinzugeben, ist fern geblieben.“ Aus diesem Grund wolle der Landesverband Lippe in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni 2010 am Verbot von Feuer, Zelten und Alkohol festhalten, um die Feiern für Partyvolk erneut unattraktiv zu machen.

Der Landesverband Lippe hatte aufgrund massiver Belastungen für Natur und Mensch die neue Vorgehensweise zusammen mit seinen Partnern beschlossen: Durchschnittlich 2000 Besucher kamen regelmäßig zu den Feiern und belegten die Wiese vor den Externsteinen komplett mit Zelten, für Lagerfeuer wurden Bäume gefällt und aus Holz gefertigte Einrichtungen zerstört, exzessiver Alkoholkonsum resultierte in Müllbergen am Morgen danach, die Einsatzkräfte vor Ort wurden von angetrunkenen Menschen bedroht, Feuerwerkskörper gezündet und die Natur durch Lärm, Qualm und Fäkalieneintrag geschädigt. Dies, so die einhellige Meinung der Partner, sei vor allem auf die überwältigende Anzahl von Besuchern zurückzuführen gewesen, die lediglich anreisten, um Alkohol zu konsumieren. „Diejenigen, für die die Externsteine im Mittelpunkt standen, fühlten sich zunehmend belästigt und gestört, einige verzichteten sogar zuletzt auf ihre Anreise“, erläutert Radeck dazu.

Für das neue Konzept habe der Landesverband Lippe von Besuchern der Externsteine und Anwohnern aus Horn und Holzhausen-Externsteinen Lob erhalten: „Sie begrüßten die ungewohnte Ruhe in der Nacht und den Zustand von Naturdenkmal und Natur­schutzgebiet am Tag danach.“ Auch unter den Feiernden gab es zahlreiche, positive Reaktionen: „Viele zeigten Verständnis für unsere Maßnahmen und begrüßten, dass erstmals kaum Partyvolk anwesend war.“

Zusätzlich zu den genannten Verboten wird der Parkplatz vom 18. bis 20. Juni jeweils nur bis 18 Uhr geöffnet sein und danach geräumt. Zudem wird ein Sicherheits­dienst erneut nach genauen Vorgaben von Landesverband Lippe und Kreispolizei für Ordnung und Sicherheit rund um die Externsteine sorgen.  „Wir hoffen, mit diesen Maßnahmen wieder das Partyvolk fern halten zu können und damit deutlich weniger Belastungen für Denkmal und Naturschutzgebiet sowie weniger Müll und Unrat am Morgen danach zu haben“, so Radeck. „Besucher, die zur Sommersonnenwende zu den Externsteinen kommen, weil sie ihre besondere Atmosphäre als mythisch-sakralen Ort schätzen, wollen wir aber auch in der Nacht der Sommersonnenwende den Zugang ermöglichen.“

Zwar haben einige wenige dieser spirituell interessierten Besucher Kritik an den Maßnahmen geübt: „Doch wir sind überzeugt, dass die Durchsetzung der Verbote in diesem Jahr langfristig zum ihrem Vorteil sind.“  Denn das Ziel der vier Partner sei, den Charakter der Treffen zu ihrem Ursprung zurückzuführen und friedlich feiernden, spirituell inspirierten Menschen die Möglichkeit zu geben, die Walpurgisnacht oder die Sommer­sonnen­­wende an den Externsteinen zu genießen.

Verbandsvorsteher Andreas Kasper verzichtet auf Rechtsmittel gegen seine Abwahl

Lemgo, 31. Mai 2010. Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper hat nach seiner, am 19. Mai 2010 erfolgten, einstimmigen Abwahl, vom Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen seine Ab­berufungsverfügung erhalten.

Er hat gegenüber dem Ministerium und dem Landesverband Lippe schriftlich erklärt, dass er darauf verzichtet, Rechtsmittel gegen die Abberufungsverfügung einzulegen. Damit ist der Weg für das Ausschreibungsverfahren für eine/n neue/n Landesverbandsvorsteher/in frei: „Landes­verbands­versammlung und Verbandsleitung werden nun unverzüglich das vorbereitete Ausschreibungs­verfahren einleiten“, kündigte Klaus Stein, Allg. Vertreter des Verbandsvorstehers, an. Dabei solle erstmals ein Personalberatungsunternehmen mit eingebunden werden, das sowohl die Bewerbungen auf die üblichen Anzeigenschaltungen auswerten als auch eigene Vorschläge zur Besetzung der Position unterbreiten soll.

 

 

 

Bauarbeiten für Informationszentrum an den Externsteinen haben begonnen

Die Eröffnung des neuen Informationszentrums an den Externsteinen rückt in greifbare Nähe: Am heutigen Mittwoch, dem 26. Mai 2010,  gaben der Landesverband Lippe, die Schutzgemeinschaft Externsteine e. V. und die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege den Startschuss für den Baubeginn der Einrichtung.

„Das Informationszentrum soll ein zentraler Anlaufpunkt für Besucher sein, die sich über das Denkmal informieren und Näheres über die Eigenarten und die Bedeutung der umgebenden Natur erfahren wollen“, erläuterte Klaus Stein, Allg. Vertreter des Verbandsvorstehers und Geschäftsführer der Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe. Neben der verbesserten Information erhoffe sich der Landesver­band Lippe außerdem eine optimierte Besucherlenkung: „Nur so können wir die Erhaltung, den Schutz und die Pflege der Externsteine mit dem einzigartigen Kreuzabnahmerelief und dem rund 125 Hektar großen Naturschutzgebiet auch in Zukunft garantieren. Sie sind ein bedeutendes Natur- und Kulturdenkmal von europäischem Rang, das auch für nachfolgende Generationen bewahrt werden muss.“

Das Informationszentrum entsteht am Zugang zu den Externsteinen, in direkter Nachbarschaft zur Gaststätte an den Externsteinen, im dem ehemaligen „Rucksackraum“, skizzierte Axel Bley, Leiter Technisches Immobilienmanagement beim Landesverband Lippe. „Das Gebäude öffnet sich mit einem gläsernen Foyer, für das wir einen Teil des bestehenden Dachs sozusagen bis in die Neigung der gegenläufigen Dachfläche aufklappen.“ Dadurch entstehe ein großzügiger Eingangsbereich. In diesem Bereich werden ein Informationsschalter mit einem Schreibtisch-Arbeitsplatz und ein kleiner Shop eingerichtet. Im dahinter liegenden Raum wird eine frei zugängliche Ausstellung die Kultur- und Naturgeschichte der Externsteine darstellen und geologische Besonderheiten der Externsteine in einer spannenden Reise durch die Epochen präsentieren. Der architektonische Entwurf für den Umbau des Gebäudes und die Gestaltung von Foyer und Ausstellung stammen vom Büro Dr. Hermanns – Ausstellung Medien Transfer (Münster), das den Wettbewerb für die Ausstellungsgestaltung gewann.

„Die Baukosten belaufen sich auf rund 500.000 Euro, insgesamt sind für das Projekt aber Investitionskosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro anzusetzen“, betonte Stein. Ohne die Kooperation mit der Schutz­gemeinschaft Externsteine e. V. und die großzügige Förderung durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege sei das Projekt deshalb nicht umsetzbar gewesen. „Die NRW-Stiftung stellt auf Anregung der Schutzgemeinschaft Externsteine e.V. für den kulturhistorischen Teil der Ausstellung im Informationszentrum einen Zuschuss von bis zu 250.000 Euro zur Verfügung, beiden Partnern gebührt dafür großer Dank.“

„Gern helfen wir mit unserer Förderung, mehr Informationen für die zahlreichen Besucher aufzuarbeiten“, begründete Mona Wehling, Kulturreferentin der NRW-Stiftung das Engagement. „Außerdem liegen die Externsteine inmitten eines bedeutsamen Naturschutzgebietes, und hinter dem Vorhaben steht ein engagierter Verein.“ „Auch wir freuen uns natürlich sehr darüber, dass wir heute den Baubeginn für das Informationszentrum ankündigen können“, ergänzte Peter W. Reipschläger, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Externsteine e.V. Erst die Unterstützung der NRW-Stiftung habe die inhaltliche Gestaltung und medientechnische Ausstattung des Zentrums sicher gestellt, „der Förderbescheid vom 10. Juli 2009 war Auslöser für die Freigabe des Projekts zur Feinplanung.“ Als weitere unerlässliche Voraussetzung hob Reipschläger die Entschlossenheit des Landesverbandes Lippe hervor, den Projektvorschlag umzusetzen: „Ohne diese Bereitschaft wären wir heute nicht hier.“ Die Schutzgemeinschaft Externsteine e. V. habe seit ihrer Gründung vor zehn Jahren das vorrangige Ziel, die Externsteine mit der sie umgebenden Natur als Kultur-, Boden- und Naturdenkmal zu fördern und zu schützen. „Die Aufwertung durch ein qualifiziertes Informationsangebot und durch optimierte Rahmenbedingungen für die Besucher ist ein entscheidender Bestandteil des Schutzes“, so Reipschläger.

„Für den naturkundlichen Teil der Ausstellung und den Naturerlebnispfad erhalten wir außerdem eine Förderung aus EFRE-Mitteln der Europäischen Union in Höhe von rund 300.000 Euro“, hob Stein hervor. Ein weiterer, unverzichtbarer Kooperationspartner sei zudem die Biologische Station Lippe – sie begleite neben der Schutzgemeinschaft e. V. die Planungen für den Naturerlebnispfad mit GPS-Anbindung, der an so ge­nannten VIN-Points – Very Interesting Nature – die Lebensräume der oftmals geschützten Tiere und Pflanzen, die im Naturschutzgebiet Externsteine vorkommen, erlebbar machen soll. „Noch in diesem Jahr soll mit den Arbeiten für den Pfad begonnen werden.“ Das Konzept für die Ausstellung im Informationszentrum wurde von Dr. Christiane Ruh­mann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn, entwickelt und gemeinsam mit einem Arbeitskreis er­arbeitet; zu den Ausstellungstexten trugen auch Professor Rainer Springhorn vom Lippischen Landesmuseum, Lydia Bünger und Roland Linde bei. Für das Gestaltungskonzept zeichnet das Büro Dr. Hermanns verantwortlich: „Bei der gestalterischen Umsetzung arbeiten das Lippische Landesmuseum, die Schutzgemeinschaft Externsteine e.V. und das Büro Dr. Hermanns eng zusammen.“

Stephan Radeck, Fachbereichsleiter bei der Denkmal-Stiftung, freut sich auf die Attraktivierung des Umfelds der Externsteine: „Wir werden künftig regelmäßige Erlebniswanderungen und thematisch zugeschnittene Führungen anbieten, die das hier vorgestellte Konzept abrunden und den jährlich rund eine halbe Million Gästen – Schulklassen, Erholungssuchende, Tagestouristen und Urlauber – einen deutlichen Mehrwert bringen.“ Durch die Optimierung von Besucherinformation und -lenkung könnten Radeck und sein Team aus Mitarbeitern des Landesverbandes Lippe und ehrenamtlichen Erlebnisführern die Verbindung von Kultur und Natur am „Publikumsmagneten Externsteine“ noch bewusster machen.

 

 

Landesverband Lippe weist Äußerungen von Landrat Friedel Heuwinkel zur Zukunft des Landesverbandes Lippe zurück

Lemgo, 20. Mai 2010. Mit völligem Unverständnis haben die Fraktionen des Landesverbandes Lippe die Äußerungen von Landrat Friedel Heuwinkel zur Zukunft des Landesverbandes Lippe in einem Interview mit Radio Lippe am heutigen Tag zur Kenntnis genommen. „Landrat Heuwinkel regt u. a. in diesem Interview an, dass die Landesverbandssammlung aufgelöst und ihre Entscheidungen vom Kreistag getroffen werden. Dieser Angriff auf das durch die Lippischen Punktationen und das Gesetz über den Landesverband Lippe legitimierte Parlament ist nicht zu akzeptieren“, teilen die Fraktionen der Landesverbandes­versammlung und der Allgemeine Vertreter des Landesverbandes Lippe, Klaus Stein, einhellig mit.

Eine Auflösung oder Angliederung des Landesverbandes Lippe an den Kreis Lippe sei mit der Landesverbandsversammlung nicht umsetzbar: „Wir stellen uns geschlossen vor den Landesverband Lippe und seine Mitarbeiter. Wir sind überzeugt, dass nur ein autarkes Parlament wie die Landesverbandsversammlung sicherstellen kann, dass sich die Lipper mit den Vermögenswerten des einstigen Landes Lippe, für die der Landesverband Lippe als Sachwalter fungiert, auch in Zukunft identifizieren können. Ebenso sind wir überzeugt, dass der Landesverband Lippe mit seinen engagierten Mitarbeitern weiterhin wirtschaftlich und effizient arbeitet und die Erfüllung seiner Aufgaben zum Wohle Lippes auch in Zukunft garantieren wird.“

Die Verbandsversammlung und die Verbandsleitung laden Landrat Heuwinkel zu einer kurzfristig stattfindenden Sondersitzung der Verbandsversammlung ein: „Wir sind offen für die Vorschläge des Landrats und würden diese gern gemeinsam mit ihm diskutieren.“

Landesverbandsversammlung beschließt Abwahl des Verbandsvorstehers Andreas Kasper

Auf ihrer heutigen Sitzung hat die Landesverbandsversammlung einstimmig für die Abwahl des Verbandsvorstehers Andreas Kasper votiert. Kasper wurde damit nach den gesetz­lichen Möglichkeiten als Verbandsvorsteher abberufen. Der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen als Dienstvorgesetzter muss nun die Abberufungsverfügung erlassen. Nach ihrer Rechts­wirk­samkeit wird der Landesverband Lippe unverzüglich das Ausschreibungsverfahren für eine(n) neue(n) Verbandsvorsteher(in) einleiten.

Für die Interimszeit übernimmt der Allgemeine Vertreter des Verbandsvorstehers, Klaus Stein, die Aufgaben der laufenden Verwaltung verantwortlich. Er nimmt die Funktion des Verbandsvorstehers in dieser Zeit vollständig wahr. Ausgenommen hiervon sind die Leitung der Sitzungen der Verbands­versam­mlung sowie ihrer Ausschüsse und die Repräsentation. Diese Aufgaben werden durch die stellvertretenden Verbandsvorsteher Moritz Ilemann, Friedrich-Wilhelm Nagel, Hans Brinkmann und Gudrun Hundertmark wahrgenommen.

„Die Mitarbeiter des Landesverbandes Lippe werden aktuell anstehende Projekte in diesem Zeitraum konsequent und zum Wohle aller Lipperinnen und Lipper fortführen und dabei von den stellvertretenden Verbandsvorstehern und den Verbandsabgeordneten nachhaltig unterstützt“, betonte Stein nach der Verbandsversammlung. Wichtig sei, den unter Andreas Kasper begonnenen Veränderungen von Strukturen und Arbeitsprozessen sowie getroffenen, zum Teil zukunftsweisenden Entscheidungen Kontinuität zu verleihen.

„Priorität hat dabei die Konsolidierung des Haushaltes des Landesverbandes Lippe“, erläutert Stein dazu. Eine Analyse der Finanzen habe gezeigt, dass der Landesverband Lippe trotz weitgehender Entschuldung und erheblich verbesserter Finanzlage Gefahr laufe, durch ein weiterhin bestehendes strukturelles Defizit im operativen Geschäft auf lange Sicht angelegte Rück­lagen im Zukunfts- und Pensionsfonds aufzubrauchen. „Um dieses Szenario zu vermeiden, hat die Verwaltung einen Maßnahmenplan zur Konsolidierung erarbeitet, der auf der Verbandsversammlung am 5. Mai 2010 von der Landesverbandsversammlung einstimmig verabschiedet wurde und dessen Umsetzbarkeit nun in der Verwaltung geprüft und diskutiert wird.“ Ziel sei, alle geplanten Projekte auf die nachhaltige Erhaltung der wirtschaftlichen Grundlagen erneut abzustimmen und in den nächsten Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

Dabei spiele die vorbereitete Vereinbarung zwischen dem Landesverband Lippe und dem Kreis Lippe über die Neuordnung der Aufgabenwahr­nehmung in den Bereichen Kultur, Erholungszentrum Schieder GmbH, Tourismus und Marketing eine große Rolle: Kreistagsfraktionen und Landes­verbands­versammlung wollen den Entwurf als Arbeits- und Beratungsgrundlage nutzen und Ende Juni 2010 abschließend über die Vereinbarung entscheiden. „Eine Entflechtung der Kulturaufgaben zwischen Kreis Lippe und Landesverband Lippe ist sinnvoll. Voraussetzung für die Umsetzung dieser Vereinbarung ist, dass die finanzielle Leistungs­fähigkeit des Landesverbandes Lippe nicht in Frage gestellt wird“, betont Stein. Er geht davon aus, dass auf der Verbandsversammlung am 30. Juni 2010 die Haushaltssatzung 2010 des Landesverbandes Lippe verabschiedet werden kann.

„Weiteres Augenmerk richten wir derzeit auf die beabsichtigte Fortsetzung der Beteiligung an der Lippe Tourismus und Marketing AG, deren Konsortialvertrag vorläufig bis zum 31.12.2010 befristet ist, sowie auf die Schaffung optimierter Strukturen in den Bereichen Forst, Staatsbad Meinberg und Kultur“, so Stein weiter. So werde vor allem der Bereich Kultur vor neue Herausforderungen gestellt: Derzeit berate ein wissenschaftlicher Beirat über die Neukonzeption des Lippischen Landesmuseums, ein neues Sammlungs- und Magazinkonzept für die Einrichtung sei zudem in Arbeit. Ferner erarbeite ein Arbeitskreis Kultur parallel Vorschläge zur einer verbesserten Struktur und Organisation der Kultureinrichtungen des Landesverbandes Lippe: „Ein wesentliches Ziel dieser Beratungen ist, das Weserrenaissance-Museums in veränderten Organisationsstrukturen zu erhalten.“

Projekte wie der Um- und Neubau des Magazins der Lippischen Landesbibliothek sowie der Übernahme der Landeskirchenbibliothek und der Kooperation mit der Hochschule für Musik Detmold oder die Errichtung des neuen Informationszentrums an den Externsteinen würden von den Mit­arbeitern des Landesverbandes in gewohnter Qualität und mit großem Engagement fortgeführt. „Der Landesverband Lippe wird auch in der Interimszeit seiner Verant­wortung als Kulturdienstleister und Sachwalter in hohem Maße gerecht werden“, so Stein abschließend.

Landesverband Lippe zieht positive Bilanz der Walpurgisnacht 2010 an den Externsteinen

Der Landesverband Lippe zieht ein eindeutig positives Fazit zur Walpurgisnacht 2010 an den Externsteinen: Weniger Besucher, weniger Belastungen für Denkmal und Naturschutzgebiet, weniger Müll und Unrat am Morgen danach. „Unsere Strategie, die Externsteine vor den zunehmend ausufernden Feiern zu schützen, und deshalb Zelte, Alkohol und Feuer zu verbieten sowie den Parkplatz zu sperren, ist aufgegangen: Zwischen 300 und 500 Be­sucher kamen in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai 2010 zu den Externsteinen, um friedlich zu feiern, zu trommeln und zu tanzen“, erklärt Klaus Stein, Geschäftsführer der zuständigen Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe

Der Landesverband Lippe hatte sich zu dieser neuen Strategie durchgerungen, weil die Feiern in den vergangenen Jahren ausuferten: Durchschnittlich 2000 Besucher kamen regelmäßig und belegten die Wiese vor den Externsteinen komplett mit Zelten, für Lagerfeuer wurden Bäume gefällt und aus Holz gefertigte Einrichtungen zerstört, exzessiver Alkoholkonsum resultierte in Müllbergen am Morgen danach, die Einsatzkräfte vor Ort wurden von angetrunkenen Menschen bedroht, Feuerwerkskörper wurden gezündet und die Natur wurde durch Lärm, Qualm und Fäkalieneintrag geschädigt. „Diesen Trend konnten wir dieses Jahr erstmals stoppen. Großer Dank gilt dabei unseren Partnern, die vor Ort halfen, das neue Konzept umzusetzen: Die Kreispolizeibehörde, das Ordnungsamt der Stadt Horn-Bad Meinberg, die Schutzgemeinschaft Externsteine e.V. sowie der von uns engagierte Sicherheits­dienst, der nach genauen Vorgaben von Landesverband Lippe und Kreispolizei für Ordnung und Sicherheit rund um die Externsteine sorgte“, betont Stephan Radeck, Fachbereichsleiter bei der Denkmal-Stiftung.

Von Besuchern der Externsteine an den Tagen nach der Walpurgisnacht, aber auch von Anwohnern aus Horn und Holzhausen-Externsteinen erhielt der Landesverband Lippe Lob für das neue Konzept: „Sie begrüßten die ungewohnte Ruhe in der Nacht und den Zustand von Naturdenkmal und Natur­schutzgebiet am Feiertag danach – traditionell ein Tag, der von Lippern und Touristen für einen Ausflug zu den Externsteinen genutzt wird.“

Bei ihrer ersten Arbeitsbesprechung nach der Walpurgisnacht 2010 zeigten sich auch die Partner des Landesverbandes Lippe zufrieden mit dem Verlauf der friedlichen Feiern. Obwohl die anwesenden Besucher gegen Mitternacht mehrfach versuchten, ein zentrales Feuer zu entzünden, gelang es den Einsatzkräften, sie im Gespräch von der Notwendigkeit dieses Verbots zu überzeugen: „Unser Ziel war, gerade auch mit dem Feuerverbot das Partyvolk, das sich bislang lediglich zum Alkoholkonsum an den Externsteinen einfand, fern zu halten. Viele der Anwesenden zeigten Verständnis für unsere Maßnahmen und begrüßten, dass erstmals kaum Partyvolk anwesend war.“ Im Schein von zugelas­senen Teelichtern und beim Klang der Trommeln konnten sie die Walpurgisnacht 2010 genießen.

Die Scheinwerfer des THW, die aus Sicherheitsgründen die Umgebung der Externsteine aus­leuchteten, wurden ab Mitternacht schrittweise herunter gefahren, die Beeinträchtigungen für die Vogelwelt fielen dadurch nach Einschätzung von vor Ort anwesenden Naturschützern sehr gering aus. „In der aufziehenden Dämmerung haben wir die Scheinwerfer auf die Externsteine selbst gerichtet, was bei vielen Besuchern großen Anklang fand“, ergänzt dazu Radeck.

Der Arbeitskreis der Partner berate nun, ob und in welchem Umfang die neue Strategie zur Sommer­sonnenwende –  die Nacht vom 20. auf den 21. Juni 2010 –  Anwendung finden soll. Dabei ist es Radeck wichtig hervorzuheben, dass die Verbote eine wichtige Maßnahme sind, um Nächte wie die Walpurgisnacht und die Sommersonnenwende für das Partyvolk unattraktiv zu machen. „Jenen, die ein spirituelles Interesse an den Externsteinen haben, wollen wir auch in Zukunft den Zugang zu dem Naturdenkmal in diesen Nächten ermöglichen. Wir haben von den Besuchern der Walpurgisnacht 2010 Anregungen und Tipps dazu bekommen, die wir ernst nehmen und in der Diskussion berück­sichtigen werden.“

Landesverband Lippe informiert über neue Vorgehensweise an den Externsteinen

Wollen ausufernde Feiern zur Walpurgisnacht oder Sommersonnenwende an den Externsteinen künftig gemeinsam verhindern und das Naturdenkmal für die Lipper, ihre Gäste und nachfolgende Generationen bewahren (v. l.): Gerhard Bein (Beigeordneter der Stadt Horn-Bad Meinberg), Stephan Radeck (Fachbereichsleiter Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe), Klaus Stein (Allg. Vertreter des Verbandsvorstehers des Landesverbandes Lippe und Geschäftsführer der Denkmal-Stiftung), Friedel Heuwinkel (Landrat Kreis Lippe und Chef der Kreispolizeibehörde) sowie Robin Jähne (Schutzgemeinschaft Externsteine e. V.).

Die Externsteine zählen zu den bekanntesten Natur- und Kulturdenkmälern Deutschlands – und sind als mythisch-sakraler Ort mit ihrer ganz besonderen Atmosphäre ein Anziehungspunkt in Nächten wie der Walpurgisnacht oder der Sommersonnenwende. Den zunehmend ausufernden, unorganisierten Feiern in diesen Nächten will der Landesverband Lippe als Sachwalter des einmaligen Naturdenkmals künftig anders begegnen als bisher.

„Viele Jahre lang trafen sich zur Walpurgisnacht oder Sommersonnenwende friedlich feiernde, spiri­tuell inspirierte Menschen, um zu trommeln, zu musizieren und zu tanzen“, erklärte Klaus Stein, Allg. Vertreter des Landesverbandsvorstehers des Landesverbandes Lippe. „Der Charakter dieser Treffen hat sich in den letzten Jahren stark verändert“, so Stein weiter. „Es finden sich immer mehr Menschen ein, die scheinbar nur eine Gelegenheit suchen für Drogen- und Alkoholkonsum“, erläuterte dazu Stephan Radeck, Fachbereichsleiter bei der Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe. „Viele Menschen, die aus spirituellen Gründen zu den Externsteinen kommen, verzichten zunehmend auf ihre Anreise“, bedauert Radeck. So hätten sich zur Walpurgisnacht 2009 rund 2000 Menschen eingefunden, die Unmengen an Müll, verbrannte Bäume, zerstörte Zäune, zahlreiche Fremdkörper im Boden sowie Fäkalien- und Urineinträge in der Natur hinterließen. 500 Zelte seien aufgeschlagen worden, 700 Fahrzeuge hätten den Parkplatz unpassierbar gemacht. Hinzu kamen neun Notarzteinsätze, die Einsatzkräfte vor Ort wurden bedroht.

Bislang habe der Landesverband Lippe die feiernden Besucher geduldet, obwohl nach dem Bundes­naturschutzgesetz und der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Horn-Bad Meinberg Zelten und Feuer nicht erlaubt sind. „Auch informiert seit vielen Jahren ein Aushang über das richtige Verhalten im Naturschutzgebiet Externsteine“, konstatierte Radeck. Das Lagern, Zelten, Abstellen von Wohnwagen sowie Feuer oder Feuerwerkskörper ist demnach nicht gestattet. „Dennoch war uns wichtig, Interessierten den Zugang zu dem Naturdenkmal während der Walpurgisnacht und der Sommersonnenwende nicht zu ver­schließen, dabei wurden wir von Einsatzkräften der Kreispolizeibehörde und der Stadt Horn-Bad Meinberg sowie von Rettungskräften und Mitgliedern der Schutzgemeinschaft Externsteine e. V. und der Biologischen Station stets tatkräftig unterstützt.“

Das Ausmaß an Schäden, aber auch neue, infrastrukturelle Planungen für die Externsteine hätten zu einem Umdenken geführt. „Wir werden 2010 ein Informationszentrum an den Externsteinen eröffnen, um die Besuchergruppen noch besser zu lenken, zu informieren und für die Bewahrung des Natur­denkmals und den Schutz der umgebenden Fauna und Flora zu sensibilisieren“, kündigte Stein an. Zum Konzept gehörten auch ein Naturerlebnispfad sowie Führungen und Erlebniswanderungen. „Nicht organisierte, ausufernde Feiern, die das Denkmal, seine Besucher und die Fauna und Flora im umgebenden Naturschutzgebiet nachhaltig beinträchtigen, stören und belasten, können unter diesem Gesichtspunkt nicht mehr toleriert werden“, unterstrich Stein.

Der Landesverband Lippe werde deshalb Zelten und Feuer nicht mehr zulassen und ein Alkoholverbot aussprechen. Zusätzlich werde der Parkplatz gesperrt, um dort Lagern, Übernachten und Zelten zu verhindern und die damit verbundenen negativen Folgen für Fauna und Flora auszuschließen. Der Parkplatz werde täglich um 22 Uhr geschlossen, an den Tagen vor den betreffenden Nächten bereits um 17 Uhr, an den betreffenden Tagen selbst ganztägig. Der Landesverband Lippe werde bei seinen Maßnahmen von der Kreispolizeibehörde, der Stadt Horn-Bad Meinberg sowie der Schutzgemein­schaft Extern­steine e. V. unterstützt. Alle Partner setzen Ordnungskräfte ein, um die Verbote im mög­lichen Rahmen nachzuhalten, von Leibesvisitation u. ä. aber werde abgesehen. Ziel der vier Partner sei es, den Charakter der Treffen wieder zu ihrem Ursprung zurückzuführen und friedlich feiernden, spirituell inspirierten Menschen die Möglichkeit zu geben, zur Walpurgisnacht und zur Sommer­sonnen­­wende die besondere Atmosphäre der Externsteine zu genießen.

„Die Externsteine sind ein natur- und kulturhistorisch einmaliges Denkmal von europäischem Rang, sie müssen, wie auch das umgebende Naturschutzgebiet, für Menschen, die diesen mystisch-sakralen Ort schätzen und lieben, für Touristen und Gäste aus der ganzen Welt und für nachfolgende Genera­tionen erhalten werden“ verdeutlichte Landrat Friedel Heuwinkel als Chef der Kreispolizei­behörde Lippe. „Dabei ist es wichtig, die Externsteine nicht zu versperren, aber ausufernde Feiern zu ver­hindern“ so Heuwinkel weiter. „Die unorganisierten Treffen an den Externsteinen sind auch für die Bevölkerung Horn-Bad Meinbergs zunehmend zu einer Belastung geworden“ ergänzte Gerhard Bein, Beigeordneter der Stadt Horn-Bad Meinberg, in Vertretung für den Bürgermeister. „Wir werden wie in den vergangenen Jahren die umliegenden Straßen sperren sowie ein beidseitiges Parkverbot auf der Externsteiner Straße und das Verbot von offenem Feuer mit der Unterstützung der Polizei und mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes durchsetzen“, informierte Bein. Die Stadt Horn-Bad Meinberg begrüße das Verbot von offenem Feuer und Zelten mit Blick auf die Ordnungsbehördliche Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

Als Verein, der den Schutz der Externsteine und des Naturschutzgebietes mit seinen seltenen Tier- und Pflanzenarten zum Ziel hat, begrüße auch die Schutzgemeinschaft Externsteine e. V. die künftige Vorgehensweise des Landesverbandes Lippe. „Wir wollen mit mehreren freiwilligen, ehrenamtlichen Helfern vor Ort sein“ sagte Robin Jähne von der Schutzgemeinschaft Externsteine e. V., „die Menschen vor Ort über die schützenswerte Natur aufklären und das an den Externsteinen lebende Uhu-Paar erneut schützen.“

 

 

Landesverbandsversammlung stellt Antrag auf Abwahl von Verbandsvorsteher Andreas Kasper

Dem Landesverband Lippe ist am 30. März 2010 ein Antrag auf Abwahl des amtierenden Landesverbandsvorstehers, Andreas Kasper, zugestellt worden. Er ist von neun Landes­verbandsabgeordneten unterzeichnet, ein Abgeordneter konnte aufgrund von Abwesenheit nicht unterzeichnen. Die gesetzliche Vorschrift, dass ein Antrag auf Abwahl von der Mehrheit der gesetz­lichen Zahl der Mitglieder der Verbandsversammlung gestellt werden muss, ist damit erfüllt.

Da zwischen dem Eingang des Antrages und der Abwahl nach dem Gesetz über den Landesverband Lippe eine Frist von mindestens sechs Wochen verstreichen muss, haben sich die Verbandsabge­ordneten darauf geeinigt, den Antrag auf einer außerordentlichen Verbandsversammlung am 19. Mai 2010 zur Abstimmung zu stellen.

Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper ist vom 31. März bis zum 19. Mai 2010 in Urlaub. Seine Aufgaben nehmen in dieser Zeit der alleinige Allgemeine Vertreter Klaus Stein, Leiter der Hauptabteilung des Landesverbandes Lippe, sowie die vier stellvertretenden Verbandsvorsteher wahr. Dabei leitet Stein die Verwaltung des Landesverbandes Lippe: Er vertritt Kasper in diesem Bereich vollständig, er nimmt demzufolge alle Geschäfte des Verbandsvorstehers wahr. Die repräsentativen Verpflichtungen des Verbandsvorstehers sowie die Leitung der Sitzungen der Verbandsversammlung und ihrer Ausschüsse obliegen in diesem Zeitraum den stellvertretenden Verbandsvorstehern Moritz Ilemann, Friedrich-Wilhelm Nagel, Hans Brinkmann und Gudrun Hundertmark.

„Es ist das erklärte Ziel der stellvertretenden Verbandsvorsteher, der Verbandsabgeordneten und der Mitarbeiter des Landesverbandes Lippe, die aktuellen Projekte und Planungen auch in diesem Zeitraum konsequent und zum Wohle des Verbandes und der Region Lippe fortzuführen“, betont Stein. „Ich setze auf Kontinuität.“ Unter dem amtierenden Landesverbandsvorsteher Kasper seien zukunftsweisende Entscheidungen getroffen und Veränderungen von Strukturen und Arbeitsprozessen initiiert worden, die es gelte, mit großem Engagement fortzuführen.

„Aktuell liegt das größte Augenmerk auf der Konsolidierung des Haushaltes des Landesverbandes Lippe“, erläutert Stein dazu. Ein Analyse der Finanzen habe gezeigt, dass der Landesverband Lippe trotz weitgehender Entschuldung und erheblich verbesserter Finanzlage Gefahr laufe, durch ein weiterhin bestehendes strukturelles Defizit im operativen Geschäft auf lange Sicht angelegte Rück­lagen im Zukunfts- und Pensionsfonds aufzubrauchen. „Um dieses Szenario zu vermeiden, hat die Verwaltung einen Maßnahmenplan zur Konsolidierung erarbeitet, dessen Umsetzbarkeit derzeit in der Verbandsversammlung als auch in der Verwaltung geprüft und diskutiert wird.“ Ziel sei, alle geplanten Projekte auf die nachhaltige Erhaltung der wirtschaftlichen Grundlagen erneut abzustimmen und in den nächsten Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

Dabei spiele auch eine vorbereitete Vereinbarung zwischen dem Landesverband Lippe und dem Kreis Lippe über die Neuordnung der Aufgabenwahr­nehmung in den Bereichen Kultur, Erholungszentrum Schieder GmbH, Tourismus und Marketing eine große Rolle: Die Kreistagsfraktionen und die Landes­verbandsversammlung wollen den Entwurf als Arbeits- und Beratungsgrundlage nutzen und Ende Juni 2010 abschließend über die Vereinbarung entscheiden. „Eine Entflechtung der Kulturaufgaben zwischen Kreis Lippe und Landesverband Lippe ist sinnvoll. Voraussetzung für die Umsetzung dieser Vereinbarung ist, dass die finanzielle Leistungs­fähigkeit des Landesverbandes Lippe nicht in Frage gestellt wird“, betont Stein. Er geht davon aus, dass damit auch Ende Juni 2010 die Haushaltssatzung 2010 des Landesverbandes Lippe verabschiedet werden kann.

„Ungeachtet dessen stellen die Mitarbeiter des Landesverbandes Lippe sicher, das eingeleitete Projekte wie der Um- und Neubau des Magazins der Lippischen Landesbibliothek, die Errichtung des neuen Informationszentrums an den Externsteinen oder die Organisation der Veranstaltungssaison  2010 auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal im vorgegebenen Zeitrahmen und in gewohnter Qualität fortgeführt und fertig gestellt werden“, so Stein weiter. „Ebenso wird weiter an neuen Struk­turen der Kultureinrichtungen und der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe sowie des Staats­bades Meinberg gearbeitet.“ Der Landesverband Lippe werde auch in dieser Zeit seiner Verant­wortung als Kulturdienstleister und Sachwalter in hohem Maße gerecht werden. „Auch 2010 ist für den Landesverband Lippe ein bedeutendes und wichtiges Jahr, in dem wesentliche Weichen für die Zukunft gestellt werden.“

 

 

 

Kulturagentur des Landesverbandes Lippe stellt Programm 2010 auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal vor

Freuen sich auf gefüllte Ränge: Die Organisatoren der Waldbühnen-Saison 2010 (v. l.) Ralf Noske, Leiter der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, Klaus Stein, Allg. Vertreter des Verbandsvorstehers des Landesverbandes Lippe und Jan Wisomiersky, Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, sowie Birgit Dabbert und Günter Weigel von der LTM AG, Kooperationspartner des Landesverbandes Lippe bei der Organisation des Kulturprogramms Hermann 2010 – die Veranstaltungen der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal sind Bestandteil des Kulturprogramms Hermann 2010.

Ob Theater- oder Filmkunst, ob Percussionshow oder Revue, ob Schlager- oder Comedyabend, ob Rock- oder Klassikkonzert – das hochkarätige Programm 2010 der Lippischen Kulturagentur auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal hält für jeden Geschmack und fürjede Abendgestaltung etwas bereit.

Nach der erfolgreichen Eröffnung im letzten Jahr mit den „Jungen Tenören“, der „OWL Kulturbühne“, „Extrabreit“ und vielen anderen Highlights, hat sich die Waldbühne als Veranstaltungsort im Lipperland erfolgreich etabliert. „Nicht immer waren unsere Konzerte ausverkauft. Aber darauf kommt es nicht an. Als der Kultur-Dienstleister für Lippe ist dem Landesverband Lippe wichtig, das Spektrum des kulturellen Angebots in der Region zu erweitern und so kulturelle Vielfalt zu ermöglichen“, so Klaus Stein, Allgemeiner Stellvertreter des Landesverbandsvorstehers. Diese Maxime gelte auch für die Saison 2010.

Ralf Noske, Leiter der Lippischen Kulturagentur, freut sich über das diesjährige Programm auf der Waldbühne: „Die Kulturagentur hat diese Saison ein hochkarätiges und vor allem vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Ein ganz besonderes Highlight ist unser diesjähriges Eröffnungskonzert, denn das legendäre Orchestra Buena Vista Social Club wird auf der Waldbühne gastieren.“

Das Eröffnungskonzert mit dem „Orchestra Buena Vista Social Club“ findet am Samstag, 15. Mai 2010, statt. Die vier Solisten und grandiosen Musiker Guajiro Mirabal, Manuel Galbán, Jesús „Aguaje“ Ramos und Barbarito Torres werden eine große Band um sich scharen und zusammen ein musikalisches Feuerwerk aus Funk, Cuban Jazz, Boleros, Samba, Son und Cha Cha gestalten.

Es warten jedoch noch weitere Highlights auf die Lipperinnen und Lipper: Neben der Potsdamer Theatergruppe „Poetenpack“, der Gruppe „Power Percussion“, der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg, werden u.a. auch die Newcomerband „Luxuslärm“ und „Fools Garden“ den Weg zum Hermann finden.

Die Vorbereitungen für die Durchführung des Programms laufen in der Lippischen Kulturagentur bereits auf Hochtouren. Der Ticketverkauf ist jüngst gestartet: „Besonders für die Eröffnungsveranstaltung mit dem Orchestra Buena Vista Social Club, Luxuslärm, Brunner&Brunner und Fools Garden empfehlen wir, sich Karten im Vorverkauf zu sichern“, informiert Jan Wisomiersky, der in der Kulturagentur für die Veranstaltungsorganisation auf der Waldbühne zuständig ist. Karten gibt es in den Vorverkaufsstellen der LZ und unter www.eventim.de.

Veranstaltungsbeginn ist immer um 20 Uhr. Nur die Eröffnung der Waldbühne mit „Orchestra Buena Vista Social Club“ am 15. Mai 2010, findet um 19 Uhr statt. Für alle weiteren geplanten Programmpunkte und weitere Informationen lohnt sich ein Blick auf: www.waldbuehne-hermann.de.

 

 

 

Forstabteilung des Landesverbandes Lippe erzielt bei diesjähriger Wert- und Laubholzsubmission gute Preise bei maßvollem Angebot

Bestes Eichenholz aus dem Beller Wald: Das Verkaufslos Nr. 46 mit Eichen aus dem Forstrevier Belle errang mit 465 Euro pro Festmeter den Höchstpreis unter allen Verkaufslosen der Submission.

„Holzeinschlag mit Augenmaß“ – so lautete die Strategie, die die Forst­abteilung des Landesverbandes Lippe im Herbst 2009 für die anstehende, traditionelle Laubholz­ernte gefasst hatte. Die Signale vom Holzmarkt waren nicht günstig gewesen, der strenge Winter sollte den Einschlag dann zusätzlich erschweren. Nach Abschluss der diesjährigen Wert- und Laub­holzsubmission kann Forstdirektor Hans-Ulrich Braun vermelden, dass die Strategie aufgegangen ist: „Wir haben mit einem verminderten, an den Markt abgepassten Angebot stabile bis leicht steigende Preise verzeichnet.“

Rund 230 Festmeter Holz – Eiche und Nussbaum – hatte die Forstabteilung des Landesverbandes Lippe in Kooperation mit dem Regionalforstamt Hochstift (Sitz in Bad Driburg) veranstalteten Submis­sion angeboten. „Nach der Eröffnung der Gebote zeigten sich die Verkaufsleiter überrascht: Nicht nur eine Stabilisierung der Preise im Allgemeinen zeichnete sich relativ schnell ab, sondern auch deutliche Preissteigerungen bei besonders hochwertigen Verkaufslosen“, berichtet Braun.

Die Förster des Landesverbandes Lippe konnten besonders mit ihrem Eichenholz punkten: „Hier erzielten wir einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 358 Euro pro Festmeter, der Durchschnitts­preis des Eichenholzes der gesamten Submission lag mit 334 Euro rund sieben Prozent darunter.“ Ein Verkaufslos aus dem Forstrevier Belle des Landesverbandes Lippe errang den Höchstpreis auf der Submission, mit 465 Euro pro Festmeter Eichenholz. „Unser preiswertestes Los ging für 204 Euro pro Festmeter an den Käufer“, verdeutlicht Braun die Spanne zwischen Top- und minderer Qualität.

Die Ergebnisse der Submission deutet Braun als gute Signale: „Der Holzmarkt scheint sich leicht zu erholen: Die zunehmende Nachfrage aus der Industrie und die Bereitschaft, wertvolles Holz ent­sprechend zu honorieren, machen den Waldbesitzern Hoffnung auf Besserung. Die Industrie dürfte deshalb im Zeitraum 2010/2011 wieder mit einem üblichen Angebot an Werthölzern rechnen.“

 

 

Forstabteilung des Landesverbandes Lippe muss historisches Absperrwerk am Donoper Teich sperren

Unter Wasser: Das historische Tonnengewölbe wird aktuell von Wasser unterspült. Der darüber liegende Weg musste deshalb für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.

Das aktuelle Tauwetter hat Folgen für das historische Absperrbauwerk am Donoper Teich. „Seit geraumer Zeit mehren sich die Hinweise auf eine massive Unter- und Hinter­spülung des historischen Tonnengewölbes“, erklärte Klaus Stein, allgemeiner Vertreter des Verbands­vorstehers des Landesverbandes Lippe, im Rahmen eines Pressegesprächs vor Ort. Vor zwei Tagen hätten sich – nach ähnlichen Problemen im Herbst 2009 – erneut tiefe Einsenkungen in der Fahrbahn­decke gezeigt, die auf die Unterspülung der Konstruktion hinweisen.

„Wir haben sofort gehandelt und die Einsenkungen aufgefüllt, um unserer Verkehrssicherungspflicht  gegenüber Spaziergängern und Wanderern gerecht zu werden“, so Stein weiter. Für Fahrzeuge sei eine ausreichende Stabilität des Gewölbes aber nicht mehr gegeben. Deshalb habe Klaus Rafael, Leiter des zuständigen Forstreviers Hiddesen beim Landesverband Lippe, das Bauwerk am gestrigen Don­nerstag mit Bäumen für den Fahrzeugverkehr sperren müssen. „Sollten sich weitere Schäden zeigen, werden wir das Bauwerk leider auch für Fußgänger sperren müssen“, kündigte Rafael an. Der Landesverband Lippe bittet Ausflügler und Erholung Suchende um Ver­ständnis für die Situation.

Abhilfe ist aber bereits in Sicht: Hans-Hermann Schweppe, zuständiger Bauleiter der Immobilien­abteilung des Landesverbandes Lippe, teilte mit, dass der Wasserspiegel des Teiches abgesenkt werde, um den Druck auf das Bauwerk zu verringern. „Wir werden das Absperrbauwerk noch in diesem Jahr grundlegend sanieren, die Ausschreibung für die erforderlichen Baumaßnahmen wird nun zügig erfolgen.“

 

 

Forstabteilung des Landesverbandes Lippe setzt Verkehrssicherungsmaßnahmen im Beller Wald um

Sicherheit geht vor: Von Fäulnis befallene, morsche Eichen mussten im Beller Holz entnommen werden, um Ausflügler, Wanderer und Spaziergänge nicht zu gefährden.

Die Wälder um den Norderteich zwischen Belle und Biller­beck zählen zu den stark besuchten Ausflugsgebieten Lippes – nicht zuletzt auch aufgrund der Gast­stätte „Am Entenkrug“. Um diese Wälder für kommende Generationen zu erhalten, aber auch, um der Verkehrssicherungspflicht gegenüber den Ausflüglern gerecht zu werden, musste die Forstabteilung des Landesverbandes Lippe dort kranke Eichen entnehmen.

„Zur Pflege des Waldes gehört auch, Bäume zu fällen, die eine Gefährdung für umstehende Bäume, vor allem aber für Wanderer und Spa­ziergänger darstellen“, erklärt Hans-Ulrich Braun, Forstdirektor beim Landesverband Lippe. Die aktuelle Rechtssprechung habe die Verkehrssicherungspflicht von Wald­besitzern deutlich verschärft, galt früher noch der Grundsatz „Betreten des Waldes auf eigene Gefahr“, würden heute immer mehr Haftungsansprüche erhoben.

Untersuchungen im Beller Wald hatten gezeigt, dass einige Eichen im Alter zwischen 150 und 200 Jahren, die sich am Waldrand und an der Zufahrt zum „Entenkrug“ befanden, massiv geschädigt waren: „Sie wiesen in ihren Kronen zahlreiche, trockene Ästen auf und waren in ihrem Kern teilweise von Fäulnis befallen“, berichtet Forstamtmann Günter Harmel, Leiter des Forstreviers Belle beim Landesverband Lippe. Ursprünglich sei nur die Entnahme von 50 Prozent der Randbäume geplant gewesen, beim Einschlag jedoch hätten Harmel und sein Team feststellen müssen, dass der Baum­bestand stärker geschädigt war als angenommen. „Deshalb haben wir uns entschieden, sämtliche Randbäume zu entfernen. Dabei kam uns die anhaltende Schnee- und Frostperiode zugute, so konnte die Maßnahme ohne Schäden an Waldwegen und Waldboden optimal durchgeführt und im Januar abgeschlossen werden.“

Auch mit Blick auf eine naturnahe, nachhaltige und ökologisch ausgewogene Forstwirtschaft seien Maßnahmen wie diese unumgänglich. „Wir nehmen unsere Verkehrssicherungspflicht sehr ernst – Bäume, die nicht mehr stand­sicher sind, müssen gefällt werden“, betont Braun. Andere Forst­ver­waltungen nutzten ebenfalls die derzeitige Witterungslage, um Fäll­aktionen wie diese rasch und Natur ­schonend umzusetzen. So sei z. B. die Gauseköte seit Wochen gesperrt, weil der Landesbetrieb Straßen NRW in Kooperation mit der fürstlichen Forstverwaltung zahlreiche erkrankte Bäume ent­nehme, die auf die Straße zu fallen drohen.

„Das zwangsläufig geerntete Holz ist im Gegensatz zu einer üblichen Erntemaßnahme nur einge­schränkt verwertbar, der Anteil an hochwertigem Holz hält sich in Grenzen“, führt Braun weiter an. Um den Zustand der Wälder des Landesverbandes Lippe und ihre Bewirt­schaftung müssten sich die Lip­perinnen und Lipper aber nicht sorgen: „Die Forstabteilung des Landes­verbandes Lippe hat die Wäl­der in den letzten Jahrzehnten umsichtig bewirtschaftet und über einen langen Zeit­raum hinweg weniger Holz entnommen als nach den Vorgaben der Nachhaltigkeit möglich gewesen wäre.“

Die in 2009 vorgestellte Forsteinrichtung – eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Bestandser­hebung – habe dem Forstmanagement des Landesverbandes Lippe eine vorbildliche forstwirtschaft­liche Nutzung der Landesverbandswälder attestiert. So habe der Gesamtholzbodenvorrat stetig zu­genommen. „Seit 1958 – dem Jahr, in dem die erste vollständige Forsteinrichtung erstellt wurde –  konnte der Vorrat um rund 1,5 Millionen Erntefestmeter ohne Rinde gesteigert werden, das entspricht einem Plus von 64 Prozent gegenüber 1958“, weiß Braun zu berichten. Auch der Zuwachs habe sich positiv entwickelt: „Beim jährlichen Holzzuwachs haben uns die Prüfer eine absolute Steigerung um 52.600 Ernte­festmeter ohne Rinde attestiert – ein Plus gegenüber 1958 von 72 Prozent.“ Überdurch­schnittliche Werte ermittelten die Prüfer zudem bei der Naturverjüngung (rund 2.500 Hektar gesicherter Nachwuchs auf 16.000 Hektar Holzboden) und beim Totholz: „Rund 67.000 Festmeter Alt- und Totholz in verkehrssicherungstechnisch unbedenklichen Arealen bieten Insekten idealen Nähr­boden und Vögeln wichtigen Schutzraum. Hier verzichten wir bewusst auf mögliche Einnahmen im siebenstelligen Bereich.“

Wichtigstes Ergebnis der Forsteinrichtung sei jedoch der aktuelle Holzvorrat in den landesverbands­eigenen Wäldern: „Dieser hat mit 3,7 Mio Festmetern einen optimalen Wert erreicht. Wir haben den jährlichen Hiebsatz dementsprechend nach oben angepasst und für die kommenden zehn Jahre auf rund 127.000 Festmeter festgelegt.“ Dieser Hiebsatz sei aber letztlich ein Richtwert: „Wir werden nur soviel Holz einschlagen, wie der Holzmarkt zu vertretbaren Abnehmerpreisen nachfragt. Dass wir dabei die strengen Auflagen für eine naturnahe, nachhaltige Waldbewirtschaftung beachten, versteht sich von selbst“, fasst Braun abschließend zusammen.

 

 

Forstdirektor Hans-Ulrich Braun ehrt 5000. Teilnehmer der Motorsägenlehrgänge der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe

Forstdirektor Hans-Ulrich Braun gratuliert Jutta Kalkus aus Kalletal zum Gutschein über fünf Raummeter Buchenholz, die sie als 5000. Teilnehmer der Motorsägenlehrgänge des Landesverbandes Lippe erhält.

Ein nach wie vor hohes Preisniveau für Gas oder Heizöl, nicht ab­seh­­bare Entwicklungen bei den Gebührenordnungen der Energieunternehmen, aber auch die zu­nehm­­­ende Hinwendung der Deutschen zu natürlichen Rohstoffen – sie alle sind Grund für die an­halt­ende Nach­frage nach Brennholz. Die Lipperinnen und Lipper können dabei bequem auf Rohstoffe aus ihrer Heimat­region zurückgreifen – dank der Forsten des Landesverbandes Lippe und den Motor­sägen­lehrgängen, die die Forstabteilung seit 2003 anbietet.

„Unsere Motorsägenlehrgänge sind eine echte Erfolgsgeschichte: Seit sieben Jahren schulen wir Lip­per­innen und Lipper im fachgerechten und sicheren Umgang mit der Motorsäge – und machen damit Energie aus Lippe für Lippe möglich“, kommentierte Forstdirektor Hans-Ulrich Braun die Leistung der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe. Mit Jutta Kalkus konnten Braun und seine Mitarbeiter am heutigen Sonnabend den 5000. Teilnehmer der Motorsägenkurse begrüßen und ehren; sie erhielt einen Präsentkorb und einen Gutschein über fünf Raummeter Brennholz, das sie mit den im Lehrgang erworbenen Kenntnissen nun selbst aufarbeiten kann.

Zuvor waren Jutta Kalkus und die anderen Teilnehmer des Grundlehrgangs (Modul 1 + 2) von Forst­wirt­schaftsmeister Rainer Varenholz in die fachgerechten Schritte für das Fällen einer Buche einge­führt worden. „Hierbei steht gerade die Unfallverhütung und der sichere Umgang mit der Motorsäge im Vordergrund – aufbauend auf den Kenntnissen, die wir im theoretischen Teil des Lehrgangs vermittelt haben“, betonte Varenholz.

Braun würdigte das Engagement, das Varenholz und seine Kollegen bei der Durchführung der Motor­sägenkurse zeigen: „5000 Teilnehmer sprechen für die Qualität der Lehrgänge und die hohe Kompe­tenz unserer Forstwirte.“ Zudem würden die Lehrgänge inzwischen auch über die Grenzen Lippes hin­aus auf viel Reso­nanz stoßen. Grund für die Forstabteilung, das Angebot nun zu erweitern: „Seit No­vem­ber 2009 bieten wir Aufbaulehrgänge (Modul 3) an“, teilte Hermann Kaiser, Forst­amtsrat im Revier Schieder und zuständig für die Motorsägenlehrgänge, mit. In diesen Lehr­gängen können Interessierte künftig ihr Wissen vertiefen und sich weiter qualifizieren – und zum Beispiel das Fällen und Aufar­beiten von stärkeren Bäumen und großen Laubholzkronen erlernen. Voraussetzung hierfür ist die Teilnahme am Grundlehrgang (Modul 1 + 2). „Außerdem haben sich drei Forstwirtschaftsmeister der Forstabteilung für den Lehrgang Arbeitssicherheit AS Baum I qualifiziert. Dabei handelt es sich um einen Kurs, der sich speziell an Mitarbeiter von Landschafts- und Garten­bau­betrieben richtet.“ Der Lehrgang gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil und schließt mit einer Prüfung ab. Nähere Informationen können über das Forstmanagement beim Landesverband Lippe eingeholt werden.

„Nicht unerwähnt bleiben sollten auch unsere neuen Carving–Workshops“, erläuterte Braun zum Ab­schluss. Dabei können Teilnehmer das sichere und fachgerechte Schnitzen von Holzskulpturen mit der Motorsäge erlernen. Ausbildungsort ist die Burg Sternberg, Übernachtung und Verpflegung wer­den auf Wunsch gestellt.

Die Teilnehmer des heutigen Motorsägengrundlehrgangs zeigten sich mit ihrem Lehrgang rundum zufrieden. „Wir haben viel gelernt – und fühlen uns für künftige Brennholzgänge in den Wald hervor­ragend gerüstet.“

 

 

Landtagsabgeordneter Manfred Luckey befürwortet Investitionsmaßnahmen des Landesverbandes Lippe in den Kurstandort Bad Meinberg

Diskutierten über die Pläne (v. r.): Manfred Luckey, Wolfgang Diekmann und Axel Bley.

Aktivurlaube und Wellnessreisen statt verordneter Kur – auf diese Formel lassen sich die Perspektiven aller Kurstandorte in Deutschland vereinfachen. Auch in Bad Meinberg müssen neue Schwerpunkte gesetzt werden: Der Landesverband Lippe will rund fünf Millionen inves­tieren, um den Ort attraktiv für selbstzahlende Gesundheitsurlauber zu machen. Der Landtagsabge­ordnete Manfred Luckey informierte sich nun ausführlich über die Planungen.

„Wir wollen auch künftig Kuren, insbesondere die erfolgreich in Bad Meinberg etablierten Kompakt­kuren, anbieten“, erläuterte Kurdirektor Wolfgang Diekmann gegenüber Luckey. „Wir müssen aber neue Wege beschreiten und erschließen, um die Existenz des Kurorts sicherzustellen.“ Dabei stehe das Staatsbad Meinberg, ein 100prozentiges Tochterunternehmen des Landes­verbandes Lippe, im operativen Geschäft durchaus gut da und könne mittelfristig Gewinn schreiben; die Schuldenlast der Vergangenheit sei aber ein großes Problem. Und weil den Ausgaben des Staatsbades derzeit nicht ausreichende Einnahmen gegenüber stünden, sollen neue, attraktive Angebote geschaffen werden.

„Wir verfügen mit unseren natürlichen Vorkommen an Moor, Kohlensäure und Thermalwasser über Allein­stellungsmerkmale, die es professioneller zu vermarkten gilt“, gab sich Diekmann überzeugt. So wurde der Internetauftritt überarbeitet, die Angebotspalette ausgebaut und ein neuer Reisekatalog vorgelegt. Eine damit gekoppelte Werbeaktion im Ruhrgebiet mache Hoffnung: „Wir registrieren bereits deutlich mehr Anfragen aus den beworbenen Regionen als bisher.“

Um künftigen Selbstzahlern ein besseres Ambiente bieten zu können, investiert der Landesverband Lippe kräftig in das Thermal- und Mineralbad: „Wir wollten ursprünglich nur 2,2 Millionen Euro für Sanierungsarbeiten und technische Verbesserungen aufwenden“, erinnert sich Axel Bley, Leiter Tech­nisches Immobilienmanagement beim Landesverband Lippe. Nun sollen 4,5 Millionen Euro fließen: „Wir haben mithilfe der PROVA Unternehmungsberatung aus Hamm die Potenziale erkannt, die das Bad bietet.“ So werde der Nass- und Umkleidebereich modernisiert, die Gymnastikhalle auf zwei Ebenen neu erschlossen, der Gastronomie­bereich mit einem Zugang vom Bad aus und einer Außen­terrasse aufgewertet und das Außenbecken-Areal umgestaltet. „Wir wollen dann zusätzliche Well­ness-Angebote im Thermal- und Mineralbad vorhalten“, so Diekmann.

Auch das Kurgastzentrum und das Rose-Badehaus sollen von Investitionsmitteln profitieren; nicht zuletzt sei auch die Neubelebung des Stern-Gesundheitszentrums zur Nutzung durch die Hotelgäste des Quality Hotels Vital zum Stern geplant. „Hier wollen wir mit qualifizierten Gesundheitsleistungen, die weit über das in Hotels üblicherweise angebotene Wellness-Programm hinausgehen, den Gästen einen Mehrwert bieten.“ Durchforstungs- und Verschönerungsmaßnahmen im Kurpark und im Länderpark „Silvaticum“ runden das Investitionspaket des Landesverbandes Lippe ab. „Nach den herben Verlusten an Kurgästen seit Einführung der Gesundheitsreform verzeichnen wir in den letzten zwei, drei Jahren wieder leicht zunehmende Kurgast- und Übernachtungszahlen. Die Investitionen des Landesverbandes Lippe kommen also zur rechten Zeit“, kommentierte Diekmann abschließend.

Luckey zeigte sich von den Plänen beeindruckt: „Die Maßnahmen des Landesverbandes Lippe sind rund und durchdacht, wenn sie wie geplant umgesetzt werden, wird Bad Meinberg in Zukunft ein wich­tiger, neuer Anziehungspunkt für Gäste zum Beispiel aus dem Ruhrgebiet, aber auch für die Lipper selbst sein.“ Er begrüße ausdrücklich, dass der Landesverband Lippe keinen Rückbau betreibe, son­dern massiv investiere und so Verantwortung für Lippe übernehme. Das Potenzial von Bad Meinberg werde durch die Maßnahmen hervorragend aufgewertet und ausgebaut –  dann sei selbst ein Groß­projekt wie z. B. die Landesgartenschau denkbar: „Wir finden hier ideale Bedingungen vor: die beiden Kurparke und eine geradlinige, lange Flaniermeile, die den Eingang zu Bad Meinberg mit diesen beiden Parks verbindet. Ich würde mich für eine Landesgartenschau in Bad Meinberg stark machen.“

 

 

Hermann zählt zu den 20 besten Nordrhein-Westfalen

„daheim & unterwegs“ - Zuschauerabstimmung geht weiter

Welchen Prominenten bewundern die Menschen in Nordrhein-Westfalen am meisten? Um das herauszufinden, ließ das WDR-Magazin „daheim & unterwegs“  (Montag bis Freitag, 16.05 bis 18.00 Uhr) seine  Zuschauerinnen und Zuschauer unter fünfzig Persönlichkeiten wählen.  Jetzt sind alle Stimmen ausgezählt, und die „20 Besten“ stehen fest:

Konrad Adenauer                                   Willy Millowitsch
Ludwig van Beethoven                           Nena
Friedrich von Bodelschwingh                   Heinz Nixdorf
Hermann, der Cherusker                         Helmut Rahn
Joseph Kardinal Frings                            Johannes Rau
Heinrich Heine                                         Wilhelm Conrad Röntgen
Hanns Dieter Hüsch                                 Heinz Rühmann
Hape Kerkeling                                        Michael Schumacher
Adolph Kolping                                        Anton „Toni“ Turek
Die Maus                                                 Günter Wallraff

Diese zwanzig Menschen, die aus nahezu allen Regionen Nordrhein-Westfalens stammen, die in den unterschiedlichsten Epochen wirkten und auf vielfältige Art zu beeindrucken wussten, stehen nun in der Hauptrunde. Unter ihnen darf ab dem 22. Februar 2010 „NRWs Beste“ oder „NRWs Bester“ gewählt werden. Vier Wochen lang wird es jeden Tag ein ausführliches Film-Porträt über einen der 20 Bestplatzierten geben. Prominente Paten wie Frank Plasberg, Reiner Calmund,  Claudia Kleinert, Alfred Biolek und Manni Breuckmann  werden live im Studio für ihre Favoriten kämpfen.

Per TED werden die Zuschauerinnen und Zuschauern nun entscheiden, wer im Finale am 26. März 2010 die „daheim & unterwegs“ -Krone erhält und als „NRWs Beste“ oder „NRWs Bester“ aus ihrem Votum hervorgeht.

(Pressemitteilung des WDR)

Persönliche Erklärung von Verbandsvorsteher Andreas Kasper, Landesverband Lippe

Mit Blick auf die in der Presseberichterstattung der „Neuen Westfälischen“  vorgetragenen Vorwürfe möchte ich auf meine Pressemitteilung vom 18. Februar 2009 verweisen (hier).

Ich bin in das Amt des Verbandsvorstehers des Landes­ver­bandes Lippe gewählt worden, um die Interessen des Landesverbandes Lippe nach außen hin zu vertreten und nach innen die Verwaltung zu führen. Das Ansehen des Landesver­bandes Lippe ist deshalb gerade für den Verbandsvorsteher ein wichtiges Anliegen. Die gegenwärtige Presseberichterstattung über mich ist jedoch dazu geeignet, das Ansehen des Landes­verbandes Lippe zu beschädigen.

Gemeinsam mit den in der Verbandsversammlung vertretenen und mich tragenden politischen Fraktionen und meiner Familie werde ich mich nun über den Umgang mit der andauernden Presse­berichterstattung intensiv beraten und nach meinem schon länger geplanten Urlaub nach dem 28. Februar 2010 erneut hierzu Stellung nehmen.

Landesverband Lippe beschließt Maßnahmen zur Stärkung des Lippischen Landesmuseums

Das Lippische Landesmuseum in Detmold gilt als größtes und ältestes Regionalmuseum Ostwestfalen-Lippes. Mit ihrem einstimmigen Beschluss, das Haus mittelfristig durch Umstrukturierungs- und Baumaßnahmen zu stärken, hat die Landesverbands­versammlung des Landesverbandes Lippe auf ihrer heutigen Sitzung sicher gestellt, dass das Museum auch künftig diesen Titel zu Recht trägt.

„Die Magazinsituation im Lippischen Landesmuseum ist seit langem unbefriedigend, und auch das Museumsamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat eine Verbesserung angemahnt, um weitere Baumaßnahmen, etwa im Bereich des Kornhauses, realisieren zu können. Ich freue mich deshalb umso mehr, dass wir mit den notwendigen Maßnahmen noch in diesem Jahr beginnen kön­nen“, kommentierte Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper den Beschluss.

Die Magazinflächen in der Scheune Johannettental und im Haus Ameide bzw. im Zwischentrakt zwischen Zehntscheune und Bismarckstraße 8 entsprechen nicht mehr dem Stand der wissen­schaft­lichen Anforderungen an eine langfristige Magazinierung von Kulturgütern. Die Fusion der Landes­kirchlichen Bibliothek mit der Lippischen Landesbibliothek biete nun die Chance, ein Magazin­gebäude zu erhalten, das – mit einer Teilklimatisierung ausgestattet – einen wesentlichen Teil der Sammlungen aufnehmen kann, vor allem die Archäologische Sammlung aus dem Bereich der Bodendenkmalpflege. „Hier benötigt das Lippische Landesmuseum vernünftige Magazinbedingungen und Zuwachsmöglich­keiten. Dies ist unsere Pflicht als Träger“, erläuterte Kasper weiter. Fördermöglichkeiten seitens des LWL für dieses Magazin bestehen zudem nur, wenn die Magazinsituation insgesamt verbessert werde.

Da der Landesverband Lippe über keine weiteren geeigneten Gebäude verfüge, solle deshalb gleich­zeitig ein ehemaliges Militärgebäude im Bereich Hohenlohe erworben und als Magazin umgebaut wer­den. „Dafür gibt es, unabhängig von einer zu beantragenden Förderung des LWL für die Neuschaf­fung eines Magazins, städtebauliche Fördermittel in Höhe von rund 20 Prozent der Gesamtinvestition“, betonte Kasper. Das Gebäude Block 42 in Hohenlohe solle auch im geringen Umfang Kommunen die Möglichkeit geben, wichtige Kulturgüter vollklimatisiert und entgeltlich einzulagern. Die im Haus Ameide bestehenden, nicht klimatisierten und überfüllten Magazine würden dann aufgelöst. Die frei werdenden Räumlichkeiten, vor allem im Zwischentrakt, sollen künftig der Büronutzung dienen.

 „Nicht nur wegen der künftigen Förderfähigkeit weiterer Baumaßnahmen und Ausstellungen, sondern auch vor allem im Interesse eines Erhalts wichtiger Kulturgüter Lippes für die Nachwelt sind diese Maß­­nahmen dringend erforderlich. Die Magazinsituation im Landesmuseum wäre damit für die nächs­ten zehn bis 15 Jahre sicher gestellt“, verlieh Kasper der Entscheidung Gewicht. Das vom Lippischen Landesmusuem in Kooperation mit dem Büro Dr. Hermann erstellte Sammlungskonzept biete eine Gewähr dafür, dass die Annahme weiterer Exponate nur selektiv und gut begründet erfolgen könne.

Nicht zuletzt würden auch die Trennung von Büro und Ausstellungsflächen im Haus Ameide dazu beitragen, die Voraussetzungen für eine Anpassung an internationale Museumsstandards zu schaf­fen. Bis etwa Mitte 2011 arbeite der Beirat zur Neukonzeption des Lippischen Landesmuseums an seinen Entwürfen. „Deren Umsetzung wäre ohne all diese Maßnahmen fragwürdig“, so Kasper ab­schließend.

Konstituierende Sitzung der Denkmalstiftung des Landesverbandes Lippe

Das Hermannsdenkmal und die Externsteine sind näher zusammengerückt: Die Mitglieder des Kuratoriums der neu gegründeten Denkmalstiftung des Landesverbandes Lippe haben ihre erste konstituierende Sitzung erfolgreich absolviert und erste Pläne und Maßnahmen zur künftigen gemeinsamen Verwaltung der beiden mit Abstand wichtigsten touristischen Attraktionen Lippes beschlossen.

Klaus Stein, allgemeiner Vertreter des Landesverbandsvorstehers und Geschäftsführer der Denkmal­stiftung, stellte den Kuratoriumsmitgliedern die Organisationsstruktur der Stiftung vor. Im Anschluss wurden die Pläne für 2010 und die kommenden Jahre näher erläutert. Neben Ausführungen zu Maß­nahmen des Marketings und der Öffentlichkeitsarbeit und zum diesjährigen Programm auf der Wald­bühne am Hermannsdenkmal standen die umfangreichen Vorhaben an den Externsteinen im Mittel­punkt: „Noch in diesem Jahr soll ein Informationszentrum an den Externsteinen eingerichtet werden, das von der NRW Stiftung Natur Heimat Kultur großzügig gefördert und von der Schutzgemeinschaft Externsteine e. V. maßgeblich unterstützt wird“, führte Stein dazu aus. Zudem werde voraussichtlich noch dieses Jahr mit der Errichtung eines Naturerlebnispfades begonnen; die Prüfungen zur mög­lichen Realisierung eines Baumwipfelpfades in der Nähe des monumentalen Naturdenkmals dauern dagegen noch an.

Der vorgelegte Wirtschafts- und Stellenplan wurde von den Kuratoriumsmitgliedern einstimmig verab­schiedet, zudem stimmten sie einem neuen Kombiticket zu: „Ich freue mich, dass das Kuratorium meiner Empfehlung gefolgt ist“, kommentierte Stein den Beschluss. „So können wir einen wichtigen Anreiz für Touristen schaffen, beide Denkmäler kennenzulernen.“ Das Kombiticket werde so schnell wie möglich einge­führt, zum genauen Zeitrahmen könne aufgrund der Anpassung der Kassensysteme allerdings noch nichts gesagt werden.

Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, Vorsitzender des Kuratoriums, zeigte sich mit der konsti­tuierenden Sitzung der Denkmalstiftung sehr zufrieden: „Wir haben heute die Weichen für eine noch effektivere Verwaltung beider Denkmäler und für die Nutzung von Synergien gestellt.“ Die an­stehenden Investitionen und Bauvorhaben an den Externsteinen werden das Naturdenkmal von europäischem Rang deutlich aufwerten, versprach Kasper. „Die Touristen und Gäste an den Extern­steinen werden von der geplanten Besucherlenkung und Besucherinformation in hohem Maße profi­tieren und das Naturdenkmal sowie das umgebende Naturschutzgebiet aus ganz neuer Perspektive entdecken und erkunden können.“

Zum Abschluss wurde Landesverbandeskämmerer Bernd Tiemann als Geschäftsführer der ehe­maligen Hermannsdenkmalstiftung verabschiedet: „Sie haben sich in den vergangenen 13 Jahren mit außerordentlichem Engagement für das Hermannsdenkmal und die Verbesserung und Attraktivierung seines Umfelds eingesetzt, wichtige Ideen umgesetzt und zukunftsweisende Ent­scheidungen mitgetragen“, würdigte Kasper Tiemanns Leistung.

Landesverband Lippe bat zum zweiten „Runden Tisch Kultur“

Sich noch stärker zu vernetzen – das ist eines der Ziele, die sich die Teil­nehmer zum zweiten „Runden Tisch Kultur“ gesetzt haben. Eingeladen hatte dazu der Landesverband Lippe. „Wir müssen das große Potential in der Region für eine erfolgreiche Kulturarbeit nut­zen“, so Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper in seiner Begrüßung. Die Teilnehmer der Runde blickten gemeinsam auf das vergangene und ereignisreiche Varusjahr zurück, sprachen über bereits abge­schlossene, aktuelle und geplante Kulturprojekte und äußerten Wünsche für die zukünf­tige Zusam­menarbeit in der Region.

Aus den Berichten der Teilnehmer über ihre jeweiligen kulturellen Aktivitäten sprach der Wunsch, sich im Bereich Kultur zukünftig auch weiter und noch stärker zu vernetzen. Kooperationen wie mit dem Landes­­­verband Lippe seien besonders für die kleineren Kommunen und Gemeinden Lippes von großer Bedeutung. Die Vernetzung solle dabei nicht nur innerhalb Lippes geschehen, sondern auch darüber hinaus. So berichtete Gert Klaus, Bürgermeister der Stadt Schieder-Schwalenberg, von seinem Vorhaben, in Zukunft noch mehr mit der Kulturstiftung im neuen Konzertsaal in Marienmünster und z. B. mit dem Projekt „Klosterregion“ im Kreis Höxter zu kooperieren. Heike Herold vom OWL-Kulturbüro mit Sitz in Bielefeld betonte, dass gerade heute allen Städten und Kommunen deutlich geworden sein müsse, dass ein allein städtisches Kulturkonzept selten funktioniere. So sei auch eine kreisübergreifende Zusammenarbeit anzustreben.

Größter Wunsch an den Landesverband Lippe von Seiten der Kommunen und Gemeinden Lippes war die Gewährung einer unterstützenden Beratung, besonders im kulturpädagogischen Bereich. Dazu gehört auch die Hilfe bei der Antragstellung von Fördermitteln. Kasper sicherte die Hilfe von Seiten des Landesverbandes Lippe zu und betonte, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit für Fragen von Städten und Gemeinden zur Verfügung stünden. Außerdem werde der Landesverband Lippe seine Mittlerposition im Kulturbereich in der Region weiter ausbauen.

Landesverbandes Lippe neues Mitglied im Kultursekretariat Gütersloh

Der Landesverband Lippe baut seine Stellung als Kulturdienstleister in Lippe weiter aus: Der Hauspausschuss des Landesverbandes Lippe hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, dass der Landesverband Lippe rückwirkend zum 1. Januar 2010 Mitglied des Kultursekretariats NRW mit Sitz in Gütersloh wird.

Beim Kultursekretariat NRW handelt es sich um einen Zusammenschluss nichttheatertragender Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Aufgabe des Sekretariats ist es, die kulturelle Zusam­menarbeit der 65 Mitglieder zu fördern. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Kooperation kultureller Einrichtungen, auf gemeinsamen kulturellen Veranstaltungen, dem Austausch einzelner Produktionen und auf Schwerpunktveranstaltungen, insbesondere solcher mit Modellcharakter.

Der Landesverband Lippe wird ab sofort vom Kultursekretariat NRW bei seinen Projekten und Aktivitäten gefördert. Vorraussetzung dafür ist, dass diese an Städte und Gemeinden gebunden sind, die bereits dem Kultursekretariat angehören. Der jährliche Mitgliedsbeitrag in Höhe von 4.600 Euro soll noch in den vorliegenden Haushaltsentwurf des Landesverbandes Lippe eingebracht werden.

Als Vertreter des Landesverbandes Lippe wird der Verbandsvorsteher Andreas Kasper in den Hauptausschuss des Kultursekretariates NRW entsandt. „Mit der Mitgliedschaft im Kultursekretariat Gütersloh wollen wir uns noch stärker als Koordinator von kulturellen Veranstaltungen und Projekten in Lippe positionieren“, kommentiert Kasper die Entscheidung des Hauptausschusses. „Uns ist es wichtig, Informationen über Kulturarbeit und Förderungsmöglichkeiten auf überregionaler Ebene den Lippern zugänglich zu machen und in die Region zu transportieren.“

 

 

Persönliche Erklärung des Verbandsvorstehers Andreas Kasper

Die von mir geschriebene und im Jahr 2004 vorgelegte Doktorarbeit zum Thema "Sozialsponsoring – eine rechtliche Bewertung unter besonderer Berücksichtigung kirchlicher Ein­­richtungen und Werke" enthielt in Teilen eine Zitierweise, die den wissenschaftlichen Anforderungen nicht vollständig entsprach.

Die von mir gewählte Zitierweise wurde deshalb von der juristischen Fakultät der Universität Göttingen zum Anlass genommen, mir meinen Doktortitel abzuerkennen.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat ein öffentliches Interesse unterstellt und deshalb geprüft, ob durch die fehlerhafte Zitierung auch ein strafrechtlich relevanter urheberrechtlicher Verstoß vorliegen könnte. Meine rechtlichen Berater sehen einen solchen Verstoß nicht und haben dies auch der Staatsanwaltschaft mitgeteilt.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat einen Antrag auf Erlass einer Geldstrafe gestellt, der jedoch von meiner Einwilligung abhängt. Entgegen dem Rat meiner Anwälte habe ich diese Einwilligung erteilt. Ohne meine Zustimmung zur Geldstrafe wären wir gezwungen, unsere rechtliche Ansicht im Rahmen eines wahrscheinlich mehrjährigen Prozesses durchzusetzen. Ein langjähriges Verfahren möchte ich meiner Familie und dem Landesverband Lippe nicht zumuten und habe deshalb eine Geldstrafe akzeptiert.

Um die Angelegenheit endgültig abzuschließen, werde ich auch die Klage gegen die Aberkennung des Doktortitels vor dem Verwaltungsgericht zurücknehmen und so die Konsequenz meiner Zitierweise tragen.

Haushalt 2010 Thema der letzten Landesverbandsversammlung 2009

Konnten auf der Burg Sternberg genießen: Landesverbandsabgeordnete und Mitarbeiter des Landesverbandes Lippe.

Die Landesverbandsversammlung kam zum letzten Mal in 2009 Jahr auf der Burg Sternberg zusammen. Wichtigster Punkt der Tagesordnung war die Einbringung des Haushaltes 2010. Unter dem Motto „Die Zukunft des Landesverbandes Lippe sichern“ hob Bernd Tiemann, Kämmerer des Landesverbandes Lippe, in seiner Haushaltsrede hervor, dass der Landesverband Lippe im zu Ende gehenden Varusjahr ein ehrgeiziges Investitionsprogramm mit einer Summe von 13 Millionen Euro absolviert habe und 2010 Investitionen in Höhe von 8,2 Millionen Euro plane. Das Ziel, den Haushalt 2009 erstmals mit einer schwarzen Null zu beschließen, konnte nicht erreicht werden. Gründe dafür seien ausbleibende Erlöse, Mindereinnahmen, geringere Kapitaleinnahmen und Verluste. Weitere Tages ordnungspunkte befassten sich mit der Künstlerklause Schwalenberg und dem Magazinneubau für die Lippische Landesbibliothek. Im Anschluss machten sich die Landesverbandsabgeordneten ein Bild von den Investitionen des Landesverbandes Lippe in die Burg und die Arbeit der Kultur -agentur des Landesverbandes Lippe in ihren Räumen. Bei einem gemeinsamen Abendessen im Café-Restaurant des Pächters Westfälisches Kinderdorf e. V. klang der Tag aus.

Mitarbeiter des Landesverbandes Lippe feiern gemeinsame Weihnachtsfeier

Pünktlich zu Beginn der Adventszeit kamen rund 200 Mitarbeiter des Landesverbandes Lippe und Gäste zur Weihnachtsfeier auf der Burg Sternberg zusammen. Nach festlicher Einstimmung im Innenhof der Burg bei Glühwein und gemeinsamen Gesang wurden drei Gruppen gebildet, die sich mit historischen Instrumenten bekannt machten, selbst Flöten bauten und anschließend gemeinsam das schottische Weihnachtslied „God Bless You, Merry Gentlemen“ mit viel Schwung aufführten. Danach stärkten sich Mitarbeiter und Gäste bei Grünkohl und Kohlwurst, der gemütliche Ausklang der Feier fand im Kaminzimmer statt, wo ein Feuer wärmte.

Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper berät angehende Abiturienten

Wolfgang Stückemann (Lions Club), Schul leiterin Karin Fischer-Hildebrand, Agenturchef Dr. Harald Hiltl und Andreas Kasper berieten angehende Abiturienten.

Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper war zu Gast beim Berufswahlforum im Marianne-Weber-Gymnasium in Lemgo: Die von der Schule in Kooperation mit dem Lions Club Lemgo und der Arbeitsagentur Detmold organisierte Veranstaltung wurde von mehr als 380 Schülern genutzt, um die anwesenden 25 Referenten aus Industrie, Dienstleistung, Hochschule und Verwaltung einer intensiven Fragerunde zu unterziehen. In Vorträgen und Diskussionsrunden konnten die jungen Leute mehr über die Berufe erfahren als Internet und Broschüren bieten: So bestand insbesondere die Möglichkeit, nach individuellen Erfahrungen und dem persönlichen Berufsalltag zu fragen. Andreas Kasper lieferte ein Impulsreferat zum Thema „Abitur – was nun?“ und beriet anschließend Schüler mit Interesse für eine berufliche Laufbahn in der Verwaltung.

Landesverbandes Lippe verpflichtet Landesverbandsabgeordnete für die 15. Wahlperiode

Die Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe ist heute in ihre 15. Wahlperiode gestartet: Nach den im August 2009 erfolgten Kommunalwahlen und der daraus resultierenden Besetzung des Kreistages wurden in der heutigen, ersten Sitzung die vom Kreistag delegierten Landesverbandsabgeordneten für den Zeitraum 2009 bis 2014 verpflichtet. Zu ihnen gehören Peter Kruck, Rainer Krüger, Detlef Langhans, Dirk Tolkemitt (alle CDU), Gerd Belz, Elke Gemballa, Hartmut Kössler und Manfred Vogt (alle SPD) sowie Annette Paschke-Lehmann (Bündnis 90/ Die Grünen) und Georg-Wilhelm Glock (FDP).

Mit Gerd Belz, Georg-Wilhelm Glock, Dirk Tolkemitt, und Manfred Vogt wurden vier neue Abgeordnete in die Verbandsversammlung gewählt; alle übrigen Abgeordneten waren bereits in der 14. Wahlperiode Mitglied der Landesverbandsversammlung. Die Abgeordneten Robert Hampe, Dieter Mesch (beide CDU), Antonius Grothe und Dieter Hemmelmann (beide SPD) wurden von Verbandsvorsteher Andreas Kasper und der Verbandsversammlung mit herzlichem Dank verabschiedet. „Sie haben stets zu 100 Prozent Partei für den Landesverband Lippe, seine Projekte und seine Mitarbeiter ergriffen und ganz wesentliche, für Lippe zukunftsweisende Entscheidungen mitgetragen“, so die einhellige Anerkennung für ihre Arbeit.

Die Verbandsversammlung wählte insgesamt vier Stellvertreter des Verbandsvorstehers: So wird künftig für Bündnis 90/ Die Grünen Moritz Ilemann als 1. stellvertretender Verbandsvorsteher verantwortlich zeichnen, für die SPD Friedrich-Wilhelm Nagel als 2. stellvertretender Verbandsvorsteher. Außerdem wurden als weitere Vertreter des Verbandsvorstehers verpflichtet: Gudrun Hundertmark (FDP) sowie Hans Brinkmann (FWG). Die CDU verzichtete auf einen Stellvertreterposten.

„Mit der neuen Verbandsversammlung verfügen wir über ein kompetent besetztes und sehr engagiertes Gremium“, kommentierte Kasper den Beginn der 15. Wahlperiode. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den neuen Landesverbandsabgeordneten und hoffen, dass wir mit ihnen den Landesverband Lippe als modernes Dienstleistungsunternehmen für Lippe, insbesondere als der Kulturdienstleister der Region, noch stärker positionieren können.“

Forstmanagement des Landesverbandes Lippe verzeichnet 2009 eine überdurchschnittliche Mast

Überzeugte sich von der Qualität der Eicheln aus dem Forstrevier Belle: Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper (r.) mit Forstrevierleiter Günter Harmel.

Der Herbst in Lippe – er taucht nicht nur jedes Jahr die Wälder der Region in ein farbenfrohes Meer aus Laubblättern, sondern bringt auch reichlich Früchte. In den Forsten des Landesverbandes Lippe sind in diesem Jahr besonders viele Bucheckern und Eicheln sprichwörtlich auf dem Waldboden gelandet. Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper machte sich bei einem Ortstermin im Beller Wald ein Bild von der außergewöhnlich guten, diesjährigen Mast und ihrer Nutzung durch das Forstmanagement des Landesverbandes Lippe.

„Die Verwendung von hochwertigem, herkunftsgesicherten Vermehrungsgut und den daraus gezogenen Pflanzen ist Bestandteil der nachhaltigen, naturnahen Forstwirtschaft“, erläuterte Günter Harmel, Leiter des Forstreviers Belle, gegenüber Kasper. Rund 70 der insgesamt 16.000 Hektar Waldfläche des Landesverbandes Lippe sind als zertifizierte Saatgutbestände im amtlichen Erntezulassungsregister anerkannt, im Revier Belle zählen zu diesen anerkannten Beständen rund 9,5 Hektar Stieleiche, 3,5 Hektar Traubeneiche und 14 Hektar Buche. „Wir konnten ca. 8.000 kg Eicheln in den Revierteilen Belle und Bexten von Hand sammeln“, berichtete Harmel.

Der größte Teil dieser Eicheln werde an Baumschulen verkauft, ein weiterer Teil werde dagegen bei Baumschulen in die so genannte Lohnanzucht gegeben: „Die aus dieser Anzucht gewonnenen Pflanzen werden in zwei bis vier Jahren an das Forstmanagement des Landesverbandes Lippe geliefert, um unsere Waldflächen mit standortgerechten Bäumen aufzuforsten.“ So könne das Forstmanagement sicher sein, dass die Pflanzen bereits an das regionale Klima angepasst sind. „Zudem sind die jungen Bäume kostengünstiger und können bei der Baumschule kurzfristig, frisch gerodet, vor der Pflanzung abgerufen werden“, führte Harmel weiter an.

Aus 8.000 kg Eicheln können immerhin 1,1 Millionen kleine Eichenpflanzen gezogen werden. Mit dieser Anzahl kann eine Fläche von ca. 220 Hektar aufgeforstet werden.

Kasper begrüßte die Nutzung des Saatguts der anerkannten Waldbestände in den Forstrevieren des Landesverbandes Lippe: „So können wir nicht nur Kahlflächen, wie sie zum Beispiel durch Orkane wie Kyrill entstanden sind, in stabile Laubholzbestände umwandeln. Mit der Saatguternte trägt der Landesverband Lippe auch zur nachhaltigen Erfüllung der vielfältigen Funktionen seiner Wälder bei.“

Landesverband Lippe bei Studenten hoch im Kurs

Nahmen ein Einzelappartement in Lemgo-Lüttfeld in Augenschein (v. l.): Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, Günther Noack und Rainer Bertram (Immobilienmanagement).

Das Wintersemester hat vor kurzem begonnen. Viele Studierende haben auch dieses Jahr wieder ihren Wohnraum in den insgesamt 330 Studentenwohnungen des Landesverbandes Lippe in Lemgo gefunden. Vermietungsprobleme gibt es keine: „Im Oktober haben wir meist bis zu 30 Studierende auf unserer Warteliste“, so Jürgen Hoppe, Leiter der Immobilienabteilung des Landesverbandes Lippe. Zudem soll die Zahl der Studierenden in Lemgo in den nächsten zehn Jahren weiter steigen.

Landesverbandesvorsteher Kasper freut sich über die Vollbelegung: „Es ist eine sehr dankbare Aufgabe, jungen Menschen günstigen Wohnungsraum zur Verfügung zu stellen. Wir kommen ihr sehr gern nach, da uns die Förderung und Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Region besonders am Herzen liegt.“ 1975 hat der Landesverband angefangen, die ersten Häuser in Lemgo in Lüttfeld zu bauen. Weitere Studentenwohnungen kamen 1991 und 1994 in der Liebigstraße hinzu. Seit einer Sanierung der Lüttfelder Gebäude vor zwei Jahren bieten 330 Wohnungen den Studierenden günstigen Wohnraum.

Neben Einzelappartements gibt es auch 4er-Wohngemeinschaften: „Die Einzelappartements sind sehr beliebt. Dies nicht nur wegen des günstigen Mietpreises, sondern auch wegen der Möblierung und  Ausstattung. Besonders ausländische Studierende wissen es zu schätzen, während ihres oft zeitlich begrenzten Aufenthaltes kein eigenes Mobiliar anschaffen zu müssen“, weiß Hoppe. Dagegen käme es aber auch ab und zu vor, dass ein Bett abgebaut und in den Keller gebracht würde, da findige Platzsparer unter den Studenten auch Hochbetten aufstellen möchten.

Betreut werden die Studentenwohnungen in Lemgo von Rainer Bertram, Verwalter, und Günter Noack, Hausmeister, die auch als Ansprechpartner für die Studierenden jederzeit ein offenes Ohr haben. Auch Philip McCall hilft als Hausmeister mit seinem Einsatz bei den vielfältigen und stetig anfallenden Reparaturmaßnahmen und Instandsetzungen. „Wir haben im September bis zu 80 Wohnungswechsel. Die Rücknahmen und anfallenden Reparaturarbeiten müssen erst einmal bewältigt werden“, so Bertram.

Die Mieteinnahmen dienen derzeit noch der Darlehenstilgung und der Bauunterhaltung. „Die Flure werden derzeit nach und nach renoviert. Da kostet ein Flur schon einmal 8.000 Euro“, so Hoppe. Gäbe es jemals Überschüsse aus den Mieteinnahmen, würden diese als Rücklagen für eventuelle Um- oder Anbaumaßnahmen gespart.

Studierende, die sich nach einem Wohnraum umsehen, werden von der Fachhochschule und dem dortigen AStA auf die Wohnungen hingewiesen. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des Landesverbandes Lippe. Ansprechpartner ist Rainer Bertram unter der Telefonnummer: 05261/988489.

Landesverband Lippe sperrt Parkplätze im Bereich Detmold-Hiddesen

Aufgrund erheblicher, durch Wohnwagen verursachter Verschmutzungen auf Parkplätzen im Forstrevier Hiddesen hat sich das Forstmanagement des Landesverbandes Lippe entschlossen, die betroffenen Plätze zu sperren. Gründe: Die Verschmutzung der Parkplätze hat seit dem Frühjahr 2009 drastisch zugenommen. Die Natur wird massiv und dauerhaft geschädigt, die Qualität des Lebensraumes der dort lebenden Tiere stark gemindert. Gesundheitsgefahren für Bürger und Erholungssuchende sind nicht auszuschließen. Aufgrund der Sperrung können keine Fahrzeuge mehr abgestellt werden. Zu dieser Maßnahme gibt es aus Natur-, Tier-, Gesundheits- und Umweltschutzgründen derzeit keine Alternative. Das Forstmanagement des Landesverbandes Lippe bittet Wanderer, Spaziergänger und Erholungssuchende, die diese Parkplätze bislang zum Parken genutzt haben, um Verständnis.

Landesverband Lippe will Initiative der Bürgerstiftung Schwalenberg im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten unterstützen

Die Künstlerklause in Schwalenberg war viele Jahr­zehnte lang ein zentraler Bestandteil im Künstlerleben der Malerstadt. Die Bürgerstiftung Schwalen­berg möchte die seit vielen Jahren ungenutzte Immobilie nun wieder mit Leben füllen.<s></s>

„Wir begrüßen die Initiative der Bürgerstiftung“, erklärt dazu Ralf Noske, Direktor der Lippischen Kultur­agentur des Landesverbandes Lippe. Stadt Schieder-Schwalenberg und Landesverband Lippe setzten sich seit Langem dafür ein, die Attraktivität der Malerstadt Schwalenberg zu erhöhen und ihre Bedeutung für das kulturelle Leben in Lippe nachhaltig durch Ausstellungen, Projekte und Workshops zu stärken: „Eine Neubelebung der Künstlerklause und das damit einher gehende Engagement der Bürger vor Ort würde unsere Bemühungen ideal ergänzen. Der Diskussion über ein Konzept für die Finanzierung und Bewirtschaftung der Immobilie stehen wir deshalb offen gegenüber.“

Dabei müsse aber berücksichtigt werden, dass der Landesverband Lippe nicht allein für Erwerb, Sanierung und Unterhalt der Immobilie aufkommen könne. „Das technische Immobilienmanagement hat die Immobilie geprüft und dabei erhebliche Mängel festgestellt“, sagt Jürgen Hoppe, Leiter der Immobilienabteilung des Landesverbandes Lippe. Rund eine Million Euro müssten allein für die Sanierung veranschlagt werden – ein Betrag, den der Landesverband Lippe nicht aus eigenen Mitteln bereitstellen könne.

Voraussetzung für eine Beteiligung des Landesverbandes Lippe wäre ein Nutzungskonzept eines Vereins oder einer privaten Stiftung, das Finanzierung und Bewirtschaftung der Künstlerklause sicher stellt. Zudem wäre wichtig, für dieses Konzept Sponsoren oder Förderer zu gewinnen bzw. Förder­gelder vom Land Nordrhein-Westfalen zu erhalten; die Verbandsversammlung  des Landesverbandes Lippe müsse darüber hinaus noch einen Beschluss fassen. „Wir wollen die Eigeninitiative der Bürger der Stadt Schwalenberg gern unterstützen und im Rahmen unserer Möglichkeiten dazu beitragen, dass die Künstlerklause wieder zu einem zentralen Treffpunkt für die Künstler und Bürger Schwalenbergs wird“, so Noske abschließend.

Landesverband Lippe plant umfangreiche Maßnahmen an den Externsteinen

Freuen sich auf das neue Infozentrum (v.r.): Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, Klaus Stein, Geschäftsführer Denkmal-Stiftung, Roland Linde, Schutzgemeinschaft Externsteine und Dr. Ulrich Hermanns.

Für die einen sind sie eine Kultstätte, ein mythischer, Kraft spendender Ort, für die anderen eine zauberhafte Naturkulisse – die Externsteine. In jedem Fall ist die beeindruckende Felsformation ein Publikumsmagnet: Jährlich zählt der Landesverband Lippe als Sachwalter des Naturdenkmals rund eine halbe Million Gäste – Schulklassen, Erholungssuchende, Tagestouristen und Urlauber. Für all diese Besuchergruppen will die Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe, die u. a. die Externsteine verwaltet und touristisch erschließt, das Umfeld deutlich attraktiver gestalten – in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Externsteine e.V. und der Biologischen Station Lippe.

„Die Externsteine mit dem einzigartigen Kreuzabnahmerelief und dem umgebenden Naturschutzgebiet sind ein bedeutendes Natur- und Kulturdenkmal von europäischem Rang“, hebt Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper hervor. Um die unberührte Erhaltung, den Schutz und die Pflege der Externsteine auch in Zukunft garantieren zu können, müssten die Besuchergruppen noch besser informiert und gelenkt werden. „Wir errichten deshalb ein Informationszentrum, in dem eine Ausstellung die einmaligen kulturhistorischen Zeugnisse und menschlichen Spuren an den Felsen sowie Eigenarten und Bedeutung des rund 125 Hektar großen Naturschutzgebietes thematisiert“, ergänzt Klaus Stein, Geschäftsführer der Denkmal-Stiftung. Das Ausstellungskonzept wurde von Frau Dr. Christiane Ruhmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn erarbeitet, für die gestalterische Umsetzung arbeiten das Lippische Landesmuseum und Schutzgemeinschaft Externsteine e.V. eng zusammen. In Kooperation mit dem ehrenamtlich agierenden Verein sollen künftig Führungen und Erlebniswanderungen angeboten werden.

Für Naturliebhaber soll ein Naturerlebnispfad mit GPS-Anbindung geschaffen werden, der an so genanten VIN-Points – Very Interesting Nature – die Lebensräume der oftmals geschützten Tiere und Pflanzen, die im Naturschutzgebiet Externsteine vorkommen, erlebbar macht. Auch hier werde der Landesverband Lippe eng mit der Schutzgemeinschaft Externsteine e.V. und der Biologischen Station Lippe zusammenarbeiten.

„Für das Informationszentrum haben wir vor wenigen Tagen maßgebliche Weichen gestellt: Eine Jury, der Vertreter des Landesverbandes Lippe, der Schutzgemeinschaft Externsteine e.V. und der NRW-Stiftung angehörten, hat über das Gestaltungskonzept entschieden“, führt Stein weiter an. Das Büro Dr. Hermanns aus Münster habe den Zuschlag erhalten. „Uns hat das schlüssige und unseren Vorstellungen entsprechende Konzept überzeugt“, begründet Stein stellvertretend für die Jury-Mitglieder die Wahl.

Die Investitionskosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro. „Davon entfallen rund 500.000 Euro auf Baukosten“, erläutert Jürgen Hoppe, Leiter der Immobilienabteilung des Landesverbandes Lippe. So werde der seit geraumer Zeit leer stehende „Rucksackraum“ neben der Gaststätte an den Externsteinen umgebaut; darüber hinaus sind Verbesserungsmaßnahmen im gesamten Umfeld, einschließlich Eingangsbereich, Parkplatz und Toilettenanlage, geplant.

Ermöglich wird das Projekt mit Fördermitteln: Auf Anregung der Schutzgemeinschaft Externsteine e.V. stellt die Nordrhein-Westfalen-Stiftung für den kulturhistorischen Teil der Ausstellung im Informationszentrum einen Zuschuss von bis zu 250.000 Euro zur Verfügung. „Wir freuen uns über die großzügige Förderung durch die Nordrhein-Westfalen Stiftung. Sie unterstreicht nicht nur die Wichtigkeit dieses Projektes. Sie ist auch für die Schutzgemeinschaft, die sich seit zehn Jahren um Bewahrung der Felsen und deren Erforschung bemüht, ein schönes Ergebnis“, sagt Peter W. Reipschläger, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Externsteine e.V. Für den naturkundlichen Teil der Ausstellung und den Naturerlebnispfad hat der Landesverband Lippe zudem eine Förderung aus EU-Mitteln beantragt; eine grundsätzliche Zusage für eine Fördersumme in Höhe von rund 300.000 Euro liegt vor.

„Somit übernimmt der Landesverband Lippe einen Eigenbetrag in Höhe von rund 600.000 Euro, ein einstimmiger Beschluss der Landesverbandsversammlung dazu wurde bereits im Februar 2009 gefasst“, betont Kasper. „Wir freuen uns, dass sowohl die Landesverbandsabgeordneten als auch die Schutzgemeinschaft Externsteine e. V. und die Biologische Station Lippe dieses Projekt intensiv unterstützen. Durch die Optimierung der Besucherinformation und -lenkung können wir die Verbindung von Kultur und Natur an den Externsteinen besser erlebbar und noch bewusster machen.“ Damit werde das Ensemble in seiner Einmaligkeit aufgewertet und bewahrt, und auch die Gastronomie, gepachtet von Rahmi Bilgi, werde profitieren. Langfristig sei als Ergänzung die Errichtung eines Baumkronenpfades angedacht; derzeit prüfe der Landesverband Lippe Kosten und Nutzen einer solchen Ein­richtung.

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Landesverband Lippe gründet Denkmal-Stiftung

Ist künftig für Verwaltung und Vermarktung von Hermannsdenkmal und Externsteinen verantwortlich: Klaus Stein, Geschäftsführer der Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe.

Das Hermannsdenkmal und das Naturdenkmal Externsteine – sie sind die mit Abstand bedeutendsten Attraktionen und touristische Magnete Lippes, die jährlich über eine Million Gäste anziehen. Um beide Denkmäler künftig noch besser erhalten und pflegen, vor allem aber auch touristisch besser vermarkten zu können, hat  die Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe beschlossen, ihre Verwaltung in einer neuen Denkmal-Stiftung zusammenzuführen. Die Satzung ist am 1. November 2009 in Kraft getreten; Vorsitzender des Kuratoriums der neuen Stiftung ist Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, die Funktion des Geschäftsführers nimmt  Klaus Stein, allgemeiner Vertreter des Landesverbands­vorstehers und Leiter der Hauptabteilung, wahr.

„Hermannsdenkmal und Externsteine sind für den Landesverband Lippe ‚Leuchtturm-Einrichtungen‘, deren gemeinsame Verwaltung Sinn macht: Zum einen können wir dabei Synergieeffekte nutzen, zum anderen das Marketing für beide Denkmäler durch eine gemeinsame Außendarstellung deutlich effektiver gestalten“, erläutert Kasper die dem Entschluss zugrunde liegende Idee. Dazu sei die Hermannsdenkmal-Stiftung in die Denkmal-Stiftung überführt und dieser das Sonder­vermögen Externsteine zur Erhaltung und Verwaltung zugeordnet worden.

„Am Hermannsdenkmal haben wir bereits Investitionen in Höhe von über einer Million Euro vorgenommen, um das Umfeld für das noch laufende Varus-Jahr attraktiver zu gestalten“, betont Kasper. So sei im Mai, zum Start ins Varus-Jahr 2009, das Informationszentrum am Hermannsdenkmal neu eröffnet und der historische Pavillon mit einer Ausstellung von Hermannsdenkmal-Souvenirs wieder errichtet worden. Der Parkplatz sei baulich verbessert und erweitert, die Sanitäranlagen modernisiert und der Kinderspielplatz mit neuen Spielgeräten bestückt worden. „Ein ganz wichtiger Baustein in der Positionierung des Hermannsdenkmals als Mahnmal für Frieden und Völkerverständigung in Europa ist zudem unsere Waldbühne: Hier bietet die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe künftig jedes Jahr ein vielfältiges Kulturprogramm mit nationalen und internationalen Künstlern“, ergänzt Stein.

Auch an den Externsteinen will der Landesverband Lippe im nächsten Jahr viel bewegen. Dazu Stein: „Unser Ziel und Wunsch ist, die Besuchergruppen an diesem kulturhistorisch einmaligen Naturdenkmal besser zu lenken und zu informieren. Wir errichten ein Informationszentrum, in dem es eine Ausstellung geben soll, die zusammen mit der Schutzgemeinschaft Externsteine konzipiert und präsentiert wird.“ Auch ein über GPS erschließbarer Naturerlebnispfad und Führungen durch Mitglieder der Schutzgemeinschaft Externsteine gehören zum Konzept, die Besucher für das umgebende Naturschutzgebiet zu begeistern und zu sensibilisieren. Darüber hinaus werde die Realisierung eines Baumkronenpfades an den Externsteinen geprüft.

„Der Landesverband Lippe schafft derzeit grundlegende Voraussetzungen, um die beiden Denkmäler auch in Zukunft im Sinne aller Lippe verwalten, pflegen und zu noch bedeutenderen touristischen Anziehungspunkten in Lippe und ganz Deutschland weiterentwickeln zu können. Ich freue mich auf diese Herausforderung“, kommentiert Stein seine Bestellung zum Geschäftsführer der Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe.

Bernd Tiemann, Kämmerer des Landesverbandes Lippe und bislang Geschäftsführer der Hermannsdenkmal-Stiftung, sieht in der Gründung der neuen Denkmal-Stiftung eine richtige und zukunftsweisende Entscheidung: „Der begonnene Weg, die vorhandenen Denkmäler um zeitgemäße Attraktionen zu erweitern, wie wir es bereits mit dem Kletterpark und der Waldbühne am Hermannsdenkmal getan haben, wird konsequent fortgesetzt.“

Partnerschaftsbesuch des Landesverbandes Lippe bei der Ostfriesischen Landschaft (Aurich)

Zeigten sich von den Einrichtungen der Ostfriesischen Landschaft und ihrer Bedeutung für die Bevölkerung vor Ort beeindruckt: Landesverbandsabgeordnete und –mitarbeiter mit Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper (7.v.l.), Dr. Rolf Bärenfänger, Landschaftsdirektor der Ostfriesischen Landschaft (2.v.r.), und Helmut Collmann, Präsident der Ostfriesischen Landschaft (1.v.r).

Eine Führung durch die Ostfriesische Landschaft, eine gemeinsame Teestunde mit Rosinenstuten im alten Ständesaal von Aurich und ein Besuch des Kulturdenkmals „Upstalsboom“ – das waren nur einige der Programmpunkte, die die Ostfriesische Landschaft für die Delegation des Landesverbandes Lippe vorbereitet hatte. Grund für die zweitägige Reise war, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbänden neu zu beleben und zu vertiefen sowie Ideen für gemeinsame Projekte zu entwickeln.

Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, der zum ersten Mal die Einrichtungen des Partnerverbandes kennenlernte, zeigte sich beeindruckt: „Die Ostfriesische Landschaft ist in ihrer Geschichte als Ständevertretung eng mit der Identität der ostfriesischen Bevölkerung verbunden. Diese Tatsache schafft eine hervorragende Ausgangsbasis für eine erfolgreiche und lebhafte Zusammenarbeit.“ Dr. Rolf Bärenfänger, Landschaftsdirektor der Ostfriesischen Landschaft, ergänzte: „Mit unseren drei Arbeitsschwerpunkten in der Kultur, Wissenschaft und Bildung nehmen wir eine Vermittlungsposition zur Bevölkerung ein. In unserem vielfältigen Schaffen machen wir uns diese Position immer wieder bewusst.“

Ostfriesische Landschaft und der Landesverband Lippe pflegen seit 1966 partnerschaftliche Beziehungen. Bei regelmäßigen Treffen in Ostfriesland oder Lippe tauschen sich die Mitarbeiter und Abgeordnete der beiden Verbände über Kulturarbeit, Erfahrungen und Projekte aus. „Wir alle wurden auch dieses Mal in vielerlei Hinsicht inspiriert, und haben gemeinsam eine Menge Ideen entwickelt“, betonte Kasper.

So sei demnächst eine Ausstellung über lippische Ziegler in Ostfriesland geplant, deren Aktivitäten als Wanderarbeiter – so genannte „Friesengänger“ – bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Zudem wurde beschlossen, Anfang 2010 die Ausstellung „Bummellied und Hymne – Joseph Viktor von Scheffels ‚Teutoburger Schlacht‘“ der Lippischen Landesbibliothek in der Ostfriesischen Landschaft zu zeigen. Auch ein Austausch von Künstlern, die der Ostfriesischen Landschaft bzw. dem Landesverband Lippe verbunden sind, wurde als mögliches Zukunftsprojekt diskutiert.

„Die Partnerschaft zwischen der Ostfriesischen Landschaft und dem Landesverband Lippe macht Sinn“, kommentierte Kasper das Ergebnis der Reise. „Beide Einrichtungen sind Mitglied im Verband der höheren Kommunalverbände (HKV) und die einzigen im Kreis der Mitglieder, die sich schwerpunktmäßig dem Aufgabenfeld Kunst und Kultur widmen.“ Gemeinsam könnten beide Verbände in diesem Bereich viel bewegen und anstoßen. So wollen beide Partner für die kommende HKV-Tagung, die bei der Ostfriesischen Landschaft in Aurich stattfinden wird, eine gemeinsame Präsentation erarbeiten, die die Vorteile von Kulturarbeit durch Einrichtungen wie die Ostfriesische Landschaft oder dem Landesverband Lippe herausarbeitet.

Offene Ateliers in Lippe

Über 60 lippische Ateliers öffnten am 31.Oktober und 1. November ihre Türen Oktober/November 2009. Kunst lebt vom Gespräch, von der Präsentation in der Öffentlichkeit, der Kommunikation, dem Eindruck und der Resonanz der Betrachter. Was eignet sich dazu besser als eine Tour durch die Ateliers lippischer Künstler? Die Gelegenheit dazu gab es am 31. Oktober und 1. November. An diesen Tagen fanden bereits zum elften Mal die Offenen Ateliers in Lippe statt, die in diesem Jahr erstmals von der Lippischen Kulturagentur des Landesverbandes Lippe organisiert wurden.

Bei den diesjährigen „Offenen Ateliers“ – inzwischen einen feste Veranstaltung in der lippischen Kulturszene – konnten über 60 Künstlerinnen und Künstler aus den unterschiedlichsten Bereichen von Malerei über Bildhauerei bis zu Videoinstallationen zahlreiche Kunstinterssierte begrüßen und anregenden Gespräche führen.

Den Besuchers boten sich ungewöhnliche Einblicke in das Werk der Künstler: So konnten Kunstfreunde unfertige Kunstwerke in Augenschein nehmen und den Künstlern beim Entstehungsprozess über die Schulter schauen.

Forstmanagement des Landesverbandes Lippe baut Angebot an Motorsägenlehrgängen aus

Immer mehr Lipper wollen den umweltfreundlichen und CO2-neutralen Brennstoff Holz nutzen. Das Forstmanagement des Landesverbandes Lippe kann sich deshalb nicht nur über den Absatz von Schwachholz und Schlagabraum freuen, sondern auch über anhaltendes Interesse an seinen Motorsägenlehrgängen: „Wir registrieren nach wie vor eine große Nachfrage, von einer Marktsättigung kann noch keine Rede sein“, erläutert dazu Hermann Kaiser, Leiter des Forstreviers Schieder und Verantwortlicher für die Organisation der Motorsägenlehrgänge.

Mehr als 4.800 Interessierte haben die zuständigen Forstwirte beim Landesverband Lippe seit November 2003 im fachgerechten Umgang mit der Motorsäge geschult – und damit einen unverzichtbaren Beitrag geleistet, um die Sicherheit bei der Waldarbeit zu erhöhen. Für sie hat das Forstmanagement nun ergänzende Lehrgänge konzipiert, die weiter führendes Wissen vermitteln sollen. Der erste dieser Lehrgänge hat bereits Ende Oktober erfolgreich stattgefunden. „In unseren neuen Aufbaulehrgängen lernen die Teilnehmer, die bereits einen Grundlehrgang absolviert haben, das fachgerechte Fällen von Bäumen“, sagt Forstwirtschaftsmeister Thorsten Mühlenhof. Dazu gehörten u. a. die Beurteilung von Bäumen, Fälltechniken, Sicherheitsmaßnahmen, Entastungstechniken und die Ergonomie bei der Arbeit mit der Motorsäge.

Zudem soll es für Frauen im Frühjahr 2010 erstmals einen spezifischen Lehrgang geben: „Sägen und Holzschneiden ist bislang leider eine Domäne der Männer, der Anteil der Frauen an den Motorsägenlehrgangsteilnehmern beträgt bislang nur ein Prozent. Möglicherweise findet ein Kurs, der sich nur an Frauen richtet, Zuspruch. Es ist unser Anliegen, mehr Frauen anzusprechen und zu erreichen“, begründet Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper den Schritt.

Kasper begrüßt die Erweiterung der Kurspalette: „Mit seinen Motorsägenlehrgängen übernimmt der Landesverband Lippe ganz bewusst Verantwortung. Sie tragen nicht nur zur sinnvollen Bewirtschaftung der Forsten bei, sondern unterstützen die Lipper auch in ihrem Bemühen, die Heizkosten zu senken.“ Durch das frühzeitige Reagieren auf sich ändernde Bedürfnisse und Bedingungen hinsichtlich der Brennholzgewinnung habe sich das Forstmanagement einen wertvollen Erfahrungs- und Qualitätsvorsprung gegenüber anderen Anbietern erarbeitet und könne nun, darauf aufbauend, Ergänzungslehrgänge anbieten. „Die Motorsägenlehrgänge des Landesverbandes Lippe sind eine richtige Erfolgsgeschichte“, so Kaspers Fazit.

Bäckerei Nowosad übergibt die erste 500-Euro-Spende an das Anneliese-Müther-Haus in Schlangen-Oesterholz

Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper und Alexander Nowosad mit Kindern und Betreuern des Anneliese-Müther-Hauses.

Im März dieses Jahres hat alles begonnen: Die Bäckerei Nowosad nahm die Produktion von „Hermanns Lippischen Butterkeksen“ auf und sammelt seitdem pro verkaufte Kekspackung 10 Cent für den guten Zweck. Vor ein paar Tagen war es dann soweit: Alexander Nowosad und Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper trafen sich mit Bettina Gehring vom Anneliese-Müther-Haus in Schlangen-Oesterholz und übergaben ihr die erste 500-Euro-Spende. In der Einrichtung findet sich ein umfangreiches, stationäres Jugendhilfeangebot des Westfälischen Kinderdorfes.

Nowosad selbst ist vom Erfolg seiner Idee überrascht und dankt den Lippern und Touristen, die so zahlreich die Hermannkekse gekauft haben, so dass er nach nur einem halben Jahr und 5000 verkauften Packungen die erste Spende übergeben kann. Bettina Gehring vom Anneliese-Müther-Haus bedankte sich herzlich bei Nowosad, gemeinsam wollen sie überlegen, wofür das Geld verwenden werden soll. Aber auch eine Keks-Spende des Bäckers für die Kinder des Anneliese-Müther-Hauses stiftete große Freude: „Die Kekse sind wirklich lecker. Sie haben allen geschmeckt – und waren ganz schnell alle“, so Bettina Gehring.

Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper stand von Anfang an hinter der Idee Nowosads, einen „Hermannkeks“ zu kreieren, und so hat der Landesverband Lippe als Sachverwalter des Hermannsdenkmals  auch gern seine Zustimmung gegeben: „Die Kekse schmecken nicht nur sehr gut, sie dienen auch einem guten Zweck. Das Projekt ist also eine rundum gute Sache für Lippe.“

Zum Abschluss des Treffens lud Kasper die Gruppe des Anneliese-Müther-Hauses zu einer Besichtigung des Denkmals ein. Nowosad kündigte außerdem an, die nächste Spende dem Impuls-Bildungsforum e.V. zukommen zu lassen. Der Verein aus Bielefeld hat in Detmold eine Zweigstelle eröffnet und bietet dort Hausaufgabenhilfe und Förderunterricht an.

Hotelgruppe RIMC International übernimmt Vital Hotel zum Stern und das Burghotel Blomberg

Nach der aktuellen Übernahme von 4 Hotels - Radisson Blu Hotel in Cottbus, Park Plaza in Dresden, Country Park Hotel in Brehna und dem Hotel Am Rosengarten in Bad Wimpfen, - wird die RIMC International nun auch das 4 Sterne Vital Hotel zum Stern  in Horn-Bad Meinberg  und das Burghotel Blomberg am 15. Oktober 2009 übernehmen.

Das Vitalhotel zum Stern wird künftig unter der Marke Choice Hotels Europe mit dem Brand Quality international vermarktet. Das besondere Burghotel wird in die Boutique-Marke Clarion Collection aufgenommen.

Choice Hotels ist einer der größten Franchisegeber weltweit, mit 5.500 angeschlossenen Hotels in 38 Ländern. Die drei weltweit etablierten Marken Comfort, Quality und Clarion tragen mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen der Individualität unserer Partner Rechnung und verschaffen ihnen durch das klare Markenbild einen deutlichen Wettbewerbsvorteil.

„Neben der internationalen Vermarktung ist uns auch der regionale Bezug sehr wichtig“ so Marek Riegger, Geschäftsführer der RIMC International. Der Landesverband Lippe wird sich nach wie vor für beide Hotels mit verantwortlich zeigen. Es wurde eine gemeinsame Betriebsgesellschaft (die RIMC-Lippe Hotelbetriebsgesellschaft mbH) zusammen mit der RIMC International gegründet, in der Herr Bernd Tiemann und Herr Marek N. Riegger die Geschäftsführung übernehmen.

Die Gesellschaft des LVL, die HoGaBe (Hotel- und Gaststätten betriebsgesellschaft LVL mbH) wird zur gegebener Zeit aufgelöst.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die beiden Hotels in Westfalen zu unserem Portfolio zählen dürfen. Eine internationale Positionierung sowie die nationale Vermarktung durch unsere Gruppe werden die Schwerpunkte für die nächsten Monate.“ so Gert Prantner und Marek Riegger, geschäftsführende Gesellschafter der RIMC International.

Bis zum Ende des Jahres sind noch 3 weitere Hotelübernahmen der RIMC International geplant.

Die RIMC International mit Sitz in Hamburg, ist eine der führenden Hotelbetriebs- und Beratungsgesellschaften weltweit. In den letzten 19 Jahren hat die RIMC rund 100 Hotelprojekte im In- und Ausland realisiert. Die RIMC kann mit ihrer Idee, mit maßgeschneiderten Managementlösungen Hotels zu betreiben und gegebenenfalls zu revitalisieren große Erfolge aufweisen.

Das Unternehmen zählt mittlerweile zu den Top 50 der umsatzstärksten Hotelgesellschaften auf dem deutschen Markt. Die Hotelexperten der Unternehmensberatungsgesellschaft Treugast haben die Leistungen der RIMC ebenfalls bestätigt und sie in ihrem Investment Ranking mit A bewertet. An der Spitze stehen Gert Prantner und Marek N. Riegger als geschäftsführende Gesellschafter.

Interessengemeinschaft Waldbesitzerinnen Nordrhein-Westfalen besucht Forst des Landesverbandes Lippe

Standortgerechte Bewirtschaftung von Buchenreinbeständen, angepasst an Nachfrage und Marktbedingungen – diesem Thema widmete sich die Interessengemeinschaft Waldbesitzerinnen Nordrhein-Westfalen bei einem Ortstermin in den Wäldern des Landesverbandes Lippe. Im Forstrevier Nassesand, zwischen Schlangen und Detmold-Berlebeck gelegen, erkundeten sie gemeinsam mit Hans-Ulrich Braun, Leiter des Forstmanagements beim Landesverband Lippe, und Revierleiter Gottfried Helmers Buchenbestände unter­schiedlichen Alters und informierten sich über deren spezifische Pflege.

„Unser Ziel ist es, in Lippe großflächige Buchenbestände mit standortangepassten Beimischungen von anderen Holzarten – z. B. Esche, Ahorn, Kirsch, oder auch Fichte und Lärche – zu erhalten und zu pflegen, weil wir in Lippe einen Markt vorfinden, der die nahezu 100prozentige Verwertung aller Sortimente erlaubt“, erläuterte Braun. So hätten Sperrholz-, Säge- und Furnierwerke in der nahen und näheren Umgebung ihren Sitz; außerdem sei die Zahl der privaten Brennholzwerber in der Region Lippe recht hoch. „Wir können somit die ganz Bandbreite an Buchenrundholzsortimenten wirtschaftlich erfolgreich absetzen – eine Tatsache, die auch historisch bedingt ist, denn bereits unsere Vorfahren haben Buchenbestände in Lippe umsichtig gepflegt und genutzt.“ Anders im Sauerland beispielsweise, wo die Buchenbewirtschaftung eine eher untergeordnete Rolle spielte.

Eine hohe Wertschöpfung, so Braun weiter, erziele das Forstmanagement des Landesverbandes Lippe mit hoch gewachsenen, starken, glattstämmigen Buchen, hier könnten durchschnittlich bis zu 300 Euro pro Festmeter Buchenwertholz auf dem Markt erzielt werden (zum Vergleich: Buchenbrennholz erreicht ca. 30 Euro pro Festmeter): „Dazu setzen wir auf die Erziehung von Buchen, die bei der Ernte zehn bis zwölf Meter Stammholz liefern“, ergänzte Helmers. Das erfordere Geduld und Umsicht bei Pflegemaßnahmen wie Kronenlichtung oder Astreinigung: „In Beständen, die auf Naturverjüngung gründen, beginnen wir mit ernst zu nehmenden Pflegemaßnahmen erst, wenn eine astfreie Schaftlänge von zehn bis zwölf Metern erreicht worden ist, dann sind die Bäume ca. 50 bis 60 Jahre alt: Wir nehmen nur leichte Eingriffe vor und fördern gezielt einzelne Buchen, so genannte Z-Bäume (Zukunftsbäume), die einen hohen Wertertrag versprechen.“ Diese Vorgehensweise garantiere mög­lichst viele Zukunftsstämme pro Hektar.

Die Waldbesitzerinnen der Interessengemeinschaft folgten den Erläuterungen mit großem Interesse und diskutierten ihre Anwendbarkeit in den eigenen Forsten: „Hier spielen sicher die Marktbedingungen vor Ort eine große Rolle, aber auch die Bodenbeschaffenheit und Höhenlage“, urteilte Antje Lange stellvertretend für ihre Kolleginnen. Die Erziehung und Pflege von Buchenbeständen in Waldgebieten wie etwa dem Sauerland sei nur langsam umsetzbar; weil zum einen Standortbedingungen vorherrschten, zum anderen entsprechende Absatzmöglichkeiten aufgebaut werden müssten. Dennoch seien die Anwendungsbeispiele aus dem Forstmanagement des Landesverbandes Lippe wertvolle Information und Anregung zugleich, insbesondere mit Blick auf den Klimawandel und ein von den Betrieben angestrebte Risikostreuung durch Baumartenwechsel. Der anschließende Austausch über Holzabnehmer, Marktbedingungen, Waldpflege generell und standortspezifische Überlegungen rundete den Ausflug der Waldbesitzerinnen in den Forst des Landesverbandes Lippe ab.

Die Waldbesitzerinnen der Interessengemeinschaft mit Gottfried Helmers (l.) und Hans-Ulrich Braun (r).

Landesverband Lippe beschließt Investitionen in Höhe von rund fünf Millionen Euro für Bad Meinberg

Ein klares Bekenntnis zum Kurort Bad Meinberg und die Staatsbad Meinberg GmbH haben die Mitglieder der Landesverbandsversammlung auf ihrer heutigen Sitzung gefasst: Die Landesverbandsabgeordneten stimmten einem von Verbandspolitik und Verwaltung erarbeiteten „Zukunftskonzept Bad Meinberg“ einstimmig zu  – und machten so den Weg frei für Investitionen in Höhe von rund fünf Millionen Euro, die über einen Zeitraum von zwei Jahren in die Attraktivierung des Standortes fließen werden.

„Der Landesverband Lippe hat erkannt, dass Bad Meinberg als Kurort nachhaltig gestärkt und mithilfe von Investitionen attraktiver gestaltet werden muss, um zukunftsfähig zu bleiben. Wir übernehmen hier ganz deutlich Verantwortung“, kommentierte Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper nach der Versammlung. Das Konzept beinhalte umfassende Verbesserungsmaßahmen und Umbauten beim Thermal- und Mineralbad, dem Stern-Gesundheitszentrum, dem Rose-Badehaus und dem Kurgast- und Kongresszentrum. Abgerundet werde das Konzept durch Aufwendungen für die Einhaltung der Energieeinsparverordnung.

„Unser Ziel ist, Bad Meinberg mit den genannten Einrichtungen zu einem Vital- und Kongresszentrum auszubauen und zu etablieren“, so Kasper weiter. Aufgrund der Umsatzrückgänge im klassischen Geschäft mit Kuren sei es wichtig, neue Schwerpunkte zu setzen: „Das sollen neben den von Kurdirektor Wolfgang Diekmann erfolgreich eingeführten Kompaktkuren und der verstärkten Vermarktung des Alleinstellungsmerkmals Moor auch Wellness- und Kurzurlaubangebote für Selbstzahler sowie Komplettangebote für Veranstaltungen und Kongresse sein.“

Rund Zwei Millionen Euro habe die Verbandsversammlung bereits für die Sanierung des Thermal- und Mineralsbades vor geraumer Zeit beschlossen, die Gesamtinvestitionen stellten sich nun wie folgt dar:

 

Stern Gesundheitszentrum

346.000 €

 

Rose-Badehaus

163.000 €

 

Kurgast- und Kongresszentrum

340.000 €

 

Thermal- und Mineralbad, Sanierung

2.100.000 €

 

Thermal- und Mineralbad, Attraktivierung

 

 

SUMME:

      4.984.000 €

2.035.000 €

 

 

 

 

Zu den Plänen zählen u. a.: die Neueinrichtung von vier Anwendungsräumen im Stern-Gesundheitszentrum für Massagen, Kosmetik, Ayurveda-Behandlungen, Packungen und Moorbäder; die Umgestaltung des Eingangsbereiches im Kurgast- und Kongresszentrum sowie Optimierung von Leseraum, Gastronomie, Räumen und Theatersaal; Umgestaltung des Eingangsbereiches des Thermal- und Mineralbades sowie Optimierung von Umkleidebereich, Moorbadehaus und Gymnastikraum.

Landesverband Lippe plant Einrichtung eines Baumkronenpfades

Der Nationalpark Hainich in Thüringen stand Mitte August im Mittelpunkt eines erkenntnisreichen und informativen Besuches von Landesverbandsabgeordneten und Mitarbeitern des Landesverbandes Lippe. Als wichtigste Anregung nahmen sie dabei die mögliche Einrichtung eines Baumkronenpfades auf landesverbandseigenen Waldflächen mit. Der Wirtschaftsaus­schuss des Landesverbandes Lippe hat deshalb auf seiner Sitzung am 19. August 2009 eine Empfehlung an die Verbandsversammlung formuliert, die Realisierung eines solchen Pfades an den Externsteinen –  unabhängig von der Frage der Realisierung eines Nationalparks im Teutoburger Wald – wohl­wollend zu prüfen.

Der Rundgang durch den Nationalpark Hainich startete in Weberstedt, der am dichtesten am Nationalpark liegenden Gemeinde. Dort erläuterte zunächst der Leiter der Nationalparkverwaltung, Manfred Großmann, das Konzept des Parks und dessen wichtigste Kenngrößen. Anschließend führte Revierleiter Jens Wilhelm die Lipper durch einige Flächen, um praktische Beispiele zur Besucherlenkung und Waldentwicklung vorzustellen. Die Exkursion endete am Nationalparkzentrum Thiemsburg mit der Besichtigung des Baumkronenpfades, eines Steges, der als besondere Attraktion in einer Höhe von 20 bis 25 Metern auf einer Länge von etwa einem halben Kilometer durch die Wipfel des Waldes führt.

Für die Einrichtung eines Nationalparks an dieser Stelle habe gesprochen, dass im Hainich als größtem zusammenhängenden Laubwald Deutschlands noch auf sehr großer Fläche naturnahe buchenreiche Waldgesellschaften kalk- und nährstoffreicher Standorte vorhanden waren. Da etwa ein Viertel der Fläche, auf der Buchen weltweit von Natur aus vorkommen, auf Deutschland entfällt, wurde damit der besonderen Verantwortung für den Schutz und Erhalt dieser Artengemeinschaften nachgekommen. Zugleich erhielt die durch grenznahe Lage und Militärpräsenz über Jahrzehnte benachteiligte Region einen neuen Kern, an dem sich touristische Angebote ausrichten können.

Dank der bis etwa 1991 laufenden Nutzung als Truppenübungsplatz sei der gut 7.500 ha große Nationalparkwald, der sich heute zu 94,4 Prozent im Eigentum des Landes Thüringen und zu 5,4 Prozent im Eigentum der Stadt Bad Langensalza befindet, von Verkehrswegen nahezu unberührt. Traditionelle Wanderwege, deren Rückbau zu kritischen Diskussionen hätte führen können, bestanden nicht. Demgegenüber wurden einige, infolge der militärischen Nutzung gesperrte Bereiche durch Einrichtung neuer Wanderwege wieder zugänglich.

Der größte Teil des Nationalparkwaldes (91 Prozent) ist mittlerweile gänzlich ungenutzt. Selbst die auf etwa drei Prozent der Gesamtfläche stockenden Nadelholzforste können überwiegend sich selbst über­lassen bleiben. Borkenkäfer sind hier angesichts der großen Distanz zu bewirtschafteten Beständen kein Problem. Vielmehr beschleunigen sie auf den reichen Böden die natürliche Umwandlung in Laubwald.

Der vom Land Thüringen getragene Nationalpark wird derzeit von 25 Rangern und acht Verwaltungsmitarbeitern betreut. Hinzu kommen ehrenamtlich tätige Helfer. Die Erschließung erfolge über neun rings um den Park angeordnete Portale.

Der touristische Schwerpunkt liege allerdings mit sehr weitem Abstand beim Baumkronenpfad am Nationalparkzentrum Thiemsburg. Tatsächlich biete dieser einen einzigartigen und beeindruckenden Einblick in einen sonst dem Menschen unzugänglichen Bereich des Waldes. Bauherr des auf Stadtwaldflächen im Nationalpark errichteten, rund vier Millionen Euro teuren Pfads ist die Stadt Bad Langensalza. Der Betrieb erfolgt durch ein hierfür geschaffenes Regionales Kompetenzzentrum. Die Nationalparkverwaltung sei an dieser Stelle lediglich unterstützend tätig.

Die Landesverbandsabgeordneten und Mitarbeiter des Landesverbandes Lippe dankten Manfred Groß­mann und Jens Wilhelm für die interessanten Einblicke in Anlage und Bewirtschaftung des National­parks Hainich. „Wir haben viel über die Voraussetzungen für einen Nationalpark und das Kosten-Nutzen-Verhältnis lernen können“, kommentierte Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper.

Landesverbandsabgeordnete und Mitarbeiter des Landesverbandes Lippe bei der Besichtigung einer in natürlicher Umwandlung befindlichen Nadelholzfläche im Nationalpark Hainich

Landesverband Lippe plant Restaurierungsmaßnahmen am Aussichtsturm am Kahlenberg in Schieder

Diskutierten Verbesserungsmaßnahmen für den Aussichtsturm auf dem Kahlenberg (v. r.): Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, Ralf Mühlenmeier und Forstamtsrat Hermann Kaiser

Der Aussichtsturm auf dem lippischen Kahlenberg – er zählt seit mehr als 150 Jahren zu den touristischen Anziehungspunkten der Region um Schieder-Schwalenberg. Sein Zustand und der ihn umgebende Baumbewuchs standen nun im Mittelpunkt eines gemeinsamen Besuchs von Ralf Mühlenmeier, Kreistagsmitglied aus Schieder-Schwalenberg, Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper und Forstamtsrat Hermann Kaiser, zuständiger Revierleiter beim Landesverband Lippe.

„Der 30 Meter hohe Aussichtsturm wurde 1840/41 im Auftrag von Fürst Leopold II. auf dem Kahlenberg errichtet“, wusste Mühlenmeier, der sich in Schieder-Schwalenberg um das Bürgermeisteramt  bemüht, zu berichten. Mit der Errichtung des Turmes und gleichzeitigen Erweiterung des Schlossgartens wurden damals 27 Tagelöhner und mehrere Maurer aus Schieder und Brakelsiek be­schäftiget.

Derzeit sei der Turm nicht in bestem Zustand, der Landesverband Lippe werde deshalb kleinere Restaurierungsmaßnahmen vornehmen, einen neuen Betontritt installieren und das Informationsschild erneuern. Die vor 20 Jahren entwendete, einst im Turm installierte Messingplatte, auf der die Orte der Umgebung als Landmarken verzeichnet waren, solle zudem ersetzt werden, waren sich Kasper und Mühlenmeier einig.

Zur Frage der Sichtfreiheit auf Schieder diskutierten sie mit Kaiser eine mögliche Abholzung des Waldes. Dazu müssten mindestens 2 ha Wald um den Turm herum entnommen werden, das sei jedoch aus forstwirtschaftlicher Sicht und aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht umsetzbar. Kaiser dazu: „Der Kahlenbergturm steht in einer sturmexponierten Lage. Entfernt man so viel Wald, nimmt man dem dahinter liegenden Wald seinen Windschutz. Dies würde zu einer akuten Sturmgefährdung führen.“ Stattdessen sei nun geplant, eine Sichtschneise zu schlagen, die den Wanderern und Schiederanern wieder den freien Blick auf einen Teil Schieders bietet.

Im Anschluss an die Besichtigung auf dem Kahlenberg gingen Mühlenmeier und Kasper noch durch die Schwalenberger Altstadt. Der Problematik der vielen, leerstehenden Häuser müsse ein konkretes, kreatives Stadtentwicklungskonzept entgegengesetzt werden, so Mühlenmeier. Dabei solle auch der Landesverband Lippe eingebunden werden, der im Besitz mehrerer Immobilien sei und Ausstellungen und die jährliche Sommerakademie in Schwalenberg in enger Kooperation mit der Stadt realisiere.

Landesverband Lippe plant Restaurierung des Archäologischen Erlebnispfads Oesterholz (Schlangen)

Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper entwickelt zusammen mit Dr. Elke Treude vom Lippischen Landesmuseum Detmold Pläne für eine Restaurierung des Archäologischen Erlebnispfads Oesterholz (Schlangen).

Im Jahr 1982 ließ der damalige Direktor des Lip­pischen Landesmuseums, Friedrich Hohenschwert, den archäologischen Erlebnispfad in Oesterholz anlegen. Damit machte er lippische Bodendenkmäler und Ausgrabungsergebnisse für die Öffent­lichkeit in freier Natur erlebbar. Der archäologische Rundweg führt durch eine kleine Grabhügel­landschaft aus der Bronzezeit.

Nach 18 Jahren bedurfte der Erlebnispfad einer Restaurierung, die im Jahr 2000 in enger Zusammenarbeit von Institutionen des Landesverbandes Lippe, dem Naturpark Eggegebirge und südlicher Teutoburger Wald, dem Heimat- und Verkehrsverein Oesterholz-Haustenbeck und der Gemeinde Schlangen erfolgte. Auch wissenschaftlich wurde der Pfad über­arbeitet: Er erhielt eine neue Beschilderung, die Hügel wurden noch einmal freigelegt und zwei Re­konstruktionen ermöglichen seitdem erstmalig auch einen Blick in einen bronzezeitlichen Grabhügel. Für die Planung und Umsetzung der Restaurierungsmaßnahmen zeigten sich das Lippische Landesmuseum, das Wald- und Forstmuseum Heidelbeck und das Freilichtmuseum Oerlinghausen gemeinsam verantwortlich: Das Projekt „Archäologischer Erlebnispfad“ ist ein Beispiel für die stetige und erfolgreiche Zusammenarbeit der Institutionen des Landesverbandes Lippe.

Auch in diesem Jahr wird nun wieder gemeinsam verbessert und verschönert. Auf einem Rundgang bei strahlendem Sonnenschein nahmen Andreas Kasper, Verbandsvorsteher Landesverband Lippe, und Dr. Elke Treude, stellvertretende Direktorin des Lippischen Landesmuseums, den Erlebnispfad in Augen­schein und entwarfen Pläne für eine erweiterte Restaurierung. Neben dem Druck neuer Schil­der und der Anlegung naturnaher Wege, die Wind und Wetter standhalten, ist auch die Freilegung des ersten Grabhügels geplant, der zurzeit noch unter Baum- und Strauchbewuchs liegt.

Der Archä­ologische Erlebnispfad Oesterholz reiht sich ein in die archäologischen Highlights, die Lippe zu bieten hat. Die Denkmalpflege in Lippe hat eine lange Tradition. Der Landesverband Lippe ist besonders stolz darauf, dass er laut Sonderregelung immer noch selbst mit der Bodendenkmalpflege betraut ist. Die Bedeutung der Archäologie in Lippe zeigt sich an der erneuten Ausrichtung der „Jahres­tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e.V.“ in Kooperation mit dem Lippischen Landesmuseum Detmold. Sie findet vom 31. August bis 3. September 2009 in der Hochschule OWL in Detmold statt.

Betriebsausflug Landesverband Lippe

Wegen des diesjährigen Betriebsausflugs ist die Verwaltung des Landesverbandes Lippe im Schloss Brake in Lemgo am Donnerstag, dem 3. September 2009, geschlossen. Wir bitten um Verständnis. 

 

Neue Stipendiaten für das Künstlerhaus Schwalenberg ausgewählt

Entschieden sich nach langen Diskussionen für zwei Stipendiatinnen (v. l.): Dr. Mayarí Granados, (Kunstreferentin der Lippischen Kulturagentur), Andreas Kasper (Landesverbandsvorsteher), Moritz Ilemann (2. stellv. Landesverbandsvorsteher) sowie Ralf Noske (Direktor der Lippischen Kulturagentur).

Über 60 Bewerbungen um das Schwalenberg-Stipendium des Landesverbandes Lippe für Bildende Künstler 2009/2010 haben die Kulturagentur des Landes­verbandes Lippe dieses Jahr erreicht – quer durch alle Sparten der Bildenden Kunst und von hoch­karätigen, vielversprechenden jungen Künstlern aus ganz Deutschland sowie dem europäischen Aus­land. Entsprechend schwer fiel der Jury die Auswahl: Die Entscheidung musste fallen zwischen Malerei, Bildhauerei, Installationen oder Videokunst. Außerdem hatten sich viele Absolventen renom­mierter Kunsthochschulen beworben.

Die Jury, bestehend aus Dr. Mayarí Granados (Kunstreferentin der Lippischen Kulturagentur), Ralf Noske (Direktor der Lippischen Kulturagentur), Andreas Kasper (Landesverbandsvorsteher) und Moritz Ilemann (2. stellv. Landesverbandsvorsteher) nahm vier Bewerber in die engere Auswahl, an­schließend erfolgte ein persönliches Gespräch mit den Kandidaten. „Persönlichkeit und Ausstrahlung eines Künstlers fließen in die Bewertung ein, weil die Künstler die Malerstadt Schwalenberg mit Künst­lergesprächen und Tagen des Offenen Ateliers beleben sollen“ so Dr. Mayarí Granados. Außerdem sei wichtig, dass sich die Künstler in einem kleinen Ort wie Schwalenberg wohl fühlen und dort kreativ arbeiten können, weshalb die Bewerber den Ort Schwalenberg erkundeten. Das Stipendium gewon­nen haben die Bildhauerin Ji Eun Yoon aus Münster und die Malerin Kathrin Hoffman aus Hamburg.

Ji Eun Yoon, geboren 1974 in Seoul, Korea, studierte an der Kunstakademie in Münster und war Meisterschülerin bei Kathrina Fritsch und Mike und Dirk Löbbert. In ihren Arbeiten verschmilzt die typische Formensprache der Bildhauerin Kathrina Fritsch mit der asiatischen Manga-Tradition.

Kathrin Hoffmann, geboren 1977 in Laubach (Hessen), studierte an der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel bei Prof. Peter Nagel und Birgit Jensen. In ihren großformatigen Malereien verschmelzen die Medien Fotografie und Malerei in Szenarien, die an die Epoche der Romantik erinnern.

Die Stipendiatinnen werden ab 1. Oktober 2009 im Künstlerhaus in Schwalenberg für acht Monate leben und arbeiten und im Laufe dieser Zeit ihre Werke der Öffentlichkeit in Künstlergesprächen, Tagen der Offenen Ateliers sowie in der Abschlussausstellung im Mai 2010 vorstellen.

Die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe präsentiert auf der WALDBÜHNE AM HERMANNSDENKMAL:MONSCHEINKINO vom 31. Juli bis 9. August 2009

Probierten schon mal die Guckkasten-Perspektive am Hermann (v. r.): Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, Sponsor Norbert Helmhold (Mediawerkstatt Lemgo), Ronald Herzog (Filmhaus Bielefeld) und Landrat Friedel Heuwinkel.

Große Filme, auf großer Leinwand, im größten Kinosaal der Welt – das versprechen die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe und das Filmhaus Bielefeld vom 31. Juli bis zum 9. August 2009 jeden Abend auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal. „Das Terrain eignet sich nicht nur hervorragend für Freiluftkino, es rundet unser Konzept, ein möglichst vielfältiges, kulturelles Programm zu bieten und dabei viele Zielgruppen – darunter auch die Cineasten unter den Lippern – anzusprechen, auf ideale Weise ab“, erläutert Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper.

Die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe habe mit dem Filmhaus Bielefeld, das seit geraumer Zeit „Mondscheinkino“ anbietet, einen professionellen Partner gewinnen können. „Die Stadt Detmold hat bereits einige Male in Kooperation mit dem Filmhaus Mondscheinkino am Hangar geboten. Daran wollen wir anknüpfen und das kulturelle Angebot in Lippe im Segment Programmkino für den Sommer bereichern“, betont Ralf Noske, Leiter der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe. Mit dem beleuchteten Hermannsdenkmal im Hintergrund werde das Mondscheinkino zu einem Erlebniskino der ganz besonderen Art. „Dank der Hilfe eines spezialisierten Gerüstbauers werden wir außerdem eine Leinwand in der Größe von ca. 12 x 20 Metern installieren. Die Zuschauer dürfen sich also auf eine der größten Freiluft-Leinwandflächen in ganz Ostwestfalen-Lippe freuen – das verspricht Kinogenuss auf höchstem Niveau“, kündigte Noske ergänzend an. Apropos Genuss: Selbstverständlich werden die Besucher das Kinoübliche Angebot an Getränken und Popcorn auf der Waldbühne vorfinden.

Ronald Herzog vom Filmhaus Bielefeld freut sich auf die Zusammenarbeit mit der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe: „Freiluftkino ist immer ein ganz besonderes Erlebnis, denn nach Sonnenunter­gang, in lauen Sommernächten, erwachen große Stars und große Filmen zu ganz neuem Leben.“ Die Waldbühne am Hermannsdenkmal biete eine grandiose Kulisse für Leinwandspektakel wie SLUMDOG MILLIONÄR, BURN AFTER READING oder WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS. „Bei der Zusammenstellung des Programms haben wir darauf geachtet, Filme mit Charakter auszuwählen. Mit BUDDENBROOKS, DER VORLESER und DRACHENLÄUFER bieten wir drei der erfolgreichsten Literaturverfilmungen der letzten Jahre. Besonders freut uns, dass wir mit SHOPPEN und KEINOHRHASEN deutsche Komödien von Format ins Programm nehmen konnten. Das Mondscheinkino am Hermann bietet damit eine Mischung aus Filmkunst und anspruchsvollem Mainstream-Kino. Diese Mischung war auch in den vergangenen Jahren bei den Lipper Filmfans sehr erfolgreich.“ Die Waldbühne zu Füßen des Hermannsdenkmals sei der mit Abstand interessanteste Filmschauplatz, den das Filmhaus Bielefeld bislang bespielen durfte, so Herzog abschließend.

Nähere Infos: www.kulturagentur-online.de

Die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe präsentiert auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal: EXTRABREIT und das Bremer Kaffeehaus-Orchester

Freuen sich auf zwei hochklassige Konzerte unterm "Hermann" (v.r.): Klaus Fischer (Bremer Kaffeehausorchester), Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, Ralf Noske (Leiter der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe) und Rainer Heller (Bürgermeister der Stadt Detmold).

Sie verspotteten die Polizei, zündeten die Schule an, beschworen die Wonnen der Kleptomanie und die Abgründe des Kokains: Ende der 70er entdeckten fünf Jungs aus Hagen die Schönheit der 3-Minuten-Gitarrenhymne mit rotzig-subversiven Texten und eroberten damit die Charts: EXTRABREIT. Die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe holt die Erfinder des deut­schen Pop-Punks nach Lippe: „Am 11. Juli 2009 präsentieren wir mit EXTRABREIT eine der erfolg­reichsten deutschen Bands auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal“, kündigte Landesverbands­vorsteher Andreas Kasper heute an.

Neben alten Hits werde dabei die im Mai 2009 neu erschienene CD „Neues von Hiob“ im Mittelpunkt des Konzerts stehen. „Neues von Hiob liefert einen Nonstop-Trip durch alle Facetten des extrabreiten Musikuniversums – von melodischen Punk-Krachern bis zu düster-atmosphärischen Zustands­beschreibungen“, warb Ralf Noske, Leiter der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe. „Sie haben sich vorgenommen, hier auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal zu beweisen, dass EXTRABREIT auch live nach wie vor zum Besten zählen, was deutsche Rockmusik zu bieten hat.“

Unterhaltung der ganz anderen Art steht am darauf folgenden Sonntag auf dem Programm der Waldbühne am Hermannsdenkmal: Kaffeehausmusik. „Die fünf Musiker des Bremer Kaffeehaus-Orchesters stellen mit ihrer Musik eine Verbindung her, zwischen dem Hochgenuss eines klassischen Konzerterlebnisses und dem Auftritt einer spritzigen Live-Band", weiß Kasper zu berichten. Ob Wiener Melodien oder Schlager der 20er Jahre, ob Swing-Klassiker oder Pariser Chansons – ohne die Tradition zu verleugnen, kreieren die Musiker aus dem „Rohmaterial“ ihre ureigene Kaffeehausmusik, und die klinge, einmal gehört, einfach unverwechselbar. „Das Bremer Kaffeehaus-Orchester wurde 1990 in Bremen von den fünf Musikern Constantin Dorsch, Klaus Fischer, Johannes Grundhoff, Anselm Hauke und Gero John gegründet und spielt bis heute in dieser Besetzung“, fährt Noske fort. „Sie haben ihre eigene Konzertreihe im Bremer Konzerthaus ‚Glocke‘ und sind dort regelmäßig ausverkauft, darüber hinaus sind sie bundesweit auf Gastspielreisen unterwegs.“

Klaus Fischer vom Bremer Kaffeehaus-Orchester findet es ganz fantastisch, auf derselben Bühne zu stehen wie die Kollegen von EXTRABREIT. „Kompliment an die Veranstalter für diesen Mix. Obwohl wir ganz andere Instrumente spielen und vielleicht auch etwas weniger Strom verbrauchen, haben wir ähnliche Interessen: Wir wollen für unsere Zuhörer da sein, sie kommen, um uns zu sehen, und das wollen wir honorieren.“ Das Ensemble wolle Klassik nicht als „Museumsmusik toter Komponisten“ spielen, sondern lebendig im Hier und Jetzt: „Was gestern Pop war, ist morgen womöglich schon Klassik. Bei uns sitzt Johann Strauß mit Edith Piaf und Luciano Pavarotti zusammen am selben Kaffeehaus-Tisch, oder Amadeus Mozart zeigt Glenn Miller ein paar Tricks beim Billard.“

Um die Konzerte lebendig zu gestalten, moderiere Fischer zwischendurch: „Dabei erzähle ich etwas über uns und die Musik – und je nachdem auch über das Universum. Ich beziehe mich auf die Leute im Publikum, sage mehr oder weniger, was mir gerade einfällt. So bleiben die Ansagen auch für meine Kollegen spannend.“ Insgesamt führe dies fürs Publikum zu einem entspannteren Konzerterlebnis, meint Fischer. Für ihn und seine Kollegen seien Leichtigkeit und Schwung wichtig – und Klangfülle. „Das Ensemble klingt nicht wie ein Kammermusik-Quintett, sondern eher ‚fett‘ und orchestral – so kommt auch das ‚Orchester‘ in den Ensemblenamen.“ Jeder der fünf habe auf seinem Instrument eine üppige Klangvorstellung, man schreibe sich die Arrangements so auf den Leib, dass es nach „mehr“ klinge. „Und wir spielen die Musik ,expressiv‘: Die Leute sollen etwas fühlen beim Hören.“ Daher trage die neueste CD des Ensembles auch den Titel „Café Espressivo“ – „sie soll entspannt zu hören sein, wie in einem Café, und sie soll wirken wie eine gute Tasse Espresso.“

 

 

Die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe präsentiert auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal: "Verlorene Liebesmüh‘" und "Der Räuber Hotzenplotz"

Nahmen im Vorfeld Tuchfühlung auf mit den Puppen der Teutoburger Puppenbühne Bielefeld (v. l.): Bernd Kühnel (Puppenbühne), Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, Monika Quast (Puppenbühne) und Landrat Friedel Heuwinkel.

Am 3. Juli 2009 präsentiert die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe ab 20:30 Uhr das von überregionalen Feuilletons hoch gelobte Theater Poetenpack aus Potsdam mit seiner Interpretation der Shakespeareschen Komödie „Verlorene Liebesmüh‘“. „Poetenpack hat es sich zum Programm gemacht, ungewöhnliche Orte in Schauplätze zu verwandeln“, wirbt Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper für das seit 1999 bestehende, freie Theater aus professionellen Schauspielern, Musikern, Sängern und Regisseuren. „Durch die Inszenierungen erfahren diese Orte eine Verwandlung und können so aus neuer, anderer Sicht wahrgenommen werden.“ Mit Spannung könne deshalb die Inszenierung zu Füßen des Hermannsdenkmals erwartet werden, denn „genau das ist unser Ziel: Das Monument öffnen für neue Sichtweisen, für Internationalität und Völkerverbundenheit.“
Mit „Verlorene Liebesmüh‘“ habe sich Poetenpack ein hochironisches Spiel um Versteck und Offenbarung, Spott und Verehrung, Verliebtheit und Verdrossenheit ausgesucht, dessen Wortgefechte vom jungen William Shakespeare mit spitzer Feder niedergeschrieben wurden. „Eine Gruppe männlicher Helden will sich von der Weiblichkeit zurückziehen“, deutet Ralf Noske, Leiter der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, zum Inhalt an, „doch natürlich lässt es sich Shakespeare nicht nehmen, diese Helden mit der geballten Kraft der Weiblichkeit zu konfrontieren.“
Theaterspaß für Groß und Klein verspricht die Teutoburger Puppenbühne Bielefeld am Sonntag, dem 5. Juli 2009, in zwei Vorstellungen um 11 bzw. 15:30 Uhr. „Das seit 1974 bei Kindern und jung Gebliebenen äußerst erfolgreiche Puppentheater setzt mit seinen Inszenierungen Akzente in der deutschen Puppenspielszene“, weiß Kasper zu berichten. Auf der Waldbühne werde „Der Räuber Hotzenplotz“ gezeigt, ein Stück, das erstmalig 1983 in das Repertoire der Teutoburger Puppenbühne Bielefeld aufgenommen wurde. „Die Inszenierung der Bielefelder wird von Pädagogen und Veranstaltern positiv bewertet“, betont Noske – aufgrund des Wiedererkennungswertes, der Variationen der Spielerstimmen, der kindgemäßen Sprache sowie der Art der musikalischen Untermalung.

 

 

Kulturagentur des Landesverbandes Lippe veröffentlicht „Christian Wilhelm von Dohm – ein Mann der Aufklärung im preußischen Staatsdienst“ in der Reihe Lemgo.Persönlichkeiten

Mit dem Heft über Christian Wilhelm von Dohm legt die Autorin Heike Wüller den vierten Teil der Reihe Lemgo.Persönlichkeiten vor.
Die Reihe wird von der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe zusammen mit der Stand Lemgo herausgegeben. Ziel dieser Reihe ist es, in kurzer Form Persönlichkeiten aus der Stadtgeschichte vorzustellen. Entweder haben diese Personen einen großen Teil ihres Lebens in Lemgo verbracht und vor Ort gewirkt oder wuchsen dort auf, um später an anderer Stelle Bedeutendes zu leisten. Allen Heften gemein ist der gut lesbare populärwissenschaftliche Stil der Texte mit kurzen Kapiteln und die reichhaltige Bebilderung. Auf die Wissenschaftlichkeit der Texte wird großen Wert gelegt, daher besteht das Redaktionsteam aus einer Mitarbeiterin der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe (Birgit Baumann [in Vertretung für Frau Dr. Sabine Klocke-Daffa]) zusammen mit zwei ausgesprochenen Lemgo-Experten: Frau Dr. Gisela Wilbertz (ehemalige Leiterin des Stadtarchivs) und Dr. Jürgen Scheffler (Leiter des Hexenbürgermeisterhauses).
Christian Wilhelm von Dohm wurde im Dezember 1751 in Lemgo geboren. Er gilt als „Prototyp der deutschen Aufklärer“. Er war ein umfassend gebildeter Publizist und Jurist, der den größten Teil seines beruflichen Lebens als Beamter in preußischen Staatsdiensten verbracht hat. Als Diplomat hat er sich einen Namen gemacht und gilt als einer der Vorreiter der Judenemanzipation. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Lemgo nahm er 1769 ein Studium auf, wechselte jedoch vom Studienfach Theologie zu Jura und kam nach mehreren Ortswechseln schließlich nach Göttingen, dem damaligen Treffpunkt aufstrebender Intellektueller. Dohm erstand 1773 Bücher und Akten aus dem Nachlass eines weiteren bekannten Lemgoers, dem Japanforscher Engelbert Kaempfer, dessen „Geschichte und Beschreibung von Japan“ er bearbeitete und publizierte. Ab 1779 war er im Preußischen Staats¬dienst als Archivar tätig, tat sich jedoch schwer damit, seine freiheitliche und kritische Denkweise den ihm teilweise widerstrebenden Anforderungen unterzuordnen. Der jüdische Philosoph Moses Mendelssohn ermutigte Dohm dazu, eine Schrift mit seinen Gedanken zum gesellschaftlichen Status der Juden zu verfassen. Das Heft Über die bürgerliche Verbesserung der Juden erschien 1781 und fand großen Anklang. 1789 erlebte Dohm als Diplomat Aufruhr und Revolutionsgedanken in Aachen und Lüttich mit, aber auch die Niederschlagung der „Lütticher Affäre“ im Januar 1791. Im Gegensatz zu anderen, die 1789 nur kommentierend über die Ereignisse schreiben, war Christian von Dohm als politisch Handelnder involviert. Ab 1806 arbeitete von Dohm für das Königreich Westphalen und ging 1808 bis 1810 als königlich westfälischer Gesandter nach Dresden. 1810 zog er sich auf einem Gut in Pustleben bei Nordhausen am Harz in den Ruhestand zurück. Hier starb er im Mai 1820.

Das Heft Christian Wilhelm von Dohm – ein Mann der Aufklärung im preußischen Staatsdienst ist für 2,50 € im Buchhandel erhältlich.

 

 

 

Wiederaufbau des Waldes nach 60 Jahren abgeschlossen: Forstabteilung des Landesverbands Lippe stellt Ergebnisse der Forsteinrichtung vor

Landesverbandsabgeordnete und Mitglieder der Verbandsleitung des Landesverbandes Lippe bei ihrer Forstbereisung am 24. Juni 2009 am Forsthaus Nassesand.


Lohn für jahrzehntelange Arbeit und Pflege und rundum positive Entwicklungen – das sind die wesentlichen Ergebnisse der soeben abgeschlossenen Forsteinrichtung für die Wälder des Landesverbandes Lippe. Sie wurden den Landesverbandsabgeordneten auf der gestrigen Verbandsversammlung im Rahmen einer Forstbereisung durch das Forstrevier Nassesand zwischen Schlangen und Berlebeck vorgestellt.
„Forsteinrichtungen sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben und müssen alle zehn Jahre durchgeführt werden“, erläuterte dazu Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper. Ziel der dabei erarbeiteten Planung sei es, die Bewirtschaftung von Forstvermögen unter Beachtung der forstgesetzlichen Vorgaben und Berücksichtigung der in den Landschaftsplänen des Kreises Lippe festgelegten, naturschutzfachlichen Auflagen so zu steuern, dass diese den Grundsätzen des nachhaltigen Bewirt¬schaftens entspricht.
„Die Ergebnisse der Einrichtung können sich sehen lassen“, lobte Thomas Oppermann von der Firma Deutsche Forstberatung Th. Oppermann, die die Daten in 20-monatiger Arbeit erstellt hat. „Die Forsten des Landesverbandes Lippe sind in einem hervorragenden Zustand.“ Wichtigstes Fazit: Der Holzvorrat in den landesverbandseigenen Wäldern hat mit 3,7 Mio Festmetern einen optimalen Wert erreicht. „Damit haben wir den Wiederaufbau in unseren Wäldern, der aufgrund der extrem hohen Einschläge während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit nötig geworden war, abgeschlossen“, kommentierte Kasper dieses Ergebnis. „Die Forstabteilung hat ihre Wälder in den vergangenen 60 Jahren umsichtig bewirtschaftet und vielfach auf Einschläge verzichtet. Deshalb ist es uns nun erstmals möglich, so viel Holz zu nutzen wie zuwächst“, ergänzte Hans-Ulrich Braun, Leiter des Forstmanagements des Landesverbands Lippe.
Der jährliche Hiebsatz wurde dementsprechend nach oben korrigiert: „Wir haben den Satz für die kommenden zehn Jahre auf rund 127.000 Festmeter festgelegt“, so Braun weiter. Die Kunden der Forstabteilung werde das freuen: „Wir können der heimischen Holz- und Holz verarbeitenden Industrie, aber auch privaten Abnehmern wie Brennholzverwertern künftig auf Wunsch größere Holzmengen zur Verfügung stellen.“
Ein weiteres, positives Resultat sei ein gesteigerter Zuwachs: „Insbesondere bei der Naturverjüngung haben wir unser Soll mehr als erfüllt: Rund 2.500 Hektar gesicherter Nachwuchs auf insgesamt 16.000 Hektar Holzboden – das ist ein überdurchschnittlicher Wert.“ Damit habe die Forstabteilung den Grundstein für zukünftige Waldgenerationen – und für eine solide, wirtschaftliche Basis für den Landesverband Lippe gelegt. Auch die Verteilung der Baumarten habe sich erfreulich entwickelt: „Die Forsteinrichter haben uns mit rund 70 Prozent einen außergewöhnlich hohen Laubholzanteil attestiert, ein historischer Höchstwert. Der Anteil der Fichte ist dagegen weiter zurückgegangen“, wusste Kasper zu berichten. Der Landesverband Lippe habe demnach seine langfristigen Bemühungen, die landschaftsprägende Buche und ihre begleitenden Baumarten nachhaltig zu fördern, konsequent und erfolgreich verfolgt.
„Schließlich wurde erstmals der Anteil von liegendem und stehendem Totholz in unseren Wäldern bei der Forsteinrichtung erfasst. Auch hier können wir sehr zufrieden sein: Rund 67.000 Festmeter totes Holz als idealer Nährboden für Käfer und Insekten und Schutzraum für Vögel – damit wird der Landesverband Lippe im mehr als ausreichendem Maße den Ansprüchen an Ökologie, Natur- und Artenschutz gerecht“, hob Braun hervor.
Ziel in den kommenden zehn Jahren werde sein, den Laubholzanteil zu halten, „eine Aufgabe, die mit Blick auf die überdurchschnittlich gute Naturverjüngung gut zu bewältigen ist.“ Der Anteil der Monokulturen – sie machen rund 20 Prozent an den verbandseigenen Wäldern aus – solle weiter verringert und besondere Waldbiotope schonend gepflegt werden. „Langfristig gesehen werden wir unsere Wälder etwas stärker nutzen – natürlich unter Beachtung der strengen Auflagen für eine naturnahe, nachhaltige Waldbewirtschaftung“, schloss Kasper die Aufzählung der Ziele ab.
Er und Braun wiesen zudem darauf hin, dass neben der Forsteinrichtung parallel eine Betriebsinventur durchgeführt worden sei. „Hier kam ein modernes Verfahren zum Tragen, das uns genauere Zahlen zur Entwicklung unserer Wälder geliefert hat. Dank dieser Inventur konnten wir beispielsweise die positive Entwicklung bei den Zuwächsen sehr gut nachvollziehen.“ Die Zahlen ermöglichten außerdem Erkennt¬nisse zur Entwicklung der landesverbandseigenen Wälder in einem Zeitraum von 30 Jahren. „So können wir frühzeitig Tendenzen erkennen und gegebenenfalls gegensteuern.“

 

 

Die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe präsentiert auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal: „Gemeinsame Sache – OWL-Kulturbühne“ und „Weltnacht Festival. Wir verbinden die Welt“ mit Seun Kuti & Fela's Egypt 80 aus Nigeria

Seun Kuti

Am 20. Juni 2009 präsentiert die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe unter dem Motto „Gemeinsame Sache“ ein Konzert der Top-Musiker der Region: Blues-Entertainer Dieter Kropp, das Trio Fillips Firma, die Chanson- und Jazzsängerin Ulrike Wahren, Gitarrenvirtuose Richie Arndt, Kontrabassist Fritz Krisse, Percussiontalent Joss Turnbull, die Mittelalterband Duivelspack sowie der Liedermacher Bernd Begemann bringen eine abwechslungsreiche Revue aus Blues, Folk, Jazz und Chanson auf die Waldbühne am Hermannsdenkmal. Sie werden unterstützt von Micky Meinert, Fritz Feger, Zacky Tsoukas und Achim Meier. Beginn ist 20:30 Uhr.
„Unser Wunsch war es, lokale und regionale Künstler zusammen zu bringen und ihnen ein Forum in ihrer Heimat zu bieten“, formuliert Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper die ursprüngliche Idee. „Die Fans aus Ostwestfalen-Lippe haben so die Chance, ‚ihre‘ Künstler praktisch vor der Haustür erleben zu können.“ Ralf Noske, Leiter der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, konnte für dieses „Heimspiel“ den Detmolder Liedermacher Dirk Schelpmeier gewinnen, das hochkarätige Programm für das Konzert zusammenzustellen. „Die Künstler haben sofort zugesagt: Denn die Waldbühne am Hermanns¬denkmal bietet ihnen eine spektakuläre Kulisse und eine außergewöhnliche Atmosphäre – mitten im lippischen Wald, zu Füßen des Hermannsdenkmals. Einen besseren Rahmen kann man sich für Musik aus Lippe für Fans in Lippe kaum vorstellen.“
International wird es dagegen am 26. Juni 2009: Ab 20:30 Uhr erobern Seun Kuti und Fela's Egypt 80’s aus Nigeria die Waldbühne am Hermannsdenkmal – unter dem Motto: „Weltnacht Festival. Wir verbinden die Welt“. „In seinen fantastischen Live-Shows überzeugt Seun Kuti mit Afrobeat pur. Die Musik geht sofort ins Blut – und ins Tanzbein“, wirbt Kasper für den Weltstar. „Sein persönlicher Stil, seine dunkle, ausdrucksstarke Stimme und seine Saxophonsolos sind absolut beeindruckend“, ergänzt Noske. Hinzu komme eine fantastische, 20-köpfige Band mit einer Dynamik, die sich aus einem Zusammenspiel von Blasinstrumenten, Schlagzeug, E-Gitarre, Bass und Tänzern und Tänzerinnen ergibt.
Partner der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe für das Festival ist das Welthaus Bielefeld e. V. „Der letzte Sohn von Fela Anikulapo Kuti, des berühmtesten Musiker Afrikas, hatte die große Ehre, die legendäre Band seines Vater Egypt 80s zu übernehmen“, weiß Michael Lesemann, Kulturreferent vom Welthaus Bielefeld, Leiter des Weltnacht Festival und Mitveranstalter vom Carnival der Kulturen, zu berichten. Seit Jahren hole das Weltnacht Festival große Stars aus Afrika und Mittel- und Südamerika nach OWL. Mit Seun Kuti und Egypt’s 80s habe der Programmmacher gemeinsam mit der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe einen der Superstars im Genre Weltmusik nach Detmold geholt. Es handele sich bei dem Konzert um den einzigen Auftritt in ganz Deutschland.
Mit enormer Kraft treibe Seun Kuti die Musiker seines Vaters an und greife dabei sowohl auf das musikalische Repertoire der Familie Kuti als auch auf eigene Kompositionen zurück. „Weit über Afrika hinaus ist der Sound bis heute berühmt für seine kraftvolle, originäre Musik.“ Mit einem Mix aus Jazz und Funk, dem unverwechselbaren Groove afrikanischer Percussion und den „Kuti-typischen“, politischen Phrasen und Gesängen führe Seun Kuti die Tradition des Afrobeats fort. Auf den Straßen von Lagos sei Seun Kuti als Frontman der Egypt 80’s inzwischen akzeptiert. Heute, mit seiner zehnjährigen Erfahrung als Bandleader und der entsprechenden Reife und Verantwortung, erwecke er mit dieser Band die ursprüngliche Inkarnation des Afrobeat wieder zum Leben. Dazu Seun Kuti: „Die Band war das Wichtigste für meinen Vater. Ich wollte nicht, dass sie stirbt!“

 

 

„Elisabeth Engels – Die Frau Direktorin. Eine mutige Pädagogin in schwieriger Zeit, 1892 bis 1970“ von Karl-Heinz Bebermeier, herausgegeben von der Schloss Varenholz GmbH und dem Landesverband Lippe

Elisabeth Engels war eine hervorragende Pädagogin von großer Ausstrahlungskraft. Die Kraft für ihr unermüdliches pädagogisches Wirken im Dienste der Erziehung floss ihr aus der persönlichen Erkenntnis zu, „dass eine besondere natürliche Begabung auch eine besondere Leistung zur Pflicht mache.“ Ihr Lebensziel bestand darin, die Seelen der ihr anvertrauten Kinder für das Gute, Wahre und Schöne aufzuschließen, ihre Verstandeskräfte zu wecken und zu formen und ihren Sinn und Willen auf Arbeit, Ordnung, Pflichterfüllung und ein festes Lebensziel zu richten. Von dieser Aufgabe ihres Lebens war sie überzeugt und erfüllt.
Es sind dies Tugenden, die sich auch heute noch in den Erziehungszielen auf Schloss Varenholz wieder¬finden und nichts von ihrer Aktualität verloren haben.

Der Autor, Karl-Heinz Bebermeier, legt mit dem Buch eine umfangreiche Biografie der Internatsgründerin vor. Er hat bei seinen Recherchen unter anderem den Geburtstort und verschiedene weitere Lebensstationen von Elisabeth Engels besucht, deren Verwandte befragt und eingehende Archivarbeit geleistet. Im Archiv des Landesverbandes Lippe suchte er nach Urkunden und Briefwechseln zur Schulgründung. Es war ihm möglich, neben Fotos aus Privatbesitz auch die Entnazifizierungsurkunde für die Publikation zu beschaffen. Einige jener Briefe, die Frau Engels nach dem Krieg entlasteten und ihre besondere Haltung und den Umgang mit den Schutzbefohlenen darstellen, sind im Buch abgedruckt.
In drei über die reine Biografie hinausgehenden Teilkapiteln liefert Bebermeier Zusatzinformationen, mit deren Hilfe Elisabeth Engels besser in den politischen und pädagogischen Kontext ihrer Zeit eingeordnet werden kann. Während ein Exkurs die Entwicklung der Frauenbewegung beschreibt, fokussiert eine weitere die Reformpädagogik, die den Mittelpunkt des Arbeitsansatzes von Frau Engels bildete. Das dritte Zusatzkapitel setzt sich mit Begriffen der Waldorfpädagogik Rudolf Steiners auseinander.
Die besondere Hervorhebung in der Covergestaltung lässt die Vorderseite wie ein Schulheft erscheinen, auf dem ein Foto der Direktorin als Andenken liegt.
Das Buch hat die ISBN 978-3-936225-26-6 und kostet im Buchhandel 14,50 €.

Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat den Haushalt des Landesverbandes Lippe für 2009 genehmigt

Das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat den am 18. Februar 2009 von der Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe verabschiedeten Haushalt 2009 genehmigt. Das mit der Rechtsaufsicht für den Landesverband Lippe betraute Ministerium sah die Bedingungen für eine Genehmigung „hinreichend erfüllt“, forderte den Landesverband Lippe aber auf, die begonnene Haushaltskonsolidierung konsequent fortzusetzen.

„Die Zustimmung des Innenministeriums unterstreicht, dass Verbandsversammlung und Verbandsleitung mit der Konzeption des Haushaltes 2009 einen guten und richtigen Weg eingeschlagen haben“, kommentiert Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper die Genehmigung. Mit den außerordentlichen Zuflüssen aus dem Verkauf der RWE-Beteiligung (rund 39,9 Mio Euro) und dem Erlös aus der Veräußerung der Gewährträgerschaft Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt (76 Mio Euro) wird der Landesverband Lippe seine Schulden und Investitionsstaus abbauen und somit langfristig seine wirtschaftliche Basis stärken.

„Mit Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung ist jedoch nicht auszuschließen, dass wir einen Nachtrag zum Haushalt 2009 fassen müssen“, betonte Kasper gleichzeitig. Die allein durch Kostensteigerungen weiter anwachsenden Ausgaben in dem für den Landesverband Lippe so wichtigen Bereich Kultur erforderten eine maßvolle Ausgabenpolitik bzw. weitere Einsparungen. „Trotz verbesserter Finanzsituation und genehmigtem Haushalt müssen wir auch künftig kostenbewusst wirtschaften“, ergänzte Landesverbandskämmerer Bernd Tiemann.

Der Haushalt umfasst ein Gesamtvolumen von rund 200 Mio Euro (inkl. Staatsbäder, Hermannsdenkmalstiftung und Teilhaushalte Sondervermögen).

 

 

Zustimmung zur Veräußerung der Lippischen Landes-Brandversicherungsanstalt erteilt: Landesverband Lippe fließen Erlöse in Höhe von 76 Millionen Euro zu

Der Landesverband Lippe hat heute vom nordrhein-westfälischen Innenministerium die Zustimmung zur Veräußerung der Gewährträgerschaft über die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt an die Provinzial Rheinland-Holding erhalten. Damit erlangt der bereits im August 2007 abgeschlossene Kaufvertrag zwischen dem Landesverband Lippe und der Rheinischen Provinzial nunmehr Wirksamkeit. Der vereinbarte Kaufpreis in Höhe von 76 Millionen Euro wird in den nächsten Tagen an den Landesverband Lippe überwiesen, die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt wechselt damit endgültig ihren Eigentümer. „Das ist ein historischer Tag mit einer Entscheidung, die sowohl die Zukunft des Landesverbandes Lippe als auch die der Lippischen Landes-Brandversicherungsanstalt nachhaltig sichert“, kommentiert Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper die Nachricht aus Düsseldorf.
Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Änderung des Gesetzes über die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt, der Zustimmung des Bundeskartellamtes und der entsprechenden Zustimmung der Gremien beim Landesverband Lippe und der Provinzial Rheinland, habe nur noch die Zustimmung des Innenministeriums gefehlt; sie schien zwischenzeitlich nicht gesichert. In den vergangenen Monaten habe die Verbandsleitung jedoch in intensiven Gesprächen und umfangreichen Schriftwechseln alle Barrieren aus dem Weg räumen können. „Mit viel Überzeugungsarbeit und diplomatischem Geschick ist es uns gelungen, die Zustimmung des Innenministeriums zu erringen“, erläutert Kasper dazu.
Der Landesverband Lippe hat 60 Jahre lang die Verantwortung für eine der ältesten öffentlich rechtlichen Versicherungseinrichtungen in Deutschland sehr erfolgreich wahrgenommen. Die veränderten Wettbewerbsbedingungen auf dem Versicherungsmarkt machten es jedoch erforderlich, einen starken, neuen Partner für die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt zu suchen, um dem Unternehmen auch langfristig eine Perspektive zu eröffnen. Mit der Provinzial Rheinland-Holding hat der Landesverband Lippe diesen Partner für die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt gefunden. „Bei aller Wehmut über die Trennung von der Lippischen Landes-Brandversicherungsanstalt, sind wir äußerst zuversichtlich, für die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt und ihre Mitarbeiter eine zukunftsfähige Lösung gefunden zu haben“, ist Kasper überzeugt.
Der Landesverband Lippe werde mit einem Teil des Verkaufserlöses in Höhe von 76 Millionen Euro die Entschuldung abschließen und damit langfristig seine wirtschaftliche Basis stärken. Nur so könne der Landesverband Lippe auch in Zukunft seiner Rolle als der Kulturdienstleister der Region gerecht werden. Ein weiterer Teil der Erlöse werde zudem für den Abbau des Investitionsstaus eingesetzt. „Angesichts erheblicher Mindereinnahmen und der Auswirkungen der Finanzkrise, wird der Landesverband Lippe aber weiterhin auf Sparkurs bleiben“, betont Verbandskämmerer Bernd Tiemann. Die allein durch Kostensteigerungen weiter anwachsenden Ausgaben in dem so wichtigen Bereich Kultur erforderten auch nach Auffassung der Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe weiterhin eine maßvolle Haushaltskonsolidierung; weitere Einsparungen seien deshalb unumgänglich. „Wir sehen es als Verpflichtung, trotz verbesserter Finanzsituation auch künftig kostenbewusst zu wirtschaften“, so Kasper abschließend.

Pressemitteilung des Landesverbandsvorstehers Andreas Kasper

Mit Schreiben vom 3. Juni 2009 ist mir mein im Jahre 2004 von der Universität Göttingen verliehener Doktortitel aberkannt worden. Die im Januar 2009 gegenüber der Universität Göttingen vorgetragenen und von mir öffentlich gemachten Vorwürfe wurden von der juristischen Fakultät der Universität Göttingen zum Anlass genommen, meine Doktorarbeit zum Thema „Sozialsponsoring“ erneut zu prüfen. Dabei hat sich nunmehr ergeben, dass die Doktorarbeit nicht den nötigen wissenschaftlichen Anforderungen entspricht.

Ich habe damals auf die Korrektheit der eigenen Zitierweise vertraut. Mängel in der Zitierweise wurden leider nicht bei der gutachterlichen Prüfung meiner Doktorarbeit durch zwei Professoren erkannt. Eine Korrektur oder Überarbeitung wurde deshalb nicht verlangt und ich blieb in dem Glauben, den wissenschaftlichen Anforderungen im Kern genügt zu haben.

Aus heutiger Sicht mögen Teile der Doktorarbeit Mängel aufweisen. Diese waren aber erkennbar und nicht geeignet, mir den Titel im Nachhinein abzuerkennen. Aus diesem Grunde ziehe ich nun eine Klage gegen die Entscheidung in Erwägung.

Die Aberkennung hat nach rechtlicher Prüfung keine dienst- oder strafrechtlichen Konsequenzen. Die Führung des Doktortitels war keine Voraussetzung für meine Wahl zum Verbandsvorsteher. Vielmehr waren meine juristische Ausbildung mit wirtschaftlichen Kenntnissen und vor allem auch meine beruflichen Erfahrungen beim kommunalen Spitzenverband und in leitender Funktion im größten niedersächsischen Landesministerium für meine Wahl zum Verbandsvorsteher vor ausschlag­gebender Bedeutung.

Ich habe die Fraktionsvorsitzenden der Landesverbandsversammlung und die stellvertretenden Verbandsvorsteher über die Entscheidung der Universität und meine Absicht, voraussichtlich den Klageweg zu beschreiten, informiert.

 

 

Landesverband Lippe eröffnet neues Informationszentrum und historischen Pavillon am Hermannsdenkmal

Freuen sich auf zahlreiche Besucher im neuen Informationszentrum am Hermannsdenkmal: Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, Bernd Tiemann (Landesverbandskämmer und Geschäftsführer der Hermannsdenkmalstiftung) sowie Hans-Jürgen Schalski (Immobilienabteilung Landesverband Lippe).

Rund 43 Tonnen bringt der „Hermann“ auf der Grotenburg bei Detmold auf die Waage. Doch er ist auch in anderer Hinsicht ein „Schwergewicht“: Mit mehr als 250.000 Besuchern pro Jahr ist der grüne Recke die Hauptattraktion der Region. Um die Touristen und historisch Interessierten vor Ort noch besser über die Geschichte des Denkmals, attraktive Ausflugs­ziele in Lippe oder kulturelle Veranstaltungen informieren zu können, hat der Landesverband Lippe als Eigentümer des Denkmals erheblich in die Aufwertung des Umfeldes am Hermannsdenkmal investiert: Pünktlich zur Eröffnung der Waldbühne am Hermannsdenkmal und zum Startschuss für das Internationale Kulturprogramm im Varusjahr 2009 am 30. Mai 2009 eröffnete der Landesverband Lippe heute das Informationszentrum und den historischen Pavillon.

„Mit der Wiedereröffnung von Informationszentrum und Holzkiosk ist der Landesverband Lippe einen großen Schritt in seinen Anstrengungen für die Attraktivierung des Hermannsdenkmals – und damit der gesamten Region – vorangekommen“, betonte Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper bei der Einweihung. Das Varusjahr 2009 biete eine große Chance für eine Neupositionierung des „Hermanns“ als mahnendes Friedensdenkmal und moderne, europäische Begegnungsstätte. „In dieser Hinsicht war es uns wichtig, den Service vor Ort zu verbessern: Wir haben das aus dem Jahr 1992 stammende Informationszentrum erweitert und auf den neuesten Stand gebracht sowie die Öffnungszeiten an die des Denkmals angepasst. Zudem bieten wir hier Publikationen und ausge­wählte Souvenirs zum Verkauf an“, erläuterte Klaus Stein, allgemeiner Vertreter des Landesverbands­vorstehers und u. a. verantwortlich für die Koordination der Beiträge des Landesverbandes Lippe zum Varus-Jahr 2009 und das Informationszentrum.

Das Informationszentrum soll zentrale Anlaufstelle auf dem Gelände des Hermannsdenkmals werden. Dem Besucher stehen attraktive Informations- und Shopangebote auf über 40 Quadratmetern zur Verfügung. Die Außenfassaden wurden in einer Holz-Aluminiumkonstruktion neu gestaltet, durch die großzügigen Glasflächen erhält das Gebäude einen transparenten, freundlichen Charakter. Unterstützt wird diese Atmosphäre durch die Möblierung in hellen Ahornholzoberflächen im Wechsel mit akzentuierenden Rottönen. Im ehemaligen Filmvorführraum wird zukünftig eine neue Multimediapräsentation zu erleben sein. Ein in Lippe bisher einmaliges Touchscreensystem, das durch die Fassadenverglasung bedient werden kann, bietet den Besuchern auch außerhalb der Öffnungszeiten die Möglichkeit, umfangreiche Informationsangebote abzurufen. „Insgesamt hat der Landesverband Lippe über die Hermanns­denkmal­stiftung rund 100.000 Euro in den Umbau investiert“, so Bernd Tiemann, Landesverbandskämmerer und Geschäftsführer der Hermanns­denkmalstiftung.

Betreiben werde der Landesverband Lippe das Informationszentrum künftig gemeinsam mit den Partnern Lippe Tourismus & Marketing AG und Stadt Detmold. Dazu Kasper: „Wir sind außer­ordentlich froh, dass wir beide für dieses Projekt gewinnen konnten, denn sowohl die Lippe Tourismus & Marketing AG als auch die Stadt Detmold bringen beträchtliche Erfahrungen und Kompetenz im Bereich Tourismus und Marketing mit. Zudem unterstreicht unsere Kooperation hier oben am Hermanns­denkmal einmal mehr, dass wir gemeinsam für Lippe viel bewegen können.“ Auch Landrat Friedel Heuwinkel, Aufsichtsratsvorsitzender der Lippe Tourismus & Marketing AG, gewinnt der künftigen Zusammenarbeit nur positive Seiten ab: „Ich begrüße das Engagement des Landes­verbandes Lippe am Hermannsdenkmal und sehe diese Zusammenarbeit als einen weiteren wichtigen Schritt zur Bündelung aller Kräfte und Kompetenzen in Lippe. In den vergangenen Jahren haben wir erfolgreiche Kooperationen aufgebaut. Das Hermannbüro, die Tourist-Information Lippe & Detmold und die Zusammenarbeit der Lippe Tourismus & Marketing AG mit den Städten Horn-Bad Meinberg, Lage und Schieder-Schwalenberg sind eine gute und bereits erfolgreiche Ausgangsbasis geworden, um die touristische Dachmarke ‚Land des Hermann – Teutoburger Wald‘ zu vermarkten. Denn genau dazu gibt es eine langfristige Strategie, die auf den diesjährigen Aktivitäten aufbaut. Die Aufmerksamkeit Varus/Hermann 2009 gilt es zu nutzen und durch darauf aufbauende Marketing­maßnahmen zu festigen."

Rainer Heller, Bürgermeister der Stadt Detmold, ergänzt: „Konsequent verfolgen die Partner das Ziel, eine erfolgreiche touristische Marke auf- und auszubauen. Die Besucher erhalten eine bessere Orientierung, abgestimmte Serviceleistungen (z.B. Hotelbuchungen) und schnellere Informationen. Das Hermannsdenkmal profiliert sich für den Touristen, davon können alle Partner nur gewinnen. Und wir erhoffen uns, dass das Hermannsdenkmal ein Stückchen näher an die Stadt heranrückt.“

Neben dem Informationszentrum wird künftig auch der historische Pavillon den Besuchern des Hermanns­denkmals einen lohnenden Mehrwert bieten. Unter der Leitung von Dr. Elke Treude vom Lippischen Landesmuseum wurde eine spannende Ausstellung über inzwischen mehr als 130 Jahre Besucher­geschichte am Hermannsdenkmal konzipiert und installiert. „Ende der 1950er Jahre waren zwei dieser Kioske in Holzbauweise errichtet worden, die Eis, Eintrittskarten, Postkarten sowie Kitsch und Klüngel rund um das Thema Hermannsdenkmal verkauften. Einer der Pavillons wich 1992 dem Informationszentrum, der andere wurde 2007 von der Firma Euwatec gGmbH abgebaut“, erläuterte Axel Bley, Leiter des Technischen Immobilienmanagements beim Landesverband Lippe. Im Rahmen eines Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekts für arbeitslose Jugendliche und langzeitarbeitslose Erwachsene seien alle Teile des Holztragwerks sorgfältig gereinigt und aufgearbeitet und ab Herbst 2008 wieder aufgestellt worden. Zudem wurde eine Stahlstütze errichtet, das Dach neu eingedeckt und neue Fenster- und Türelemente sowie modernes Ausstellungsmobiliar eingefügt. Rund 80.000 Euro wurden für die Maßnahmen aufgewendet.

„Die Ausstellung dokumentiert mit zahlreichen Abbildungen, Texten und Exponaten die wechselvolle Geschichte des Denkmals als Anziehungspunkt für Touristen aus Deutschland und der ganzen Welt“, hob Dr. Treude hervor. Sie dankte Frank Huismann vom Büro Scriptorium (Marsberg) für die Planung und Jörg Piron für die grafische Betreuung. „Außerdem wäre die Bestückung des historischen Pavillons ohne Wilfried Mellies nicht möglich gewesen“, würdigte Dr. Treude abschließend die großzügige Bereitstellung von Exponaten aus dessen umfangreicher Sammlung.

 

 

Stadtwerke Lemgo, Landesverband Lippe und Elisabeth-Engels-Stiftung unterzeichnen Rahmenvertrag für Blockheizkraftwerk im Schloss und Internat Varenholz

Freuen sich über Sinn und Nutzen des Blockheizkraftwerkes: Jürgen Hoppe, Leiter der Immobilienabteilung des Landesverbandes Lippe, Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, Arnd Oberscheven, Geschäftsführer der Stadtwerke Lemgo, Werner Stock, Stadtwerke Lemgo (v.l., hinten), sowie (v.l. vorn) Friedrich-Wilhelm Nagel und Friedel Köstering von der Elisabeth-Engels-Stiftung.

Wohlige Wärme und Strom rund um die Uhr, und dazu noch ein gutes Gewissen – die Schule und das Internat im Schloss Varenholz werden künftig über ein Blockheiz­kraftwerk (BHKW) nach neustem, technischem Standard versorgt. Dazu haben heute die Stadtwerke Lemgo, der Landesverband Lippe und die Elisabeth-Engels-Stiftung einen Rahmenvertrag unter­zeichnet.

„Die alte Ölheizung im Schloss Varenholz war abgängig und nicht mehr effektiv, sie soll nun, zusammen mit der alten Gasheizung, durch ein modernes Blockheizkraftwerk ersetzt werden, das die Stadtwerke Lemgo errichten und betreiben“, erläuterte Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper den Hintergrund. Das Blockheizkraftwerk werde eine elektrische Leistung von 47 Kilowatt und eine thermische Wärmeleistung von 98 Kilowatt aufweisen, ein moderner Gasbrennwertkessel werde die Anlage für die Bewältigung von Spitzenbetriebszeiten im Winter ergänzen.

Die Entscheidung sei für alle Partner sinnvoll und Gewinn bringend: „Blockheizkraftwerke funk­tionieren nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, das heißt die Abwärme, die bei der Erzeugung von Strom entsteht, wird genutzt. So ergibt sich nicht nur ein höherer Gesamtnutzungsgrad, es werden bei der neuen Anlage in Varenholz pro Jahr auch 130 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Umwelt entlassen“, betonte Kasper. Damit führe der Landesverband Lippe seine Anstrengungen für Klima- und Umweltschutz in Lippe konsequent fort. So wurde erst im Oktober 2008 eine baugleiche Anlage im Hotel Burg Blomberg in Betrieb genommen.

Auch bei den Stadtwerken Lemgo wird die neue Anlage rundum positiv bewertet. „Unser Ziel ist, verstärkt dezentral Strom auf umweltfreundliche Weise zu erzeugen und zu verkaufen“, sagte Geschäftsführer Arnd Oberscheven. „Wir freuen uns, dass uns der Landesverband Lippe als Eigentümer der Immobilie Schloss Varenholz und die Elisabeth-Engels-Stiftung als Vermieterin der Räume an die Privatschulgesellschaft Schloss Varenholz die Möglichkeit zu dieser Zusammenarbeit einräumen.“ Die Partner schließen einen Contractingvertrag; er beinhaltet Bau und Betrieb des Blockheiz­kraftwerks durch die Stadtwerke Lemgo, inklusive Serviceleistungen wie Überwachung und Behebung von Störungen. „Auch hier liegt ein Riesenvorteil für Schule und Internat: Wir erfassen Störungen frühzeitig und sind rund um die Uhr in Problemfällen da“, ergänzt Oberscheven dazu.

Letztlich trage das Blockheizkraftwerk auch zur Standortsicherung von Schule und Internat Schloss Varenholz bei: „Nicht nur der Kohlendioxidausstoß wird gesenkt, auch die Energiekosten werden reduziert“, unterstrich Friedrich Wilhelm Nagel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Elisabeth-Engels-Stiftung. Die Stiftung werde ihren Teil zum Gelingen des Projekts beitragen: Sie finanziert die Nahwärmeleitung, die zwischen Schul- und Internatsgebäude gelegt werden muss.

 

 

Ein schwergewichtiger Fuß fürs Varus-Jahr 2009: Landesverband Lippe stellt Abdruck des linken Fußes vom Hermannsdenkmal in Detmold auf

Im Bild (v.l.): Klaus Stein (Allgemeiner Vertreter des Landesverbandsvorstehers und Leiter der Hauptabteilung des Landesverbandes Lippe), Eberhardt Kaminski, Rainer Heller (Bürgermeister der Stadt Detmold), Oliver Gartemann (Firma Siemens Gerüstbau Lemgo), Andreas Kasper (Landesverbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe), Klaus Manhenke (ehemals Landesverband Lippe) und Bernd-Ulrich Rinne (Geschäftsführer Hillgraf Detmold).

Er ist auf großen Füßen unterwegs, der „Hermann“: Jeweils 2,10 m messen die Sandalen des grünen Recken. Zwar ist das bei seiner Körperhöhe von 26,57 Metern nicht ungewöhnlich, dennoch war sein Fuß mit einer umgerechneten Schuhgröße von ca. 333 für Lipper und Gäste im Land des Hermann bislang nur schwer zu fassen. Seit heute aber kann das Ausmaß von Hermanns sprichwörtlicher „Quadratlatsche“ real nachvollzogen werden: Der Landesverband Lippe hat einen Abdruck seines linken Fußes im Herzen von Detmold aufgestellt – gegenüber vom Landestheater.

Auf die Idee, einen Körperteil des Cheruskerfürsten in Originalgröße abzubilden, kam Klaus Stein, Allgemeiner Vertreter des Landesverbandes Lippe und Leiter der Hauptabteilung, vor rund drei Jahren – im Rahmen zahlreicher Überlegungen zur Attraktivierung des Hermannsdenkmals und seines Umfeldes für das Varus-Jahr 2009. „Ich stieß mit dieser Idee bei unserem damaligen, für das Denkmal zuständigen Bauleiter, Klaus Manhenke, auf offene Ohren: Er stand kurz vor seinem Ruhestand und wollte diesen ungewöhnlichen Auftrag gern als letzte, große Aufgabe umsetzen“, erläuterte Stein.

Manhenke kam mit der Detmolder Firma Stuck-Kaminski ins Gespräch: Diese hatte bereits zahlreiche Arbeiten für den Landesverband Lippe ausgeführt, u. a. auch bei der Restaurierung von Schloss Brake: „Unsere Verbundenheit zu Lippe und zu seinem Landesverband, aber auch unser Ehrgeiz waren sofort geweckt“, erinnert sich Firmeninhaber Eberhardt Kaminski. Im Frühjahr 2006 gossen er und seine Mitarbeiter unter widrigen Wetterbedingungen eine rote Abformmasse auf „Hermanns“ linken Fuß, zogen einen zusätzlichen Stützmantel darüber – und fertig war die Form für den Abdruck aus Polymer-Gips.

Dieser Abdruck, rund 1,6 Tonnen schwer und mit authentisch grüner Lasierung versehen, bringt nun Besuchern in Detmold den linken Fuß des „Hermann“ auf Augenhöhe: „Der abgeformte Fuß soll nicht nur die gewaltigen Ausmaße des Denkmals deutlich machen, sondern auch auf das Varus-Jahr 2009 mit der MYTHOS-Ausstellung im Lippischen Landesmuseum und dem hochkarätigen Internationalen Kulturprogramm Hermann 2009 aufmerksam machen“, nennt Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper zwei Motive für die Entscheidung, den Gipsfuß in der Residenzstadt zu platzieren. „Außerdem können wir uns vorstellen, dass der Abdruck zu einem beliebten Foto-Objekt in Lippe wird.“

Kasper und Stein dankten ausdrücklich den Sponsoren, ohne die das Projekt nicht hätte umgesetzt werden können: So erbrachte die Firma Stuck-Kaminski Material- und Arbeitsleistungen, der Detmolder Versicherungsspezialist Hillgraf steuerte eine großzügige Summe bei und Siemens-Gerüstbau aus Lemgo stellte das Gerüst für den Abdruck kostenfrei zur Verfügung. Auch der Stadt Detmold gelte ein besonderer Dank.

 

 

Ein neues Gesamtkonzept für das älteste Regionalmuseum in OWL: Landesverband Lippe und Lippisches Landesmuseum berufen wissenschaftlichen Beirat

Im Jahre 2010 blickt das Lippische Landesmusem Detmold auf eine 175-jährige Geschichte zurück. Um das Museum nachhaltig zu stärken und seine Qualität über die Landesgrenzen hinweg noch bekannter zu machen, möchten der Landesverband Lippe als Träger und das Lippische Landesmuseum den Bereich Kunst- und Kulturgeschichte neu konzipieren. Dafür wurde nun ein hochkarätig besetzter, wissenschaftlicher Beirat berufen, der in der vergangenen Woche das erste Mal getagt hat.

„Ziel ist es, ein neues Gesamtkonzept für das Lippische Landesmuseum zu entwickeln, das die Ein­richtung der Zehntscheune nach der Ausstellung „Mythos – 2000 Jahre Varusschlacht“ berücksichtigt und die anstehende, bauliche Sanierung und Neueinrichtung des Kornhauses ab 2011 inhaltlich harmonisch in den Kontext der bereits sanierten Fachabteilungen einbettet“, erläutert Landes­ver­bands­vorsteher Andreas Kasper. Über den wissenschaftlichen Beirat, so ergänzt Museumsleiter Prof. Dr. Rainer Springhorn, solle externer Sachverstand für die Neukonzeption genutzt werden. Dafür konnten hochrangige Wissenschaftler gewonnen werden, u. a. Prof. Dr. Hans Ottomeyer vom Deutschen Historischen Museum in Berlin, Prof. Claus von Carnap-Bornheim vom Schleswig Holsteinischen Landesmuseum, Prof. Dr. Uwe Meiners vom Niedersächsischen Museumsdorf, Dr. Martin Müller vom Archäologischen Park Xanten und Dr. Petra Kuhlmann-Hodick von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Der Beirat wird von Dr. Helmut Knirim vom Museumsamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe geleitet – ein bedeutender Zuschussgeber für das Lippische Landesmuseum – und wird im August und Oktober 2009 zu weiteren Sitzungen zusammenkommen.

 

 

 

Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe beschließt Investition in Photovoltaikanlagen auf Dächern von verbandseigenen Gebäuden

Bewahrer der Tradition, Garant für die kulturelle und wirtschaftliche Entwick­lung der Region Lippe – zum Selbstverständnis, das der Landesverband Lippe für sich in Anspruch nimmt und pflegt, gehört auch, sich aktiv mit Klimaschutz zu befassen. Seit einigen Jahren setzt sich der Landesverband Lippe deshalb kritisch mit dem Thema „Energieeffizienz“ auseinander. Der am gestrigen Donnerstag gefasste Beschluss der Verbandsversammlung bringt den Landesverband Lippe nun einen riesigen Schritt voran: Die Landesverbandsabgeordneten stimmten einstimmig dem Antrag des Landes­­verbandes Lippe zu, auf einer Dachfläche von insgesamt 4.800 qm Photovoltaik-Anlagen zu installieren.

„Wir haben rund 50 landesverbandseigene Gebäude auf die wirtschaftliche Nutzbarkeit von Photo­voltaik prüfen lassen. Unter Berücksichtigung von Merkmalen wie Denkmalschutz und besondere Orts- und Stadtbild prägende Ziegeldachflächen wurden 4.800 qm als geeignet identifiziert“, erläuterte Landes­verbandsvorsteher Andreas Kasper nach der Verbandsversammlung. Auf diesen Flächen wolle der Landesverband Lippe Photovoltaik-Module anbringen lassen und die so gewonnene Energie nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) in das Energienetz einspeisen.

„Nach ersten Berechnungen könnten für die nächsten 20 Jahre garantierte Vergütungen für die Einspeisung von ca. 200.000 Euro pro Jahr veranschlagt werden“, so Kasper weiter. Dafür müsse mit Investitionen in Höhe von rund zwei Millionen Euro gerechnet werden – für den Erwerb und die Anbringung der Module. Doch der Einsatz lohne: „Wir würden bei der veranschlagten Fläche pro Jahr 225 Tonnen weniger an Kohlendioxid in die Umwelt aus­stoßen. Das entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch in Bezug auf elektrische Energie von 125 Einfamilienhäusern“, hat der zuständige Kämmerer Bernd Tiemann, der beim Landesverband Lippe das Thema „Energieeffizienz und Klimaschutz“ vorantreibt, ausgerechnet.

Die Photovoltaik-Anlagen sind ein konsequenter Schritt in den Bemühungen des Landesverbandes Lippe für Umwelt- und Klimaschutz. So werden seit 2007 das Staatsbad Bad Meinberg, das Hotel „Zum Stern“ und die Rose-Klinik in Bad Meinberg mit Energie aus der Biogasanlage in Horn beliefert, das spart pro Jahr 1.000 Tonnen an Kohlendioxid. Auch das Thermal- und Mineralbad „meinbad“ wird seit 2007 mit Energie aus der Biogasanlage in Horn beliefert; dadurch werden pro Jahr 580 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Luft ausgestoßen. Zudem setzt der Landesverband Lippe in einigen seiner Gebäude auf Pelletheizungen und Wärmepumpen oder nutzt hocheffiziente Blockheiz­kraftwerke. Außerdem arbeitet der Landesverband Lippe bei Energie Impuls OWL und beim Fach­verband Biogas mit und unterstützt die Fachhochschule Ostwestfalen Lippe bei der Einführung des Studienganges „Zukunftsenergie“.

„Wir begrüßen, dass der Landesverband Lippe in eine klima- und umweltfreundliche Zukunft investiert und die Verbandsversammlung heute den Weg frei gemacht hat für Ausschreibungen“, kommentierte Annette Paschke-Lehmann, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, den Beschluss. „Seit vielen Jahren setzen wir uns in der Verbandsversammlung dafür ein, dass auch der Landesverband Lippe mit einem Mix aus regenerativen Energien seiner globalen Verantwortung gerecht wird.“

 

 

 

Lippe neu entdecken – mit der Kultur-Card des Landesverbandes Lippe

Morgens Lippische Geschichte im Landesmuseum Detmold, mittags Archäologie im Freilichtmuseum Oerlinghausen und abends Instrumenten­kunde auf der Burg Sternberg – die Museen des Landesverbandes Lippe können nicht nur einen ganzen, informativen Tag füllen, sie über­zeugen künftig auch mit günstigen Eintrittspreisen. „Wir haben beschlossen, eine Kultur-Card einzu­führen, mit der Karteninhaber Dauerausstellungen in unseren Kultureinrichtungen kostenfrei besuchen können“, kündigt Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper an. Ziel sei es, so Kasper weiter, zu­sätz­liche Anreize für einen Museumsbesuch in Lippe zu schaffen: „Lippe hat eine ausgesprochen spannende Geschichte und hochkarätige Kunst und Kultur zu bieten, die es neu oder wieder zu entdecken gilt.“

Die Kultur-Card werde in fünf Ausführungen angeboten. „Mit der Zahlung eines ein­maligen Betrages er­wirbt der Karteninhaber die Berechtigung, ein Jahr lang die Dauer­ausstellungen aller beteiligten Museen und Einrichtungen zu besuchen“, er­läutert Ralf Noske, Leiter der Kulturagentur des Landes­verbandes Lippe, die für Konzeption und Umsetzung des Projektes verantwortlich ist. Dabei bleibe es den Institutionen selbst überlassen, ob sie den Kultur-Card-Besitzern auch den kosten­freien Besuch von Sonderausstellungen ermöglichen.

„Wir stellen den Einrichtungen Kultur-Card-Kontingente zum Verkauf zur Verfügung, die Einnahmen verbleiben zu 100 Prozent bei ihnen, wir werden keine anteilige Verrechnung oder Unkostenbeiträge erheben“, führt Noske weiter an. Anschaffungs-, Werbe- und Lieferkosten für die Kultur-Card übernehme somit komplett der Landes­verband Lippe – im Rahmen seiner Bildungsinitiative.

„Wir sehen die Kultur-Card als weiteren, wichtigen Beitrag in unseren Bestrebungen, die kulturelle Vielfalt in Lippe zu bewahren und zu fördern und die Arbeit der Einrichtungen zu unterstützen und zu honorieren“, kommentiert Kasper den Entschluss. Auch stelle die Kultur-Card eine sinnvolle Er­gänzung zum bereits be­stehenden Projekt „Transferkosten für Schulen“ dar: „Seit zwei Jahren über­nimmt die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe für Schulklassen die Kosten für die Bus­fahrt zu einer kulturellen Einrichtung, eine Initiative, die viel Lob und Anerkennung seitens der Lehrer erfährt“, betont Noske.

Zudem unterstreiche der Landesverband Lippe mit der Kultur-Card einmal mehr seine Stellung und Bedeutung als der Kulturdienstleister der Region: „Wir möchten anderen, lippischen Museen, die nicht zum Landesverband Lippe gehören, die Möglichkeit bieten, von der Kultur-Card zu profitieren. Derzeit laufen Gespräche mit den Städten und Gemeinden über die Einbringung ihrer Museen und Galerien in das Projekt.“

Über Konditionen und Sonderregelungen zur Kultur-Card gibt die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe gern Auskunft (Tel. 0 52 61 / 250 242 oder im Internet: www.kulturagentur-online.de)

 

 

Ein prima Ausgangspunkt für die Jagd: Schüler der Weerth-Schule Detmold nehmen neue Rotbuche vor dem Lippischen Landesmuseum in Besitz

Wirbelten bei schönstem Sonnenschein um die junge Rotbuche am Lippischen Landesmuseum (v. l.): Marie Roye, Vivien Alpers und Leon Alpers.

Sie war der Mittelpunkt vieler museumspädagogischer Angebote – die weit über 100 Jahre alte Rotbuche vor den Lippischen Landesmuseum. Weil sie von Pilz stark beschädigt und damit die Verkehrssicherheit für Spaziergänger, vor allem aber für herum tollende Kinder und Schüler nicht mehr gegeben war, wurde sie im Oktober 2008 gefällt. Doch nun gibt es Ersatz: Der Landesverband Lippe hat eine neue, junge Rotbuche nur einen Steinwurf vom alten Standort in dem kleinen Garten an der Ameide gepflanzt.

„Die alte Rotbuche war bei den Kursen über die Jungsteinzeit immer der Versammlungsort für die teilnehmenden Schüler, bevor es dann ‚auf die Jagd‘ ging“, erinnert sich Annette Zyros, Keramikerin und Mitarbeiterin des Lippischen Landesmuseums. „Es ist wunderbar, dass wir nun einen neuen Baum dafür haben.“ Stephan Radeck, Leiter des Forstreviers Detmold beim Landesverband Lippe, ergänzt: „Wir haben bewusst eine Rotbuche gewählt, weil sie die Charakterbaumart des Teutoburger Waldes ist.“

Erstmals in Besitz genommen wurde der Baum nun von Schülern der Weerth-Schule Detmold. Mit Speeren in der Hand drehten Marie Roye, Vivien Alpers und Leon Alpers mehrere Runden um die junge Rotbuche: „Das ist wirklich ein prima Ausgangspunkt für unsere Jagd!“

 

 

Alter Geleiseweg in der Nähe der Externsteine freigelegt: Landesverband Lippe und Stadt Horn-Bad Meinberg unterstützen die Untersuchung

Begaben sich auf Spurensuche in einem alten Hohlweg über die Egge (v. l.): Ewald Ernst, Hans-Ulrich Braun, Leiter des Forstmanagements des Landesverbandes Lippe, Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, Gerhard Bein, Beigeordneter der Stadt Horn-Bad Meinberg und Eberhard Block, Bürgermeister der Stadt Horn-Bad Meinberg.

„Exakt 1,40 Meter breit, da passt genau ein Wagen durch.“ Ewald Ernst deutet auf die Spurrinnen, die sich deutlich in den glatten Stein eingegraben haben. „Und an den Seitenwänden kann man erkennen, wie hoch die Wagenräder gewesen sind, in Höhe der Rad­nabe wurde zusätzlich Stein abgehauen, damit der Wagen exakt in der Spur läuft.“ Es ist ein klas­sischer Hohlweg, den Ernst im Herbst vergangenen Jahres auf der Egge, in der Nähe der Extern­steine, freizulegen begonnen hat – womöglich das einzige Beispiel für einen Geleiseweg in ganz Ostwestfalen-Lippe. Bei einem Ortstermin informierten sich nun Vertreter des Landesverbandes Lippe und der Stadt Horn-Bad Meinberg über diesen Befund.

„Wir haben im September 2008 mit den Ausgrabungsarbeiten begonnen“, erläuterte Ernst gegenüber Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper und Bürgermeister Eberhard Block die Arbeit der ehren­amtlich arbeitenden Gruppe von Horn-Bad Meinbergern, an deren Spitze Ernst steht. „Rund 250 Kubik­­­meter Steinmasse haben wir herausgeholt, und so den größten Teil des Weges bereits freigelegt.“ Es handele sich eindeutig um einen Geleiseweg, einen trogförmig angelegten, aus dem Kreidekalkstein gehauenen Hohlweg, über den Wagen und Karren die Egge überqueren konnten. „Die Frage, wann der Weg angelegt wurde, kann noch nicht eindeutig beantwortet werden“, betonte Ernst. Sein Team wird vom Lippischen Landesmuseum betreut, auch das Forstmanagement des Landes­verbandes Lippe und die Stadt Horn-Bad Meinberg unterstützt sie in ihren Bemühungen.

„Um die weiteren Arbeiten zu ermöglichen, werden wir wenige Fichten am unteren Abschnitt des Hohlweges fällen, dort, wo die Spurrinnen auf die 1806 von Fürstin Pauline errichtete Chaussee treffen“, versprach Hans-Ulrich Braun, Leiter des Forstmanagements beim Landesverband Lippe. Die Chaussee habe zu einem ganzen Netzwerk an Straßen gehört, den die Fürstin errichten ließ, um bequem durch Lippe reisen zu können. „Der alte Hohlweg ist dabei vermutlich verschüttet worden und in Vergessenheit geraten.“

Kasper und Block waren sich einig, dass dieses einmalige Bodendenkmal, in der Denkmalliste unter 4119.29 registriert, gesichert und touristisch erschlossen werden sollte: „Die Steinschlucht, durch die der Weg führt, ist seit 1979 Natur­denkmal. Es bietet sich nun an, aus dem Hohlweg einen Wegelehrpfad zu machen.“ Ernst begrüßte die Idee: „Zu be­stim­mten Anlässen könnten wir Führungen anbieten und dabei einem interessierten Publikum, aber auch Kindern oder Schulklassen erläutern, wie solche Wege entstanden und genutzt worden sind.“ Bis es soweit ist, müssen Ernst und sein Team aber noch einige Kubikmeter Steinmasse bewegen. Er rechnet damit, dass der Hohlweg im Herbst 2009 komplett freigelegt ist.

 

 

Schönheitskur für ein altes Juwel: Landesverband Lippe beginnt noch in diesem Jahr mit der Sanierung des Alten Amtshauses in Blomberg

Es war eine Entscheidung, die aus Sicht der Stadt Blomberg eine „Ideallösung“ darstellte – der Erwerb des Alten Amtshauses durch den Landesverband Lippe im vergangenen Jahr: „Immerhin ist dieses Fachwerkhaus Teil eines Gebäudeensembles, das unter historisch-zeitlichem Aspekt zusammen gehört. Zudem befindet sich die Zufahrt des ebenfalls dem Landesverbandes Lippe gehörenden Burghotels Blomberg auf dem Grundstück des Alten Amts­hauses“, begründet Jürgen Hoppe, Leiter der Immobilienabteilung beim Landesverband Lippe, den Schritt.

Die geplanten Sanierungsarbeiten konnten Hoppe und sein Team aber noch nicht angehen: „Der Haus­halt für das Jahr 2009 wurde zwar bereits im Februar von der Verbandsversammlung verab­schiedet. Doch erst wenn dieser vom Innenministerium in Düsseldorf genehmigt ist, können wir mit den Arbeiten an dem denkmalgeschützten Amtshaus beginnen.“

Wichtigste Sanierungsmaßnahme werde die Erneuerung der Fassade sein: „Dafür haben wir von der Stadt Blomberg Fördermittel in Höhe von 21.750 Euro zugesagt bekommen, die aus dem Stadt­erneuerungs­programm ‚Historischer Stadtkern Blomberg‘ stammen“, betont Hoppe. Darüber hinaus sollen die Innenwände gedämmt, eine neue Heizung eingebaut und neue Bäder installiert werden. „Ziel ist es, das Alte Amtshaus auch künftig als Wohnhaus zu nutzen und die sanierten Wohnungen an Blomberger zu vermieten.“

Insgesamt werde der Landesverband Lippe rund 190.000 Euro aufwenden, um das Haus für seine künftigen Mieter attraktiv und modern zu gestalten.

 

 

Ein neues Kapitel beginnt – 1000 Jungeichen für die Fürstenallee

Gaben bei der Pflanzung einer Stileiche ihr Bestes (v. l.): Ulrich Fasshauer von der Staff Stiftung, Prinz Armin zur Lippe, Ulrich Knorr, Bürgermeister der Gemeinde Schlangen, Rainer Waldhof von Straßen.nrw, Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, Landrat Friedel Heuwinkel und Helmut Diekmann, Leiter des Fachbereich Umwelt des Kreises Lippe.

Gäbe es ein Buch über die Fürstenallee – es wäre einzigartig, alt und umfangreich. Generationen von Menschen hätten es gelesen, seit um 1730 Simon Heinrich Adolf Graf zu Lippe die ersten Bäume der Allee gepflanzt hat. In diesen Tagen schlägt die Fürstenallee ein neues Kapitel auf. Symbolisch haben Landrat Friedel Heuwinkel, Prinz Armin zur Lippe, Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper, Schlangens Bürgermeister Ulrich Knorr und die Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Oesterholz-Haustenbeck, Petra Mücke, nun eine der ersten von insgesamt 1000 neuen Eichen gepflanzt, die in den kommenden Jahren den Wiederaufbau der Fürsten­allee markieren werden.

„Die Allee, aber auch die Menschen im Schatten der Bäume haben in den vergangenen Jahrhunderten eine wechselvolle Zeit erlebt“, betont Landrat Heuwinkel. „Sie ist ein lebendiges Zeitzeugnis, mit dem wir uns eindeutig identifizieren.“ In diesem Frühjahr werden zunächst 100 Stileichen gepflanzt, weitere folgen im Herbst und in den kommenden Jahren. Sie sind zwischen drei und vier Metern hoch und haben einen Stammdurchmesser von 16 bis 18 Zentimetern.

Ziel ist es, die Fürstenallee nach historischem Vorbild auf einer Länge von knapp 2,5 Kilometern vierreihig mit Eichen zu bepflanzen. Als Zeitzeugen bleiben einige der alten Riesen stehen. „Die Entscheidung, die Fürstenallee neu zu pflanzen und dabei viele Bäume zu fällen, ist uns schwer gefallen, aber wir stehen in der Verantwortung nachfolgender Generationen, die zukünftig eine beeindruckende Fürstenallee erleben wollen“, begründeten die Partner die Neupflanzung.

Den symbolischen Spatenstich ließ sich auch Prinz Armin zur Lippe nicht entgehen, der in Tradition seiner Vorfahren ebenfalls zur Schaufel griff. Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper würdigte zudem die Arbeit seiner Forstmitarbeiter: „Sie haben mit großem Einsatz und unter z. T. schwierigen Bedingungen die Fällarbeiten durchgeführt und gehen nun zusammen mit Mitarbeitern der Gemeinde Schlangen die Neupflanzungen an. Ihnen gilt deshalb ein besonderer Dank.“

Für alle Partner, die zur Rettung der Allee beigetragen haben und auch weiterhin beitragen werden, gab es aus den Händen von Landrat Friedel Heuwinkel eine Patenschaftsurkunde für eine Jungeiche. „In den kommenden Jahrzehnten können Sie dann verfolgen, wie der Baum wächst und Teil der prachtvollen Fürstenallee wird.“

 

 

 

 

 

Ausstellung zu Pfeil und Bogen im Archäologischen Freilichtmuseum eröffnet

Sie haben die Bogenausstellung möglich gemacht (v.l.n.r.): Armin Meier-Kühn (sportlicher Leiter des Vereins für traditionelles Bogenschiessen in Pavenstädt), Karl Banghard (Museumsleiter), Dr. Andreas Kasper (Landesverbandsvorsteher), Renate Müller-Fromme (Ausstellungsgestalterin), Manuela Grochowiak-Schmieding (stellvertretende Landrätin), Christian Schürmann (Ausstellungsmacher).

Am ersten April wurde im Freilichtmuseum Oerlinghausen nicht nur die Saison eröffnet, sondern auch eine neue Ausstellung. Unter dem Titel „von der Steinzeitjagd zum Bogensport“ wird die Geschichte des Bogenschießens in Europa nacherzählt und die Bedeutung der Erfindung von Pfeil und Bogen für die Kulturgeschichte der Menschheit herausgearbeitet.

Die Studioausstellung spannt dabei den Bogen vom steinzeitlichen Jagd- und Kriegsgerät bis zum modernen Sportbogen mit Hightech-Stellrad und Laserpointer. Die Ausstellung ist adressiert an all diejenigen, die sich den kindlichen Spaß am Flitzebogen auch als Erwachsene nicht nehmen lassen. Und natürlich an diejenigen, die wissen wollen, wie es genau funktioniert, die das Bogenschießen fasziniert.

Heute lebt das Archäologische Freilichtmuseum zu einem gewissen Teil von dieser Faszination. Zehntausende Schüler und Erwachsene haben hier schon mit prähistorischen Bögen geschossen oder unter fachkundiger Anleitung ihren Bogen in einem Seminar selbst gebaut. Mit Christian Schürmann und Söhnke Raimann sind im Museum zwei überregional renommierte Bogenbauer und Bogenschützen fest angestellt. Durch sie werden die praktischen Kenntnisse zum prähistorischen Bogen kontinuierlich ausgebaut.

Schließlich vereint die Ausstellung thematisch zwei wesentliche Arbeitsbereiche des Landesverbandes Lippe – den Wald und die Kultur. Wie das Archäologische Freilichtmuseum arbeitet auch der Landesverband Lippe eher still aber mit Kompetenz und wirtschaftlichen Erfolg an eben diesen beiden Themen. Wald und Kultur werden in der Zukunft eine noch größere Rolle für den Landesverband Lippe und das Museum spielen, wenn in eben diesen Ausstellungsräumen der zentrale Informationspunkt zum Naturschutzgroßprojekt eingerichtet wird. Denn im angrenzenden größten zusammenhängenden Naturschutzgebiet Nordrhein-Westfalens wird in den nächsten beiden Jahrzehnten durch Weideprojekte eine Waldlandschaft entstehen, die auf weiten Flächen der prähistorischen Umwelt ähnelt. Das Freilichtmuseum ist ein idealer Ausgangspunkt für ausgiebige Wanderungen durch diese imposante Wald- und Heidelandschaft. Vielleicht werden dann einige weniger naturschutzwürdige Flächen wieder von Erholung suchenden, prähistorischen Bogenschützen durchstreift – unter Anleitung, versteht sich. 

270 Friedensbotschaften starten am Hermann in die weite Welt

Zu Beginn ihrer Themenwoche „Lernen. Begegnung. Austausch. Im Land des Hermann“  haben 270 Schüler der Lemgoer Südschule am Montag, dem 23. März 2009, den Hermann in eine bunte Wolke gehüllt: Die Kinder versahen Heliumballons mit Friedensbotschaften und ließen diese auf das Kommando von Schulleiter Torsten Buncher in den Himmel vor dem Hermannsdenkmal in Detmold steigen.

Schüler und Lehrkräfte der Südschule wollen mit der Themenwoche ein erstes und deutliches Zeichen setzen, wie intensiv und innovativ man sich in der Region und in den Schulen mit dem Varus-Jahr 2009 beschäftigen kann.

Die Themenwoche rund um das Varusjahr beschäftigt sich mit dem Leben vor 2000 Jahren. Die Schüler lernen, spielen und arbeiten wie im alten Rom, rechnen mit römischen Zahlen, nähen germanische Kleidung, schnitzen und basteln. So sollen Möglichkeiten geschaffen werden, geschichtliche und heimatkundliche Bezüge und Themen verstärkt im Unterricht einzubringen.

 

 

 

»Ein köstlicher Hermann für einen guten Zweck«: Bäckerei Nowosad aus Schlangen stellt zum Varus-Jahr „Hermanns Lippischen Butterkeks“ vor

Ließen sich Hermanns Lippischen Butterkeks schmecken (v. l.): Landrat Friedel Heuwinkel, Ulrich Knorr (Bürgermeister von Schlangen), Andreas Kasper (Landesverbandsvorsteher) und Bäcker Alexander Nowosad.

Weizenmehl, Butter, Zucker und Wasser, dazu ein wenig Vanille­aroma sowie Backpulver, und zur Abrundung eine Prise Salz – so schlicht sich die Liste der Zutaten zu „Hermanns Lippischen Butterkeks“ der Bäckerei Nowosad aus Schlangen lesen mag, das Ergebnis ist ausgesprochen lecker. Und auch optisch macht das Gebäck mit dem reliefartig hervortretenden Hermann eine Menge her.

„Meine Idee war, einen eigenen, kulinarischen Beitrag zum Varus-Jahr 2009 zu liefern“, beschreibt Alexander Nowosad, Inhaber der Bäckerei, seine Motivation. Nach Rücksprache mit dem Landes­verband Lippe, der als Eigentümer des Hermannsdenkmals gerne seine Zustimmung zu dem Projekt erteilte, und dem Kreis Lippe, gab Nowosad eine spezielle Walze in Auftrag und testete verschiedene Rezepturen. Einige Testläufe später war er dann fertig: „Hermanns Lippischer Butterkeks“, verpackt in einem selbst konzipierten Karton, auf dem der Hermann natürlich nicht fehlt.

„Hermanns Lippischer Butterkeks“ soll aber nicht nur die Gaumen der Lipper und der in Lippe weilenden Gäste erfreuen, sondern auch einem guten Zweck dienen. „Ich werde 10 Cent von jeder verkauften Kekspackung an wechselnde Wohlfahrtseinrichtungen in Lippe spenden“, erläutert Nowosad. Als erstes, unter­stützenswertes Projekt hat sich der Bäcker das Anneliese-Müther-Haus in Schlangen-Oesterholz, ein stationäres Jugendhilfeangebot des Westfälischen Kinderdorfes, aus­gesucht.

Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper und Landrat Friedel Heuwinkel zeigten sich von Nowosads Idee begeistert: „Der Hermann-Keks schmeckt nicht nur ausgesprochen gut. Er rundet die An­strengungen aller Lipper, das Varus-Jahr zu einem überaus erfolgreichen für Lippe zu machen, wunderbar ab und zeugt vom kreativen Potenzial hier vor Ort.“ Zudem sei der Hermann-Keks eine wirklich „köstliche“ Vermarktung des Hermannsdenkmals, so Kasper weiter.

Ulrich Knorr, Bürgermeister der Gemeinde Schlangen, dankte Nowosad für die Spende an eine Schlänger Einrichtung: „Wir freuen uns über dieses außergewöhnliche Engagement und wünschen dem Hermann-Keks viele Fans und Käufer.“

 

»Bilder müssen gezeigt und gesehen werden«: Freie Evangelische Hauptschule aus Detmold präsentiert Ausstellung in der Projektreihe „Klasse(n)kunst“ der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe

Denis Axt (l.) erläutert Mitschülern und Mitarbeitern des Landesverbandes Lippe die Herangehensweise zu den vorgegebenen Themen im Kunstunterricht.

Im Rahmen des Projektreihe „Klasse(n)kunst“ hat die Freie Evangelische Hauptschule aus Detmold eine Ausstellung mit Gemälden und Skulpturen ihrer Schüler im Schloss Brake, dem Verwaltungssitz des Landesverbandes Lippe, eröffnet.

„Wir freuen uns sehr, wieder Kunst von Schülerinnen und Schülern aus Lippe bei uns im Schloss zu haben: Eure Arbeiten verschönern die kahlen Wände nicht nur für unsere Mitarbeiter, sondern auch für unsere Besucher“, dankte Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper den anwesenden Künstlerinnen und Künstlern bei der Vernissage. „Dass ist nun Eure ganz eigene, öffentlich zugängliche Ausstellung, fernab der Klassenräume. Wir gratulieren Euch zu den wirklich gelungenen Arbeiten.“

Kunstlehrerin Nelly Penner lobte die Initiative der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, die es  möglich mache, Schülerarbeiten im Schloss Brake auszustellen: „Bilder sind in erster Linie dazu da, gezeigt und gesehen zu werden.“ Die Schüler Oxana Demanov und Denis Axt gaben eine kurze Einführung in die ausgestellten Werke. So sind Acrylgemälde zu sehen, die im Rahmen des Künstler­projekts „Schule und Kultur in NRW“ zum Thema „Fensterblick“ entstanden. Außerdem fertigten die Schülerinnen und Schüler Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen zu den Themen „Unterwasserwelt“ und „Tier“ an.

Die Ausstellung kann bis zum 19. April jeweils Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 und 12:30 bis 16 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 13 Uhr besichtigt werden.

 

 

Angebot trifft auf verhaltene Nachfrage: Landesverband Lippe zieht Bilanz der diesjährigen Wertholzsubmission

Eine Menge Holz: Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper (l.) und Hans-Ulrich Braun, Leiter des Forstmanagements beim Landesverband Lippe, besichtigen einen Eichenstamm aus dem Forstort Wedderlage bei Leopoldstal, der den Spitzenpreis von rund 3460 Euro erzielte.

„Die Wirtschaftskrise ist endgültig in der Forstwirtschaft angekommen.“ Dieses Fazit haben Landesverbandsvorsteher Andreas Kasper und Hans-Ulrich Braun, Leiter des Forstmanagements beim Landesverband Lippe, aus Anlass der 36. Wertholzsubmission des Landesverbandes Lippe gezogen. Bei der traditionell mit dem Regionalforstamt Hochstift (Paderborn) durchgeführten Veranstaltung zwischen Egge und Weser wurden 491 Festmeter wertvolles Laubholz veräußert – rund 60 Prozent weniger als im Vorjahr.

„Allerdings haben wir in diesem Jahr mit 571 Festmetern auch deutlich weniger Holz angeboten als 2008, da die Signale im Vorfeld nicht positiv stimmten“, schränkte Braun das Ergebnis ein. Lediglich 15 Prozent des angebotenen Laubholzes fand keine Gebote: „Die Kunden haben sehr qualitäts­orientiert eingekauft.“ Nach dem Rekordjahr 2008, in dem die Holzpreise aufgrund des allgemeinen Rohstoffbooms in die Höhe kletterten, hätten die Preise nun wieder leicht nachgegeben und das Niveau von 2007 erreicht: „Wir haben einen durchschnittlichen Preis von 260 Euro pro Festmeter erzielt, 2008 lag dieser Wert bei 278 Euro.“

Der teuerste, bei der Wertholzsubmission veräußerte Stamm kam dabei aus dem Forstort Wedderlage bei Leopoldstal – eine fast sechs Festmeter starke Eiche, die pro Festmeter einen Preis von 583 Euro erzielte – und damit einen Gesamtwert von rund 3460 Euro. Der Stamm sei von einer Furnierfirma aus dem Münsterland erworben worden.

Insgesamt zeigten sich Kasper und Braun mit dem Ergebnis der diesjährigen Wertholzsubmission zufrieden: „Trotz Wirtschaftskrise wurde unser Angebot gut angenommen.“

 

 

Frühjahrsputz im Stadtwald Lage: Landesverband Lippe hat mit Pflege- und Verkehrssicherungsmaßnahmen begonnen

Sorgen für einen gepflegten Stadtwald in Lage (v. l.): Harald Lesemann, Stephan Radeck und Andreas Meier vom Forstrevier Detmold des Landesverbandes Lippe sowie Margarete Wißmann, Leiterin des Fachteams Umwelt bei der Stadt Lage.

Milde, klare Luft und Sonnenschein – perfektes Wetter, um im Stadtwald Lage den „Frühjahrsputz“ anzugehen: Seit Beginn der Woche laufen hier Durchforstungsarbeiten, die der Landesverband Lippe im Auftrag der Stadt Lage durchführt.

„Seit vielen Jahren bewirtschaften wir für die Stadt diesen 46 Hektar großen Wald. Dazu gehört auch die regelmäßige Kontrolle der Bäume auf Windbruch oder Fäulnis“, erläutert Stephan Radeck, Leiter des zuständigen Forstreviers Detmold. In diesem Jahr haben er und Margarete Wißmann, Leiterin des Fachteams Umwelt bei der Stadt Lage, ent­schieden, in der Randlage Eichen und Buchen zu ent­nehmen, die für Wanderer, Spazier­gänger und Autofahrer gefährlich werden könnten. „Es hat zwar bis­lang keine Zwischenfälle gegeben, doch einige der Bäume tragen so viel Totholz, dass wir nicht ausschließen können, dass mal ein größerer Ast herunter fällt“, begründet Wißmann die Ent­scheidung. „Der Wald wurde ca. 1880 angelegt und ist seitdem für die Lagenser ein wichtiges, viel besuchtes Erholungsbiet. Da muss Sicherheit gewährleistet sein.“

Bei den Arbeiten im Bereich Goetheweg / Eckerngarten werden zur Straße hin diverse Bäume –darunter u. a. rund 250 Jahre alte, bereits stark geschädigte Eichen – gefällt; einige wenige müssen per Hub­steiger sukzessive abgetragen werden, um Häuser oder gesunde Bäume in unmittelbarer Nähe nicht zu schädigen. „So schaffen wir Platz für die jungen, nachwachsenden Bäume“, verspricht Wißmann. Zudem werden Radeck und sein Team junge Eichen an ausgesuchten Stellen neu pflanzen, um dem Alleecharakter am Rand des Stadtwaldes zu erhalten.

Dort, wo es die Verkehrssicherheit zulasse, werden außerdem Totholzstämme ohne Krone stehen bleiben: „Diese sind unverzichtbar für den Artenschutz, denn sie bieten Lebens- und Schutzraum für viele Vogel- und Fledermausarten und zahlreiche Insekten“, betont Radeck.

Stadt Lage und Landes­verband Lippe bitten um Verständnis für mögliche Behinderungen.

 

 

 

 

 

Von der Sonne verwöhnt: Landesverband Lippe investiert umfangreich in Sanierung der Tapas-Bar Spieker (Detmold)

Testen schon mal den Durchblick im Eingangsbereich der Tapas-Bar Spieker (v. l.): Sabine Weihs, Dietmar Wojanowsky (beide Pächter der Bar im Spieker), Heinz-Robert Klocke, Hartmut Wolf und Jürgen Hoppe von der Immobilienabteilung des Landesverbandes Lippe.

„Die Wände waren ausgesprochen dünn, an manchen Stellen glaubte man, sie schon durchblicken zu können.“ Für Dietmar Wojanowsky, Pächter der Tapas-Bar Spieker an der Ameide in Detmold, lag das Problem auf der Hand: Eine aufwendige Dämmung der Außenwände, inklusive neuer Fenster, war nötig, um den Gästen auch künftig ein schönes Ambiente bieten zu können. Diese hat der Landesverband Lippe als Eigentümer des alten, aus dem Jahr 1780 stam­menden Gebäudes nun umgesetzt.

„Wir haben die Wände denkmalgerecht saniert, denkmalgerechte Isolierfenster eingesetzt und eine Wandheizung nach neustem Standard eingebaut“, erläutert Hartmut Wolf, zuständiger Bauleiter in der Immobilienabteilung des Landesverbandes Lippe. So werde ein ganz besonderes Klima geschaffen, „als ob die Sonne rund um die Uhr auf das Gebäude scheint und das Gemäuer mit ihrer Wärme verwöhnt.“ Obendrein spare diese Form der Beheizung Energie. „Durch warme Wände empfindet man in Innenräumen eine niedrigere Temperatur als üblich als angenehm“, weiß Jürgen Hoppe, Leiter der Immobilienabteilung beim Landesverband Lippe, zu berichten. Im Erdgeschoss, das für Raucher vorgesehen ist, hat der Landesverband Lippe außerdem ein neues Belüftungssystem installiert, durch das zusätzlich Wärme zurückgewonnen werden kann. Und im Eingangsbereich wurde ein Stück der Fachwerkmauern freigelegt und das Gebälk mit Glas versehen, um den Gästen beim Eintreten einen Blick in den Gastraum zu ermöglichen.

Rund 150.000 Euro, so Hoppe, habe der Landesverband Lippe in die Sanierung des Gebäudes in­vestiert. Die Arbeiten wurden von lippischen Gewerbebetrieben durchgeführt, denen sowohl Wolf als auch Wojanowsky und seine Partnerin Sabine Weihs für die zügige Umsetzung der Arbeiten danken: „Wir hatten sechs Wochen geschlossen und freuen uns nun auf die Wiedereröffnung am Sonntag, dem 1. März 2009.“ Ab 17 Uhr können sich die Gäste dann von der neuen Wohlfühlatmosphäre der Tapas-Bar Spieker überzeugen.

 

 

 

 

 

Landesverband Lippe muss Baumfällarbeiten am Friedenstal in Detmold-Hiddesen ausweiten

Forstwirt Hans Gwiasda bearbeitet eine am Friedenstal gefällte, durch Fäulnis massiv geschädigte Buche.

Eine Idylle in Stadtnähe – die Anwohner wissen das Wäldchen am Friedenstal in Detmold-Hiddesen besonders aufgrund der hochgewachsenen Buchen zu schätzen. Doch der Schein trügt – wie Stephan Radeck, Leiter des Forstreviers Detmold beim Landesverband Lippe, und seine Mitarbeiter nun feststellen mussten: Bei den Baumfällarbeiten, die sie im Zuge der von der Stadt Detmold geplanten Verbreiterung der Straße Untere Schanze am Mittwoch, dem 18. Februar 2009, aufgenommen hatten, stellte sich heraus, dass zahlreiche Bäume geschädigt sind.

„Geplant war, einige Bäume im Vorfeld der Straßenbauarbeiten der Stadt Detmold zu fällen und dabei auch Bäume, die die Verkehrssicherheit in dem Gebiet beeinträchtigen, zu entnehmen“, erläutert Radeck. Dabei fanden er und seine Mitarbeiter eine überdurchschnittliche Zahl an Buchen, deren Stämme von Fäulnis stark angegriffen und zum Teil schon trichterförmig ausgehöhlt waren. „Wir werden die Arbeiten deshalb ausweiten und alle Bäume fällen, die aufgrund ihrer möglichen Instabilität die Sicherheit für Auto- und Radfahrer sowie Spaziergänger gefährden.“ Auch mit Blick auf die Straßenbauarbeiten in diesem Bereich mache die Ausweitung der Pflegemaßnahmen Sinn. „Würden wir erst in ein, zwei Jahren die faulen Bäume entnehmen, wären Beschädigungen an den dann frisch erneuerten Straßen zu befürchten.“

Die Baumfällarbeiten werden voraussichtlich in der laufenden Woche abgeschlossen, die sich anschließenden Aufräum­arbeiten dürften sich bis Ende März ausdehnen. Radeck geht davon aus, dass die Spuren der heutigen Maßnahmen in zwei Jahren nicht mehr zu sehen sein werden. „Einen Kahlschlag wird es nicht geben: Die vitalen Bäume bleiben stehen, und es wächst bereits die nächste Laub-Mischwald-Generation heran – überwiegend Buchen, Eschen und Ahorne, die sich natürlich ausgesamt haben.“

 

 

 

 

 

Künstlertage der lippischen Jugend – Eine Ausstellung im Rahmen der Projektreihe „Klasse(n)Kunst“: Stiftung Für Lippe und Kulturagentur des Landesverbandes Lippe kooperieren

Freuen sich auf die Kunstwerke von Schülern aus Lippe: Dr. Mayarí Granados von der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe und Wolfgang Redeker von der Stiftung Für Lippe.

Der Jugend eine Chance, das ist das Motto der Stiftung Für Lippe, und in den vergangenen Jahren ist es gelungen, mit verschiedenen Projekten mehr als 150 benachteiligte Jugendliche in Form von Lehrverträgen oder Arbeitsverträgen in den Arbeitsprozess zu integrieren. Das Thema Kunst und Kultur ist ein wesentlicher Bestandteil der Stiftungsarbeit.

Anknüpfend an drei erfolgreiche Lippische Künstlertage der Jugend in den vergangenen Jahren erfolgt im November 2009, diesmal in Zusammenarbeit mit der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, eine Kunstausstellung von Jugendlichen der lippischen Schulen.

Es beteiligen sich folgende Schulen: Gymnasium Barntrup, Gymnasium Blomberg, Grabbe Gymnasium Detmold, Leopoldinum Detmold, Marianne Weber Gymnasium Lemgo, Engelbert Kämpfer Gymnasium Lemgo, Karla Raveh Gesamtschule Lemgo.

Ziel der Ausstellung ist es, eine große Bandbreite von Bildern, Skulpturen und Installationen der lippischen Jugend zu präsentieren. Die Konzeption der Ausstellung liegt in den Händen von Frau Dr. Mayarí Granados und Frau Dagmar Stark. Möglich wird die Ausstellung durch das Engagement der Kunstlehrer aus den einzelnen Schulen, die eine Vorauswahl der Kunstobjekte vornehmen. Ein spezielles Thema ist nicht vorgegeben.

 

Termin der Ausstellung:  Samstag, 07.11. 2009 bis Sonntag, 15.11.2009

Ort: Domäne, Schloss Brake/Lemgo

Öffnungszeiten: Montag – Freitag 14 – 18 Uhr, Sa. und Sonntag 10 – 18 Uhr.

Eintritt frei

 

 

 

 

Landesverbandsversammlung verabschiedet Haushalt 2009

Die Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe hat in ihrer heutigen Sitzung den Haushalt 2009 verabschiedet.

Der Haushalt umfasst ein Gesamtvolumen von rund 200 Mio Euro (inkl. Staatsbäder, Hermanns­denkmalstiftung und Teilhaushalte Sondervermögen). Er ist gekennzeichnet durch die Veran­schlagung der Einnahmen aus dem Verkauf der RWE-Beteiligung (rund 39,9 Mio Euro) und dem Erlös aus der Veräußerung der Gewährträgerschaft Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt (76 Mio Euro). Diese Zuflüsse sollen zu einer weitgehenden Entschuldung des Landesverbandes Lippe verwendet werden.

„Hervorzuheben ist, dass der Haushalt 2009 – nach fast anderthalb Jahrzehnten – ohne in Inanspruchnahme der Rücklage Grundstock ausgeglichen gestaltet werden kann“, kommentierte Verbandsvorsteher Andreas Kasper den einstimmigen Beschluss der Verbandsversammlung. „Wir können in den Folgejahren nach derzeitigen Planungen mit Überschüssen rechnen, die sich zwischen 500.000 und 1,1 Mio Euro bewegen.“

Grundsätzlich beschlossen hat die Verbandsversammlung des Landesverbandes außerdem den Bau einer Umflut am SchiederSee. Zudem haben sich die Verbandsabgeordneten einhellig für die Finanzierung des geplanten Infozentrums an den Externsteinen in der Gesamthöhe von 1,138 Mio Euro ausgesprochen. Dieser Beschluss sichert den Zufluss von Fördergeldern in Höhe von 250.000 Euro durch die NRW-Stiftung.

 

 

 

 

Pressemitteilung des Landesverbandsvorstehers Andreas Kasper

Im Hinblick auf einen Teil meiner älteren Fachveröffentlichungen gibt es den Vorwurf, dass diese zumindest teilweise nicht allen wissenschaftlichen Anforderungen entsprechen. Hierauf hat mich der Verlag Mitte Dezember hingewiesen.

Dieser Vorwurf erstreckt sich auch auf meine Promotion zum Thema „Sozialsponsoring“ aus dem Jahre 2004. Dies ist mir allerdings erst vor zwei Tagen bekannt geworden. Die Vorwürfe sind wohl schon seit einigen Wochen beim Dekanat der juristischen Fakultät bekannt, wurden mir jedoch bisher offiziell nicht zur Kenntnis gegeben. Da ich die Vorwürfe mit Blick auf meine Doktorarbeit noch nicht konkret kenne, werde ich von mir aus eine Klärung herbeiführen und die Kritik intensiv prüfen.

Meine juristische Ausbildung mit wirtschaftlichen Kenntnissen und vor allem auch meine beruflichen Erfahrungen beim kommunalen Spitzenverband und in leitender Funktion im größten nieder­sächsischen Landesministerium waren für meine Wahl zum Verbandsvorsteher ausschlaggebend.

Die Führung des Doktortitels war keine Voraussetzung für meine Wahl zum Verbandsvorsteher. Mir ist aber bewusst, dass die Kritik an meiner Doktorarbeit aufgrund meiner Funktion als Verbandsvorsteher beim Landesverband Lippe auch von öffentlichem Interesse ist.

Ich werde deshalb als Reaktion auf die Vorwürfe meinen Doktortitel solange nicht im Namen führen, bis diese sich endgültig geklärt haben.

Meine Arbeitsweise hat sich weiterentwickelt, aktuelle Veröffentlichungen stehen deshalb auch nicht in der Kritik.

Ich habe die Fraktionsvorsitzenden der Landesverbandsversammlung und die stellvertretenden Verbandsvorsteher über die Vorwürfe informiert. Diese sind mit mir einer Meinung, dass die Arbeit des Landesverbandes Lippe durch die Vorwürfe nicht tangiert ist.

 

 

 

 

Das vorhandene Potenzial nutzen: Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper macht sich ein Bild vom Wald- und Forstmuseum Heidelbeck

Welche Tiere sind in Lippe heimisch? Welche Böden herrschen hier vor? Und welche Baumarten fällen lippische Forstwirtschaften bevorzugt? – Diese und zahlreiche andere Fragen beantwortet das Wald- und Forstmuseum Heidelbeck seit nahezu 25 Jahren. Nach der Aufbauarbeit durch den Museumsverein Kalletal und der Betriebsaufnahme unter der Regie der Gemeinde Kalletal im September 1985 wurde im April 1992 der Verein Wald- und Forstmuseum Heidelbeck e.V. als gemeinsamer Trägerverein des Landesverbandes Lippe und der Gemeinde Kalletal gegründet. Die, vor allem Kindergärten, Schulen und Reisegruppen ansprechende Einrichtung hat ein Problem, das viele Museen kennen: zurückgehende Besucherzahlen. Bei einer Ortsbegehung machten sich Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper, Klaus Fritzemeier, Bürgermeister der Gemeinde Kalletal, Reinhold Rieger, Leiter des Fachbereiches für Bildung, Jugend, Kultur und Freizeit, sowie Robert Keiser, Museumswart in Heidelbeck, ein Bild von den Räumlichkeiten und den Möglichkeiten, das Museum wieder stärker ins Bewusstsein der lippischen Öffentlichkeit zu rücken.

Dr. Kasper zeigte sich von der Qualität der Ausstellung beeindruckt: „Gerade für Kinder und Jugendliche ist das Museum toll: Hier finden sich alle relevanten jagdlichen, forsttechnischen und forstbiologischen Aspekte hervorragend aufbereitet. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen und weiter zu entwickeln.“ So könne das Wald- und Forstmuseum Heidelbeck noch mehr für Schulklassen bieten, ein Ausbau des museumspädagogischen Angebotes mithilfe des Lippischen Landesmuseums sei zum Beispiel denkbar. Auch vor Ort könnten noch bessere Bedingungen geschaffen werden, z. B. durch Raum für eine Schulstunde im Museum selbst.

Keiser lobte in diesem Zusammenhang die Bildungsinitiative der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe: „Dank der Kostenübernahme für den Bus finden nun auch Klassen aus weiter entfernten lippischen Gemeinden zu uns.“ Er erfahre immer wieder, dass Lehrer Bildungsreisen absagen müssten, weil die Eltern das Geld für die Busfahrt nicht aufbringen könnten.

Fritzemeier und Dr. Kasper beschlossen außerdem, die Einbindung eines gastronomischen Angebots im Museum sowie die Durchführung von Aktionen und Events zu prüfen. „Wir müssen mehr Besucher ins Museum locken, aber auch neue Mitglieder für den Museumsverein gewinnen“, formulierten sie ihr gemeinsames Ziel. Zudem müsse überlegt werden, wie der Bezug zu Stephan Ludwig Jacobi (1711-1784), dem aus Lippe stammenden Begründer der künstlichen Fischzucht, noch stärker im Museum herausgearbeitet werden könne.

Wollen das Potenzial, das das Wald- und Forstmuseum Heidelbeck bietet, künftig stärker nutzen (v. l.): Klaus Fritzemeier, Bürgermeister der Gemeinde Kalletal, Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper, Reinhold Rieger, Leiter des Fachbereiches für Bildung, Jugend, Kultur und Freizeit, und Robert Keiser, Museumswart in Heidelbeck.

Henri Matisse trifft Niki de Saint-Phalle

Im Rahmen des Projektes „Klasse(n)kunst“ hat die Anne Frank Schule aus Lemgo eine Ausstellung mit Gemälden, Skulpturen und Masken ihrer Schüler im Schloss Brake, dem Verwaltungssitz des Landesverbandes Lippe, eröffnet.

„Kunst ist ein häufig zu wenig geförderter Bereich für Kinder und Jugendliche. Zwar setzen sich Schüler mit verschiedenen Kunstrichtungen auseinander und schaffen sehenswerte Kunst, doch oft fehlt ein passender Ausstellungsort für sie. Hier schafft die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe Abhilfe“, hob Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper bei der Vernissage hervor. Sowohl Mitarbeiter als auch Besucher schätzten den Glanz, den Schüler aus Lippe regelmäßig mit ihren Arbeiten in die Räumlichkeiten bringen. „Zudem motiviert es ungemein, wenn Schüler ihre Auseinandersetzungen mit Kunst – aus unserer Sicht ein unverzichtbarer Bestandteil des Bildungskanons – aus der Schule hinaustragen können, in den Alltag.“

Schüler der Klassen 1 bis 10 hatten eine Projektwoche genutzt, um sich mit Farbe, Gips und Fotoapparat auf die Spuren von Vorbildern wie Henri Matisse oder Niki de Saint-Phalle zu machen. Sie hatten aber auch Lemgo als „Kunstobjekt“ erkundet und einen Raum in ihrer Schule kunstvoll gestaltet. „Wir haben der Kunst Raum gegeben und den Zugang zu verschiedenen Stilrichtungen und Techniken ermöglicht“, erläuterte Schulleiterin Karin Metzmacher. „Ziel war, dass die Schüler selbst kreativ wurden und dabei dazulernten. Es ging um den schöpferischen Prozess.“

Die Ausstellung kann bis zum 20. Februar jeweils Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 und 12:30 bis 16 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 13 Uhr besichtigt werden.

 

 

Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung der Anne Frank Schule Lemgo im Schloss Brake.

 

 

Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper im Gespräch mit Schülerinnen der Anne Frank Schule Lemgo bei der Eröffnung der Ausstellung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper tauscht sich bei einem Besuch des LWL-Ziegeleimuseums (Lage) mit Museumsleiter Willi Kulke über aktuelle Trends in der Museumspädagogik aus

Auf die Spuren alter Industriekultur begaben sich heute Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper und Joachim von Reden vom Schloss Wendlinghausen im LWL-Ziegeleimuseum Lage. Bei einer Führung über das weitläufige Gelände informierte Museumsleiter Willi Kulke seine Gäste über die Geschichte und das Konzept der Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

„Hier wird nicht nur ein Stück Industriegeschichte lebendig, hier können die Besucher auch nachvollziehen, warum und wie sich Lippe in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt hat und warum man Traditionen wie die der Ziegler bis heute pflegt“, lobte Dr. Kasper bei dem Rundgang. Auch die Vielfalt des museumspädagogischen Angebots überzeugte den Landesverbandsvorsteher. Dabei tauschte er sich auch mit Kulke über aktuelle Trends in der Museumspädagogik und die Erfahrungen mit Besucherzahlen aus: „Wir nehmen mit großem Bedauern zur Kenntnis, dass offenbar immer weniger Schulklassen das museumspädagogische Angebot der Museen in Lippe nutzen.“ Ein Ausweg, so Dr. Kasper und Kulke übereinstimmend, könne die noch stärkere Ausrichtung dieser Angebote an den Schullehrplänen sein.

Großes Interesse fand die Sonderausstellung „Im Auftrage Seiner Majestät“ über den Oberbergrat Friedrich Wilhelm von Reden, ein Vorfahr von Joachim von Reden. „Zeitlich begrenzte Ausstellungen zu anderen Bereichen der Industriekultur – wie hier dem Bergbau – sind immer eine willkommene Ergänzung“, erläuterte Kulke. Auch die Verbindung zu einer alteingesessenen, lippischen Adelsfamilie habe die Übernahme der Ausstellung aus dem Ruhrgebiet nahe gelegt. „Sonderausstellungen wie diese sind unerlässlich, um unsere Stammbesucher in und um Lippe regelmäßig ins Ziegeleimuseum zu holen“, sagte Kulke abschließend.

Willi Kulke, Joachim von Reden und Dr. Andreas Kasper im Ziegeleimuseum Lage.

Gedämpfte Nachfrage auf dem Holzmarkt – Landesverband Lippe reagiert mit nachfrageorientiertem Einschlag

„Fertig, es geht los.“ Forstwirtschaftsmeister Roland Stephan prüft noch einmal das Seil um den Baumstamm und hebt den Daumen. Der Traktor setzt sich langsam in Bewegung, Stephan postiert sich in sicherer Entfernung, dann beginnt der Stamm zu wanken. Nur ein kurzes, kräftiges Knirschen, und die 152 Jahre alte Buche fällt – genau dorthin, wo Stephan und seine Kollegen Mark Brockmann und Thomas Krösche sie haben wollten. Es ist die dritte, die das Team um Revierförster Günter Harmel heute im Beller Holz in Horn-Bad Meinberg zu Fall gebracht hat –  und es wird nicht die letzte sein.

„Nachdem nun der Großteil der Schäden des Sturmes Kyrill beseitigt sind, haben wir mit dem regulären Laubholzeinschlag in den meisten Forstrevieren begonnen“, berichtet Hans-Ulrich Braun, Leiter des Forstmanagements beim Landesverband Lippe, am Rande des Geschehens. Nach den beim Landesverband Lippe geltenden Richtlinien zur nachhaltigen Bewirtschaftung und Waldpflege ernten die für Belle zuständigen Forstwirte hier derzeit wertvolle, starke Eichen, die für die Wertholzsubmission im Februar bereit gestellt werden sollen, aber auch Buchen für die Lippische Schäl- und Sägewerkindustrie. Das als Koppelprodukt anfallende, schlechte Buchenstammholz bzw. nicht sägefähige Industrieholz wird an die Palettenindustrie und die Spanplattenindustrie verkauft. „Das nicht aufgearbeitete Restholz stellen wir schließlich unseren zahlreichen Brennholzkunden zur Verfügung“, ergänzt Harmel.

Diese könnten sich über stabile Preise freuen: „Der Landesverband Lippe hält die Brennholzpreise in dieser Saison bewusst auf Vorjahresniveau, um einen kleinen Beitrag zur Entlastung der lippischen Mitbürger zu leisten.“ Brennholz erfreue sich aufgrund der Energiepreise nach wie vor großer Beliebtheit, „aber auch wir spüren die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise: Die Nachfrage ist im Vergleich zur Vorjahressaison gedämpft“, betont Braun.

Während hochwertige Laubhölzer wie Eiche und Esche gleichbleibend gut nachgefragt und auch angemessen bezahlt würden, seien zudem die Preise im Massensortiment Buche im Zuge der Rezessionsängste unter Druck geraten. „Wir reagieren auf diese Situation mit einem noch stärker nachfrage- und kundenorientierten Einschlag“, erläutert Braun zum Abschluss.

Hans-Ulrich Braun, Leiter des Forstmanagements des Landesverbandes Lippe (2. v. l.), und Günter Harmel, Revierförster in Belle (l.), begutachten die soeben gefällte Buche.

Ein Nationalpark eröffnet große Chancen – wenn die Bedingungen stimmen

Vor dem Hintergrund der Diskussion um einen Nationalpark in Lippe machte sich heute Karsten Otte, Sprecher der „Bezirkskonferenz Naturschutz Nordrhein-Westfalen“, zusammen mit Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper und Hans-Ulrich Braun, Leiter des Forstmanagements des Landesverbandes Lippe, ein Bild von der Bewirtschaftung der landesverbandseigenen Wälder und den darin umgesetzten Naturschutzmaßnahmen.

„Der Landesverbandes Lippe betreibt seit vielen Jahrzehnten eine naturnahe, standortangepasste Forstwirtschaft mit hohen Laubholzanteilen“, betonte Dr. Kasper bei der Besichtigung eines Wald­abschnitts am Norderteich im Horn-Bad Meinberger Ortsteil Billerbeck. Dazu arbeite die Forstabteilung des Landesverbandes Lippe nicht nur nach wirtschaftlichen Regeln unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit. Erklärte Absicht sei auch, in von der Forstabteilung festgelegten Bereichen den Natur- und Artenschutz gezielt zu unterstützen und zu fördern. „Die Wälder des Landesverbandes Lippe schließen schon heute rund 5500 Hektar Naturschutzgebiete ein. Wir haben zudem ein dynamisches Tot- und Altholzprogramm entwickelt: Auf angemessenen Flächenanteilen, die sich aufgrund des Alters der Bäume, aber auch unter Gesichtspunkten der Verkehrssicherheit für Waldbesucher anbieten, lassen wir Alt- und Totholz unberührt, um unzähligen, spezialisierten Lebewesen wie Pilzen oder Käfern einen geschützten Lebensraum zu bieten“, erläuterte Braun. Damit unterstütze die Forstabteilung des Landesverbandes Lippe nicht nur den natürlichen Kreislauf von Leben und Tod auf der gesamten bewirtschafteten Fläche: „Die angepasste Bewirtschaftung schützt auch das Klima, weil durch den Holzzuwachs CO2 gebunden bzw. das in Holzprodukten gespeicherte CO2 aus dem Kreislauf genommen wird.“

Fazit: Der Landesverband Lippe setzt sich schon heute in einem hohen Maße für den Naturschutz vor Ort ein. „Dem Projekt ‚Nationalpark Teutoburger Wald‘ stehen wir deshalb offen gegenüber“, so Dr. Kasper. Dies zeige der Beschluss, den der Landesverband Lippe in seiner gestrigen Verbandsversammlung zum Haushalt 2009 einstimmig verabschiedet habe: „Die Einrichtung eines Nationalparks auch auf Flächen im Kreisgebiet eröffnet dem Landesverband Lippe – unter bestimmten Voraussetzungen – große Chancen.“ Mit Blick auf die wirtschaftlichen Risiken, die Landesverbandskämmerer Bernd Tiemann in seiner Haushalts­rede für das Jahr 2009 ausführlich skizziert hat, sei das Engagement des Landes Nordrhein-Westfalen von ausschlaggebender Bedeutung. „Im Raum steht ein finanzieller Ausgleich für die jährlichen Erträge aus unserer Forstwirtschaft und die Vermögensschäden. Hier sehen wir das Land in der Pflicht, ebenso wie bei der Frage der Finanzierung der für uns besonders interessanten Nationalpark­einrichtungen und –portale“, führte Dr. Kasper weiter an.

Herr Otte begrüßt, dass der Landesverband Lippe konstruktiv an der Diskussion zum Nationalpark teilnimmt und zwischenzeitlich – unter bestimmten Bedingungen – Chancen für sich bei der Errichtung eines Nationalparks im Teutoburger Wald sieht.

Machten sich ein Bild vom Alt- und Totholzbestand im landesverbandseigenen Wald am Norderteich in Horn-Bad Meinberg (v. l.): Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper, Hans-Ulrich Braun, Leiter des Forstmanagements des Landesverbandes Lippe, und Karsten Otte, Sprecher der „Bezirkskonferenz Naturschutz“.

Arbeiten zur Rettung der Fürstenallee haben begonnen

Der Start zur langfristig angelegten Rettungsaktion der Fürstenallee ist gesetzt: Seit vergangenen Dienstag beherrschen Forstarbeiter des Landesverbandes Lippe mit ihren Sägen das Bild der ehrwürdigen Straße. Bis zum März des kommenden Jahres sollen fast alle Bäume zwischen dem Haverkampsee und der Straße „Im Kleinen Bruch“ gefällt werden. Stehen bleiben werden 40 Alteichen, die als Zeitzeugen ausgewählt wurden. Im Herbst 2009 werden dann 300 neue Eichen gepflanzt. Darauf haben sich der der Heimat- und Verkehrsverein Oesterholz-Haustenbeck als Projektträger, der Kreis Lippe, die Gemeinde Schlangen, der Landesverband Lippe und der Landesbetrieb Straßenbau NRW geeinigt. In zwei weiteren Schritten soll das gemeinsam erarbeitete Konzept dann bis spätestens 2020 auf dem Rest der fast 2,5 km langen Allee übertragen sein. Über eine Kooperationsvereinbarung haben sich die fünf Akteure über das Vorgehen geeinigt, zunächst mit Schwerpunkt auf dem gegenwärtigen Erneuerungsabschnitt.

Wie vor fast 300 Jahren werden dann ausschließlich Eichen den Straßenabschnitt der L 937 bei Oesterholz säumen. „Es war uns sehr wichtig, die historischen Belange bei der Wiederherstellung der Fürstenallee zu berücksichtigen“, so Landrat Heuwinkel. Denn es waren nur Eichen, die Simon Heinrich Adolf, Graf zu Lippe zwischen 1730 und 1735 anpflanzen ließ. Erst später sind dann Buchen, Lärchen und andere Baumarten, die das heutige Bild der Allee mitprägen, gepflanzt worden.

„Uns Lippern bietet sich jetzt die einmalige Chance, die Allee auch für zukünftige Generationen zu sichern“, betont Landrat Heuwinkel das gemeinsame Aktionsbündnis zur Rettung der Fürstenallee.

Über drei Jahre haben die Beteiligten daran gearbeitet. Im vergangenen Jahr wurden in einem ersten kleinen Schritt 20 Eichen an der Allee zum Kreisaltenheim gepflanzt. Während der Fällarbeiten wird besonders auf den Schutz der Fledermäuse geachtet. „Wir wissen aus zahlreichen Beobachtungen, dass die Fürstenallee für viele Fledermausarten überaus wichtig ist“, so Matthias Füller von der Biologischen Station Lippe. In der Fürstenallee wurden Flugbewegungen von zwölf Fledermausarten registriert. „Eine vergleichbare Zahl haben wir bisher an keinem weiteren Ort in Lippe feststellen können“, führt der Fledermausexperte weiter aus.

Die Fällarbeiten werden voraussichtlich Anfang März 2009 beendet sein. Nach Auskunft von Hans-Ulrich Braun vom Landesverband Lippe werden die Bäume in mehreren Etappen gefällt. „Die Verkehrsregelung in dieser Zeit erfolgt über eine Lichtzeichenanlage. So können kurzzeitige Behinderungen so gering wie möglich gehalten werden“, ist sich der verantwortliche Mitarbeiter beim Landesbetrieb Straßen NRW sicher. Der Heimat- und Verkehrsverein Oesterholz-Haustenbeck und der Kreis Lippe haben zur Information der Bürger ein Faltblatt erstellt und im direkten Umfeld der Allee an die Haushalte verteilt. Darüber hinaus sind Faltblätter in der Gemeinde und in verschiedenen Geschäften im Gemeindebereich ausgelegt.

Weitere Infos gibt es beim Kreis Lippe unter 05231 62-632/6311 und 62630 oder im Internet www.lippe.de.

Am 16.12.2008 haben die Arbeiten an der Fürstenallee begonnen. Dabei werden u. a. kranke Eichen (im Bild) gefällt.

Feuerwerk zur Begrüßung des Varusjahres 2009 am Hermannsdenkmal

Mit einer farbenprächtigen Illumination am 30. Dezember und einem imposanten Musik-Feuerwerk und einer Lasershow am 31. Dezember begrüßen die Kooperationspartner für die Feierlichkeiten zum Varusjahr 2009 das neue Jahr. „Wir möchten mit diesem Auftakt in das Varusjahr 2009 ein weithin sichtbares Signal setzen und auf die geplanten Veranstaltungen im kommenden Jahr hinweisen. Das Hermannsdenkmal steht für uns heute als Zeichen für ein zusammenwachsendes Europa, für kulturelle Vielfalt und als Zeichen für Völkerverständigung und Frieden“, machten Landrat Friedel Heuwinkel, Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper und der Detmolder Bürgermeister Rainer Heller gemeinsam deutlich.

Die Veranstaltung wird von der Eventagentur Flash Art Bielefeld betreut und beginnt um 20 Uhr. Karten zum Preis von 15 Euro (Vorverkauf) sind erhältlich bei der Lippischen Landes-Zeitung, der Neuen Westfälischen, dem Westfalen-Blatt und anderen EVENTIM-Verkaufsstellen.  An den Abendkassen vor dem Landestheater in Detmold und am Haus des Gastes in Detmold-Hiddesen können Karten für 20 Euro erworben werden. Die Karten berechtigen zur Nutzung des Silvester-Bus-Shuttle in ganz Lippe. Aus Sicherheitsgründen ist das Veranstaltungsgelände rund um das Hermannsdenkmal komplett abgesperrt. Zugang nur mit Eintrittskarte in limitierter Auflage für maximal 1.000 Gäste.

Sehen dem Silvester-Event am Hermannsdenkmal mit Spannung entgegen (v. l.): Landrat Friedel Heuwinkel, Markus Katterle von der Agentur Flash Art, Dr. Andreas Kasper, Vorsteher des Landesverbandes Lippe, Birgit Dabbert, Veranstaltungsorganisation bei der LTM AG sowie Rainer Heller, Bürgermeister der Stadt Detmold.

Band 23 der "Lippischen Studien" erschienen: Lippische Ortsgeschichte - Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold

Der ehemalige Kreis Detmold ist seit 1973 Teil des neu geschaffenen Kreises Lippe.

Im Jahre 1970 gehörten 95 politisch selbstständige Städte und Gemeinden zu Detmold. Dieses Handbuch gibt einen umfassenden Überblick ihrer Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte, ihrer historischen Besonderheiten und heutigen Sehenswürdigkeiten.

 

• Urkundliche Überlieferungen und erste Erwähnung

• Entstehung der Siedlungsnamen und Bevölkerungsentwicklung

• Zugehörigkeiten zu Verwaltungsämtern und Kirchengemeinden

• Historische Entwicklung vom Mittelalter bis zur Gegenwart

• Bau von Kirchen und Schulen

• Wirtschaftliche Faktoren, die das Leben in den Städten und Gemeinden maßgeblich beeinflusst haben

• Heutige Partnerstädte

• Ortsgeschichtliche Literatur, Ansichten, Pläne und Wappen

 

Reich illustriert mit rund 1000 aktuellen Fotografien sowie zahlreichen topografischen Karten und historischen Ansichten und Plänen, vermittelt dieses Buch ein anschauliches Bild des früheren Kreises Detmold vor dem Hintergrund der Geschichte des Landes Lippe.

Das Buch kann für 34,80 EUR in allen Buchhandlungen bezogen werden.

Freuen sich über das Erscheinen der „Ortsgeschichte“ (v. l.): Sabine Klocke-Daffa, die das Buch von Seiten der Kulturagentur betreut hat, Herbert Stöwer und Annette Fischer.

Nationalpark in Lippe – nur mit erheblichem finanziellen Einsatz des Landes möglich

Von Lemgo nach Berlin und zurück: Landes­verbands­vorsteher Dr. Andreas Kasper traf sich heute mit dem CDU-Bundestagsab­geordneten Cajus Caesar zu einem informellen Gespräch in dessen Büro in der bun­desdeutschen Hauptstadt. Gegenstand des Treffens war nicht nur die Übergabe ei­ner kleinen Tanne aus den ver­bandseigenen Wäldern, die in die Räume des Bun­destagsabgeordneten weihnachtliches Flair aus der lippischen Heimat bringen soll. Caesar und Dr. Kasper diskutierten auch noch­mals das Projekt „Nationalpark in Lippe“.

Es ist jetzt von großer Be­deutung, dass der Gutachter die Umsetzungsmöglichkeiten klar definiere. Dabei wies der Bundestagsabgeordnete Cajus Caesar darauf hin, dass es für ihn einen Natio­nalpark ohne die Zustimmung der betroffenen Eigentümer nicht geben könne. Wirt­schaftliche Nachteile, die den Betreffenden entstehen, müssen im vollen Umfang ersetzt werden. Ein Nationalpark bedeutet - anders als ein Naturpark - dass auf Dauer 75 % der Fläche vom Menschen unberührt bleiben müssten, es in diesen Bereichen keinerlei Aktivitäten mehr gäbe. Dies betreffe vor allem die Infra­strukturentwicklung. Dies bedeute auch, dass der umweltfreundlich erzeugte Rohstoff nicht mehr genutzt werden dürfe und hätte damit Auswirkungen auf Holzindustrie und Arbeitsplätze. Zudem darf der Tourismus nur noch außerhalb der Schutzbereiche stattfinden. Naturnahe Bewirtschaftung, wie sie der Landesverband Lippe betreibt, trägt zur Artenvielfalt bei und ist im Sinne des Klimaschutzes.

Die Stillle­gung von 75 Prozent der landesverbandseigenen Forstwirtschaftsflächen in der Nationalparkku­lisse bedeute einen erheblichen Einnahmeverlust, der zulasten der Finanzie­rung von Kultureinrich­tungen im Kreis Lippe ginge. 

Deshalb sei es von besonderer Bedeutung, Chancen und Risiken wertfrei gegen­überzustellen. „Die im Suchraum bislang gehandelte Fläche geeigneter Lebensräume erfüllt durch die klare Absage des Prinzen nicht mehr die Ansprüche eines Nationalparks an Mindestgröße und Zuschnitt. Eine Funktionsfähigkeit wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber über die Einbezie­hung von größeren Flächen der erweiteten Suchkulisse in den Kreisen Höxter und Paderborn gegeben – Flächen außerhalb Lippes, die dem Land NRW gehören“, sagte Caesar. Doch nicht nur als Flächeninhaber sei das Land NRW gefordert, sondern auch als Finanzierer – für die bislang nicht näher bezifferten, dauerhaften Kosten eines Nationalparks, aber auch für die des Landesverbandes Lippe, wie Dr. Kasper ab­schließend ausführte: „Ein angemessener Nachteilsausgleich für den Landesverband Lippe und die Finanzie­rung von für uns interessanten Nationalpark-Einrichtungen hängen auch vom Willen und den Möglichkeiten des Landes NRW ab“. Wenn die Finanzierung solcher Nationalpark-Einrichtungen dauerhaft gesichert wäre, können diese für den Tourismus und damit auch für den Landesverband eine große Chance bieten.

CDU-Bundestagsabgeordneter Cajus Caesar (l.) und Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper.

Erste Arbeiten am Mausoleum in Detmold haben begonnen

Seit einigen Jahren fristet das Mausoleum am Büchenberg bei Detmold ein Schattendasein: Das 1856 für die Fürsten derer zu Lippe errichtete, monumentale Grabmal wurde zuletzt 2004 für eine Beisetzung genutzt. Der Landesverband Lippe, der in Besitz des Mausoleums und des umgebenden Areal ist, plant, das Gebäude potenziellen, interessierten Besuchern zugänglicher zu machen. Im Rahmen der vorbereitenden Arbeiten wurden nun Bäume gefällt, um einen trichterförmigen Blick auf das Mausoleum zu ermöglichen. Dafür wurden u. a. Bäume ausgewählt, die die Anlage schädigen bzw. den baulichen Erhalt des Gebäudes behindern. Die Arbeiten durch die Forstabteilung des Landesverbandes Lippe fanden am Mittwoch, dem 26. November 2008 statt.

Im Bild zu sehen ist Harald Lesemann vom Forstrevier Detmold bei seiner Arbeit an einem kranken, ausgehöhlten Baum.

Landesverband Lippe führt neue Dechantin am Damenstift St. Marien Lemgo ein

Aufgabenverteilung, Organisation und Engagement für ein wohltuendes Miteinander – die Verpflichtungen der Dechantin im Lippischen Damenstift St. Marien (Lemgo) sind vielfältig und umfangreich. Nun findet ein Wechsel statt: Margarete Krohn-Grimberghe gibt das Amt aus Altersgründen an Gisela Brockhausen ab.

Margarete Krohn-Grimberghe war vor fünf Jahren zur Vorsitzenden der Stiftsdamen gewählt worden. Ihr reicher Erfahrungsschatz, den sie u. a. als Jugend-, Ehe- und Familienberaterin in Bad Salzuflen, aber auch in der Erwachsenenbildung, in der Supervision mit Pfarrvikarinnen und -vikaren sowie im Seminar für Gemeindepädagogen erworben hatte, kam hier insbesondere den Senioren zugute. „Sie haben mit hohem Einsatz und Weitsicht die Dinge des Stifts bewegt. Dafür gebührt Ihnen viel Dank und Anerkennung" lobte Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper bei ihrer heutigen Verabschiedung. Krohn-Grimberghe habe die Arbeit des Stiftsrentmeisters, Herr Prof. Dr. Reinhard Becker, intensiv unterstützt und auch durch ihr Wirken die Grundlage geschaffen für eine spürbare Ausweitung des Geschäftsumfanges. „Wir bedauern Ihre Entscheidung, freuen uns aber, dass Sie dem Stift erhalten bleiben und die Seniorinnen und Senioren sicher als gute Seele weiter begleiten", ergänzte Dr. Kasper. Hervorzuheben sei außerdem, dass Margarete Krohn-Grimberghe nun einer jüngeren Stiftsbewohnerin die Möglichkeit gebe, die Stiftsgemeinschaft mit neuen Gedanken und Ideen zu führen und zu erfüllen.

Gisela Brockhausen, am 1. Oktober 2008 zur neuen Dechantin ernannt, wurde heute feierlich in ihr Amt eingeführt. „Gisela Brockhausen ist seit vielen Jahren mit großem Engagement im Kirchenvorstand von St. Nicolai und im Gemeindehaus tätig", begründete Prof. Becker die Entscheidung. Sie engagiere sich im Öffentlichkeitsausschuss, organisiere Feste und Feiern und gestalte u. a. jedes Jahr den Heiligen Abend für die Seniorinnen und Senioren in St. Nicolai. Zudem betreue Gisela Brockhausen jedes Jahr die Ferienfreizeit der Gemeinde auf der Insel Juist. Im Damenstift St. Marien lebt sie seit September 2008. „Wir wünschen Ihnen außerordentlich viel Erfolg, aber auch Freude in der Ausübung Ihres neuen Amtes."

 

Sehen der Arbeit der neuen Dechantin Gisela Brockhausen am Damenstift St. Marien in Lemgo mit Freude entgegen (v. l.) : Rolf-Joachim Krohn-Grimberghe, Pfarrer an St. Nicolai, Kirchenrat Andreas-ChristianTübler von der Lippischen Landeskirche, Margarete Krohn-Grimberghe (scheidende Dechantin), Superintendent Andreas Lange, Gisela Brockhausen (neue Dechantin), Prof. Reinhard Becker (Stiftsrentmeister) und Dr. Andreas Kasper (Landesverbandsvorsteher).

Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper gratuliert im Rahmen einer Domänenbereisung den Pächtern der Domäne Varenholz, Wolfgang und Sabine Block, zum 80-jährigen Jubiläum

Der Wandel in der Landwirtschaft hat auch vor dem Landesverband Lippe nicht Halt gemacht: Von den ehemals 22 Domänen mit einer Gesamtfläche von rund 2.100 ha, die der Landesverband bei seiner Gründung in 1949 übernahm, sind heute noch vier Domänen mit einer Fläche von zusammen 610 ha verblieben. Seine Verantwortung für den landwirtschaftlichen Grundbesitz und die betreuenden Pächter haben für den Landesverband aber nach wie vor eine herausragende Bedeutung. Im Rahmen einer Domänenbereisung informierte sich deshalb der neue Landeverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper auf der Domäne Varenholz über die Bewirtschaftung der landesverbandeigenen Flächen und die Verdienste der Pächterfamilie Block.

„Viele der einstigen Domänen des Landesverbandes wurden in den Nachkriegsjahren aufgelöst, um Gewerbeland für die aufblühende Wirtschaft und Siedlungsland für Flüchtlinge aus dem Osten zu schaffen, andere wiederum wurden zu größeren Betrieben zusammengelegt, um sie rentabler zu machen“, rekapitulierte Dr. Kasper die Entwicklung. Dass noch vier Domänen – Varenholz, Oelentrup, Barntrup und Herborn – erhalten geblieben sind, sei in erster Linie dem Engagement ihrer Pächtern zu verdanken, lobte er. „Durch sie wird die Tradition des landwirtschaftlichen Grundbesitzes fortgesetzt, die zum Landesverband Lippe ebenso gehört wie die Bewirtschaftung seiner Waldflächen.“

Die Domäne Varenholz nehme eine besondere Stellung ein, denn trotz erheblicher Flächenverluste durch den seit 1963 in der Weserniederung betriebenen Kiesabbau sei sie noch heute der ertragsreichste Betrieb des Landesverbandes Lippe. „Mit einer durchschnittlichen Ackerzahl von 75 verfügt die Domäne Varenholz nicht nur über die besten Böden, sie wird auch in der nunmehr dritten Generation von der Pächterfamilie Block mit großem Einsatz bewirtschaftet“, hob Dr. Kasper hervor. Von Wolfgang und Sabine Block ließ er sich die Abläufe in dem modernen Ackerbaubetrieb, die wirtschaftliche Situation sowie den schrittweisen Umbau bzw. die Nutzung der alten Gebäude erläutern. „Die Viehhaltung, mit der mein Großvater Wilhelm Block am 1. Juli 1928 in Varenholz begann, haben wir 1970 aufgegeben, mit Rücksicht auf das im Schloss Varenholz untergebrachte Internat“, erklärte Wolfgang Block. Heute produziere er mit einer Vollzeitkraft und einer Saisonarbeitskraft Zuckerrüben, Weizen, Gerste und Raps.

Dr. Kasper dankte Wolfgang und Sabine Block ausdrücklich für ihr Bemühen um den Erhalt der Flächen und der ausgedehnten Gebäude: „Sie haben dazu beigetragen, dass diese historisch einmalige Anlage sich auch heute in einem baulich hervorragenden Zustand präsentiert. Wir gratulieren Ihnen herzlich zum 80. Jubiläum – und freuen uns auf die kommenden Jahre mit Ihnen als kompetente Partner.“

 

Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kapser (l.) überreichte Wolfgang und Sabine Block u. a. eine lippische Flagge als Geschenk zum 80. Jubiläum des Pachtvertrages.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverband Lippe schließt Umbau der Mittelmühle des Lippischen Landesmuseums ab – Naturkundesammlung erstrahlt in neuem Glanz

Das Lippische Landesmuseum kommt in seinen Vorbereitungen auf die Sonderaus¬stellung „Mythos“ zur 2000sten Wiederkehr der Varusschlacht in 2009 sowie auf die Neustrukturierung der Dauerausstellung zum 175. Jubiläum des Museums in 2010 einen großen Schritt voran: Der Um¬bau der Mittelmühle, seit 1974 als Naturkundehaus genutzt, wurde nun abgeschlossen. „Die Natur¬kunde¬sammlung des Lippischen Landesmuseums ist die mit Abstand älteste in nord¬rhein¬west¬fälischen Museen, sie geht auf die Gründung eines Naturhistorischen Museums für das Land Lippe im März 1835 zurück. Nun wird diese herausragende Sammlung wieder im neuen Glanz erstrahlen“, kommentierte Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper die Investition.

„Das Gebäude bedurfte dringend einer baulichen, technischen und infrastrukturellen Anpassung, um den Erfordernissen zeitgemäßer musealer Nutzung gerecht zu werden“, erläuterte Museumsleiter Prof. Rainer Springhorn. Rund zwei Jahre habe der Umbau gedauert, nun könne die Neukonzeption der Schau¬sammlung umgesetzt werden. „Sie folgt modernen didaktischen Gesichtspunkten der Ver¬mit¬tlung von Biologie und Geowissenschaften, weist aber auch starke ästhetische Komponenten und zahlreiche Erlebniselemente auf“, fügte Springhorn ergänzend hinzu.

Die inhaltliche und gestalterische Konzeption wurde von der Diplom-Designerin des Lippischen Landes¬museums, Annette Hibbeler, und Dietrich Horstmann vom Detmolder Gymnasium Leopoldinum entworfen. In enger Zusammenarbeit mit der Bauabteilung des Landesverbandes Lippe wird den Besuchern ab dem 29. März 2009 eine lebendige Präsentationsform aller gezeigten Tiere in lebensnaher Inszenierung erwar¬ten. „Der Landesverband Lippe hat insgesamt 580.000 Euro investiert“, betont Axel Bley, Leiter der Abteilung Technisches Immobilienmanagement beim Landesverband Lippe. Davon sei der Hauptanteil von ca. 500.000 Euro auf die baulichen Arbeiten an Dach und Fach entfallen; für den Ausstellungsbau (Vitrinen, Ausstellungsbeleuchtung, Medientechnik) seien 80.000 Euro aufgewendet worden. Die Gesam¬t¬investition betrage rund eine Million Euro; gefördert werde das Projekt auch vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL); 100.000 Euro konnten von Sponsoren eingeworben werden.

 

 

Begutachteten die neuen Räumlichkeiten in der Mittelmühle (v.l.): Axel Bley und Hans-Hermann Schweppe (Techn. Immobi¬lienabteilung), Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper sowie Museumsleiter Prof. Rainer Springhorn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper absolvierte einen Motorsägenlehrgang bei der verbandseigenen Forstabteilung

Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper absolvierte einen Motorsägenlehrgang bei der verbandseigenen Forstabteilung

Lemgo/Schieder-Schwalenberg. Weit mehr als 4000 Teilnehmer seit dem Start im November 2003 – dass die Motorsägenlehrgänge der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe so erfolgreich sind, ist nicht nur auf steigende Preise für Energierohstoffe und dem daraus resultierenden Trend zum Heizen mit Brennholz zurückzuführen. „Unsere Forstwirte erfahren immer auch viel Lob für ihre umfassende und kompetente Einführung in den Umgang mit Motorsägen – und das zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis“, hat Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper erfahren.
Grund für ihn, sich selbst von der Qualität der Lehrgänge zu überzeugen: Er absolvierte nun einen Lehrgang im Forstrevier Schieder und erhielt am Ende zusammen mit weiteren, rund 30 Teilnehmern seinen persönlichen Motorsägenführerschein. „Der Lehrgang hat sich wirklich gelohnt, und ich habe eine Menge gelernt“, lobte Dr. Kasper.
Mit in seiner Gruppe dabei war auch Margitta Müller aus Leopoldstal. Bislang beträgt der Anteil der weiblichen Teilnehmer an den Motorsägenlehrgängen ein Prozent, für Margitta Müller war die Ausbildung dennoch selbstverständlich: „Wir haben zwei Kamine im Haus, und der Wald liegt praktisch vor der Haustür. Das Heizen mit Brennholz liegt da nahe.“ Ihre Familie besitze bereits eine Motorsäge, nun wollte auch Margitta Müller den Führerschein erwerben, um künftig selbst Brennholz werben zu können. „Der Lehrgang war äußerst interessant. Mir ist hier klar geworden, wie wichtig es auch für meine persönliche Sicherheit ist, im richtigen Umgang mit der Motorsäge geschult zu werden.“

 

 

 

 

Ließ sich im richtigen Umgang mit der Motorsäge im verbandseigenen Wald schulen: Dr. Andreas Kasper, Vorsteher des Landesverbandes Lippe, mit den Forstwirten Arnd Brunsiek, Jörg Wagner, Udo Schröder und Thorsten Mühlenhof (v.l.).

 

 

 

 

 

Landesverband Lippe investiert in Baumaßnahmen rund um die Externsteine

Eine Chance, ein Imagegewinn, eine Steigerung des Bekanntheitsgrades – von der 2000. Wiederkehr der Varus-Schlacht in 2009 und den daran angeschlossenen Aktivitäten und Veranstaltungen im Kreis Lippe will auch Horn-Bad Meinberg profitieren. Die Stadtmarketing Horn-Bad Meinberg GmbH lud deshalb zu einem Abend in den Räumlichkeiten des Felswirtes an den Externsteinen, um interessierte Bürger über ganz konkrete Maßnahmen im Umfeld der Stadt zu informieren.

Nicht nur die Baumaßnahmen am Kreisverkehr und in der Allee in Bad Meinberg seien als aktuelle Projekte zu nennen, sondern auch Veränderungen rund um das Naturdenkmal in Holzhausen-Externsteine. Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper referierte zu den geplanten Investitionen den Landesverbandes Lippe: „Wir werden nicht nur Wege, Parkplätze und die Toilettenanlage gestalterisch verbessern, wir wollen vor allem durch die Schaffung eines Informationszentrums die Attraktivität der Externsteine nachhaltig erhöhen.“ Dieses werde im zurzeit leer stehenden Gebäude des ehemaligen Imbisses untergebracht und Besuchern sowohl die Entstehung der Felsformation als auch die Tier- und Pflanzenwelt im Naturschutzgebiet erläutern. „Dazu holen wir uns Kompetenz aus dem eigenen Haus, bei den Mitarbeitern des Lippischen Landesmuseums.“

Darüber hinaus wolle der Landesverband Lippe einen Naturerlebnispfad einrichten, der attraktive Anlaufpunkte rund um die Externsteine verbindet: An sechs großen und zwanzig kleineren Stationen sollen Besucher Angaben zu Themen wie „Bergheide“, „Lebensraum Felsen“ oder „Orchideenwiese“ über Infotafeln oder Audioguides abrufen oder aber über eine spezielle Software auf ihr Handy laden können. „Ziel ist es, so auch jüngere, mit moderner Technik vertraute Generationen für einen Besuch des Naturschutzgebietes Externsteine zu begeistern.“ Diverse Informations- und Hinweisschilder sowie Flyer sollen das Angebot abrunden.

Kurdirektor Wolfgang Diekmann vom Staatsbad Bad Meinberg stellte das Projekt „Moorerlebnispfad“ vor, das im Rahmen eines Antrages des Naturparks Teutoburger Wald/Eggegebirge mit 15.000 Euro gefördert wird. „Das Staatsbad fügt weitere 5.000 Euro hinzu, so dass Mittel in Höhe von 20.000 Euro aufgewendet werden können“, rechnete Diekmann vor. Damit solle das Moorgebiet Stinkebrink touristisch noch stärker erschlossen werden: Die Moortretanlage soll um eine Knetanlage erweitert, Barfußpfade angelegt und Moorrecycling erfahrbar gemacht werden. Nicht nur im Moorstich würden zahlreiche Informationstafeln aufgestellt, sondern auch vom Herzen des Kurortes aus sollen Hinweisschilder und Plakate den Weg zum Moorstich erleichtern. „Wir wollen Besucher jeden Alters über die Entstehung, Bedeutung und Nutzung des Moores zielgruppengerecht informieren, mal spielerisch, mal innovativ.“ Diekmann hofft, im Zuge der Einrichtung des Moorerlebnispfades auch weitere Investitionen in Angriff nehmen zu können, zum Beispiel die Ausweitung der Parkfläche am Moorgebiet Stinkebrink.

Dr. Klaus Schafmeister vom Hermannbüro rundete mit seinem Referat über das internationale Kulturprogramm 2009 den Informationsabend ab, Prof. Lothar Albertin von der Stadtmarketing Horn-Bad Meinberg GmbH stellte in der sich anschließenden Diskussionsrunde noch ein Symposium in Bad Meinberg ins Aussicht, das sich mit „Wegen zum europäischen Frieden“ auseinandersetzen soll.

 

Stellten Maßnahmen im Zuge der Vorbereitungen für das Varus-Jahr 2009 in Horn-Bad Meinberg vor: Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper (Mitte), Kurdirektor Wolfgang Diekmann (l.) und Dr. Klaus Schafmeister.

 

 

 

 

 

Landesverband Lippe und Wetsfälisches Kinderdorf e. V. unterzeichnen Pachtvertrag für Gastronomie-Objekt in der Burg Sternberg

In die Burg Sternberg kommt neues Leben: Der Landesverband Lippe und der Westfälische Kinderdorf e. V. haben beschlossen, künftig in den ehrwürdigen Mauern zusammenzuarbeiten. Sie unterzeichneten heute einen ab 1. Januar 2009 geltenden Pachtvertrag für das Café.

„Die Partnerschaft mit dem Westfälische Kinderdorf e. V. eröffnet weitreichende Perspektiven“, kommentierte Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper die Vertragsunterzeichnung. So käme zur gastronomischen Kompetenz, die der Verein seit vielen Jahren mit Partnern im Raum des östlichen Lippe unter Beweis stellt, eine erzieherisch-pädagogische Kompetenz hinzu. „Denn auch in diesem Bereich hat sich das Westfälische Kinderdorf große Verdienste erworben, davon können wir profitieren.“ So würde den zumeist jungen Gästen in der Unterburg nicht nur künftig eine qualitativ hochwertige Verpflegung angeboten. Die Mitarbeiter des Westfälischen Kinderdorfs garantierten auch eine fundiert pädagogische Betreuung.

Zudem könne das bestehende Angebot der Burg Sternberg sinnvoll ergänzt werden: „Hier gibt es eine Vielzahl an Anknüpfungspunkten für gemeinsame Projekte, wie zum Beispiel Aktivitäten und Veranstaltungen in den Bereichen Sport (Mountainbiking, Klettern) oder Kultur“, führte Dr. Kasper weiter an.

Auch der Westfälische Kinderdorf e. V. findet nur lobende Worte: „Mit der Unterzeichnung des Pachtvertrages wird der Grundstein für eine interessante Kooperation gelegt“, sagte Vorstand Jörg Schmidt.

Ab 2009 werde der Verein als Pächter mit seiner Ausbildungsküche und zusätzlichen Personalverstärkungen die Gastronomie auf der Burg Sternberg übernehmen. Seit vielen Jahren würden im Kinderdorf im lippischen Barntrup Kinder und Jugendliche in verschieden Küchenbereichen erfolgreich ausgebildet und auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet. Die hier gesammelten langjährigen Erfahrungen im Bereich der Gastronomie sollen nun auch auf der Burg Sternberg zur weiteren positiven Entwicklung beitragen. „Das bestehende Praxis-Erprobungsfeld des Kinderdorfes wird um einen weiteren wichtigen Baustein erweitert.“ Zudem werde die Arbeit des Vereins unterstützt um die damit verbundene, intensive Kommunikation mit anderen Kindern, Jugendlichen und Bildungsträgern bereichert.

„Wir sehen in dieser Kooperation eine hervorragende Ergänzung unserer Arbeit und in dem Landesverband Lippe den idealen Partner. Durch diese beispielhafte Verbindung des Integrations- mit dem ersten Arbeitsmarkt wird eine Brücke geschaffen, die in der Gesellschaft insgesamt nur allzu selten aufgebaut wird“, erläuterte Schmidt weiter.

Nach einigen Umbaumaßnahmen, die im Herbst/ Winter 08/09 durchgeführt werden sollen, ist die Eröffnung des Gastronomiebetriebes für das Frühjahr 2009 geplant. Ziel sei es, ein qualitativ hochwertiges Café-Restaurant mit gutem Service in einzigartiger Atmosphäre zu etablieren.

Gewinnen ihrer neuen Partnerschaft nur positive Seiten ab (v.l.): Sabine Herbrechtsmeier, Jörg Schmidt und Karl Ludwig Tracht (Vorstände des Westfälischen Kinderdorfes) sowie Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper.

Lippischer Heimatbund, Landesverband Lippe und Kreis stellen neuen Bildband vor

"Heimatkunde pur" verspricht ein neuer Bildband, den der Lippische Heimatbund, der Kreis Lippe und der Landesverband Lippe auf einem Pressetermin am heutigen Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt haben. Der Band "Lippe - Geschichte und Geschichten aus dem Land des Hermann" lädt zu einer Reise durch das Lipperland ein.

Autor Burkhard Meier greift dabei auf eine historische Vorlage zurück:

das 1830 von Pfarrer Johann Heinrich Schickedanz aus Salzdetfurth bei Hildesheim veröffentlichte Buch "Das Fürstenthum Lippe-Detmold". Die Beschreibungen lippischer Orte und Landschaften sind eine höchst informative, anschauliche und zuweilen vergnügliche Quelle.

Nach mehr als 175 Jahren hat sich Burkhard Meier auf die Spuren des Autors aus der Vergangenheit begeben. Er hat sein Vorbild als historischen Reiseführer genutzt und Vergleiche mit der Gegenwart

angestellt: Was ist geblieben? Was ging unwiederbringlich verloren? Was hat sich in bemerkenswerter Weise weiterentwickelt. Herausgekommen ist ein mit fast 200 aktuellen Fotografien von Sigurd Elert eindrucksvoll illustrierter Bild- und Textband .

"Das Buch gibt damit einen einmaligen Aufschluss über die Entwicklung und Wirkung unserer Region von Gestern bis Heute", lobte Landrat Friedel Heuwinkel. Denn gerade mit Blick auf das Varusjahr 2009 spiele die Auseinandersetzung mit Lippe und seiner Geschichte eine große Rolle.

Friedrich Brakemeier, Vorsitzender des Lippischen Heimatbundes, stellte denn auch die Bedeutung der Publikation im heimatkundlichen Kontext

heraus: "Dieser Band soll nicht nur Gästen zeigen, wie vielfältig die Historie und Sehenswürdigkeiten Lippes sind, er soll vor allem auch Einheimischen als reich bebilderte, vergnüglich zu lesende Informationsquelle dienen."

Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper bedankte sich für die Möglichkeit, als Kooperationspartner an dem Bildband mitzuwirken: "Für uns ist es letztlich auch Verpflichtung, eine solche Publikation zu unterstützen, befinden sich doch viele der abgebildeten Landschaften und Gebäude in unserem Besitz." Zudem könne es vom Lipperland nicht genügend Bildbände geben, sei die Region doch bereits zu Schickedanz' Lebzeiten als "Paradies" gerühmt worden.

Autor Burkhard Meier erklärte abschließend: "Die Zusammenarbeit mit Verleger Jörg Mitzkat aus Holzminden und Fotograf Sigurd Elert hat wieder viel Spaß gemacht. Fontane hat einmal gesagt: 'Man sieht nur, was man weiß.' Und wir wollen dazu beitragen, dass Touristen und Einheimische unsere Heimat besser und umfassender sehen als zuvor."

Der 120-seitige, durchgehend farbig bebilderte Band im Großformat und mit Festeinband ist ab sofort für 19,80 Euro im Buchhandel erhältlich.

ISBN 978-3-940751-06-5.

Stellten die Neuerscheinung im Schatten des Hermannsdenkmals vor

Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper ehrt 4000. Teilnehmer der Motorsägenlehrgänge der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe

Lemgo/Barntrup, 18. Oktober 2008. „Stellen Sie einen Fuß leicht nach vorn, um sich besser abzustützen und achten Sie auf den richtigen Winkel Ihres Armes beim Führen der Motorsäge.“ Forstwirtschaftsmeister Rainer Varenholz hat sich fachgerecht neben eine Fichte gestellt und wird gleich die Motorsäge starten. Um ihn herum verfolgt eine kleine Gruppe Interessierter aufmerksam jeden seiner Handgriffe: Sie werden gleich selbst gefordert sein und unter FWM Varenholz’ Anleitung einen Stamm fällen – und am Ende des Tages, wie alle anderen Teilnehmer des Motorsägenlehr¬gangs der Forstabteilung, ihren Motorsägenführerschein in den Händen halten. Mit Ausnahme von Jörg Segeler aus Detmold: Ihm wird Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper zusätzlich eine Urkunde überreichen, denn er ist der 4000. Teilnehmer.

„Mit dem Boom auf dem Brennholzmarkt ist die Nachfrage nach unseren Motorsägenlehrgängen überproportional gestiegen“, berichtet Dr. Kasper am Rande des Geschehens. „Nach dem verhaltenen Start der Lehrgänge vor fünf Jahren, im November 2003, haben wir erst im vergangenen Jahr den 3000. Teilnehmer ehren können. Das innerhalb von elf Monaten 1000 weitere unserer Angebot wahrgenommen haben, werten wir nicht nur als außerordentlichen Erfolg, sondern auch als Anerkennung für die Qualität der Lehrgänge und die hohe Kompetenz unserer Forstwirte“, lobt Dr. Kasper.

„Seit 1. Januar 2008 müssen alle, die sich ihr Holz im Wald des Landesverbandes Lippe selbst aufarbeiten und dafür einen Brennholzsammelschein erwerben wollen, die Teilnahme an einem Motorsägenlehrgang nachweisen“, erläutert FWM Varenholz den rechtlichen Hintergrund. „Sie lernen dabei den richtigen und sicheren Umgang mit der Motorsäge, setzen sich aber auch mit Aspekten der Unfallverhütung bei der Fällung und Aufarbeitung von stehendem Holz und mit den Vorschriften hinsichtlich Sicherheitskleidung und Schutzausrüstung auseinander.“ Schneide- und Fälltechniken, Tipps zu Wartung und Instandsetzung von Motorsägen und praktische Übungen vor Ort runden den zweitägigen Lehrgang ab. „Wichtigster Grundsatz für uns ist: Die Lipper sollen den Wald gesund wieder verlassen.“

Doch auch die Forstabteilung profitiert: Der Absatz von Schwachholz und Schlagraum konnte gesteigert werden, zudem stoßen die Lehrgänge auch über die Grenzen Lippes hinaus auf viel Resonanz. So sind immer wieder Teilnehmer aus Ostwestfalen und dem angrenzenden Niedersachsen dabei. Ab November werden erstmals Ergänzungslehrgänge angeboten, bei denen die Kunden ihr Wissen vertiefen und sich weiter qualifizieren können, beispielsweise beim Aufarbeiten in hohen und großen Laubholzkronen.

Die Teilnehmer des heutigen Lehrganges sind mit ihrem Lehrgang rundum zufrieden. „Wir haben viel gelernt – und fühlen uns für künftige Brennholzgänge in den Wald hervorragend gerüstet“, fasst Jörg Segeler am Ende zusammen.

Bild: Dr. Andreas Kasper (l.) gratuliert Jörg Segeler (r.) aus Detmold zum Gutschein über zwei Raummeter Buchenholz, die er als 4000. Teilnehmer der Motorsägenlehrgänge des Landesverbandes Lippe gewann. Sein Sohn, Max Kasper (3), verfolgt die Ehrung aufmerksam.

Das Internationale Kulturprogramm zum Varus-Jahr 2009 nimmt Fahrt auf

Unter dem Titel „Op een dag in september“ erarbeitet der niederländische Liedermacher, Künstler und Unicef-Botschafter Herman van Veen derzeit eine Interpretation zur 2000. Wiederkehr der „Varusschlacht“, auch bekannt als die „Schlacht im Teutoburger Wald“. Zur Uraufführung soll das Werk 2009 in Detmold kommen.
Anlässlich des dazu stattfindenden Castings stellten die Kooperationspartner (Kreis Lippe, Stadt Detmold, Landesverband Lippe und Lippe Tourismus Marketing AG) und die Hauptsponsoren (Sparkasse Detmold, Mediencentrum Giesdorf und Lippische Landesbrandversicherungsanstalt) das Internationale Kulturprogramm vor. Neben Landrat Friedel Heuwinkel und Rainer Heller, Bürgermeister der Stadt Detmold, nahm Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper an der Pressekonferenz teil. Er warb insbesondere für die Ausstellung zum Thema „Mythos“ im Lippischen Landesmuseum vom 15. Mai bis 25. Oktober 2009 und für die Events, die auf der eigens vom Landesverband Lippe errichteten Waldbühne am Hermannsdenkmal stattfinden werden. Auch die Uraufführung von „Op een dag in september“ wird auf Waldbühne des Landesverbandes zu erleben sein.

 

 

Im Bild: Dr. Andreas Kasper (M.), Landrat Friedel Heuwinkel (r.) und Sparkassendirektor Günter Hass (l.). (Foto: Hermannbüro)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildungsinitiative "Transferkosten" der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe bei Schulen des Kreises ein voller Erfolg

Der Landesverband Lippe kann einen Monat nach dem Start seines Projektes „Kultur und Bildung 2008“ eine erfreuliche Zwischenbilanz ziehen: Das Angebot, auf Kosten des Landesverbandes eine kulturelle Einrichtung in Lippe zu besuchen, wurde bislang von 60 Schulen für rund 2.000 Schüler in Anspruch genommen. Damit sind bereits 65 Prozent der Projektmittel vergeben.

„Der Begriff der kulturellen Bildung hat derzeit Hochkonjunktur. Doch es gilt nicht nur, diese einzufordern, sondern konkret etwas dafür zu tun“, kommentiert Landesverbandsvorsteher Dr. Andreas Kasper die äußerst positive Resonanz auf das Angebot. „Mit der Übernahme von Transferkosten unterstützen wir Schulen und Lehrer aktiv in ihrem Bestreben, Kindern und Jugendlichen ihre Geschichte und Kultur anschaulich näher zu bringen.“ Moritz Ilemann, zweiter stellvertretender Landesverbandsvorsteher ergänzt: „In Zeiten, in denen der Besuch eines Museums oder eines Theaters oft schon an den Buskosten scheitert, übernimmt der Landesverband ganz bewusst Verantwortung.“ Kunst und Kultur seien Motoren der gesellschaftlichen, aber auch der ganz persönlichen Entwicklung jedes Menschen, deshalb sei es gerade für den Landesverband als führenden Kulturdienstleister in Lippe außerordentlich wichtig, kulturelle Angebote allen Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.

Am stärksten von den Schulen nachgefragt wurden bislang Busfahrten zum Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen sowie zum Westfälischen Freilichtmuseum Detmold. Überraschend großes Interesse erfuhr außerdem das neue Projekt der Kulturagentur des Landesverbandes in der Malerstadt Schwalenberg, „Auf den Spuren der Künstlerkolonie“. „Die für diesen Kurs eingeplanten Transferkosten sind bereits restlos ausgebucht“, freut sich Ralf Noske, Leiter der Kulturagentur.

Alle allgemeinbildenden Schulen und Förderschulen mit Sitz in Lippe können die Erstattung von Transferkosten beantragen. Anmeldungen sind an die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe (Tel. 05261-250242 bzw. k.lechte@landesverband-lippe.de) zu richten, die Busfahrten werden über die Firma Niebäumer (Bad Salzuflen) organisiert. Um möglichst vielen Schülern die Gelegenheit zum Besuch einer lippischen Kultureinrichtung zu gewähren, wird die Anzahl auf drei Bustransfers pro Schule begrenzt. Weil in 2007 einige Kultureinrichtungen überdurchschnittlich, andere dagegen nur in geringem Maße nachgefragt wurden, hat die Kulturagentur des Landesverbandes außerdem für 2008 Kontingente eingerichtet, von denen aber einige schon teilweise oder ganz ausgebucht sind:

 

1. Lippische Landesbibliothek - 9 %

2. Lippisches Landesmuseum - 20 %

3. Malerstadt Schwalenberg - 10 %

4. Burg Sternberg - 10 %

5. Landestheater Detmold - 20 %

6. Weserrenaissance Museum - 8 %

7. Archäologisches Freilichtmuseum - 8 %

8. Wald- und Forstmuseum - 5 %

9. Westfälisches Freilichtmuseum - 5 %

10. Ziegeleimuseum Lage - 5 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbandsvorsteher Dr. Kasper neuer Chef beim Landesverband Lippe

Lemgo. Der Landesverband Lippe hat einen neuen Landesverbandsvorsteher: Im feierlichen Rahmen überreichte am Mittwoch, dem 24. September 2008, der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Ingo Wolf, dem am 11. Juni 2008 von der Verbandsversammlung gewählten Vorsteher Dr. Andreas Kasper die Ernennungsurkunde.

Damit geht eine Übergangszeit von zwei Jahren zu Ende, durch die der erste stellvertretende Verbandsvorsteher, Hans-Joachim Niehage, den Verband mit großem Geschick und Einfühlungsvermögen gelenkt hat. Innenminister Dr. Wolf gratulierte Dr. Kasper zu seiner neuen Aufgabe: „Sie übernehmen die Verantwortung eines Landesverbandes, der bewiesen hat, dass er seine Aufgaben auch in schwierigen Zeiten äußerst verantwortungsvoll erfüllt.“ Der Landverband Lippe stehe nun vor einem Neuanfang, dem, wie jedem Neubeginn, auch ein Zauber innewohne.

„Nutzen Sie diese Chance, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern“, gab Dr. Wolf dem neuen Landes­verbands­vorsteher, den Landesverbandsabgeordneten sowie den Mitarbeitern mit auf den Weg. Dr. Kasper zog in seiner Antrittsrede ein positives Fazit aus rund 60 Jahren Landesverband Lippe: „Der Landesverband hat sich zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen entwickelt, das als Partner von Kreis, Städten und Gemeinden im kulturellen und strukturellen Bereich die Ent­wicklung des lippischen Raumes maßgeblich mitbestimmt.“ Vorrangiges Ziel sei für ihn, die Tätigkeit des Landesverbandes der Bevölkerung in Lippe deutlicher zu machen: „Unsere attraktiven Einrichtungen müssen noch bekannter und noch häufiger besucht werden.“

Als vom Gesetz legitimierter „Wahrer und Förderer der kulturellen Wohlfahrt in Lippe“ müsse der Landesverband in erster Linie die bestehenden Kultureinrichtungen erhalten und ausbauen. „Dazu gehören für mich auch innovative Kulturprojekte und die Verstärkung der kulturellen Arbeit im länd­lichen Raum“, führte Dr. Kasper an. Es gelte, neue Wege zu beschreiten und die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden zu vertiefen. Zudem werde der Verband unter seiner Leitung die mar­kanten Sehenswürdigkeiten und Anziehungspunkte im Land noch besser touristisch erschließen. Erste, wesentliche Ansätze seien hier in der Waldbühne am Hermannsdenkmal sowie dem Infor­mationszentrum an den Externsteinen zu sehen. Auch biete das Ereignis „2000 Jahre Varusschlacht“ dem Landesverband die einmalige Chance, die Angebote rund um das Denkmal nachhaltig zu optimieren. „Unerlässlich dafür“, so Dr. Kasper weiter, „sind stabile Einnahmen aus Forst und Immobilienbesitz.“ Ins­­besondere der Forstbetrieb sei als gewichtiger Wirtschaftsfaktor für den Landesverband hervor­zuheben. „Landesmuseum, Landesbibliothek und die vielen anderen Einrichtungen können ohne die Einkommen aus diesen Bereichen nicht in der bisherigen Form erhalten werden.“

Von gleichrangiger Bedeutung seien die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Land Nordrhein-Westfalen sowie die Unterhaltung enger Beziehungen zum Kreis, zu den lippischen Städten und Gemeinden, zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe sowie zum Lippischen Heimatbund. „Sie zu pflegen und zu intensivieren wird weiterhin eine wichtige Aufgabe bleiben.“ Zum Schluss seiner Rede verwies Dr. Kasper auf den Vorsatz des ersten Landesverbandsvorstehers Heinrich Drake, Tradition und Moder­ne im Landesverband zu vereinen: „Der Landesverband ist das, was seine lebendigen Träger aus ihm machen.“

Moritz Ilemann, zweiter stellvertretender Verbandsvorsteher, würdigte in seiner sich anschließenden Rede die Arbeit von Hans-Joachim Niehage: „Er hat als erster stellvertretender Verbandsvorsteher den Landesverband in einer der schwierigsten Phasen seiner fast 60-jährigen Geschichte geleitet und sich in außergewöhnlicher Weise für seine Belange und seine Mitarbeiter eingesetzt.“ Niehage habe den Verband seit der Übernahme der Geschäfte am 20. Oktober 2006 mit hoher Kompetenz und persönlichem Einsatz gedient und ihn bei zukunftsweisenden Entscheidungen wie auch bei der Schaffung zeitgemäßer und zukunftsorientierter gesetzlicher Grundlagen begleitet. Als Anerkennung für seine Verdienste wurde ihm die Drake-Medaille des Landesverbandes Lippe verliehen.

Mit Dr. Andreas Kasper (33) tritt ein promovierter Jurist mit weitreichenden Kenntnissen im kom­munalen Finanzmanagement, öffentlichen Abgabe- und Vergaberecht an die Spitze des Landes­verbandes Lippe. Nach dem Studium der Rechts- und Politikwissenschaften in Göttingen, Genf und Lausanne sammelte Dr. Andreas Kasper praktische Erfahrungen bei Justizbehörden, beim Kreis Minden-Lübbecke sowie der Stadt Wolfsburg, aber auch bei der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaft (DHV) in Speyer und der Londoner Niederlassung der Landesbank Hessen-Thüringen. Nach einem zusätzlichen Fernstudium mit Schwerpunkt Finanzmanagement (MBA), der Promotion in Göttingen zum Thema Sozial­sponsoring sowie einem finanzwissenschaftlichen Ergänzungsstudium an der Universität Osnabrück (LL.M.) wurde Dr. Andreas Kasper persönlicher Referent des Hauptgeschäftsführers des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-West­falen. Zuletzt war er Referatsleiter im niedersächsischen Minis­terium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit und hier Leiter des persönlichen Büros der Ministerin und Staatssekretärin mit Zuständigkeit für Kabinett und Bundesrat.

Dr. Andreas Kasper engagiert sich vielfältig im gesellschaftlichen und sozialen Bereich. Zu nennen sind sein kommunalpolitisches Engagement auf Orts- und Kreisebene sowie sein Einsatz für den Johanniter-Orden. Darüber hinaus interessiert sich Dr. Andreas Kasper für Kunst und Kultur und ist Mitglied der Kestner­gesellschaft, dem größten Kunstverein Hannovers. Dr. Andreas Kasper ist verheiratet und hat zwei Söhne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverband Lippe bezahlt Transferkosten für Schulen

Lemgo. Die kulturelle und künstlerische Bildung heranwachsender Generationen zu ermöglichen und zu fördern – das ist auch 2008 ein zentrales Anliegen des Landesverbandes Lippe: Nach einem Beschluss der Landesverbandsver­sammlung wird das im vergangenen Jahr initiierte Projekt „Kultur und Bildung“ fortgeführt und mit der Übernahme von Transferkosten für Schulklassen erneut ein wichtiger Anreiz geschaffen, lippische Kultureinrichtungen zu besuchen.

„Der Landesverband Lippe nimmt die Forderung des amtierenden Kulturstaatsekretärs für Nordrhein-Westfalen, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, jedes Kind solle in jedem Schuljahr einmal eine Kultureinrichtung besuchen, außerordentlich ernst und setzt diese für die Region Lippe konkret um“, kommentiert Moritz Ilemann, 2. stellv. Verbandsvorsteher, die einstimmige Entscheidung der Landesverbandsabgeordneten. Damit positioniere sich der Landesverband nicht nur erneut als führender Kulturdienstleister der Region, er übernehme auch bewusst Verantwortung. „Künstlerische Aktivität und kulturelle Bildung sind wichtig für die Entwicklung junger Menschen: Sie tragen zu einer differenzierten Wahrnehmung, einem verbesserten Ausdrucksvermögen und zur Ausbildung ästhetischer Intelligenz bei – und schaffen so die Voraussetzung für eine ganz persönliche Gestaltung ihres Lebens“, erläutert Ilemann weiter.

Auch Hans-Joachim Niehage, stellv. Verbandsvorsteher, lobt das Bekenntnis der Landesverbandsabgeordneten zu diesem Projekt: „Mit der Übernahme der Transferkosten unterstützen wir die vielfältige und überaus wichtige kulturpädagogische Arbeit an den Kultureinrichtungen des Landesverbandes.“ Zudem ermögliche der Landesverband den Lehrern der lippischen Schulen, ihren Schulklassen den Lehr- und Lernstoff abwechslungsreich und lebendig vermitteln zu können.

Das Projekt „Kultur und Bildung“ war erstmals 2007 durchgeführt worden – und auf große Resonanz und viel Lob gestoßen: 54 Schulen machten von dem Angebot des Landesverbandes Gebrauch und besuchten mit 220 Schulklassen bzw. knapp 5500 Schülern lippische Kultureinrichtungen. „Wir haben das Angebot gerne angenommen“, sagt Andrea Holla, Lehrerin an der Pestalozzischule in Blomberg, stellvertretend für ihre Kollegen. „Der Landesverband hat hier eine wichtige soziale Aufgabe übernommen, da immer öfter Fahrten wegen der Buskosten scheitern. Kinder und Jugendliche brauchen aber den realen Kontakt mit ihrer Geschichte und Kultur. Unserer Schüler waren begeistert und bedanken sich für das unverhoffte Geschenk.“ Auch 2008 können alle allgemeinbildenden Schulen und Förderschulen mit Sitz in Lippe teilnehmen.

Anmeldungen sind an die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe (Tel. 05261-250242 bzw. k.lechte@landesverband-lippe.de) zu richten, Busfahrten sind ab dem 1. September 2008 möglich. Um möglichst vielen Schülern die Gelegenheit zum Besuch einer Kultureinrichtung des Landesverbandes zu gewähren, wird die Anzahl auf drei Bustransfers pro Schule begrenzt. Weil in 2007 einige Kultureinrichtungen überdurchschnittlich, andere dagegen nur in geringem Maße nachgefragt wurden, hat die Kulturagentur des Landesverbandes außerdem für 2008 Kontingente eingerichtet:

1. Lippische Landesbibliothek - 9 %
2. Lippisches Landesmuseum - 20 %
3. Malerstadt Schwalenberg - 10 %
4. Burg Sternberg - 10 %
5. Landestheater Detmold - 20 %
6. Weserrenaissance Museum - 8 %
7. Archäologisches Freilichtmuseum - 8 %
8. Wald- und Forstmuseum - 5 %
9. Westfälisches Freilichtmuseum - 5 %
10. Ziegeleimuseum Lage - 5 %

Für den Bustransfer konnte der Landesverband die Firma Niebäumer aus Bad Salzuflen gewinnen: Sie wird alle Transfers zwischen Schule und Kultureinrichtung übernehmen, in einem extra für den Landesverband bereit gestellten Bus mit 44 Sitzplätzen.

„Wir freuen uns, Partner des Landesverbandes bei diesem ambitionierten und lobenswerten Projekt zu sein und zur kulturellen und künstlerischen Bildung der Kinder und Jugendlichen in Lippe beitragen zu können“, legt Peter Niebäumer abschließend dar.

Das Projekt „Kultur und Bildung“ 2007 in Zahlen: 54 Schulen haben das Angebot des Landesverbandes Lippe wahrgenommen und sind mit 220 Schulklassen bzw. 5500 Schülern zu den Kultureinrichtungen Lippes gefahren. Die überwiegende Mehrheit waren Grundschulen (61%), gefolgt von Förderschulen (13%) sowie Hauptschulen und Gymnasien (je 11%).  Am stärksten interessiert zeigten sich die Schüler aus Lemgo: 18% aller teilnehmenden Kinder und Jugendlichen kamen aus der alten Hansestadt. Auf Rang zwei und drei folgten Detmold (12%) und Lage (10%). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Asbest gefunden

Bei dem Umbau des Orchestergrabens im Landestheater Detmold ist Asbest an einer Heizungsverkleidung gefunden worden. Diese schlechte Nachricht mussten Jürgen Hoppe und Axel Bley von der Immobilienabteilung des Landesverbandes Lippe auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mitteilen.

Die Baustelle im Landestheater Detmold wurde sofort stillgelegt und eine Spezialfirma mit der Entsorgung der Materialien beauftragt. Eine Gefahr für die Mitarbeiter des Landestheaters und für die Besucher hat zu keiner Zeit bestanden, da das Material in einem verschlossenen Bereich verbaut wurde, so Axel Bley in einer Stellungnahme. Infolge dieses Fundes verzögert sich die Umbaumaßnahme Orchestergraben um ca. 4 Wochen, was unmittelbar Auswirkungen auf den Spielplan des Landestheaters Detmold in der neuen Saison hat, so Dirk Löschner vom Landestheater Detmold. Man sei allerdings froh, dass der Fund heute gemacht wurde und nicht erst im nächsten Jahr, weil dann die großen Ring-Aufführungen, die im Rahmen des Regionalprogramms „2000 Jahre Varusschlacht“ gespielt werden sollen, gefährdet gewesen seien.

Betroffen sind nunmehr die ersten beiden Premieren des Großen Hauses, die nach der Sommerpause stattfinden sollten. Für diese Aufführungen müsse man Ausweichorte finden. Kontakte hätte man aufgenommen nach Bad Meinberg, nach Bad Salzuflen und nach Herford, so Dirk Löschner. Das Landestheater Detmold will Zuschauer und Abonnenten durch einen Bustransfer an die Ausweichspielstätten befördern. Die Vorstellungen des Hoftheaters sind von der Verzögerung der Baumaßnahme nicht betroffen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbandsvorsteher Niehage nimmt eine besondere Ehrung vor

Auf der vergangenen Sitzung der Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe gratulierte Verbandsvorsteher Hans-Joachim Niehage dem Leitenden Forstdirektor Dr. Ralf Faber zu einer außergewöhnlichen Leistung: Dr. Faber schloss an der Technischen Universität Dresden sein zweites Promotionsstudium ab. Die Fakultät für Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften verlieh Dr. Faber den akademischen Grad Doctor rerum silvaticarum, nachdem in einem ordnungsgemäßen Promotionsverfahren mit der Dissertation zum Thema : Freiwillige Selbstbeschränkung bei forsttechnischen Handlungen im Wald und Möglichkeiten der öffentlichen und privaten Honorierung – dargestellt am Bespiel des Kommunalwaldes in Nordrhein-Westfalen“ die wissenschaftliche Befähigung nachgewiesen wurde.

Verbandsvorsteher Niehage und Dr. Dr . Faber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbandsversammlung wählt "Allgemeinen Vertreter des Verbandsvorstehers"

Mit der Änderung des Gesetzes über den Landesverband Lippe, das der Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen am 20.122007 beschloss, wurde in § 8 Abs. 2 des Gesetzes auch die Vertretung des Verbandsvorstehers des Landesverbandes Lippe in seiner Funktion als Behördenleiter geregelt.

Die Funktion des allgemeinen Vertreters ist künftig an eine hauptamtliche Beschäftigung für den Landesverband Lippe gebunden. Der allgemeine Vertreter kann sowohl Beamter als auch Beschäftigter des Landesverbandes Lippe sein. „Voraussetzung ist, dass die Person in leitender Funktion beim Landesverband Lippe tätig ist“, so der Text im Gesetz über den Landesverband Lippe. Daneben gibt es weiterhin die ehrenamtlich tätigen stellvertretenden Verbandsvorsteher, die im Vertretungsfall bei der Leitung von Sitzungen der Verbandsversammlung und ihrer Ausschüsse sowie bei der Repräsentation tätig werden.

Die Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe hat in ihrer Sitzung am 18.06.2008 beschlossen, den Leiter der Hauptabteilung beim Landesverband Lippe, Klaus Stein, zum neuen allgemeinen Vertreter des Verbandsvorstehers zu wählen. „Mit Klaus Stein nimmt künftig ein Beamter die Funktionen des allgemeinen Stellvertreters des Verbandsvorstehers wahr, der die lippischen Verhältnisse und die des Landesverbandes Lippe wie kein Zweiter kennt“, so der stv. Verbandsvorsteher Hans-Joachim Niehage in einer ersten Stellungnahme. „Es ist eine gute Regelung, dass Klaus Stein dem kürzlich gewählten Verbandsvorsteher Dr. Kasper mit seinen Erfahrungen künftig zur Seite stehen kann“, so Niehage weiter.

Vor einiger Zeit feierte der neu gewählte allgemeine Vertreter sein 40-jähriges Dienstjubiläum beim Landesverband Lippe. Er wurde noch von Heinrich Drake, dem ersten Verbandsvorsteher des Landesverband Lippe, eingestellt. Klaus Stein freut sich über die neue Herausforderung: „Mit dieser Funktion ist eine besondere Verantwortung verbunden. Der Landesverband Lippe ist eine für die Region wichtige Einrichtung. Ich werde all meine Kraft daran setzen, die Interessen des Landesverbandes Lippe in angemessener Weise zu vertreten und Verbandsvorsteher Dr. Kasper zu unterstützen“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Waldbühne am Hermannsdenkmal kommt

Jetzt ist es endlich offiziell: Sie wird kommen, die Waldbühne am Hermannsdenkmal. Mit Schreiben vom 19.05.2008 erteilte die Stadt Detmold dem Landesverband Lippe grünes Licht zum Bau der Waldbühne am Herrmannsdenkmal.

„Es hat mit den zahlreichen Genehmigungsverfahren, die für den Bau der Open-air-Bühne am Hermannsdenkmal eingeholt werden mussten, lange gedauert“, so der stv. Verbandsvorsteher Hans-Joachim Niehage . „Wir sind daher sehr froh, dass es nun gelungen ist, das Verfahren abzuschließen und die Freigabe für den Bau der Bühne zu erhalten“. Mit der Waldbühne erhält die Region einen neuen, besonders attraktiven Veranstaltungsort, der im nächsten Jahr in Betrieb gehen wird: „Der Landesverband Lippe kommt durch dieses Vorhaben seiner Aufgabenstellung, der Kulturdienstleister in Lippe zu sein, in besonderer Weise nach“, so Niehage weiter.

„Grundsätzlich ist es Ziel, die Hauptattraktion dieser Region, das Hermannsdenkmal, nachhaltig zu attraktivieren“, so der Geschäftsführer der Hermannsdenkmal-Stiftung, Bernd Tiemann. „Die touristische Positionierung hängt wesentlich von der Anziehungskraft des Hermannsdenkmals mit seinem Umfeld und den aktiven Angeboten ab. Die Errichtung des Teuto-Kletterparks war ein erster Meilenstein. Im Rahmen der Strategien zur weiteren Optimierung des Umfelds des Hermannsdenkmals, auch im Hinblick auf die Veranstaltungen zur Varus-Schlacht 2009, soll die Waldbühne mit einem qualitativ hochwertigen Kulturprogramm die Attraktivität des Hermannsdenkmals erhöhen und somit zusätzliche auch vermehrt Besucher auf die Grotenburg locken“, so Tiemann weiter.

Lagebeschreibung und Ausstattung „Die neue Waldbühne wird auf einem besonders attraktiven Standort errichtet, am Rande eines ehemaligen Steinbruchs mit direktem Blick auf das Hermannsdenkmal“, so der Leiter des Technischen Immobilienmanagements des Landesverbandes Lippe, Axel Bley. Die Geländebühne liegt vor dem bewaldeten Steilhang in einer natürlichen Senke. Diese Topografie bietet optimale Sichtverhältnisse für die Zuschauer aller 22 Sitzreihen mit rd. 1000 Plätzen. Zwei Wege rechts und links der unteren Spielebene und eine Zufahrt von der Haupterschließungsstraße des Parkplatzes bieten günstige Anliefermöglichkeiten für das Bühnengeschehen. Auf dieser Zufahrt (ehemaliger Parkplatz) befindet sich auch ausreichend Platz für den Backstagebereich und für gastronomische Begleitangebote.

Der Besucherbereich wird in 6 unterschiedlich große Sitzplatzblöcke eingeteilt, alle Bänke werden mit Rückenlehnen ausgestattet. Die Zuwegungen zwischen den einzelnen Blöcken sind 1,80 m breit und werden beleuchtet. Der Höhenunterschied von Sitzreihe zu Sitzreihe beträgt ca. 18 - 25 cm, so dass eine optimale Sicht gewährleistet ist. Um den Belangen des Naturschutzes Rechnung zu tragen, wird die Waldbühne mit keiner technischen Grundausstattung versehen. Die technische Ausstattung wird für jede Veranstaltung separat eingerichtet. Lediglich Versorgungsleitungen wie die Stromversorgung werden im Bühnenbereich installiert. Auch die Bänke werden mit nur minimalen Eingriffen in den Boden verankert. Der natürliche Charakter des Waldes bleibt so für den Besucher erlebbar.

„Es wird alles daran gesetzt, das von den Studierenden der Fachhochschule Lippe und Höxter konzipierte Beleuchtungskonzept für das Hermannsdenkmal bis zur Eröffnung der Bühne im nächsten Jahr umzusetzen und eine großartige Kulisse für die Waldbühne zu schaffen. Die diesjährigen Hermanntage haben gezeigt, welche tolle Atmosphäre mit einer mystischen Beleuchtung erreicht werden kann“, so Klaus Stein, Leiter der Hauptabteilung des Landesverbandes Lippe. Diese Waldbühne würde in der Republik ihres gleichen suchen.

"Im Rahmen eines Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojektes von der Euwatec gGmbH, gefördert vom Netzwerk Lippe GmbH und der Agentur für Arbeit, werden wir die Waldbühne am Hermannsdenkmal errichten“, so Klaus Stein weiter.

Profil und Nutzung „Auf der Waldbühne soll ein abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Veranstaltungsprogramm organisiert werden“, so Ralf Noske, Leiter der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe. Die Kulturagentur wird die inhaltliche und zeitliche Konzeption und Organisation des Programms auf der Waldbühne sowie die Verhandlungen und Absprachen mit Künstlern und Agenturen übernehmen. Die Eröffnung der Waldbühne soll am 23. Mai 2009 mit einem Top-Event erfolgen. Neben der Eröffnungsveranstaltung soll außerdem eine „Regionale Kulturbühne“, Filmnächte im Wald und vielleicht ein Hermann-Musical veranstaltet werden. Auch die Veranstaltungen von Hermann van Veen, die im Rahmen des Regionalprogramms zur Varusschlacht durchgeführt werden, sollen auf der Waldbühne stattfinden. Die Details des Programms für 2009 werden nun mit Hochdruck erarbeitet. Bis Ende des Jahres wird ein komplettes Veranstaltungsprogramm fertiggestellt sein. Wegen des hohen, technischen Aufwands, der für jede Veranstaltung auf der Waldbühne nötig ist, werden Schwerpunktwochenenden organisiert, an denen der Landesverband Lippe mehrere Veranstaltungen auf der Bühne organisiert. Die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe wird dabei als Veranstalter fungieren und das inhaltliche Programm auf der Waldbühne konzipieren und organisieren. „Damit“, so Verbandsvorsteher Niehage, „wird die hohe Qualität des Kulturprogramms auf der Waldbühne sichergestellt“. DIV> 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EFRE-Projekt des Landesverbandes Lippe genehmigt

Höchst erfreut zeigte sich Verbandsvorsteher Hans-Joachim Niehage über eine Nachricht, die heute beim Landesverband Lippe im Schloss Brake eintraf. Danach soll das vom Landesverband Lippe zur Förderung vorgeschlagene Projekt „Natur trifft Kultur am Fels – Infozentrum und Besucherlenkung im FFH-Gebiet Externsteine“ aus EFRE-Mitteln gefördert werden. „Das ist eine tolle Sache“, so Niehage, „ich freue mich sehr, dass unsere Vorstellungen Natur und Tourismus an den Externsteinen in Einklang zu bringen, bei dem Auswahlverfahren im Wirtschaftsministerium des Landes NRW Anerkennung gefunden haben“.

Das Projekt weist ein finanzielles Gesamtvolumen auf von 390.000 € aus. Es wurde eine Fördersumme vom 312.000 € beantragt. Das FFH-Gebiet Externsteine zeichnet sich durch eine Vielfalt an geschützten Lebensräumen und Arten aus. Die Felsgruppe der Externsteine mit dem einmaligen Kreuzabnahmerelief aus dem 12.Jahrundert dagegen ziehen jährlich etwa eine halbe Million Besucher an die Steine. „Diese Besuchermassen stellen eine große Belastung für die Pflanzen und Tiere dar“, so Hans-Ullrich Braun, Leiter der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe. Stellt die große Besucherzahl einerseits eine besondere Belastung des Gebietes dar, so bietet sie aber auch eine einmalige Chance, vielen Menschen die Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur zu verdeutlichen, und über ein positives Erleben dieser Naturräume die Menschen für die Natur zu begeistern und zu sensibilisieren. Ein mit modernster Technik ausgestattetes Infozentrum am Eingang des Schutzgebietes Externsteine und VIN Points (Very Interesting Nature) in den Lebensräumen vor Ort, gekoppelt mit einer geschickten Besucherlenkung und zeitgemäßer Information an den verschiedenen Biotoptypen soll Schäden verhindern.

Der Schwerpunkt im Informationszentrum soll zum einen auf die vielfältigen Aspekte menschlicher Nutzungen an den Felsen gelegt werden, zum anderen auf die geologische Entstehungsgeschichte der Felsen und deren zentrale Rolle im FFH-Gebiet als Lebensraum. Im Infozentrum wird auch ein erster Überblick über die Bedeutung und den Schutzstatus der vielschichtigen Lebensräume im FFH Gebiet gegeben. „Die Menschen sollen neugierig gemacht werden auf die Erfahrungen, die sie anschließend im Gebiet vor Ort machen werden“, so Braun weiter.

Der Landesverband Lippe ist Projektträger und Eigentümer des NSG Externsteine. Partner sind die Biologische Station Lippe, der Kreis Lippe und die Schutzgemeinschaft Externsteine e.V. Die kulturhistorischen Belange werden vom lippischen Landesmuseum in Detmold wissenschaftlich begleitet. Verbandsvorsteher Niehage freut sich auf die gemeinsame Umsetzung mit diesen Kooperationspartnern, wodurch die hohe Qualität des Projektes gesichert wird, was offensichtlich die Jury erkannt hat. DIV>

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betriebsausflug Landesverband Lippe

Wegen des diesjährigen Betriebsausflugs ist die Verwaltung des Landesverbandes Lippe im Schloss Brake in Lemgo am 30.05.2008 geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lippisches Landesmuseum am Montag, 28.04.2008, nur bedingt erreichbar

Im Wege der Baumaßnahme "Zehntscheune" muss am Montag, 28.04.2008, bis ca. 14.00 Uhr die Stromversorgung im Lippischen Landesmuseum getrennt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Museum sind daher weder telefonisch noch per E-Mail erreichbar. Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Römerschiff zu Wasser gelassen

Forscher schließen Wissenslücken in der römischen Schiffsarchäologie Ratzeburg.

Da Römerschiff erstmals auf dem Wasser bei Ratzeburg

In einem Experiment auf dem Ratzeburger See bei Hamburg testen Wissenschaftler zurzeit ein in Originalgröße rekonstruiertes Römerschiff. Der Nachbau ist Teil des Ausstellungsprojekts „IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht“, das im kommenden Jahr die Varusschlacht (auch bekannt als Schlacht im Teutoburger Wald) auf verschiedene Weise thematisiert. Wie die römischen Kriegsschiffe aussahen, die das Imperium Romanum vor 2000 Jahren während seiner Eroberungen befehligte, wissen Forscher längst. Bauweisen und -materialien sind ebenfalls bekannt. Welche Geschwindigkeiten solche Schiffe erreichten und welche Fahreigenschaften sie auszeichneten, wollen die Forscher in Ratzeburg herausfinden.

Dazu steuern sie das rekonstruierte Kriegsschiff über das Gewässer nahe den Hansestädten Hamburg und Lübeck. An dem Nachbau des 16 Meter langen und fast drei Meter breiten Schiffes arbeiteten zwei Bootsbauer, drei Lehrlinge und 17 Studierende über ein Jahr. Als Vorlage für den Bau dienten den Konstrukteuren zwei römische Schiffwracks. Sie wurden im Jahr 1986 in der Nähe des Legionslagers bei Oberstimm unweit von Ingolstadt entdeckt und 1994 geborgen. Startschuss für die Tests „Jetzt ist die Zeit des Wartens vorbei. Wir können endlich loslegen“, freute sich Prof. Dr. Christoph Schäfer vom Institut für Alte Geschichte der Universität Hamburg vor dem Beginn der Testfahrten Mitte April. Schäfer leitete die Gruppe von Geschichtswissenschaftlern, die gemeinsam mit der Werft Jugend in Arbeit e. V. Hamburg-Harburg das vier Tonnen schwere Holzschiff bauten. Auch die Testfahrten stehen unter dem Kommando des erfahrenen Seglers, der schon am Nachbau eines spätantiken Kriegsschiffes in Regensburg beteiligt war.

Im Rahmen des archäologischen Experiments wollen Schäfer und sein Team ermitteln, wie leistungsstark und manövrierfähig das Römerschiff ist. Die zweiwöchigen Tests sollen zu Auskünften über Geschwindigkeiten und Beschleunigungsverhalten führen. „Aus den ermittelten Geschwindigkeiten können wir schließen, welche Strecken solche Schiffe vor 2000 Jahren pro Tag zurücklegen konnten“, so Schäfer. Die Manövrierfähigkeit des Wasserfahrzeugs werde sowohl unter Einsatz der 20 Ruderer als auch unter Segel erprobt: „Wir wollen wissen, wie hoch man mit dem Schiff an den Wind gehen kann.“ Mittels einer ursprünglich für den America’s Cup entwickelten Messeinheit dokumentieren die Forscher die Segeleigenschaften des Römerschiffes. Außerdem wollen die Historiker und Archäologen herausfinden, wie lang es dauert, eine Crew für ein solches Ruderschiff seetauglich zu machen.

Von den Antworten auf ihre Fragen erwartet das Team von Wissenschaftlern neue Erkenntnisse über die Etablierung der römischen Herrschaft auf germanischem Boden. Schiffstaufe am 30. Mai in Hamburg Nach Abschluss der Testfahrten rudert die Crew das Römerschiff Mitte Mai in Richtung Lübeck. Von dort aus fährt die Mannschaft über den Elbe-Lübeck-Kanal ins 40 Kilometer südlich von Ratzeburg gelegene Lauenburg und dann über die Elbe zur Harburger Werft. In Hamburg findet am 30. Mai die Taufe statt. Bislang fuhr das Schiff unter dem Arbeitstitel „Oberstimm I“. Unter neuem Namen setzt es im Frühsommer das Segel.

„Mit der Fertigstellung des frühkaiserlichen Schiffstypus konnten wir eine Lücke in der experimentellen Schiffsarchäologie schließen“, sagt Dr. Rudolf Aßkamp, Projektleiter und Chef des LWL-Römermuseums im westfälischen Haltern am See. Nach Abschluss der wissenschaftlichen Untersuchungen soll das Schiff der Öffentlichkeit zugänglich werden. Im Sommer und Herbst steuert es deshalb verschiedene Städte in Deutschland sowie im europäischen Ausland an und bietet dort Archäologie zum Anfassen. Zugleich ist das Römerschiff der Botschafter für ein besonderes Ausstellungsprojekt: „IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht“. Kooperationsprojekt erinnert 2009 an Varusschlacht

Drei Museen an Originalschauplätzen in Haltern, im niedersächsischen Kalkriese und in Detmold beleuchten unter diesem Titel ab Mai kommenden Jahres unterschiedliche Facetten des historischen Ereignisses im Jahr 9 nach Christus. Damals wurden der römische Feldherr Varus und seine drei Legionen in der „Schlacht im Teutoburger Wald“ von germanischen Kriegern vernichtend geschlagen. Partner des Großprojekts sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH – Museum und Park Kalkriese, der Landesverband Lippe sowie der Kreis Lippe.

Schiff geht auf Reise Das Römerschiff geht auf seiner Reise zum Beispiel im münsterländischen Rheine (11.-13.7.), in Nijmwegen (22.-24.8.) und in Bonn (29.8.-31.8.) vor Anker. Als weitere Stationen sind unter anderem Magdeburg, Mainz, Ingolstadt und Hannover geplant. Die Termine werden zur Schiffstaufe am 30. Mai in Hamburg bekannt gegeben. Die Kooperationspartner des Ausstellungsprojektes IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht, die Universität Hamburg sowie die Werft Jugend in Arbeit e.V. haben das über 200.000 Euro teure Schiffsprojekt finanziert. Durch die Zusammenarbeit mit der Werft Jugend in Arbeit e.V., die arbeitslose Jugendliche ausbildet, leistet das Projekt einen Beitrag zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit. Weitere Informationen: www.imperium-konflikt-mythos.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverband Lippe finanziert Umbau des Orchestergrabens im Landestheater Detmold

»Wir stehen zum Landestheater« - Landesverband Lippe übernimmt alleinige Finanzierung für Umbau des Orchestergrabens im Landestheater Detmold

Der Landesverband Lippe hat auf seiner heutigen Verbandsversammlung beschlossen, den für Sommer 2008 geplanten Umbau des Orchestergrabens im Landestheater Detmold allein zu finanzieren. „Ich begrüße ausdrücklich das Votum der Landesverbandsabgeordneten. Damit haben wir uns abermals zu unserer Verantwortung als mit Abstand wichtigster Kulturdienstleister in der Region bekannt“, kommentierte der stellvertretende Landesverbandsvorsteher Hans-Joachim Niehage die Entscheidung nach der Versammlung.

Die ursprünglich avisierte Lösung, dass alle Gesellschafter der Landestheater Detmold GmbH in einer gemeinsamen Kraftanstrengung die Kosten schultern, ist demzufolge vom Tisch. „Der Orchestergraben des Landestheaters Detmold befindet sich in einem bedenklichen Zustand, er ist für die heutige Besetzung des Orchesters mit 52 Musikern zu klein“, nannte Niehage einen Beweggrund. Doch nicht nur die ab der Spielzeit 2009/2010 geplante Aufführung von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ verschärfe die Situation. Das Landestheater müsse auch der 2007 in Kraft getretenen Lärm-Vibrations-Arbeitsschutzverordnung gerecht werden.

Diese schreibe bau- und raumakustische Maßnahmen zur Reduzierung der Schallimmissionen im Falle der Überschreitung von Grenzwerten vor – „und das ist im Orchestergraben des Landestheaters Detmold regelmäßig der Fall.“ Aus diesen Gründen hatten sich der Landesverband, Inhaber des Theatergebäudes und mit einem Anteil von 14,1 Prozent drittgrößter Gesellschafter der Landestheater Detmold GmbH, und die anderen Gesellschafter entschlossen, den seit geraumer Zeit geplanten Umbau des Orchestergrabens noch in 2008 in einer gemeinsamen, konzertierten Aktion zu bewältigen.

Der Landesverband erklärte sich bereit, vorab 1,3 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, finanziert werden sollte das Projekt u.a. durch eine Erhöhung des Bauunterhaltungs-Etats der Landestheater Detmold GmbH an den Landesverband – auf der Basis von zusätzlichen Fördergeldern, die anteilig von den Gesellschaftern Kreis Lippe (55,1 Prozent) und Stadt Detmold (28,6 Prozent) in Raten bis voraussichtlich 2012 zu erbringen gewesen wären. „Beide Gesellschafter hatten ihre Bereitschaft dazu unmissverständlich signalisiert“, betonte Niehage. Auch der Aufsichtsrat der Landestheater Detmold GmbH habe sich den Finanzierungsplan zu eigen gemacht und den Gesellschaftern empfohlen, dieses für Detmold und Lippe so wichtige Projekt in dieser Form mit zu tragen.

Doch die Fraktionen im Kreistag hatten dem Finanzierungsplan vor wenigen Tagen eine überraschende Absage erteilt. Sie boten lediglich Überbrückungshilfen an – unter dem Vorbehalt, dass in fünf Jahren über die Finanzierung erneut verhandelt werde und der Landesverband die Fördergelder gegebenenfalls an sie zurückzahle. „Dazu sollte sich der Landesverband einer Beurteilung seiner finanziellen Leistungsfähigkeit durch den Kreistag unterziehen“, erläuterte Niehage den Vorschlag der Kreistagsabgeordneten – ein Vorschlag, dem sich der Landesverband nicht anschließen konnte. „Außenstehende über seine Leistungsfähigkeit entscheiden zu lassen, ist schlichtweg nicht mit dem Anspruch des Landesverbandes als eigenständige, eigenverantwortliche Einrichtung vereinbar“, begründete Niehage. „Ich bedauere, dass es somit nicht gelungen ist, die Gesellschafter Kreis Lippe und Stadt Detmold für eine unkonventionelle und zielführende, vor allem aber gemeinsame Lösung zu gewinnen.

Weil wir aber fest davon überzeugt sind, dass den veränderten Maßgaben im Landestheater zügig Rechnung getragen werden muss, blieb uns nur, auf die Förderung durch andere Gesellschafter zu verzichten und den Umbau allein zu meistern.“ Der Landesverband wird die Baumaßnahme im geplanten Zeitraum durchführen. „Zusammen mit dem Anbau, für den wir weitere 1,27 Millionen Euro aufbringen, schaffen wir mit dem Umbau des Orchestergrabens Bedingungen, die für die kommenden, künstlerisch hoch anspruchsvollen Inszenierungen des Landestheaters unabdingbar sind“, hob Niehage hervor. Über Möglichkeiten, wie das Theater selbst einen Beitrag zur Deckung der Aufwendungen leisten könne, werde noch beraten, das klare Ja des Landesverbandes stehe aber davon unberührt: „Es ist nicht nur unsere Immobilie.

Es ist auch ‚unser‘ Theater, ohne das die kulturelle Vielfalt in Lippe um ein Vielfaches ärmer wäre. Wir stehen zum Landestheater Detmold.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverband Lippe schreibt Stelle Verbandsvorsteher/in aus

Lemgo, 16. April 2008. Es war eine weitreichende Entscheidung für die Zukunft des Landesverbands Lippe, als die Verbandsversammlung Ende Februar einstimmig beschloss, den amtierenden Verbandsvorsteher Joachim Bünemann abzuwählen. Nun trägt diese Entscheidung Früchte: Der Landesverband schreibt am kommenden Samstag die Position des/der Verbandsvorstehers/in aus.

Der Bescheid, mit dem Bünemann von seiner dienstvorgesetzten Behörde, dem Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, von seiner derzeit ruhenden Funktion abberufen wurde, sei nach Ablauf der Rechtsmittelfrist nunmehr in Kraft getreten. Klage habe Bünemann nicht erhoben. „Wir werden die Stelle des/der Verbandsvorstehers/in regional und überregional ausschreiben, die Bewerbungsfrist läuft bis zum 20. Mai 2008, danach werden wir unverzüglich ins Auswahlverfahren gehen“, erläutert Klaus Stein, Leiter der Hauptabteilung, die nächsten Schritte.

Die Wahl des/der Verbandsvorstehers/in durch die Verbandsversammlung ist noch für Juni 2008 vorgesehen, so dass die Anstellung durch das Innenministerium sodann baldmöglichst erfolgen könne. „Wir hoffen, dass unsere Verbandsversammlung eine Entscheidung im besten Sinne für den Landesverband und die Bewältigung seine künftigen Aufgaben gelingt“, sagte Stein abschließend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverband Lippe übergibt historisches Waschhaus an neue Nutzer

Statt Schloss Brake nun Bierweg 1 – die neue Adresse der Geschäftsstelle des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), Kreisverband Lippe, mag weniger nobel klingen, doch sie bringt den Naturschützern Vorteile: Ein "eigenes Haus" mit viel Raum, im historischen Fachwerkstil erbaut und mitten in der Natur gelegen. Nach der baulichen Sanierung des alten Waschhauses am Schloss Brake überreichte jetzt Hans-Joachim Niehage, stellvertretender Landesverbandsvorsteher, den Schlüssel an den Nabu-Kreisverbandsvorsitzenden Dr. Klaus Steinheider.

"Wir freuen uns sehr, dieses rund 300 Jahre alte Gebäude nunmehr dem Naturschutzbund zur Nutzung übergeben und die gute Nachbarschaft mit dem Nabu auf diese Weise fortführen zu können", sagte Niehage bei der Schlüsselübergabe. Nach fast zwanzig Jahren, in denen der Nabu Lippe im Dachgeschoss von Schloss Brake recht beengt untergebracht war, biete das neue Domizil nicht nur bessere Arbeitsbedingungen, sondern verleihe künftigen Aufgaben und Projekten auch einen angemessenen Rahmen. "Das Engagement des Nabu verdient noch viel mehr Wahrnehmung und Anerkennung durch die Öffentlichkeit. Dazu wird die neue Geschäftsstelle beitragen", gab sich Niehage überzeugt.

Doch auch der Landesverband, der 50.000 Euro in die Sanierung investiert hat, profitiere. "Nachdem das Waschhaus lange Zeit leer stand, haben wir nun tatsächlich die bestmögliche Lösung gefunden: Das Waschhaus wird wieder täglich genutzt und mit Leben erfüllt", ergänzte Jürgen Hoppe, Leiter der Immobilienabteilung des Landesverbandes, Niehages Ausführungen. Beide lobten in diesem Zusammenhang den Einsatz der Firma EUWATEC, ostwestfälischer Träger für Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen: "Nicht nur sind derartige Investitionen heutzutage oft nur dank solcher Kooperationen finanzierbar. Sie geben auch jungen Leuten auf Jobsuche und Langzeitarbeitslosen die Gelegenheit, wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Und das ist bei diesem Projekt gelungen: Es wurde saubere und gute Arbeit geleistet." Dr. Klaus Steinheider dankte dem Landesverband für seine Unterstützung. "Bereits 1990 hat sich der Landesverband zu seiner Verantwortung für den Naturschutz bekannt, als er uns gestattete, Räume im Schloss zu nutzen. Nun hat er dieses Bekenntnis auf eindrucksvolle Weise erneuert", sagte der Vorsitzende des Kreisverbandes Lippe, der mit rund 3000 Mitgliedern zu den größten in Nordrhein-Westfalen zählt.

Der Nabu teilt sich das Gebäude mit einem Fischereipächter. Das Untergeschoss ist aufgrund der Nähe zur Bega und der daraus resultierenden Hochwassergefahr nur begrenzt nutzbar, "wir hoffen aber, dieses Problem noch beheben zu können, um noch mehr Leben in das Haus zu bringen", formulierte Steinheider einen abschließenden Wunsch.

Zumindest die Bitte nach mehr Leben wurde sofort erfüllt: Ein Storch – das Wappentier des Naturschutzbundes – zog seine Runden über Schloss und Waschhaus und begrüßte die Naturschützer in ihrem neuen Domizil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Workshops mit Wolfgang Heinrich: jetzt anmelden

Zum dritten Male bietet die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe einen Lehrgang für Aquarellmalerei an. Der Kurs findet vom 23.05. bis 25.05.2008 im Hotel Zum Stern in Bad Meinberg statt.

Sinn dieses Workshops ist zu einen die bedarforientierte Erweiterung spezieller kultureller Angebote in Lippe, zum anderen sollen kulturelle und gastronomische Angebote verknüpft werden. Als erfahrener Maler und Kunsterzieher konnte Wolfgang Heinrich als Kursleiter gewonnen werden.

Wolfgang Heinrich ist wohl jedem Kunstinteressierten in Lippe ein Begriff. Nach dem Kunsterziehungsstudium an der Pädagogischen Hochschule in Berlin hat sich der Künstler in Herford niedergelassen und arbeitet dort als Maler und Grafiker. Besonders bekannt sind die landschaftlichen Aquarelle von Wolfgang Heinrich, die durch ihre klare und besonders sorgsam aufeinander abgestimmte Farbgebung bestechen. Die Bilder von Wolfgang Heinrich sind niemals grell und fordernd. Wolfgang Heinrich liebt eher die Stille. Und tatsächlich stehen seine Arbeiten in starkem Kontrast zu unserer hektischen und technisierten Umwelt. Die Gemälde von Wolfgang Heinrich wirken ruhig, harmonisch und beständig, sie vermitteln dem Betrachter die Schönheiten des irdischen Seins.

Diese besondere Art der Kunstvermittlung gibt Wolfgang Heinrich kompetent an seine Schülerinnen und Schüler weiter, die es in den wenigen Tagen in der angenehmen Atmosphäre des Hotels Zum Stern zu anerkennenden Ergebnissen bringen können.

Die Kurse finden statt am Freitag, 23.05., 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr, mit einer theoretischen Einführung in die Aquarellmalerei, am Samstag, 24.05., 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr, und von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr, geht es weiter mit praktischen Übungen zum Aquarellmalen, am Sonntag, 25.05. dann von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr folgen weitere praktische Übungen.

Es werden maximal 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Mindestalter 18 Jahre) in die Kurse aufgenommen, es gilt die Reihenfolge der Anmeldungen. Aquarellblock, Pinsel, Farben werden auf Wunsch gegen einen geringen Unkostenbeitrag bereitgestellt.

Auswärtige Teilnehmer können im Hotel Zum Stern in Bad Meinberg zu einem Preis von 99 EUR für zwei Übernachtungen incl. Frühstück unterkommen. Anmeldungen bitte an die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, Schlossstraße 18, 32657 Lemgo, Tel: 05261-250242.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitten im Leben – mit dem Landesverband Lippe

10.03.2008 11:40:34

LZ Bericht vom 6.3.2008

Lemgo. Der Landesverband Lippe – das ist für viele Bürger eine Institution, die zu Lippe gehört wie der Hermann oder die Rose. Und dennoch scheint sie oft unbemerkt zu agieren und sich fernab vom Alltag, auf Schloss Brake, scheinbar abstrakten Aufgaben wie der Pflege lippischer Traditionen und Kultur zu widmen.
Diesem Eindruck wollen die Verbandsverantwortlichen jetzt offensiv entgegen wirken. "Selbst einheimischen oder seit Jahren hier lebenden Bürgern ist nicht bewusst, welche Einrichtungen zum Landesverband gehören und was diese tagtäglich für Lippe leisten", hat Hans-Joachim Niehage, stellvertretender Landesverbandsvorsteher, in Gesprächen erfahren. "Dass der Verband mitten im Leben steht, über eine moderne Unternehmensphilosophie verfügt, offen auf Menschen zugeht – das wollen wir stärker ins Bewusstsein einer viel breiteren Öffentlichkeit tragen."
Unter der Prämisse "Tue Gutes und sprich darüber" hat der Landesverband deshalb einen Neuauftritt beschlossen. "Unser Ziel war es, den Landesverband als Unternehmen darzustellen, das nicht nur die Kultur fördert und denkmalgeschützte Bausubstanz erhält, sondern in wirklich jeden Bereich der Gesellschaft hinein wirkt", erläutert Klaus Stein, Leiter der Hauptabteilung. So könne zum Beispiel ein Lipper morgens im Mineral- und Thermalbad in Bad Meinberg schwimmen, anschließend in den Forsten des Landesverbandes Kaminholz schlagen, mittags Tapas im Detmolder Museumscafé Spieker zu sich nehmen, nachmittags auf Schloss Brake einige Leihgemälde für seine Wohnung aussuchen und abends zum Konzert auf der Burg Sternberg eintreffen – er hätte dabei den ganzen Tag mit dem Landesverband Lippe verbracht. "Dieser fiktive Tagesablauf verdeutlicht, dass wir ein Leistungsspektrum bieten, das in Lippe seinesgleichen sucht", ist Stein überzeugt.
Eingebunden in ein überarbeitetes Corporate Design, soll es künftig Informationsbroschüren und -flyer sowie Displaywände geben, die ein detailliertes wie umfassendes Bild dieses Spektrums vermitteln. "Wir haben mit einer Broschüre begonnen, die die Struktur des ‚Unternehmens Landesverband' aufschlüsselt, also alle Einrichtungen, Beteiligungen und Partner – immerhin rund 50 an der Zahl –, nennt und diese nach den vier Bereichen Gesundheit und Soziales, Wirtschaft, Freizeit, Tourismus und Gastronomie sowie Kunst, Kultur und Bildung ordnet", berichtet Ralf Noske, Leiter des Referats für Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen. Ihr sollen eine weitere Broschüre zur Historie des Verbandes sowie einzelne Flyer und Displaywände zu jeder Einrichtung des Landesverbandes folgen.
Erarbeitet wurde das Konzept in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Mediawerkstatt (Lemgo). "Aufgabe war es, über die neuen Werbemittel den Landesverband als Träger verschiedenster Institutionen darzustellen, somit zu signalisieren, welche Fülle an Dienstleistungen und Angeboten er für die Lipper bereit hält", erinnert sich Jan Havelberg. Dazu hieß es, ein visuelles Gesamtbild zu schaffen, in das jede Einrichtung mit ihrem singulären Charakter integriert werden konnte. "Dies haben wir mithilfe einer schmalen Kopfzeile gelöst, die von laufenden Bildern geprägt wird und sich sehr dezent gegenüber der großformatig dargestellten, einzelnen Einrichtung ausnimmt."
Als Werbeträger wurden Menschen gewählt. "Damit haben wir nicht nur einen aktuellen Trend der Werbebranche umgesetzt, sondern auch den Kern des Engagements des Landesverbands herausgearbeitet: Er stellt die Menschen in den Vordergrund, er spricht verschiedene Zielgruppen an, und zwar Generationen und Interessen übergreifend", begründet Havelberg den Schritt.
Genau dieses Image eines unverzichtbaren "Dienstleistungsunternehmens" möchten die Verantwortlichen des Landesverbandes in den Köpfen der Lipper neu verankern. Dazu Niehage: "Die hohe Lebens- und Erlebnisqualität, die die Region Lippe im Vergleich zu vielen anderen auszeichnet, ist ohne den unermüdlichen Einsatz des Landesverband Lippe nicht denkbar."
(rund 4000 Anschläge)

 

Bildunterschrift: Der stellvertrende Landesverbandsvorsteher Hans-Joachim Niehage stellt Mitarbeiterinnen auf Schloss Brake Displaywände im neuen Corporate Design des Landesverbandes Lippe vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drei Köpfe, drei Standorte, ein Thema: 2000 Jahre Varusschlacht

 

Hans-Joachim Niehage, stellv. Verbandsvorsteher Landesverband Lippe Dr. Joseph Rottmann, Geschäftsführer VARUSSCHLACHT im Osnabrücker Land GmbH, Wolf-Daniel Gröne-Holmer, stellv. LWL-Kulturdezernent, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster, Manfred Hugo, Landrat des Landkreises Osnabrück, Vorsitzender Aufsichtsrat VARUSSCHLACHT im Osnabrücker Land GmbH, Friedel Heuwinkel, Landrat, Kreis Lippe

 

Drei Gesichter der Geschichte stehen ab heute im Dienst des Marketing für ein kulturtouristisches Top-Thema des Jahres 2009: Für das länderübergreifende, einzigartige Ausstellungsprojekt IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht.

Das Antlitz des römischen Kaisers Augustus, die römische Reitermaske von Kalkriese und das Gesicht der Detmolder Hermann-Figur bilden gemeinsam die Bildmarke, die für das ehrgeizige gemeinsame Ausstellungsvorhaben an den drei Standorten Haltern am See, Kalkriese und Detmold bundesweit und international wirbt. Sie wurde am Donnerstag auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin offiziell präsentiert.

2009 jährt sich die Varusschlacht zum 2000. Mal. Das Ausstellungsprojekt IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht, widmet sich dem Geschehen des Jahres 9 nach Christus und wird dieses Thema in drei Museen, an drei Originalschauplätzen aufbereiten. Drei Ausstellungsteile wollen dieses welthistorische Ereignis und den Fortgang der Geschichte aus verschiedenen Gesichtspunkten betrachten und wieder ins Zentrum des bundesweiten und europäischen Bewusstseins rücken. Hinter dieser Gesamtschau steht eine grenzübergreifende Kooperation in einer bisher einmaligen Konstruktion – in einer Zusammenarbeit von Museen und Gebietskörperschaften aus zwei Bundesländern. Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen rüsten gemeinsam für das Jahr 2009.

Das LWL-Römermuseum in Haltern am See, die Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH - Museum und Park Kalkriese -und das Lippische Landesmuseum Detmold gestalten jeweils einen Ausstellungsteil dieses facettenreichen Komplexes. Partner in dieser 2006 offiziell begründeten Kooperation sind für den Ausstellungsstandort IMPERIUM am Ort des einstigen römischen Militärlagers Haltern der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), für den Ausstellungsstandort KONFLIKT am antiken Schlachtfeld in Kalkriese die Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH und der Landkreis Osnabrück, für den Ausstellungsstandort MYTHOS in Detmold der Landesverband Lippe sowie der Kreis Lippe. 

„Das Ausstellungsprojekt IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht hat unterdessen kräftig an Gestalt gewonnen. Die Ausstellungskonzepte stehen und befinden sich schon in der Umsetzung – mit allem, was dazu gehört“, erläuterte Manfred Hugo, Landrat des Landkreises Osnabrück. Der Zusammenschluss der drei Standorte beflügele das einzigartige Projekt auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Hugo: „Einige Aspekte seien genannt: Ein gemeinsames Marketing ist installiert, eine gemeinsame Internet-Präsenz geschaffen, ebenso ein gemeinsamer öffentlicher Auftritt, der dem Projekt eine Unverwechselbarkeit verleiht.

Gemeinsame touristische Programme sind entwickelt und werden gemeinsam beworben. Erste Merchandising-Produkte liegen vor.“ Außerdem sei 2000 Jahre Varusschlacht eines der drei kulturtouristischen Top-Themen des Jahres 2009. Die Deutsche Zentrale für Tourismus werde das Projekt als ein großes Thema in die internationalen Marketing-Aktivitäten einbinden. Hugo: „Das hätte wohl keiner der Partner allein geschafft. Auf dieser Basis sehen die Partner dem kommenden Jahr gelassen, selbstbewusst und zuversichtlich entgegen.“ Dr. Joseph Rottmann, Geschäftsführer der VARUSSCHLACHT im Osnabrücker Land GmbH, wies darauf hin, dass auch auf der ITB in der unmittelbaren Nachbarschaft der Tourismusorganisationen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen die Zusammenarbeit erkennbar sei.

Die Strahlkraft des Ereignisses Varusschlacht und seiner Protagonisten sei bis heute ungebrochen, zeigte Hans-Joachim Niehage, stellvertretender Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe, am Beispiel der hunderttausende Touristen auf, die jährlich das Detmolder Hermannsdenkmal besuchen. Niehage: „Dieses positive öffentliche Interesse wird 2009 durch das Ausstellungsprojekt noch entscheidend gesteigert werden und birgt gerade für die Regionen rund um die Ausstellungsorte Haltern am See, Kalkriese und Detmold die große Chance, sich kulturell und kulturtouristisch nachhaltig und überregional zu positionieren.“ … 3 „Für unser Ausstellungsprojekt ist es besonders wichtig, Kulturtouristen zum Besuch der drei Originalschauplätze zu animieren und ihnen so einen umfassenden Überblick zum Thema der Varusschlacht zu bieten“, so der stellvertretende Kulturdezernent des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Wolf-Daniel Gröne-Holmer. Ein verbindendes Element sei das Projekt „Römerschiff“. Auf einer Werft in Hamburg-Harburg werde derzeit im Auftrag der Kooperation ein Römerschiff nachgebaut, wie es vor rund 2000 Jahren auf den Flüssen Germaniens gefahren ist. Das nachgebaute Schiff soll nach Angaben von Gröne-Holmer wissenschaftliche Erkenntnisse bringen. Bei einer Tournee durch Deutschland 2008 und 2009 soll das Schiff außerdem auf das Ausstellungsprojekt aufmerksam machen. So werde es zum Beispiel in diesem Jahr Hamburg (6. bis 8. Juni), Rheine (11. bis 13. Juli) und Bonn (29. bis 31. August) ansteuern, weitere Einsätze sind für 2008 u.a. in Magdeburg, Köln, Breisach (Baden) Ingolfstadt, Mainz, Neuss und Nijmwegen geplant oder im Gespräch. Kulturtourismus gewinne immer mehr an Bedeutung, fuhr Gröne-Holmer fort. Den Kulturreisenden biete eine eigens entwickelte Broschüre die Möglichkeit, den Ausstellungsbesuch mit weiteren Attraktionen in den drei Regionen Münsterland, Osnabrücker Land und der Region Lippe zu verbinden. Gröne-Holmer: „Tourismus-Organisationen der drei Ausstellungsstandorte haben gemeinsam für jede ihrer Regionen attraktive Freizeitziele vorgeschlagen.

Die Vielfalt der Angebote ist sehr breit: Seerundfahrt, Burgbesichtigung, Altstadtführung, Planetarium- oder Theaterbesuch, Besuch von Naturdenkmälern - für alle Besuchergruppen ist etwas Sehenswertes dabei.“ Weitere Informationen: www.imperium-konflikt-mythos.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hauptausschuss beschließt Kulturförderungen

Klares Votum für die Kultur - Landesverband Lippe will Förderung für kulturelle Institutionen Lippes übernehmen 

Über ein „Geschenk“ in vorweihnachtlicher Zeit dürfen sich zahlreiche Kulturschaffende in Lippe freuen: In seiner letzten Sitzung im alten Jahr hat der Hauptausschuss des Landesverbandes Lippe ein klares Votum für die Kultur abgegeben und zahlreiche Förderungen beschlossen. „Mit diesem Votum bekennt sich der Landesverband Lippe einmal mehr zu seiner Verantwortung und Stellung als Hauptförderer für die Kultureinrichtungen der Region“, kommentierte Moritz Ilemann, stv. Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe, den Beschluss nach der Sitzung.

„Den Kulturschaffenden wird damit nicht nur Anerkennung für ihre zum Teil hochkarätige Arbeit zuteil, sie erhalten auch Planungssicherheit für ihre Projekte und Veranstaltungen“, hob Ilemann hervor.

Der Landesverband Lippe hat nunmehr eine Liste zusammengestellt, die längerfristig zu förderdende Kultureinrichtungen und Projekte aufführt. Die aufgeführten Einrichtungen und Vorhaben werden bis einschlikeßlich 2009 vom Landesverband Lippe unterstützt. Durch eine solche Festlegung wird die Planungssicherheit für die Kultureinrichtungen beträchtlich erhöht.

Gefördert werden sollen u.a. das Detmolder Kammerorchester, die Jungen Sinfoniker und die Marienkantorei Lemgo, die mit ihren Konzerten Anerkennung weit über die Grenzen Lippes hinaus erhalten. So wird der Haushalt des Detmolder Kammerorchesters mit 15.000 Euro bezuschusst, die Jungen Sinfoniker erhalten 2500 Euro für die Durchführung ihrer Winterarbeitsphase, 1500 Euro sind außerdem für die Internationalen Orgeltage 2008 der Marienkantorei Lemgo vorgesehen.

Einen weiteren Schwerpunkt der Kulturförderung bilden mit 20.000 Euro die Unterstützung heimatpflegerischer Aufgaben des Lippischen Heimatbundes sowie mit 17.500 Euro die Arbeit des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe. Auch für Einzelprojekte wird der Landesverband erhebliche finanzielle Mittel aufwenden: So werden die Autorentage in Schwalenberg, die sich 2008 dem Erich-Fried-Preisträger Peter Waterhouse widmen, mit 2500 Euro gefördert, das Kulturprogramm des Vereins Musikburg Sternberg mit 8000 Euro bezuschusst und das Internationale Trachtenfest der Schwalenberger Trachtengilde mit 1500 Euro begünstigt.

Wie im letzten Jahr erhalten der Lippische Ziegler-Ring 250 Euro für Veranstaltungen der lippischen Zieglervereine, die 2008 ein rundes Jubiläum feiern, und die Grabbe-Gesellschaft 500 Euro für die Herausgabe des Grabbe-Jahrbuches. „Die verbleibenden rund 15.000 Euro werden in kleinere, aber nicht weniger ambitionierte Projekte fließen, die die das vielfältige kulturelle Angebot in Lippe abrunden“, versprach Ralf Noske, Leiter der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe. „Auch hier will der Landesverband Garant für den nötigen, finanziellen Rahmen sein.“

Die Verbandsversammlung muss dem Votum des Ausschusses nun noch bei der Verabschiedung des Haushalts im Januar 2008 folgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbandsversammlung besucht Kalkriese und Haltern

Das Jahr 2009 rückt immer näher. Daher hat nun die Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe sowie die Abteilungsleiter desLandesverbandes Lippe das Museum und Park Kalkriese in Osnabrück und das Westfälische Römermuseum in Haltern besucht, um sich vor Ort ein Bild über Arbeitsgebiete, neue Forschungsergebnisse und museale Konzepte in beiden Einrichtungen zu machen. Beide Institutionen sind Kooperationspartner des Projektes „2000 Jahre Varusschlacht

Dr. Joseph Rottmann, Geschäftsführer des Museums und Parks Kalkriese, informierte die Delegation aus Lippe über den neuesten Stand der Grabungen und Forschungen und stellte einige der momentan bearbeiteten archäologischen Grabungsstellen auf dem weitläufigem Gelände vor. Nach dieser Exkursion besuchten die Abgeordneten den musealen Bereich der Einrichtung, in dem die archäologischen Funde in eindrucksvoller Weise präsentiert werden

Das 1993 vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe errichtete Westfälische Römermuseum Haltern stand danach auf dem Besuchsprogramm. In Haltern am See, dem wichtigsten Römerstandort in Westfalen, sind zentral die bedeutendsten Funde aus allen Römerlagern an der Lippe ausgestellt. Im Römermuseum besuchten die Abgeordneten des Landesverbandes Lippe die zur Zeit laufende, vielbeachtete Sonderausstellung „Luxus und Dekadenz – Römisches Leben am Golf von Neapel“.

Dr. Rottmann erläutert den Mitgliedern der Verbandsversammlung des Landesverbandes Lippe die archäologischen Grabungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leiterin der Bauabteilung wird verabschiedet

Nach mehr als 10-jähriger Tätigkeit für den Landesverband Lippe wird für Heidrun Görder, Sachgebietsleiterin des technischen Immobilien-Managements, am Donnerstag, 18.10.2007 die Freistellungsphase der Altersteilzeit beginnen. Als leitende Ingenieurin hat sie seit 1994 alle großen Bauprojekte des Landesverbandes verantwortet und damit auch ein Stück lippischer Baugeschichte geschrieben.

 

Heidrun Görder, die aus einer Schötmarer Steinmetzfamilie stammt, studierte zunächst Architektur an der damaligen Werkkunstschule Krefeld. 1973 nahm sie das Studium der Architektur an der Technischen Universität Berlin auf, das sie als Diplom-Ingenieurin 1976 abschloss. Nach einem Jahr Berufserfahrung in zwei Berliner Architekturbüros zog Heidrun Görder 1978 zurück nach Lippe und wurde technische Angestellte beim Staatshochbauamt Detmold. Wenige Jahre später erfolgte die Ernennung zur Abteilungsleiterin der Planungsabteilung ,schließlich zur ständigen Vertreterin des Amtsleiters. 1994 wechselte Heidrun Görder zum Landesverband Lippe im Schloss Brake, wo sie fortan die vielfältigen Aufgaben der Bauabteilung leitete.

 

Zu den ersten Herausforderungen, die Heidrun Görder bei Amtsantritt 1994 zu meistern hatte, gehörte die Sanierung der großen Scheune der Domäne Schieder und der Umbau zur Biologischen Station. Viele große und kleinere Bauprojekte folgten, darunter die Erweiterung der Burg Blomberg, zahlreiche Baumaßnahmen im Staatsbad Meinberg und ihr Lieblingsprojekt, die Sanierung der Burg Sternberg. Auch die Neukonzeption des Salzufler Thermalbades VitaSol und zuletzt die Planung des Umbaus im Lippischen Landesmuseum gehörten zu ihren Aufgaben. Besonders gern erinnert sie sich an die Neugestaltung des Innenraums im Detmolder Landestheater. „Das war eine spannende Sache“, so Görder, „weil man da auch direkt mit der Theaterarbeit in Berührung kam“. Für die Kultur hatte sie schon immer ein großes Herz und nahm den Auftrag des Landesverbandes zur Wahrung des kulturellen Erbes in Lippe sehr ernst. „Dazu gehört auch die Wahrung der Baukultur“, so Görder. Sie scheute sich daher nie, auch einmal gegen den allgemeinen Modernisierungsstrom zu schwimmen, wenn es galt, historische Bausubstanz zu erhalten und ein altes Gebäude vor dem Abriss zu bewahren. Was sie an ihrer Arbeit beim Landesverband Lippe besonders liebte? „Die Vielseitigkeit der Aufgaben. Es kam immer wieder eine neue Herausforderung auf mich zu.“

 

Informationen auch im Internet unter:

www.landesverband-lippe.de oder

www.kulturagentur-online.de

 

 

Riesiger Zusruch der Schulen auf Angebot des Landesverbandes Lippe

Anfang September ging es durch die Presse: der Landesverband Lippe bezahlt den lippischen Schulen die Transferkosten, also Busfahrten und Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn Sie die Kultureinrichtungen des Landesverbandes Lippe besuchen.

Das Angebot eines kostenfreien Transfers galt für den Besuch der Lippischen Landesbibliothek, Detmold, des Lippischen Landesmuseums, Detmold, der Burg Sternberg im Extertal, für die Veranstaltungen in der Malerstadt Schwalenberg, des Landestheaters Detmold, des Archäologischen Freilichtmuseums in Oerlinghausen, des Weserrenaissance-Museums in Lemgo, des Wald- und Forstmuseums in Heidelbeck sowie dem Besuch von Veranstaltungen des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe e.V. in Detmold.

„Das Angebot wurde hervorragend angenommen“ freut sich Moritz Ilemann, 2. stv. Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe. Einige Schulen haben sogar ungläubig nachgefragt, ob denn die Zeitungsmeldung stimmen würde“.

Die für diese Aktion zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 20.000 EUR sind nun verbraucht. Als Gesamtergebnis kann festgestellt werden, dass in den vergangenen Wochen Buchungen von insgesamt 54 lippischen Schulen eingegangen sind, die die Kultureinrichtungen des Landesverbandes Lippe besuchen wollen.

Etwa 6.000 Schülerinnen und Schülen haben oder werden sich auf die Reise in die Kultureinrichtungen machen. Das bedeutet, dass fast 10 Prozent aller lippischen Schülerinnen und Schüler im Kreis Lippe von diesem Angebot profitieren konnten.

Die Grundschulen hatten bei den Besuchen den deutlich größten Anteil. 33 Grundschulen, 6 Hauptschulen, eine Freikirchliche Schule, 7 Förderschulen, eine Realschule sowie 6 Gymnasien haben die Veranstalter gezählt. Der überwiegende Teil der Schulen, nämlich 35, haben ihren Sitz in ländlichen Regionen, 19 Schulen kommen aus städtischen Gebieten. Den größten Anteil an den Besuchen hatte das Landestheater Detmold, das von Klassen aus 26 Schulen besucht wird. 12 Schulen haben Führungen im Weserrenaissance-Museum und 10 Schulen im Lippischen Landesmuseum gebucht. Jeweils 6 Schulen besuchen die Burg Sternberg und das Archäologische Freilichtmuseum in Oerlinghausen, 4 Schulen schließlich das Wald- und Forstmuseum in Heidelbeck und eine Schule die Lippische Landesbibliothek in Detmold. „Wegen der großen Nachfrage werden wir überlegen, ob wir eine solche Aktion im nächsten Jahr wieder durchführen werden, vielleicht in modifizierter Form“, so Moritz Ilemann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WDR4 live im "Stern"

Im Hotel „Zum Stern“ in Bad Meinberg findet am 14.10.2007 die nächste WDR 4 Matinée statt. Unter Beteiligung namhafter Interpreten aus Funk und Fernsehen wird in der Zeit zwischen 09.00 und 11.00 Uhr im Großen Sternsaal des Hotels die bekannte und beliebte Sendung durchgeführt. Da die Veranstaltung öffentlich ist, können Sie mit einem Millionen Höhrerpublikum als Live-Gast dabei sein und erlebnisreiche Stunden verbringen. Ein genaues Programm wird noch veröffentlicht, bitte achten Sie auf die Ankündigungen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kulturpreis 2007 verliehen

Die Entscheidung ist gefallen.Unter dem Vorsitz des 2. stv. Verbandsvorstehers des Landesverbandes Lippe, Moritz Ilemann, hat die Jury zur Vergabe des Kulturpreises die Entscheidungen über die Verleihung der Preise 2007 getroffen.


Hauptpreis

Den Hauptpreis erhält der Lippische Künstlerbund. Der Lippische Künstlerbund leistet seit seiner Gründung vor 90 Jahren einen besonderen Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Thema Kunst. Dabei ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit, nicht nur unter Fachleuten Kunst zu kommunizieren, sondern Kunst auch breiten Bevölkerungskreisen nahe zu bringen. Hochklassige Ausstellungen und Aktionen des Lippischen Künstlerbundes in der gesamten lippischen Region und darüber hinaus zeigen das große Potential und die Vitalität der lippischen Künstlerszene insgesamt.

Der Lippische Künstlerbund bietet den im Verband zusammengeschlossenen Künstlerinnen und Künstlern ein Forum, wo künstlerische Antworten auf den Zeitgeist und die Probleme der Gesellschaft gegeben werden. Der Lippische Künstlerbund hat sich in besonderer Weise um die Weiterentwicklung der regionalen Kulturlandschaft verdient gemacht.

Die Verleihung des Hauptpreises soll dieses jahrzehntelange außergewöhnliche Engagement würdigen.


Förderpreis

Der Förderpreis wird in diesem Jahr geteilt. Ausgezeichnet werden die Freie Theatergruppe „Stattgespräch“ aus Lemgo und die „Junge Oper“ Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Die Freie Theatergruppe „Stattgespräch“ wurde im Jahre 1996 gegründet. Sie zählt mittlerweile aufgrund ihrer zahlreichen und erfolgreichen Inszenierungen zu den bekanntesten und produktivsten Theatergruppen in Lippe. Mittlerweile spielt das Ensemble jedoch nicht mehr nur in Lemgo, sondern in der gesamten lippischen Region und sogar darüber hinaus. Das vielseitige Programm und die ausgezeichneten Komödien, Melodramen, Farcen, Revuen, Psychoprogrammen, Kinder- und Kriminalstücken garantieren ausverkaufte und begeisternde Vorstellungen zeichnet die Kulturarbeit der Theatergruppe „Stattgespräch“ aus. Dabei muss besonders erwähnt werden, dass das gesamte Theaterteam eigenverantwortlich alle Arbeiten und Aufgaben vor und hinter der Bühne selbst durchführt.

Den zweiten Förderpreis erhält die Junge Oper Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Mit Witz, Charme, Spielfreude und vor allem viel Spaß, werden Kinder und Jugendliche wieder an die Welt der Oper herangeführt. Erst vor einigen Jahren begann Stefan Lindemann damit, klassische Opern in Schulen aufzuführen. Dabei mussten die Schülerinnen und Schüler für den Besuch der Aufführungen nicht ins Theater gehen, sondern das Theater kam zu Ihnen. Professionell ausgebildete Schauspieler und Sänger führten in den Schulräumen, Turnhallen oder Aulen, Opern von Wolfgang Amadeus Mozart kindgerecht auf. Bei der Gestaltung der Handlung werden insbesondere pädagogische Gesichtspunkte und dem jeweiligen Alter der Kinder gerechte Formen hinsichtlich Sprache und Ausdruck berücksichtigt. Die Kinder werden aktiv in den Handlungsverlauf einbezogen. Dieses Konzept ging auf. War die Junge Oper anfangs noch auf Spielorte in den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen beschränkt, führt man heute Opern in Schulen in der ganzen Bundesrepublik auf.


Jugendpreis

Auch der Jugendpreis wird geteilt. Ein Jugendpreis erhält Verena Beatrix Schulte. Verena Beatrix Schulte aus Lemgo hat in ihren jungen Jahren als Flötistin bereits bei vielen Wettbewerben und Konzerten hervorragende Leistungen gezeigt. Im Jahre 2005 gewann sie den 1. Preis im Bundeswettbewerb “Jugend musiziert“, seit Anfang des Jahres ist sie Jungstudentin der Hochschule für Musik.

Einen zweiten Jugendpreis erhält Benedikt Brenk aus Detmold. Benedikt Brenk hat mit seiner Klarinette 2006 im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ den 1. Preis für seine virtuosen Leistungen zuerkannt bekommen. Ein Jahr später folgte außerdem ein 1. Preis im Bundeswettbewerb im Duo Klarinette und Klavier. Auch in der Region ist Benedikt Brenk durch seine Auftritte im Salonorchester Detmold bekannt.

Einen weiteren Jugendpreis erhält Victoria Pauline Duffin. Victoria Pauline Duffin ist eine außergewöhnlich begabte Hornistin, die durch öffentliche Auftritte und gewonnene Preise in besonderem Maße auf sich aufmerksam gemacht hat. Im Jahr 2006 hat sie im Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf Bundesebene mit ihrem Instrument den 1. Preis gewonnen.

Den vierten Jugendpreis erhält der TheaterJugendClub des Landestheaters Detmold. Der TheaterJugendClub wurde erst in der Spielzeit 2005/2006 gegründet. Unter der heutigen Leitung von dem Theaterpädagogen Marcel Kohl experimentiert der TheaterJugendClub mit spielerischen Grundlagen und entwickelt Theaterstücke, in denen die Jugendlichen das Medium Theater als Mittel nutzen, um ihre Themen, ihre Sicht auf die Welt, ihre Wünsche, Ängste und Träume zu kommunizieren. Liebe, Elternhaus, Clique, Computerspiele und viele andere für junge Menschen wichtige Felder werden dabei thematisiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverband übernimmt Transferkosten für Schulen

Buskosten und Bustransfer für die Schulen

Der Landesverband Lippe unterhält bzw. fördert in der Region zahlreiche Kultur- und Bildungseinrichtungen, die hervorragende und vielfältige kulturpädagogische Angebote der verschiedensten inhaltlichen Fachrichtungen gerade auch für junge Menschen anbieten.

Der Landesverband Lippe ist sich seiner Verantwortung als der führende Kulturdienstleister in Lippe in vollem Umfang bewusst und will gerade auf diesem Sektor seine Aktivitäten bündeln und intensivieren.

„Wir wollen die im vergangenen Jahr erfolgreich gestartete Bildungsinitiative des Landesverbandes Lippe jetzt auf eine noch breitere Basis stellen und lippischen Schülerinnen und Schülern die Nutzung unserer Bildungsangebote in den Kultureinrichtungen ermöglichen und erleichtern“, so Moritz Ilemann, stellvertretender Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe. „Ab sofort übernimmt der Landesverband Lippe für die lippischen Schulklassen aller Schulformen und aller Jahrgänge von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II die kompletten Transferkosten, also die Buskosten oder die Kosten für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, die bei dem Besuch unserer Kultureinrichtungen anfallen“, so Ilemann weiter.

Das Angebot des kostenfreien Transfers gilt für den Besuch der Lippischen Landesbibliothek, Detmold, des Lippischen Landesmuseums, Detmold, der Burg Sternberg im Extertal, der Galerien und Veranstaltungen in der Malerstadt Schwalenberg, der Skulpturen Remise in Lemgo, des Landestheaters Detmold, des Archäologischen Freilichtmuseums in Oerlinghausen, des Weserrenaissance-Museums in Lemgo, des Wald- und Forstmuseums in Heidelbeck sowie von Veranstaltungen des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe e.V. in Detmold.

„Wichtig für die Kulturanbieter ist immer auch die Überprüfung der eigenen kulturpädagogischen Angebote an den Erfordernissen der Lehrinhalte und den Bedürfnissen und den Interessen der Schülerinnen und Schüler“, so Detlev Hellfaier, leitender Bibliotheksdirektor des Lippischen Landesbibliothek und zugleich auch Leiter des Kulturmanagements beim Landesverband Lippe.

„Wir sind auf das Feedback von Lehrern und Schülern gespannt und hoffen auf künftige aktive Mitgestaltung“. Das Verfahren für die lippischen Schulen, sich die Transferkosten erstatten zu lassen, ist denkbar einfach und unkompliziert:

Anmeldungen für die Kostenerstattung können vor Antritt der Fahrt unter der Hotline der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, Telefonnummer 05261-2502-42, vorgenommen werden. Das Angebot des Landesverbandes Lippe gilt zunächst für das Jahr 2007 und nur so lange, bis die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel verbraucht sind.

Der LVL ist optimistisch, dieses Projekt auch über das Jahr hinaus weiterhin fördern zu können. Informationen auch im Internet unter: www.landesverband-lippe.de oder www.kulturagentur-online.de 

 

Hier geht es zu den Angeboten der Kultureinrichtungen          weiter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umbau der Zehntscheune im Lippischen Landesmuseum

LWL unterstützt Modernisierung im Lippischen Landesmuseum mit 713.000 Euro. Der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe übergibt Verbandsvorsteher Niehage des Bewilligungsbescheid

 

Münster/Detmold (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt den Landesverband Lippe mit 713.000 Euro in den nächsten Jahren dabei, die Zehntscheune und die Mittelmühle im Lippischen Landesmuseum Detmold (Kreis Lippe) auszubauen und zu modernisieren. LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch hat am Dienstag (24.7.) in Detmold den Bewilligungsbescheid an den stellvertretenden Chef des Landesverbandes Lippe, Hans-Joachim Niehage überreicht.

„Für die Sonderausstellung “Imperium-Konflikt-Mythos. 2000 Jahre Varusschlacht“, die das Lippische Landesmuseum parallel mit dem LWL-Römermuseum in Haltern und dem Museum ‚Varusschlacht im Osnabrücker Land’ 2009 zeigt, muss das Museum seine Ausstellungsfläche erweitern. Außerdem möchten wir das Haus dabei unterstützen, zum 175-jährigen Jubiläum im Jahr 2010 seine wertvollen Sammlungsbestände in einer zeitgemäßen Präsentation zu zeigen“, sagte Kirsch.

„Als besonderen Meilenstein für die Positionierung des Lippischen Landesmuseums wird neben der großen Sonderausstellung ´Imperium-Konflikt-Mythos.`2000 Jahre Varusschlacht` die Neukonzeption großer Teile des Landesmuseums zum 175jährigen Museumsjubiläum im Jahre 2010 gesehenl. Die Weichen dazu sind mit dem Umbau der Museumsgebäude, Mittelmühle und Zehntscheune, nun gestellt. Weitere Maßnahmen werden folgen. Insbesondere das Kornhaus mit seiner kulturgeschichtlichen Sammlungen muss zeitnah in Angriff genommen werden. Dem LWL sei hier für seine tatkräftige Unterstützung sowohl in finanzieller als auch in ideeller Hinsicht herzlich gedankt“, so Hans-Joachim Niehage.

Die Ursprünge des Lippischen Landesmuseums gehen auf das Jahr 1835 zurück, als am Gymnasium Leopoldinum eine naturhistorische Sammlung eingerichtet wurde. Hauptgebäude des heutigen Museums ist das 1871/72 gebaute „Haus Ameide“. In der Zeit von 1956 bis 1981 wurden rund um dieses Haus mehrere historisch bedeutsame landwirtschaftliche Gebäude aus Lippe wieder aufgebaut. So entstand das Ensemble historischer Gebäude. Mittlerweile entsprechen die damals translozierten (umgesetzten) Gebäude nicht mehr dem Museumsstandard. Deshalb muss in der Zehntscheune nicht nur neue Ausstellungsfläche für die Varus-Ausstellung geschaffen werden. Um für die Ausstellungsstücke notwendige Rahmenbedingungen zu schaffen, muss in der Scheune und in der Mittelmühle eine neue Raumklimatisierung gewährleistet und eine moderne Elektroanlage eingebaut werden. Die Zehntscheune erhält außerdem noch einen Aufzug und eine neue Treppe, in der Mühle werden die Sanitäranlagen erneuert, und auch sie wird für Besucher mit Behinderungen erschlossen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Talk in Schwalenberg

Der Vorstand des Kunstvereins Schieder-Schwalenberg und die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe laden im Rahmen der Sommerakademie Schwalenberg zur Talkrunde ins Robert-Koepke-Haus in Schwalenberg ein. Kunst in der Provinz Möglichkeiten und Wahrnehmung Diskussionspartner sind Dr. Manfred Strecker von der NW-Kulturredaktion Bielefeld und der Bildhauer Professor Peter Sommer aus Oerlinghausen.

Die Moderation des Abends übernehmen Dr. Mayarí Granados, Kunstreferentin der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe und Heike Kreienmeier, Vorsitzende des Kunstvereins.

Wir hoffen auf eine rege Teilnahme an der Veranstaltung am Donnerstag, 26. Juli, ab 19.30 Uhr Im Robert-Koepke-Haus Schwalenberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Studentenwohnungen fertiggestellt

Nach einjähriger Bauzeit ist es endlich soweit. Das Studentenwohnheim Lüttfeld 15 A wird in dieser Woche um 13 moderne Apartments erweitert. Nach der Aufstockung der 1975 erbauten Gebäude Lüttfeld 15 und 15 A durch ein sogenanntes Staffelgeschoss werden zum Wintersemester insgesamt 230 Apartments in den beiden Wohnheimen am Lüttfeld zur Verfügung stehen berichtet die verantwortliche Architektin des Landesverbandes Lippe, Heidrun Görder.

Die ersten Studenten werden zum 01. Juli einziehen. Der zweite Bauabschnitt im Gebäude Lüttfeld 15 wird ebenfalls in Kürze bezugsfertig sein. Rund 1,4 Mio Euro hat der Landesverband Lippe für die Erweiterung und Modernisierung ausgegeben. So wurden in beiden Häusern neue Fahrstühle eingebaut und die EDV-Vernetzung wurde auf den neusten Stand gebracht. Neue Briefkästen und Fassaden runden die aufwändige Baumaßnahme ab. Durch die Bauarbeiten wurden die Bewohner zeitweise sehr stark belästigt. Für die Zeit der ärgsten Belästigungen wurde daher eine Mietminderungsregelung angeboten, die von der überwiegenden Mehrheit der Studenten auch akzeptiert wurde, so Jürgen Hoppe, Leiter der Immobilienabteilung. Mit der langen Bauzeit hatten wir nicht gerechnet, so der verantwortliche Bauleiter, Klaus Manhenke, vom Technischen Immobilienmanagement. Aufgrund statischer Probleme mussten wir von der ursprünglichen Planung abweichen und eine leichte Stahlkonstruktion planen. Die Baumaßnahme fiel ausgerechnet in die Phase des weltweiten Stahl-Booms, sodass lange Lieferzeiten in Kauf genommen werden mussten. Aber auch andere Baustoffe, wie z. B. Wärmedämmung, hatten sehr lange Lieferzeiten.

Die Modernisierung wird in den Häusern noch fortgesetzt, bis auch die restlichen Flure und Apartments für die nächsten zwanzig Jahre gerüstet sind. Die Fachhochschule Lippe und Höxter erwartet zumindest in den nächsten zehn Jahren noch steigende Studentenzahlen. Wir könne davon ausgehen, dass sich die Investition durch die Mieteinnahmen amortisiert, so Hoppe abschließend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neue Publikationsreihe erschienen

Kurz und Gut: Historische Persönlichkeiten - Neue Reihe zur Geschichte Lemgos gestartet

Der Trend nach kurzen, präzisen Informationen setzt sich auch auf dem Buchmarkt fort. Gefragt sind zunehmend Publikationen, die den Lesern einen schnellen Überblick verschaffen, inhaltlich aber präzise recherchiert sind.

Dieser Nachfrage kommt die neue Reihe "Lemgo.Persönlichkeiten" nach, die vom Landesverband Lippe und der Stadt Lemgo jetzt auf den Weg gebracht wurde. Die Reihe wendet sich an historisch Interessierte, die zu einzelnen bedeutenden Persönlichkeiten der Lemgoer Stadtgeschichte mehr wissen wollen. Auch Touristen könnten sich hier schnell informieren, ebenso Schüler oder Studenten, die ihr historisches Wissen erweitern wollen.

Das erste Hefte aus der neuen Reihe "Lemgo.Persönlichkeiten" über den Lemgoer Stadtgründer Bernhard II. zur Lippe präsentierten stv. Verbandsvorsteher Hans-Joachim Niehage und Bürgermeister Dr. Reiner Austermann. Unter der Federführung der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe sollen in Kürze weitere Hefte zu bedeutenden Personen der Lemgoer Stadtgeschichte erscheinen.

Bürgermeister Dr. Austermann und stv. Verbandsvorsteher Niehage stellen die neue Publikation der Öffentlichkeit vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drake Medaille verliehen

Eine besondere Ehrung wurde dem amtierenden Stiftsrentmeister des Damenstiftes St. Marien, Prof. Dr. Becker, zuteil. Aus den Händen von Verbandsvorsteher Niehage erhielt er die Drake-Medaille des Landesverbandes Lippe.

Prof. Dr. Becker hat sich, so Niehage, mit seinem außerordentlichen und kreativen Engagement in besonderer Weise um die Interessen des Damenstiftes St. Marien und des Landesverbandes Lippe und um die strukturelle Entwicklung der lippischen Region insgesamt verdient gemacht. Unter der Leitung von Prof. Dr. Becker entstanden in Lemgo 18 neue Altenwohnungen, 16 weitere barrierefreie Wohnungen wurden im letzten Jahr in Dörentrup bezugsfertig eingerichtet.

Sich für die Belange alter Menschen einzusetzen, ihre selbstbestimmte Teilhabe an allen gesellschaftlichen Aktivitäten zu garantieren, Ihnen einen menschenwürdigen und unbelasteten dritten Lebensabschnitt zu ermöglichen, sind die Grundsätze, die die Arbeit Prof. Dr. Beckers am treffensten charakterisieren. 

Verbandsvorsteher Niehage verleiht die Drake-Medaille an Prof. Dr. Becker (re).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wegen Betriebsausflug geschlossen

Wegen des diesjährigen Betriebsausflugs bleibt das Verwaltungsgebäude des Landesverbandes Lippe im Schloss Brake am 31.05.2007 den Tag über geschlossen. Dies betrifft die Abteilungen des Immobilienmanagements, der Haupt- und Finanzabteilung sowie der Kulturagentur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Förderungen von regionalen Kulturvorhaben

Der Hauptausschuss des Landesverbandes Lippe hat auf seiner vergangenen Sitzung beschlossen, zahlreiche Kulturvorhaben mit einer Summe von 2.800 EUR zu fördern.

Das Staatsbad Meinberg plant vom 31.08. bis 02.09.2007 eine Fortsetzung der Kulturtage zu Gastländern, die sich in Bad Meinberg vorstellen. Nach Japan im Jahre 2005 und China im Jahre 2006 soll in diesem Jahr nun Indien präsentiert werden. Neben vielen Kulturveranstaltungen, Ausstellungen, Konzerten auch mit indischer Volksmusik, Vorträgen und Lesungen sowie Theatervorstellungen sollen auch wirtschaftliche und bildungspolitische Aspekte thematisiert werden. Für die Veranstaltung erhält das Staatsbad einen Zuschuss in Höhe von 1.000 EUR.

500 EUR erhält die Kirchengemeinde Bergkirchen für die Einweihung der historischen Kirchenorgel, die mit großem Aufwand restauriert wurde.

Ebenfalls 500 EUR gehen an den Jugendchor der „Extertaler Musikanten“. Die Chorgruppe möchte in Köln eine Prüfung ablegen, um sich „Meisterchor“ nennen zu dürfen. Die Auszeichnung „Meisterchor“ ist ein Gütesiegel für hochklassige Chöre, von denen es in Nordrhein-Westfalen nur wenige gibt. Kosten entstehen für die vorbereitenden Proben, Fahrt- und Verpflegungkosten sowie Teilnahmegebühren.

Die MarienKantorei Lemgo möchte das wieder aufgefundene Werk “Missa S. cruce“ von Johann Caspar Ferdinand Fischer (1656 – 1746) auf CD aufnehmen und das Werk im Rahmen einer Konzertreihe in Lemgo, Bad Salzuflen und Witten aufführen. Dafür erhält die Kantorei einen Zuschuss in Höhe von 500 EUR.

Die Polizeipuppenbühne Detmold richtet in der Zeit vom 11.06. bis 15.06.2007 ein Puppenbühnenfestival anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Puppenbühne der Kreispolizeibehörde Lippe aus. Hierzu werden 12 Polizeipuppenbühnen aus dem gesamten Bundesgebiet Themen aus der Unfall- und Kriminalprävention bespielen. Insgesamt werden ca. 3.600 Kinder in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen sowie Eltern und Erzieher/Innen und Lehrer/Innnen erreicht. Die Veranstaltung fördert der Landesverband Lippe mit 300 EUR.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klasse(n)Kunst /Schulprojekte beim Landesverband Lippe

Kunst ist ein häufig zu wenig geförderter Bereich für Kinder und Jugendliche. Das will die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe jetzt ändern und hat dafür die Projektreihe „Klassen(n)Kunst“ ins Leben gerufen.

Im Kunstunterricht in Schulen werden tolle Projekte erarbeitet, setzen sich Schüler mit verschiedenen Kunstrichtungen auseinander und schaffen sehenswerte Kunst. Doch leider fehlt oft ein passender Ausstellungsort, um die Arbeiten der Öffentlichkeit zu zeigen.

Mit Hilfe des erfahrenen Teams der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe besteht nun die Möglichkeit, die erarbeiteten Projekte auszustellen. Hierfür stehen das Foyer und 1.OG des Schlosses Brake zur Verfügung, oder aber auch die Skulpturen-Remise.

Ziel ist es, der Öffentlichkeit einen möglichst breitgefächerten Einblick in die unterschiedlichen Schulprojekte zu ermöglichen und die Arbeiten der Kinder und Jugendlichen, sowie das Engagement der Lehrer, zu würdigen und ihnen einen Anreiz zu geben, sich weiterhin künstlerisch einzusetzen. Ebenso werden dadurch die Bildungsträger unterstützt und motiviert, den Kunstunterricht mehr zu gewichten, da dieser heute teilweise stark an Bedeutung verloren hat und die Lehrer es manchmal schwer haben, die Qualität des Kunstunterrichts hoch zu halten.

Die Projekte werden von den Schulen selbstständig im Kunstunterricht erarbeitet, sowohl innerhalb einer Klasse, einem Kurs oder einer AG, als auch klassen-übergreifend.

Es sind bereits die ersten Projekte für dieses Jahr geplant. So werden noch vor den Sommerferien 2007 Ausstellungen in der Skulpturen-Remise und dem Foyer und 1.OG des Schlosses Brake stattfinden.

Am 21.Mai wird um 15:00 Uhr die Ausstellung des Kunstkurses Klasse 10 der Heinrich-Drake-Schule Lemgo von Herrn Jung, im Sitzungssaal Schloss Brake eröffnet. Thema der Ausstellung sind Selbstporträts der Schüler mit eingearbeiteten Ornamenten, die in Anlehnung an Gustav Klimts „Adele Bloch-Bauer“ entstanden sind. Diese Bilder sind eine Art Abschlussarbeit der Schüler, was ihren Stellenwert erhöht und die Ausstellung zu etwas ganz Besonderem werden lässt.

Ebenfalls vor den Sommerferien soll eine Ausstellung der Klasse 5a des Marianne-Weber-Gymnasiums mit ihrer Lehrerin Frau Diekmann eröffnet werden. Die Klasse erarbeitet Phantasie-Tiere, die dann zwischen den Statuen von Drake und Ehlers in der Skulpturen Remise ausgestellt werden und im Zusammenspiel mit ihnen wirken.

Nach den Sommerferien, in der zweiten Septemberwoche, steht die nächste Ausstellung von und mit dem Kunstkurs Herrn Nunges` der Hauptschule Brake an.

Es wird eine Zusammenstellung aus zwei Themengruppen gezeigt. Zum einen „Versteckt im Ornament“ und des weiteren „Planeten“.

In den Monaten Oktober, November oder Dezember sind weitere Projekte in Zusammenarbeit mit dem Engelbert-Kaempfer-Gymnasium und der Karla-Raveh-Gesamtschule geplant.

Alle Ausstellung werden über einen Zeitraum von etwa vier Wochen gezeigt.

Die Projektreihe Klassen(n)Kunst hat hiermit allerdings noch nicht ihr Ende gefunden, denn nach erfolgreichem Abschluss der ersten Etappe sind zusätzliche Projekte mit anderen weiterführenden Schulen im ganzen Kreis Lippe für 2008 und darüber hinaus geplant. Bewerbungen mit Projektbeschreibungen werden gerne entgegengenommen.

(Text: Fabian Duprée)

Verantwortlich für die Projektreihe :

Kulturagentur des Landesverbandes Lippe

Dr. Mayarí Granados

Kunstreferentin

Schlossstraße 18

32657 Lemgo

Tel: 05261-2502-43

e-mail: m.granados@landesverband-lippe.de

 

 

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Wirtschaftsauschuss des Landesverbandes Lippe trifft sich auf Domäne Oelentrup

Am gestrigen Mittwoch, den 28. März 2007, traf sich der Wirtschaftsausschuss des Landesverbandes Lippe auf der Domäne Oelentrup, um mit den beiden Pächtern, Hilmar Brandt von Lindau und Henning Schoof, weitere Ausbaumaßnahmen abzustimmen. Geplant ist ein neuer Schweinemaststall auf dem Gelände der Domäne Oelentrup. Die geschätzten Kosten betragen ca. 750.000 EUR. Während eines Rundganges überzeugten die beiden Pächter die Ausschussmitglieder von ihrem Vorhaben.

 

Der amtierende Verbandsvorsteher Hans-Joachim Niehage begrüßte den Wirtschaftsausschuss zu einer Besichtigung des Geländes, anschließend folgte eine nichtöffentliche  Sitzung des Wirtschaftsauschusses. Er machte dabei deutlich, dass die Tradition der Domänenbereisungen in der letzten Zeit leider ein wenig eingeschlafen war, obwohl so immer über wichtige Probleme und Perspektiven direkt vor Ort gesprochen werden kann. Auch der direkte Kontakt zu den Pächtern und Ortskenntnis tragen oft zum Entscheidungsprozess bei.

 

Während einer kurzen Führung über das Gelände der Domäne Oelentrup demonstrierten die beiden Pächter was sie bislang schon erreicht haben und erläuterten Pläne für die Zukunft. Direkt vor Ort konnte sich der Wirtschaftsausschuss auch ein Bild von dem Bauplatz der neuen Schweinemastanlage machen. Die Pläne hierzu wurden von Frau Görder, Fachbereichsleiterin des technischen Immobilienmanagements des Landesverbandes Lippe, entworfen. Die Anlage hat demnach ein Ausmaß von ca. 35 x 46 Meter und bietet Platz für 1.499 Schweine. Einen geeigneten Bauplatz zu finden war indes gar nicht so einfach. Schnell wurde deutlich, dass der Spagat zwischen Denkmalschutz – weite Teile der Domäne stehen unter Denkmalschutz – und der sinnvollen Gebäudeunterhaltung und Nutzung mit diesem Neubau gelungen ist. Die Nutzung eines bereits bestehenden Gebäudes, bzw. dessen Abriss ist aus Denkmalschutzgründen nicht möglich.

 

Nach diesem sehr sonnigen Rundgang folgte der nichtöffentliche Teil der Sitzung des Wirtschaftsausschusses. Eine positive Empfehlung über den geplanten Neubau wird an die Verbandsversammlung ausgesprochen, sodass dem neuen Schweinemaststall nichts mehr im Wege steht.

Der Wirtschaftsaushuss des Landesverbandes Lippe, ergänzt durch die beiden Pächter der Domäne, Henning Schoof und Hilmar Brandt von Lindau, sowie Frau Görder.

Neues Flair an den Externsteinen

 

Hans-Joachim Niehage, amtierender Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe und Jürgen Hoppe, Leiter der Immobilienabteilung, wünschten heute dem neuen Pächter der Ausflugsgaststätte an den Externsteinen, dem neuen „Felsenwirt“ Rahmi Bilgi, einen erfolgreichen Start in die neue Saison.

 

Rahmi Bilgi kennt die Gaststätte an den Externsteinen schon wie seine Westentasche. Herr Bilgi hatte bereits 1996 als Eisverkäufer beim damaligen Pächter Wolfgang Nowak angefangen und sich nach und nach bis zum Stellvertreter des Geschäftsführers hochgearbeitet. Mit der Übernahme geht für ihn nun ein lang gehegter Traum in Erfüllung.

 

Verbandsvorsteher Niehage zeigte sich sehr beeindruckt vom Engagement des 26 Jahre jungen Rahmi Bilgi, der den Gastraum in kürzester Zeit zusammen mit seiner Familie renovierte und zum Teil neu einrichtete. Als Geschenk überreichte Niehage die vierbändige Forschungsreihe zu den Externsteinen von Johannes Mundhenk mit den Worten „ein Felsenwirt muss über alles informiert sein, was es mit den Felsen auf sich hat“.

 

Jürgen Hoppe wies darauf hin, dass die Gaststätte mit der neuen Außenterrasse im Atrium inmitten des Gebäudes über eine besondere Attraktion verfügt. An kühlen Tagen kann der Gast hier geschützt im Freien den Besuch an den Externsteinen ausklingen lassen.

 

Auch Familienfreundlichkeit wird beim neuen Felsenwirt großgeschrieben, eine neue Spielecke wurde bereits eingerichtet, der vergrößerte Spielplatz wird in Kürze fertiggestellt. Besonderes Augenmerk wurde bei der Renovierung auf den ‚Backstage-Bereich’ geworfen. In eine neue Küche, sowie neue Leitungen und Kühlräume wurde massiv investiert. „Damit war auch die Neukonzession kein Problem“, so Rahmi Bilgi, sichtlich stolz über das bereits Erreichte.

 

Die Außenanlagen werden in Kürze mit der Erneuerung des vergrößerten Kinderspielplatzes nutzbar sein. Das geplante Info-Zentrum im Eingangsbereich des Naturschutzgebietes Externsteine soll im Sommer konzipiert werden und zur nächsten Saison im Frühjahr 2008 im nicht mehr genutzten Teil der Gastronomie eröffnet werden. Hiermit werden die Externsteine um eine weitere Attraktion reicher und für Einheimische und Touristen zu einem noch attraktiveren Ausflugsziel in der Region.

 

Rahmi Bilgi wird den Betrieb am Samstag, den 31. März 2007 ab 18:00 Uhr, mit musikalischem Rahmen offiziell eröffnen. Am Sonntag, den 1. April 2007, ist dann großer Familientag mit Clowns, Zauberer und vielem mehr. In der Ferienzeit ist das Lokal ganztägig von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet, sonnabends und sonntags von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Außerhalb der Ferien ist montags Ruhetag. In der Winterzeit soll die Gaststätte künftig auch am Wochenende geöffnet sein. Ein besonderes Anliegen war für Herrn Bilgi die Neugestaltung der Homepage „www.felsenwirt.info“, die dreisprachig auch für die niederländischen und englischsprachigen Touristen nutzbar ist.

 

Auf dem Foto von Links: Ralf Noske, Heinz-Robert Klocke, Rahmi Bilgi, 1. stv Verbandsvorsteher Hans-Joachim Niehage, Jürgen Hoppe


Café und mittelalterlicher Stadtrundgang - Pensionärstreffen des Landesverbandes Lippe

Wie in jedem Jahr fand Ende Februar das alljährliche Pensionärstreffen des Landesverbandes Lippe statt. In diesem Jahr versammelten sich die pensionierten Mitarbeiter des Landesverbandes Lippe zu einem Wiedersehen bei Café und Kuchen in Blomberg. In gemütlicher Runde konnten Erinnerungen und Anekdoten aus der aktiven Dienstzeit ausgetauscht werden. Rosemarie Dura wurde von Hans-Joachim Niehage, 1. stv Verbandsvorsteher, mit einem Blumenstrauß geehrt. Auch die anderen Ehemaligen freuten sich über die Teilnahme des 1. stv Verbandsvorstehers. Anschließend folgte ein mittelalterlicher Stadtrundgang. Dieser wurde von Rabentanz organisiert, einer Künstlervermittlung aus Blomberg die sich auf mittelalterliche Spektakel spezialisiert hat. Die Organisatoren freuten sich über die zahlreichen Teilnehmer. Dank großer Vorfreude auf ein baldiges Wiedersehen wird die Zeit bis zum nächsten Treffen sicherlich schnell vorüber gehen.

 

Der mittelalterliche Stadtrundgang war das Highlite des diesjährigen Treffens
Blumen für Frau Dura

Landesverband beschließt Kulturförderung für hochkarätige Projekte in der Region

Auch in diesem Jahr fördert der Landesverband Lippe sehr unterschiedliche, aber auch sehr hochkarätige kulturelle Projekte in der Region mit erheblichen finanziellen Mitteln. Damit ist der Landesverband einer der Hauptförderer für Kulturschaffende in Lippe.

In diesem Jahr werden unter anderem der Frauengeschichtsladen Lippe e.V., die Junge Oper NRW, der Förderverein der Musikschule Lage, die Marienkantorei in Lemgo sowie der Lippische Ziegler Ring gefördert. All diese Organisationen und Vereine planen in diesem Jahr Veranstaltungen, die weit über den lippischen Raum hinaus wahrgenommen werden. So plant zum Beispiel der Frauengeschichtsladen Lippe e.V. anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums eine geschichtliche Ausstellung zum Thema Plakate aus 4 Jahrzehnten italienischer Frauengeschichte. Daneben soll noch eine deutsch/italienisches Frauenkonferenz stattfinden. Der Landesverband Lippe stellt hierfür eine finanzielle Unterstützung von 300 EUR zur Verfügung. Unterstützt wird der Frauengeschichtsladen Lippe e.V. dabei durch weitere Frauenorganisationen und andere lippische Veranstalter. Mit 1.000 EUR fördert der Landesverband Lippe die Junge Oper NRW, die in Zusammenarbeit mit dem Detmolder Kammerorchester eine Aufführung der Oper „Bastien und Bastienne“ von Wolfgang Amadeus Mozart im Mai 2007 plant. Die Junge Oper NRW möchte Kinder und Jugendliche wieder für die klassische Musik und das Theater begeistern und hofft dies mit der Oper von Wolfgang Amadeus Mozart zu erreichen. Ein Hauptschwerpunkt der Kulturförderung der Kulturagentur liegt in diesem Jahr mit 1.500 EUR auf den Internationalen Orgeltagen, die von der Marienkantorei in Lemgo ausgerichtet werden. In diesem Jahr stehen die Internationalen Orgeltage ganz im Zeichen des 400. Todestages von Dietrich Buxtehude, einem der bedeutensten Orgelkomponisten seiner Zeit. Die spannende Mischung aus Möglichkeiten zur eigenen Mitwirkung und hochklassigen Konzerten internationaler Künstler macht dieses Festival so interessant.

Des Weiteren plant der Förderverein der Musikschule Lage eine Veranstaltungsreihe „Skandinavien 2007“, in der vor allem skandinavische Komponisten vorgestellt werden und der Lippische Ziegler Ring möchte mit Hilfe der Fördermittel Veranstaltungen der fünf lippischen Zieglervereine fördern, die in diesem Jahr ihr rundes Jubiläum haben. Diese Projekte unterstützt der Landesverband mit 200 EUR, bzw. 1.250 EUR.

Es ist dem Landesverband Lippe einmal mehr gelungen ambitionierte Kulturprojekte in Lippe zu fördern. Er ist somit maßgeblich für die Kulturförderung in Lippe verantwortlich und bietet vielen kulturellen Projekten den nicht immer nur finanziell nötigen Rahmen.

Insgesamt hat der Landesverband Lippe in diesem Jahr nun schon 41.750 EUR  für die Kulturförderung in Lippe ausgegeben. Bereits im Januar wurden für den Lippischen Heimatbund 20.000 EUR und für das Literaturbüro 17.500 EUR bereitgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Saunaland in Bad Meinberg

Bei einem Besuch in der Sauna kommt es nicht nur auf die richtige Temperatur an, die ganze Atmosphäre muss stimmen, damit sich Körper und Geist entspannen können. Das neue Saunaland im mein)bad in Horn-Bad Meinberg bietet dafür optimale Bedingungen, es ist ein kleines aber feines Schmuckstück. Das stilvolle Ambiente und der aufmerksame Service verwandeln hier den gesunden Saunabesuch in ein erholsames Wohlfühl-Erlebnis. Im 300 Quadratmeter großen Innenbereich gibt es drei Saunen: ein Dampfbad, ein Sanarium und eine konventionelle Sauna. Für Abkühlung nach dem Saunagang sorgen eine runde und eine schneckenförmige Erlebnisdusche sowie ein Eisbrunnen. Als Ruhezonen laden ein gemütliches Kaminzimmer und ein heller Palmengarten zum Abschalten ein.

Zwei Massageräume runden das Angebot ab. Der rund 300 Quadratmeter große Außenbereich bietet eine Blockhaussauna, ein großes Tauchbecken und einen Saunagarten für die Entspannung an der frischen Luft. Besonderer Wert wurde im Saunaland auf eine ansprechende Gestaltung und hochwertige Materialien gelegt. Im Eingangsbereich empfangen warme Gelb- und Ockertöne den Gast. Der Fußboden ist abwechslungsreich in einer hellen Fliese mit Natursteincharakter gefliest. In den Erlebnisduschen setzten Wandfliesen in starkem Blau und Gold Akzente, und im Dampfbad sitzt man unter einem beleuchteten Sternenhimmel.

Das Wohlbefinden der Saunabesucher steht im mein)bad Saunaland an erster Stelle: Sensoren steuern in den Saunakabinen die Zufuhr frischer Luft bei gleich bleibender Temperatur, und ein Beleuchtungssystem sorgt mit Lichtspielen und Klängen für Entspannung. Die Erlebnisduschen erlauben die Wahl zwischen Eisregen oder tropischem Regen mit passenden Lichteffekten. Groß geschrieben wird im Saunaland der Service. Das Angebot an Massagen reicht von Klassik bis Wellness. Alle für einen spontanen Saunabesuch erforderlichen Textilien können ausgeliehen werden. Kaffee und Tee gibt es kostenlos. Auch ein kostenloser Internetterminal sowie ein Hotspot stehen zur Verfügung. Da ein Teil der Umkleidekabinen abschließbar ist, lässt sich das Saunagepäck bequem verstauen.

Ein weiterer großer Vorteil des Saunalandes im mein)bad: Es gibt keine Zeitbegrenzung, und im Eintritt für die Sauna ist das Schwimmen mit enthalten. Das mein)bad bietet mit Saunaland, Meersalzgrotte, Fitness-Studio, Solarien und einer großzügigen Badelandschaft ein komplettes Wellness-Angebot, für alle, die aktiv etwas für ihr Wohlbefinden tun möchten.

Das bis zu 36º C warme Wasser ist mit gesundheitsfördernden und belebenden Mineralzusätzen angereichert, und Schwimmbegeisterte finden im großen Innen- und Außenbecken mit jeweils 25 Meter Länge ausreichend Platz, um ihre Bahnen zu ziehen. Ein 45-minütiger Aufenthalt im gesunden Klima der Meersalzgrotte ist so erholsam wie ein Spaziergang am Meer. Das Bistro und Veranstaltungen wie „Jazz im Bad“, Kaffeehausmusik oder Klangfrühstück machen den Aufenthalt im mein)bad zusätzlich zu einem angenehmen Erlebnis.

Und die reizvolle Umgebung mit dem Landschaftspark Silvaticum lädt zu weiteren sportlichen Aktivitäten wie Joggen, Nordic-Walking oder Yoga ein. Der Landesverband Lippe hat 550.000 Euro in das neue mein)bad Saunaland investiert, um die Attraktivität des Bades zu steigern und mehr Besucher für das traditionsreiche Staatsbad Meinberg im Süden des Teutoburger Waldes zu gewinnen. Das Angebot in den Bereichen ganzheitliche Wellness, Rehabilitation und medizinische Versorgung wurde in Horn-Bad Meinberg kontinuierlich weiterentwickelt, und in der Region warten zahlreiche Natur- und Kulturdenkmale, wie die Externsteine und das Hermannsdenkmal, darauf, entdeckt zu werden.

Internet: www.staatsbad-meinberg.de

Fakten zum mein)bad Saunaland

Dampfbad Temperatur: Zwischen 43º und 46º C
Sanarium Temperatur: 50º bis 60º C
Sauna Temperatur: 80º bis 100º C
Sonderduschbereich Ausgestattet mit einer Rund- und einer Schneckendusche Wärmebank mit Fußbecken Blockhaussauna Temperatur: 95º C Außentauchbecken Außendusche Saunagarten

Öffnungsze