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Staatsbad Meinberg

Die Geschichte des Ortes Bad Meinberg (früher Meynburghun) lässt sich über 11 Jahrhunderte zurückverfolgen. Davon sind über 300 Jahre geprägt durch das Mineral- und Moor-Heilbad Meinberg. Aus einer alten Rechnung des Jahres 1676 lässt sich entnehmen, dass der Ort Meinberg bereits damals heilende Quellen besaß, die den Gesundheit suchenden Menschen gedient haben. Alte Schriftstücke dokumentieren, dass an der Stelle, an der heute der Bad Meinberger Brunnentempel als Wahrzeichen des Bades steht, früher einmal ein „inachtgenommener Bronnen“ das aufsteigende Mineralwasser sammelte.

Bad Meinberg, Brunnentempel

Wirtschaftliche Bedeutung hatte das Heilwasser für die damaligen Bewohner Meinbergs noch nicht. Der Gesundbrunnen wurde nur von den Bauern der Umgebung gebraucht. Der Stellenwert des Brunnens änderte sich erst mit der Unternehmerpersönlichkeit Dr. med. Johann Erhard Trampel, der 1762 vom Grafen zunächst den Auftrag erhielt, die Quellen zu untersuchen und ein Gutachten über die heilsame Wirkung des Wassers zu erstellen. Dr. Trampel begann, das „Bad“ nach seinen Vorstellungen aufzubauen und erste medizinische Heileinrichtungen zu gründen. So entstand 1768 ein Haus über dem Trinkbrunnen, der erste „Brunnentempel“, noch von Holz erbaut, genau oberhalb der austretenden trockenen Kohlensäure. Zwei nach Westen und Osten gelegene Badehäuschen, ein spätbarocker Kurpark mit dem Brunnenplatz und dem Brunnentempel in seinem Zentrum sowie den Logierhäusern „Stern“ und „Rose“, denen das spätere Ballhaus hinzugebaut wurde, komplettierten die ersten Kuranlagen.

Kurtheater, Foyer

Am 26. März 1921 wurde der Name in "Staatliche Bad Meinberger Aktiengesellschaft" geändert. Infolge steigender Kurgastzahlen wurden ab 1950 in Bad Meinberg große Summen für Um- und Neubauten investiert. Neben dem Bau des neuen Rose-Bades (1951/1952), dem Neubau des Kursaals und dem Umbau der Wandelhalle (1955), dem Umbau der alten Verwaltung aus dem Jahre 1775 (1952 und 1955), der Verlegung des alten Lesesaals zur Verwaltung und dem Neubau eines zweiten Lesesaals (1953 und 1958), der Einrichtung von bisher nicht vorhandenen Kohlensäurebädern im Badehaus Stern (1953), wurden 1959 und 1960 ein neues Sternbad sowie das Parkbad als Kurmittelnebenhaus mit einem Bewegungsbad erbaut. Aber auch die Parkanlagen wurden einer Vergrößerung und Verschönerung unterzogen. So konnte 1954 und 1955 ein neuer Kurparkteil am Stauteich angelegt werden und 1956 wurde im Berggarten das Schlossgelände mit eingebunden. Ein Vielländerpark, Silvatikum genannt, wurde im Osten des Bades angelegt. Dadurch vergrößerte sich die gesamte Kurparkfläche in Bad Meinberg auf über 40 Hektar.

Im Bereich der natürlichen Kurmittel wurde 1951 die erste Kohlensäuregasquelle-Mofette, die bis auf eine Tiefe von 112 Metern getrieben wurde und an Stelle der mit den alten Mofetten geförderten 0,05 Atmosphären (atü) einen Druck von 6 atü erbohrt. Bereits 1957 erbohrte man in einer Tiefe von 227 Metern eine zweite Mofette, deren Druck 25 atü betrug. Ein Meilenstein in der Geschichte des Bades war der Bau eines modernen und richtungsweisenden Bewegungszentrums im Jahr 1973 sowie im Jahr 1975 der Beginn einer Bohrung nach Thermalsole.

Wellness im Staatsbad

1983 erfolgte der Bau des neuen Kurgastzentrums, und 1986 konnte der erste Bauabschnitt zur Umgestaltung des Kurhauses „Zum Stern“ gefeiert werden. Die rückläufige Entwicklung in den Jahren 1992 bis 1994 im Kurgastbereich setzte sich in den Wirtschaftsjahren 1995 bis 1997 insgesamt fort. Die negative Entwicklung im Krankenkassenbereich nach Inkrafttreten des Gesundheitsstrukturgesetzes zum 1. Januar 1993 setzte sich in den Wirtschaftsjahren 1993 bis 1997 fort. Die Jahre 1993 bis 1998 sind geprägt von stark rückläufigen Kurgastzahlen in Bad Meinberg.

Aus Anlass des 5. Tinnitus-Symposiums im November 1997 wird im historischen Kurpark in Bad Meinberg ein "Garten der Stille" eingeweiht. Zwei Gedenksteine erinnern an das kleine Tinnitus-Jubiläum. Gleichzeitig soll in Bad Meinberg der Bau eines Instituts für Tinnitusforschung und Therapie für den norddeutschen Raum voran getrieben werden. Das ehemalige Ballhaus im historischen Kurpark wird 1999 umgebaut und renoviert. Hier nimmt dann zum 29. Februar 2000 das in.ti (Institut für Tinnitus Forschung und Therapie) seine Arbeit auf


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